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Samstag den 14. Februar
1885
Rr. 38
Gießener Anzeiger
Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen.
. . .. . .. .c Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mil Bringerlodn.
Bureau r Schulstraße 7. Erichemt täglich mit Ausnahme des Montag». £Urd) die Pott bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P-.
” Amtlicher Hyeit. "
Betreffend - Die Abhaltung eines Jnstructivnskurfus für Turnlehrer. Gießen, am 13. Februar 1885.
Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießeu
an die Schulvorstände des Preises.
Vorn 23. d. M. bis 21. März soll ein TurnkurfuL für Volksschullehrer in Darmstadt unter den bekannten Bedingungen über Transportvergütung und Diäten abgehalten werden. Wegen Kürze der Zeit bis zum Beginn des Kursus sehen wir unfehlbar innerhalb 3 Tagen der Anmeldung solcher Lehrer entgegen, welche Anlheil daran nehmen wollen.
Dr. Boekmartn.
Politische Uebersicht.
Gießen, 13. Februar.
Die Tolonialpolitik und der Etat, welche bisher das A und O der RetchstagS'Verhandlungen büdeten, traten in dieser Woche einmal vor einer wichtigen Frage der inneren Politik zurück, welche den Reichstag durch mehrere Tage hierdurch beschäftigte. Die demselben von der Regierung vorgeschlagene Erhöhung der Holz- und Getreidezölle hat die öffentliche Meinung in Deutschland ichon seit dem ersten Bekanutwerden dieser Absicht lebhaft beschäftigt und allmälig zwei Richtungen erzeugt, von denen die eine der genannten Maßregel entschieden abgeneigt ist, während die andere sich ebenso entschieden für dieselbe erklärt und von beiden Seiten sind dem Reichstage zahlreiche Petitionen zugegangen, von denen die einen um Ablehnung, die anderen um Annahme der Zolltarif-Novelle bitten.
Im preußischen Abgeordnetenhauje wird vom Centrum wiederum der Antrag auf Aushebung des Sperrgesetzes und Straflosigkeit des Meffelefens und Sacramente-Spendens eingebracht werden. Noch in dieser Woche wird im Abgeordnetenhause auch die Berathung des Cultusetats beginnen und stehen allem Anschein nach wieder sehr lebhafte kirchenpolitische Debatten in Aussicht. Da im Reichstage das Zentrum in der Zolltarif-Rovelle auf Seiten der Regierung steht, so scheint die Taktik Herrn Windthorst's dahin zu gehen, die Regierung als Aequivalent für die Unterstützungen, welche ihr vom Zentrum in der Holz- und Getreidezoll-Frage zu Theil wird, zur Einbringung einer den Anträgen letzterer Partei entsprechenden kirchenpolitischen Vorlage zu veranlaffen. Einstweilen scheint dies regierungsseitig jedoch noch nicht beabsichtigt zu sein, was wahrscheinlich die Haltung des Centrums bei der Entscheidung über die Zolltarif-Novelle beeinflussen dürste.
In Oesterreich geht man mit dem Plane um, einen Ausfuhrzoll aus bearbeitetes Holz in'S Leben zu rufen. In Kreisen österreichischer Holzindustrieller wenigsten» trägt man sich sehr ernsthaft mit dieser Absicht und soll der Ausfuhrzoll sich aus Rundholz, Grubenholz und Faßdauben erstrecken, womit, wie man hofft, die große Differenz zwischen dem Einfuhrzoll aus rohes und bearbeitete» Holz wieder ausgeglichen würde. Wie man sich an leckender Stelle tn Wien zu her Sache stellt, ist noch nicht bekannt. — Im österreichischen Abgeordnetenhause ist jetzt ebenfalls eine Vorlage über die Krankenversicherung der Arbeiter eingebracht worden.
Der Versuch der Pariser Anarchisten, am Montag einen kleinen Putsch in Scene zu setzen, ist durch das energische Auftreten der französischen Regierung vereitelt worden. Die schon vorher erfolgte Verhaftung der ultra- radikalen Hauptschreier mochte viel dazu beigetragen haben, die geplante anarchistische Kundgebung vollständig scheitern zu machen; dieselbe beschrankte sich auf die Absingung der Marseillaise und Zertrümmerung einiger Fensterscheiben in einem Casv, sowie aus die Plünderung eines Waffenladens Seitens der Demonstranten. Bei letzterer Affaire nahm die Polizei allerdings zahlreiche Verhaf- tmtgen vor, doch wurde die Mehrzahl der Verhafteten schon nach wenigen Stunden wieder entlassen. Für das Ministerium Ferry zeigen indessen diese Vorgänge, wie angebracht es ist, den Anarchisten gegenüber die Zügel der behördlichen Controle etwas schärser anzuziehen; bei den zahlreichen unzufrie- deren und unruhigen Elementen, welche gerade die französische Hauptstadt in sich birgt, könnten erneute anarchistische Putschversuche leicht einmal bedenklichere Dimensionen annehmen.
Die Action Italiens am Rothen Meere schreitet mit der Ausschiffung italienischer Truppen und Auspflanzung der italienischen Tricolore an denjenigen Hasenplätzen de- Rothen Meeres, deren Besetzung Italien zunächst beabsichtigt, allmälig vorwärts, ohne sich um die Proteste Egyptens und der Türkei sonderlich zu kümmern. Von der „Agencia Stesani" werden jetzt die Detacks über die Befitzergreisung von Massovah veröffentlicht, aus denen hervorgebt, daß die Occupation der Stadt durch die Italiener ohne jede Störung vor sich ging. Von der Bevölkerung wurden die italienischen Truppen, die zum Theil noch außerhalb der Stadt lagern, sreundlich empfangen. Der egyptische Gouverneur begnügte sich mit einem Proteste. Die egyptische Garnison selbst ist aus Anordnung des, Sultans in Massovah geblieben und da die Italiener neben ihrer Flagge die egyptische ruhig haben stehen lassen, so scheint es allerdings, als ob sie die Oberhoheit des Khedioe am Rothen Meere einstweilen noch anerkennen wollen. Langs kann dieser Zwitterzustand aber schwerlich dauern.
Hals über Kops stürzt sich jetzt die englische Regierung in neue militärische Rüstungen, um durch die Absendung einer zweiten Nil-
Expedckion, die General Newdegate befehligen wird, zunächst Wolseley Luft zu machen. Dieselbe soll in der Richtung von Suakin, wohin sämmtliche englische Verstärkungen birigirt werden, nach Berber vo"marschiren und rechnet man, daß die Operationen von Suakin aus Mitte Mäcz würden beginnen können- Dieser Vormarsch wird aber nicht ohne blutige Tänze vor sich gehen, da sich Osman Digma, der bekannte Jnsurgenten-Führer im Ostsudan, in Tamai, zwischen Berber und Suakin, stark verschanzt und dort erst in den letzten Tagen einen Zuzug von 10,000 Mann erhalten hat. Inzwischen ist an Wolsäey eine Depesche eingetroffen, welche wenigstens über das Schicksal des Obersten Wllfon beruhigende Auskunft giebt. Wilson war bekanntlich, die englische Vorhut in Gabut zurücklassend, mit einigen hundert Mann nach Khartum oorangeeüt, sand aber die Stadt schon vom Feinde besetzt und wurde auf dem Rückwege auf einer Nil-Insel von den Insurgenten eingeschloffen. Aus dieser Klemme sind nun Wilson und seine Begleiter durch einen Dampfer gerettet und glücklich nach Korti, dem Hauptquartiere Wolseley'», gebracht worden. Die Geretteten Haben hierher die Trauerkunde von dem Tode Gordon's Überbracht, lieber die Einzelheiten der Einnahme von Khartum berichtet ein von Oberst Boscawen in Gubat abgesandter Bote, ein verräterischer Pascha habe die Garnison von Khartum seitwärts der Stadt bis nach Ömburman marschiren lassen, um hier vorgeblich den Angriff des Mahdi zu erwarten, ein anderer Pascha habe unterdessen die Thore Khartum» öffnen lassen. Die Insurgenten seien alsdann mit großer Macht in die Stadt eingedrungen und Gordon sei in dem Augenblckt, als er den Regierungspalasi verlassen, durch einen Dolchstoß tödllich verwundet worden.
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mehrhetl gewählt werden sollen. ,
Nach lebhafter Debatte wurde dieser Stttch mit 32 gegen 19 Stimmen acceptirt.
Bei den SS 8 u. ff., worin die Wahlperiode für die Dekane und deren Stellvertreter geregelt wird, erhoben sich tn der Versammlung Stimmen, welche die! iw «m* wmf bestimmte Frist für zu kurz bezeichneten, welche schließlich sogar etoe ledenSlaog- liche Ernennung durch den Grotzherzog in Vorschlag brachten, indem sie daburq eine Erhöhung der autorttativen Gewalt der Dekane erstrebten. ...
Dte Abgeordneten Rieger und Genossen, welche diesen Vorschlaa gemacht, zoa jedoch, nachdem daS Obercovstftorium und die meisten Abgeordneten solche» ^orgeh! alS verfrüht und einstweilen minörhig dargestellt halten, den Anttag Mlla und gelangte dem Anträge deS Ausschusses gemäß eine zehnjährige Wahlperiode zur
über die Geschichte der Kirchenmusik gehalten werden.
Wetter hieß die Synode bei zweiter Lesung daS Budget de» Centtal - Kirchenfonds gut, eS nahm jedoch der Abg. Weiffendach bet dem Capitel »Kosten deS PredigerfeminarSE Veranlassung, eine regere Betheiltgung an der Bibliothek zu wünschen, die bet dem Seminar Friedberg errichtet und dazu bestimmt narbe, Werke ber kirchlichen Literatur aus dem Großherzogthum aufzunehmen.
Zur Berathung kam sodann der Entwurf eines Gesetzes, die Abänderung der Wahlperioden für die Mitglieder der Kirchengemeindevertretungen, der Ktrchenvorstande, der DekanalSsynoden, der DekanatSauSschüffe und für die.Dekane betr. ES setzt dieser Entwurf statt den seitherigen Wahlperioden von 3, rtfp. 6 Zähren solche von 5, resp. 10 Jahren fest. Die SS 1—3 diese» Gesetzes handeln von der Gemeindeverttetung, die nunmehr auf 10 Jahre gewählt werden soll, indem jedoch nach 5 Jahren dte Hälfte durch Loos auSgeschteden und durch Neuwahl ersetzt werden muß.
Bei S 2 beantragt Abg. Schlich Strich de» Absatzes 2 dieses Artikel», welcher als neu dte Bestimmung trifft, daß die zu wählenden Ersatzoertreter der Kirchen- gemeindenvertretung von den übrigen Mitgliedern der Gemeindevertretung unter Zuziehung des Kirchenvorstandes tn gemeinschaftlicher Sitzung mit relativer Sttwmen-
annQ<l$‘e übrigen Artikel beS «esetzentwmfS g-ben wenig DerAn«- stellungen und würbe zuletzt das Gesetz, wie eS aus der Berathung hervorgegangen, tm ^"^D?e Abgeordneten Dieis endlich und H - mc ‘
antrag eingebrachi, welcher dte eteUnntretong der Geistlichen A den T^nat»!,naben betrifft, und dabei den Grundsatz auSgeivrochen ed möge tn Serblnbenmggfällen ber Geistliche sich durch einen andern Geistlichen d-sDekana^ vertreten hffimnai&btmer eine schriftliche Vollmacht ausgestellt und dieselbe dem Dolfitzenden zu den Actm der ®!fanÄbebX'n Se“Ä "test- Antrag- erhoben fich viel, gewichtig. Be- denken gegen dte Art der vorgeschlagenen Abhülse die Abgeordneten Diehls, 8al benn LallwachS u. s. w. sprachen dagegen — und führte namentlich Abg. Müller (AlSseld) den Einwand, daß solch«-Stellonlreter daSInteresse der D^vchi^eu des zu vertretenen Geistlichen nie in dem vöthigen Maße zu befürworten wüßten. Mtt
Deutschland.
—1. Darmstadt, 12. Februar. sEoangelische LandeSsynode.j Bei Beginn der beutigen Sitzung gelangte eine JnterpeÜatton des Abg. HallwachS an daS Präsidium, tn welcher derselbe an daS Oberconststorium die Anfrage richtet, ob dasselbe du3 der verwehrten Pflege des Kirchengesange» und der Bedeutung, welche derselbe für Dte Entwicklung unsere« kirchlichen LebenS tn immer steigendem Maße gewonnen hat, nicht Veranlassung nehmen wolle, tm Einvernehmen mit der Großh. StaatSregierung darauf hinzuwirken, daß an der LandeSuniverfttät Gießen zunächst im Interesse der Theologie Studirenden auch Vorlesungen aus dem Gebiete der Kirchenmusik, insbesondere


