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Sonntagsverein für Mädchen.

Die Vereinigung der Mädchen am Sonntag, die im vorigen Winter be­gonnen und im ganzen von 81 Mädchen besucht wurde, soll auch in dem jetzt begonnenen Winterhalbjahr wieder eingerichtet werden, und zwar an jedem Sonntag, Nachmittags von 2 bis 7 Uhr, in dem Saale, der Kleinkinderschule- Am nächsten Sonntag, den 15. d. Mts. findet die Eröffnung statt. Im Namen des Vorstandes lade ich zu zahlreicher Betheiligung ein.

Gießen, den 12. November 1885.

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Turnverein.

Die Einteilung der Riegen für das Winterhalbjahr geschieht Freitag, ben 13. d. M. und ersuche ich sämmtliche Turner pünktlich zu erscheinen.

Die älteren, resp. die Turner der Männerriegen, welche an dem betreff. Abend verhindert sein sollten, erwarte ich bestimmt in der nächsten Stunde, welche Samstag, den 14. d. M. stattfindet.

8123 Der Turnwart.

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Näheres Bleichstraße 3, parterre.

Ein Mädchen von 1516 Jahren in ein hiesiges Geschäft gesucht. Auskunft durch die Exped. d. Bl-

In Nr. 95 derHessischen Volkszeitung" findet sich ein Artikel über die Ab­fassung des Protokolls vorn 47. Gauturntag in Lick. Diese Berichterstattung enthält in Bezug auf die Herren Gauverrreter und Schristführer thatsächlich Unrichtiges.

1) Am Schlüsse des 47. Gauturntags hat ein vollständiges Protokoll über den­selben nicht bestanden, denn:

a. durch den unterzeichneten Schriftführer wmde das Protokoll während des Turntags nur etwa zur Hälfte, die andere Hälfte Iherlweise direct nach dem Turntage, theilweise in Wetzlar angcfcrtigt;

b. von dein auf dem Turntag angcsertigten Theil wurde Punkt la der Tages­ordnung von mir nach genauer Dulchsichr als unvollständig direct nach dem Turntag wieder gestrichen;

c. dieser gestrichene Theil wurde von mir vervollständigt auf einen losen Bogen nicdergeichrieben und dem Protokollbuch lose beigesügt.

2) Vori diesen bis dahin vorgenommenen Berichtigungen des Protokolls hatte der Gauvertreter feine Kenntniß, und da also am Schlllsse des Turntags ein Protokoll thatsächlich nicht bestanden, konnte ein solches nicht gefälscht werden.

3) Dieses Protokollbuch mit dem losen Bogen, aus welchem Punkt la der Tagesordnung vervollständigt war, schickte der Unterzeichnete etwa Ansang. August cr. dem Herrn Gauvertreter zu.

4) Da gerade der wichtigste Punkt der Tagesordnung (la), wie schon bemerkt, nur auf einem losen Bogen dem Protokollbuche beilag, hielt es der Gau­vertreter für angemessen, den Unterzeichneten zu der am 12. August cr. statt-- gehabten Gauausschußsitzung einzuladen, um dieses Protokoll mit den übrigen Gauausschußmitgliedern zu besprechen. Der Gauausschuß erkannte das Pro­tokoll als unvollständig und beschloß, dasselbe nach einem voll mir oorgelegten Stenogramm durch mich vervollständigen zu lassen.

5) Da dieses so vervollständigte Protokoll nicht auf den vorhandenen 4 Blättern niederzuschreiben, resp. zu berichtigen war, war ich gezwungen, Blätter nach- heften zu lassen, wodurch die 4 Blätter, auf deilen das ursprüngliche und rheilwelse gestrichene unvollfiändige Protokoll gestanden, als werthlos los­getrennt wurden. Die Verhandlung über Punkt la, welche sich auf dein losen Bogen befnub, kam dadurch erst in's Protokollbuch. lieber die Los- trennung der Blätter habe ich nur die Ansichten des Herrn Gauvertreters gehört, der es mtd) wohl für besser befand, daß das vollständige Protokoll neu eingetragen wurde, statt ein durch unterbrochene und gestrichene Stellen verunstaltetes, den Ueberblick erschwerendes beizubehalten, zumal die Ab­weichungen des eigentlidien Protokolls von dem angeblich alten Protokoll nicht im Protokollbuche standen, sondern, wie schon bemerft, auf einem losen Blatte im Protokollbuche lagen.

6) Diese losgetrennten Blätter sind nicht entfernt worden und liegen dein Protokollbuch heute noch bei.

7) Die übrigen Punkte des Protokolls sind (außer ad 1 a der Tagesordnung) fast unverändert geblieben und wird ein Vergleich derselben im eigentlichen Protokoll mit den auf den noch vorhandenen und dem Protokollbuche bei­liegenden 4 Blättern dies ergeben.

8)'Zu bemerken bleibt hier noch, daß der Unterzeichnete sich zur Vervollstäridi- gnng des Protokolls nur vom Herrn Gauturnwart aus Marburg das von ihm auf dem Tu'utage zu List', bezüglich Punkt 1 a der Tagesordnung, Ge­sprochene, brieflich miltheilen ließ und auch hiermit das Protokoll vervoll­ständigte.

9) Eine Beeinflussung seitens des Gauvertreters, bei Abfassung des Protokolls, hat nicht stattgefunden, vielmehr habe ich das Protokoll in seiner jetzigen Fassung allein in Wetzlar nach meiner eigenen Ansicht und Ueberzeugung angesertigt. Abänderungen des Protokolls haben von Seiten des Gauver­treters vor- noch nachher weder direct noch indireet stattgefunden. Eine Neue über das von mir Uebernommenc habe ich weder bis heute gehabt, uoch irgend Jemandem kundgegeben; bin vielmehr von der festen Ueberzeugung durchdrungen, im vollsten Maße gerecht gehandelt zu haben und zwar als Schriftführer des Gaues Hessen, nicht etwa als der eines einzelnen Vereins.

Wetzlar, den 11. November 1885.

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