über die Prämienvertbeilung bei der landwirthschaftlichen Ausstellung in Hungen am 26. Auqusr 1885.
1) Es werden ausgesetzt:
I. Für Pferde, und zwar: . ,r
1. Zuchtsttttcn mit zugehörigen diesjährigen Fohlen
2. Zuchtftuten bezüglich deren diesjähriger Teckschein vorliegt
3. Fohlen, die nicht mehr saugen......
1 Staatspreis zu 60 JL
1 Vereins-Preis
zu 50, im Ganzen an Ver.-Preisen 50 JL
1 „
„ 40, „ „ „ „ „ 40 ,,
2 ", Preise
„ je 30, „ „ „ „ „ 60 „
1 „ Preis
,, 50, „ ,, „ „ ,, 50 ,,
1, 1,
„ —0, „ „ 1, „ „ —t) 1,
Vereins-Preis
70 JL
Staatspreis
ZU
Zu
ie
Vereins-Preis
60
Z"
Staatspreis
JL
zu
60
i
b Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2—3 Jahren
Vereins-Preis
Zu
Staatspreis
1
2 Vereins-Preise zu je 20, im Ganzen
Staatspreis
zu
2
1400 JL
1
1
60
60
60
1
1
1
1
1
1
1
60
60
60
Preise Preis
1
1
1
60
60
1
1
1
1
2
1
1
1
1
1
20, 20,
10, 15,
6,
b. Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2—3 Jahren
c. Znchtkühe,...........
d. Ganze Zuchten von Rindvieh sowie Rinder unter 2 Jahren
30
40
40
40
20
30
20
10
1
1
1
1
2
1
1
1
1
1
Preise Preis
b Rinder, die sichtbar trächtig sind, im Alter von 2 3 Zähren (Das schönste Rind erhält außerdem Glocke mit Halsband.)
c. Zuchtkühe..........
d. Ganze Zuchten von Rindvieh, sowie Rinder unter 2 Jahren
c. Zuchtkühe,...........
d. Ganze Zuchten von Rindvieh sowie Rinder unter 2 Jahren
3 Kreurunasvrodukte vorgenannter Rassen:
a Bullen, von Privaten, Gemeinden und Gemeindebullenhaltern un Alter von 1—3 Jahren..........
II. Für Rindvieh, und zwar:
1 ? Butten? oon^Prüvatem Gemeinden und Genreindebullenhaltern, im Alter von 1—3 Jahren.........
30
40
40
40
20
30
20
10
2 Limmenthaler und andere fremde Rassen:
a. Bullen von Privaten, Gemeinden und Gemeindebullenhaltern im Alter von 1—3 Jahren.........
1
1
1
1
2
1
1
1
1
1
40, 30, 40, 20, 40, 20, 30, 20, 10,
30 JL
30 „
30 „
30 „
30 „
3
2
5
40, 30, JO, je 20,
40, 20, 30, 20, 10,
Preise Preis
50, im Ganzen
40, „
30, „
40, „ „
je 20, „
40, „ „
20, „
30, „ „
20, „ „
W, „
zu 60 JL
Politische Ueberficht.
Gießen, 12. August.
Die eminent friedliche Signatur der internationalen Beziehungen wird heute aller Orten von maßg-b-nv-r Seite auf das Unumwundenste aner< trnnt Sie drängt sich mit gleichsam elementarer Gewalt dem schlichten Menschenverstände nicht ininder auf als dem gerechten Urtheile aller hochpolitischen Kreise Mittelpunkte aller Betrachtungen steht natürlich die Begegnung Kaiser Wilhelms mit seinem erhabenen Freunds und Bundesgenossen, dem Kaiser ülran, Josef welche, als sprechender Beweis für die unverändert fortbestehende Znniakeu der Einvernehmens der mitteleuropäischen Mächte, die öffentlich- Mei- nunq mit der festen Ueberzeugung erfüllt, daß Europa aus den Bahnen der gewohnten normalen Entwickelung ohne irgendwelche Sorge vor gewaltsamen Erschütterungen der bestehenden völkerrechtlichen Ordnung fortschreiten wird. Es ist vielleicht kein bloßer Zufall, wenn genau zu derselben Zeit, wo alle Friedensfreunde mit Gcnugthuung auf die Gasteiner Monarchen-Zusammenkunsl Dicken, die russisch-englischen Meinungs-Verschiedenheiten wegen der afghanischen Grenz- srage sich zusehends verflüchtigen und ein hochconservatives, also mit den lllegie- runqskr-ii-n intime Fühlung unterhaltendes Londoner Blatt sogar auf dre Möglichkeit eines unmittelbar zu gewärtigenden vollständigen Ausgleiches vorbereitet. Dazu kommt als weiteres charakteristisches Anzeichen der Eifer, womit das Hauptorgan der englischen Liberalen. „Daily News", in der Klärung de« russisch-englischen Horizonts mitarbeitet, indem letzteres Blatt mittheut, daß die an und für sich ebenso mäßige, wie unerquickliche Doctorfrage, wer eigentlich an der Ausrollung der Pendjeh-Frage Schuld trage, ob die Russen oder die auf englische Einflüsterung hörenden Afghanen, stillschweigend fallen gelassen worden ist Offenbar begegneten sich die Cabinete von London und St. Petersburg, als sie diesen Entschluß faßten, in dem Wunsche, die beiderseits angestrebts Verständigung nicht dadurch zu gefährden, daß man einen Streit fortfpinns, der aelibebene Dinge doch nicht ungeschehen machen konnte, sondern nur zur Verbitterung der Gesinnungen und zur Verschärfung der Gegensätze hatte fuhren müssen. Russischerseits kommt da» „Journal de St. Päterrbourg der IM- nungrsreudiaen Auffassung seiner Londoner Collegen aus halbem Wege entgegen. So wird also der politisch- Pessimismus jetzt endlich aus dem letzten Bollwerk binausgetrieben, in welchem er sich noch behauptet hatte, und Europa >n den Stand gefetzt, fortan mit vollster, ungetheiltester Energie an die Entwickelung feiner materiellen Hülfsquellen und an die großen, alle Culturvölker gleichmäßig beanspruchenden Probleme heranzutreten.
Man zweifelt in Berlin daran, daß es sich bet der Besprechung,
welche der Kaiser Wilhelm mit dem preußischen KrtegSmmister m Gaste« gehabt hat um die Frage des neuen Misitär-Seplennats, resp. der Vermehrung der Kavallerie gehandelt habe. Di- bezügliche Materie sei noch nicht entfernt soweit gediehen, daß sie der abschließenden Entscheidung d-S Ka.jerr unterbr-U-t werden könnte. Wenn es auch festftehe, daß der jetzige Reichstag im Verlaut- seiner Leqislatur-Periode sich mit den angeregten Fragen zu befassen habm wird, so sei -S doch keineswegs sicher oder, richtiger gesagt, ziemlich unwahr- scheinlich daß bereits in der Wintersession die Armee-OrgamiationS-^ragen ihre wichtige Rolle spielen werden. Man habe zu erwägen, daß die Heeres-Verwal- tung nicht geneigt sein wird, sich das Militär-Septennat bewilligen zu lasses, ohne gleichzeitig für eine entsprechende Vermehrung des EffectrvbestandeS der Truppen Sorge zu tragen. Das Letztere könne aber erst geschehen, wenn dre Ergebnisse der Volkszählung vorliegen, die am 1. December ftaürnibct. Vor der Mitte des nächsten Jahres sei an eine Beendigung der Sichtung dies-« überreichen statistischen Materials nicht zu denken, und erne Zugrunde l-gwg etwa der ersten oberflächlichen und ersahrungsgemaß unzulänglichen R-srllta! für die Feststellung der Präsenz,iff-r des Heeres würde der Reichstag nut R-4 ablehnen Erst in der H-rbstsession des nächsten Jahres also wurden die mili- tärifchen Fragen in den Vordergrund treten.
Das aus vier Kriegsschiffen bestehende deutsche G-schmn der ist unter der Führung des Commodore Paaschen vor Zanzibar angekomm-n Es ist anzunehmen, daß nunmehr eine Klarstillung der Beziehungen zwüch- D-utschland und dem Sultan von Zanzibar er,°lgen wird. Hoffentlich w' es Commodore Paaschen verstehen, die Rechte der deutsche» R-,chSangeho->g.' in Zanzibar kräftigst zu wahren. ,
Von Wien aus wird bestimmt versichert, daß bei der ZuM menkunst des Kaisers Franz Josef mit dem Kaiser Alexander HL in -ÄremM auch der österreichische Ministerpräsident Gras Taaffe zugegen sem werde Motive für diefe Zuziehung d-S leitenden Staatsmannes Oesterreichs sind nch allzuschwer zu finden; denn die Möglichkeit, das angebahnte srcundnachbarliH VerhÄtniß zu Rußland weiter zu festigen, hängt in nicht geringem Grade a«4 von der inneren Politik ab, di- Oesterreich - namentlich m Galizien - » ' folgt. Di- Geschichte der letzten Jahre hat dies oit genug b-wi-i-n. W M zeitweilig das Verhältniß der österreichisch - ungarischen Monarchie zu Ruhl einen bedrohlichen Grad von Spannung erreicht-, so hichen hierzu gewisse gange in Galizien — man erinnere sich nur an den Ruthenenprottß n ä weniger beigetragen, al« der Widerspruch der Interessen beider Staaten - Orient. Grund genug, den Grasen Taaffe, unter dessen Regierung da« polnW
an Ver.-Preisen 50 jl i) „ „ 40 „
ff ff ff ff
„ „ „ 40 „
:: ", ", w
an Ver.-Preisen 40 JL 40 " ", ", 40;;
„ „ " 30 „
„ „ „ 30 „
...... 30 „
60, im Ganzen an Ver.-Preisen 60 JL 40 „
V. Für Ziegen.......Summe 19 Stacie nbt jubwi.ne.. 'n«" öd V-r-inSpr-.i- mit zusamn.-n ,
wd.2 »s? ä tei WWrrM '2-'-»A
“"""«ÄS »« SIM-Mi,- Mi d-m d« S-chh-v«ch»»-. ---»'M ««»
d« 8.8«« »«< d-- IW*** B-»«-----'» ®i<M » P-°i>. im °.n SO X
ausgesetzt, deren Zuerkennung dem Festcomitö zusteht.
Gießen, den 1. August 188o. $räfibent des landwirthschastlichen Verein« von Oberhessen.
I. V.: Nover, Viceprüsident. ......„
lila Für Schweine, und zwar:
1. Mutterschweine trachtlg, oder mit ferkeln,
2. Eber • - • . . • • Ä ;
3. Zuchttchweine von wenigstens Vz ^ahr .
IV. Für Schafe und zwar:
1. Zuchischase in Looien von wenigstens 3 ^tuck
2. Böcke
50, im Ganzen an Ver.-Preisen 50 JL
40 „
WS Ä * 55ie i* litt»«olt“ zsbrM-°
Ä
iiiiroriiailii1 in voliljkk $ $5 iNgOe1 nehmen argen jonul den Na als Pol drin Sultan, ( j)ir.Wlone MWcher
Salisbn läufig M ( nrächen m'
In in Mr Mn kni), bet 3 die Mistel die MM! Alle GW
Sir.
W- des Sntjtf üo;i ; sehle des Neg
Daru
NnMiK
ÄA 9. im ftreiie T
‘“«if «11
S6?
««
.. , M die 6)emäd)i denen er in a'issprecheiii begrüßt, bei von Wei'ina worauf er i S»u|if spielt -Vodirufe au* worauf um Kaiser 500 (<
..... Talzb Pkasidcnleu ( 'mpiangen v, Un Scheil
gelobe
W
Dl
s-i,ilL« Aiciiiisch^
J Negers, abn#r»:ri 0


