Ausgabe 
10.5.1885 Erstes Blatt
 
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Telegraphische Depeschen.

Wolff's tetegr. Gorrespondenz - Bureau.

Berlin, 8. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm heute den Gesetzentwurf über die Pensionirung der Volksschullehrer fast einstimmig in der von dem Herrenhause abgeänderten Fassung üil Im Laufe der Debatte erklärte der Cultusminister o. Goßler, daß die Regierung mit einer Untersuchung darüber beschäftigt sei, welche Schulen einen höheren Lehrzweck verfolgen, als die von diesem Gesetz berücksichtigten Volksschulen, welche nur der allgemeinen Schulpflicht dienen; letztere würden unter dies Gesetz zu stellen sein und für die ersteren sei die Regierung bereit, den Weg der Gesetzgebung zu beschreiten. Ferner wurde angenommen und zwar en bloc, das Gesetz über die wege­polizeilichen Vorschriften für Schleswig-Holstein. Die Anträge Letocha re., betreffend die Schiffbarmachung der oberen Oder, erhielten die Genehmigung, ebenso der Antrag Douglas, betreffend die beim Verkauf von Medikamenten verwendeten Flaschen. Sodann wurden noch Petitionen erledigt.

Für die morgen 12 Uhr stattfinoende Sitzung wurden kleinere Vorlagen und Petitionen auf die Tagesordnung gestellt.

Das Herrenhaus nahm heute den Gesetzentwurf wegen Aufhebung der Rentei,- bank ftir Lauenburg an und erledigte außerdem Rechnungssachen und Petitionen.

Berlin, 8. Mai. DerNationalliberalen Correspondenz" zufolge wird die Reichstagssession voraussichtlich nächsten Mittwoch geschlossen.

Row, 8. Mai. In der Kamnier nahmen Cairoli, Crispi und Minghetti Theil an der fortgesetzten Diskussion über die Colonialpolitik der Regierung. Mancini ver­langte ein bestimmtes und klares Votum der Kammer, Depretis erklärte sich Namens des ganzen Ministeriums mit Mancini solidarisch und hob die großen Wohlthaten der Allianz der europäischen Centralmächte hervor, die den Frieden sichere, der für Italien, das innere Reformen durchzuführen habe, sehr wichtig sei. Depretis widerlegte die Behauptung, daß diese Allianz Italien lahm lege und seine Actionsfteiheit beeinträch­tige. Die Frage, was das Ministerium in Afrika thun werde, könne eine ernsthafte Regierung nicht beantworten. Er könne nur erklären, daß die Regierung entschlossen fei, die Ehre und die Fahne des Landes zu vertheidigen. Depretis erklärte sich bereit, ,ein von Tajani vorgeschlagenes Vertrauensvotum anzunehmen, worin die Kammer von den Erklärungen des Ministeriums Akt nimmt. Die Kammer nahn, darauf mit 188 gegen 67 Stimmen die Tagesordnung Tajani an.

Petersburg, 8. Mai. Die Prinzessin Marie von Montenegro ist in der Stacht ^um 7. d. M. gestorben. Die Fürstin von Montenegro ist mit der Prinzessin Militza gestern Abend hier eingetroffen.

DerRegierungsanzeiger" veröffentlicht folgende Mittheilung: Eine am 18. April (30. April n. St.) imRegierungsanzeiger" veröffentlichte Note berichtete die Umstände, welche den zwischen den russischen und afghanischen Truppen am Kufchk- flüsse stattgehabteu Kgmpf hervorgerufen hatten. Aus jenem Berichte ging hervor, daß General Komaroff, indem er eine Action gegen die Afghanen vornahn,, um sie zum Verlassen des rechten Kuschkufers zu zwingen, sich nicht in Widerspruch mit den ihm vom Kriegsminister zugegangenen Instructionen setzte. Nach dem Wortlaute dieser Instructionen war es dem General Komaroff nur untersagt, die Oase von Pendjeh zu besetzen, wo die Truppen des Emirs ftüher Stellung genommen hatten. Komaroff hat also in der Angelegenheit vom 18. März (30. März n. St.) völlig correct gehandelt. In Folge dieses Zwischenfalles entstand zwischen der kaiserlichen und der englischen Regierung eine Meinungsverschiedenheit darüber, welches der beiden Cabinete die zwischen ihnen getroffene Abmachung, auf Grund deren bis zur Lösung der Grenzfrage, weder von englischer, noch von russischer, noch von afghanischer Seite eine Offensiv­bewegung gemacht werden sollte, in richtigerem Sinne ausgelegt habe. Es handelte sich darum, festzustellen, ob die dem General Komaroff ertheilten Instructionen mit dem in Rede stehenden Arrangement übereinstimmten, oder ob, wie das Londoner Cabinet be­hauptete, die kaiserliche Regierung den Befehlshaber der russischen Truppen hätte ver­pflichten müssen, sich jedweden Angriffs auf die afghanischen Truppen zu enthalten, von dem Augenblicke an, wo er den Befehl erhalten würde, keine Offensivbewegung zu machen. Keines der beiden Cabinete hat es für möglich gehalten, den von ihm ein­genommenen Standpunkt in dieser Frage aufzugeben. Deßhalb und um die Hinder­nisse zu beseitigen, welche die Lösung der Grenzfrage hinderten, sind die beiderseitigen Regierungen Übereinkommen, nöihigenfalls die bestehende Meinungsverschiedenheit dem Urthcile eines Schiedsrichters zu unterbreiten, welcher eine der Würde und Ehre beider Staaten entsprechende Lösung Vorschlägen solle. Die beiden Regierungen sind: gleich­zeitig übereingekommen, die Unterhandlungen über die Grenzregulirung auf den früheren Grundlagen wieder aufzunehmen, jedoch mit denr Unterschied, daß die Hauptpunkte der Grenzlinie durch einen vorläufigen Meinungsaustausch von Cabinet zu Cabinet fest- gestellt werden sollten. Die genauere Absteckung der durch diese Hauptpunke bezeich­neten Linien sollte Commissären überlassen werden, welche die beiden Regierungen mit Vollmachten versehen würden. Um die Arbeiten, betreffend die Absteckung der Grenze zu erleichtern, sollen die resp. Vorposten sich erst nach der Ankunft der Grenzregu- lirungs-Commission und je nach der Richtung der Grenzlinie zurückziehen. Die be­treffenden Punkte an der Grenze werden dann durch die beiderseitigen Truppen besetzt. Es wird alsdann Sache jeden Theiles derselben sein, die Ruhe und Sicherheit auf dem Gebiete, das ihm zuertheflt wird, aufrechtzuerhalten.

London, 8. Mai. Unterhaus. Northcote kündigt au, die Opposition werde am Montag in der zweiten Lesung der Bill, betreffend die Flüssigmachung des Elf- Millionen - Credits, durch folgenden Antrag bekämpfen:Nachdem das Haus sich bereit erklärt hat, Geldmittel für die Sicherheit des Reiches zu bewilligen, verweigert es dieselben, bis es über die Zwecke der Verwendung derselben informirt ist."

DerStandard" erfährt anläßlich der englisch-russischen Unterhandlungen über die Berichtigung der afghanischen Grenze würden ernste Schwierigkeiten wegen der Grenzlinie nicht erwartet. Die englische Regierung wünsche indessen und lege be­sonderes Gewicht darauf, daß Rußland sich klar und entschieden verbindlich mache, auch später nicht über die afghanische Grenze hinaus vorzurücken. Es dürfte dies eine Haupffrage bei den Verhandlungen werden.

Nach Einern Telegramm desStandard" aus Kalkutta ist in Rangun (Pro­vinz Barma) die Cholera ausgebrochen.

Washington, 8. Mai. Der Präsident von Columbien hat dem hiesigen Ge­sandten Columbiens mitgetheilt, daß die Ruhe in 7 von den 9 Staaten der Republik wieder hergestellt sei.

George V. N. Lothorop ist zum Gesandten in Petersburg, Bopd Winchester zum Gesandten in Bern ernannt.

Ottawa, 8. Mai. Der DampferNorthcote", welcher bisher zum Transport verwendet wurde, wird in ein Kanonenboot umgewandelt und soll die canadischm Truppen gegen die Aufständischen unter Riel unterstützen. Die Indianer westlich von Battleford rüsten sich »um Kriege. Banden feindlicher Indianer raubten Weiber und Kinder mehrerer Ansiedler.

Lokales.

Gießen, 9. Mai. In der Sitzung derOberhessischen Gesellschaft für Natur- mnd Heilkunde" am verflossenen Mittwoch hielt Herr Dr. Markwald einen sehr interessanten Vortrag über Jnfectionskrankheiten, insbesondere die Cholera.

Der Vortragende erklärte zunächst das Wesen der Jnfectionskrankheiten, führte nus, daß dieselben durch Einwanderung von Bakterien in den Körper hervorgernfen würden und demoustrirte nach kürzer Besprechung der hauptsächlichsten hierher gehörigen Krankheiten die bei ihnen aufgefundenen Bakterien an Zeichnungen und mikroskopischen Präparaten. Alsdann verbreitete er sich eingehender über die Cholera, besprach ihr bisheriges Auftreten, die Art ihrer Verbreitung und die Entdeckung des Cholerabacillus, welcher ebenfalls unter dem Mikroskope dcmonstrirt wurde. Ausführlich wurde dann der Unterschied der Ansichten zwischen Koch und Pcttenkofer in Bezug auf die Uebertragung der Cholera dargelegt und schließlich die auf die Abwehr der verderb­lichen Krankheit gerichteten Mittel vom sanitären und hygienischen Standpunkte erörtert, als deren hauptsächlichste hier nur die Einführung guter Wasserleitungen und Canalisationen, Errichtung von Jsolirhäusern und geeignetes Desinfectionsverfahren, sowie größte Vorsicht int Genuß von Nahrungsmitteln hervorgehoben sein mögen.

Wir hatten geglaubt, daß ein so allgemein intcressirendes Thema einen großen Zuhörerkreis herbeiziehen würde, mußten jedoch zu unserer Verwunderung sehen, daß auch dieser Vortrag das Schicksal fast aller, in der letzten Zeit in der Gesellschaft gehaltenen theilte, nämlich schlecht besucht zu sein.

Haudsi und VerkedVl

Gießen, den 9. Mai. Auf dem heutigen Markt Met» Butter per Psuns X 0.901-00, Hühnereier pr. St. 45 H, Enteneier St. 50 Gänseeier 1000 H, Käse pr. Stück 49 Kasematte 30 H, Erbsen pr- Liter 24 Linsen 32 Tauben per Paar 0,550,75 H, Hühner per Stück «X 1.201.80, Hahnen pr. Stück X 1.502.00, Enten per Stück X 2.202.50, Ochsenfleisch per Pfund 6800 A Kuh- und Rindfleisch 5660 H, Schweinefleisch 5060 Ä, Hammelfleiich 6470 L, Kalbfleisch 48-50 H, Kartoffeln per 100 Kilo X 3.50-4.25, Milch per Liter 1216 4. Zwiebeln per Centner X 6.000.00.

Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Siegen

Aufgebote. , y y _

Mai: 2. Schreinermeister Karl Christian Hertsch in Offenbach a. M. nut Wilhelmine Marie Susanne Winheim, Tochter des verstorbenen Müllers Friedrich Karl Ludwig Konrad Winheim zu Gießen. 4. Postschaffner Georg Friedrich Reibci mit Anna Katharine Kutt, Tochter des verstorbenen Taglöhners Johann Konrad Kull zu Gießen. 5. Küfer Friedrich Hermann Rauschenbach zu Gießen mit Susanne Schuster, Tochter des verstorbenen L-teinhauers Johann Peter Schuster zu Wetzlar. 5. Buck- drucker Christian Ättlhelm Belzner zu Gießen mit Elisabethe Therese Ameis, Tochter des verstorbenen Müllers Wilhelm Ameis zu Frankfurt a. M. 6. Cigarren wacher

Und diese Vorträge sind doch nicht allein den Mitgliedern' der Gesellschaft, sondern einem Jeden zugänglich, sogar ohne Entgelt! Weshalb Nichtmitglieder von dieser Erlaubniß so wenig Gebrauch machen, dafür fehlt uns jede Erklärung. Wir meinen, unsere Mitbürger sollten doch freudig anerkennen, daß ihnen durch die Liberalität des Gesellschaftsvorstandes Gelegenheit zum Hören naturwissenschaftlich- medicinischer Vorträge geboten wird und dies durch fleißigen Besuch der Vorttäge beweisen.

Wie wenige Städte haben den Vorzug, Sitz einer Universität zu sein! Gießen gehört zu den wenigen, aber seine Bewohner scheinen dieses Vorzugs, um welchen manche andere Stadt es beneidet, nicht voll bewußt zu sein.

Vermischtes.

(Von der egyptischen Finsterniß.j Der Herr sprach zu Mose:Recke Deine Hand gen Himmel, daß es so finster werde in Egypterland, daß man es greifen mag." Und Mose reckte feine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsterniß in ganz Egyptenland drei Tage, daß Niemand den Andern sah, noch aufstand von dem Ort, da er war, in dreien Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es Licht in ihren Wohnungen." Und weiter steht zu lesen:Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein und von ihm sollt ihr die Monate des Jahres anheben rc." Wann war also die egyptische Finsterniß? Die moderne Wissenschaft, welche keine außer- natürlichen Wunder zuläßt, sieht in der Bibelstelle die Erinnerung an eine wirklich vorgefallene Sonnenfinsterniß, und Dr. E. Mahler hat in einer der kaiserlichen Aka­demie der Wissenschaften in Wien überreichten Abhandlung den genauen Tag der fraglichen Sonnenfinsterniß herauszurechnen gesucht. Als Auszugsjahr der Israeliten wird gewöhnlich das Jahr 1312 vor Christi Geburt bezeichnet. Dr. Mahler hat aus allen centralen Sonnenfinsternissen des 13. und 14. Jahrhunderts vor Christi Geburt die Frühjahrsfinsternisse herausgesucht und gefunden, daß von dieser nur eine einzige für Egypten von Bedeutung fein konnte. Es ist dies die ringförmige Sonnenfinstcr- niß am 13. März des Jahres 1334 1335 vor Christi Geburt. Nachdem diese aber zugleich alle durch die Tradition erhaltenen Merknlale (Monat, Tag, Wochentag) der in der Bibel erwähnten egyptischen Fmstennß besitzt, so ist es in hohem Grade wahr­scheinlich, daß (wenn die Rechnung stimmt) die in der Bibel erwähnte Finsterniß mit der ringförmigen Sonnenfinsterniß des 13. März vorn Jahre 1334 1335 vor Christi Geburt identisch sei. Dann fällt der Auszugstag der Israeliten aus Egypten auf den 27. März des Jahres 1335 vor Christi Geburt.

Mus der Reichshauptstadt.j Ein verwahrloster struppiger Bursche im Alter von 15 Jährest nahm dieser Tage auf der Anklagebank vor dem Schöffengericht des Berliner Amtsgerichts I Platz.Was bist !Du ?" wird er vom Vorsitzenden gefragt. Blumenmä'chen", gibt er zur Antwort.Du bist aber ein Junge", meint der Vor­sitzende.Det schad'! nischt", entgegnete der Angeklagte,ick bin doch Blumeumä'chen. Ick handle mit Blumen uff de Friedrichstraße."Ist das Deine einzige Beschäftig­ung?"Im Sommer, ja; im Winter geh' ick suchen".Was suchst Du denn?"Nu, ick jeh' eben durch die Straßen und beseh' mir die Pflafterstcene. Merschtcndhels liegt nischt tauf, mitunter aber doch und beim heb' ick et uff." ,,Du weißt doch, daß man gefundene Sachen nicht behalten darf."Ick finde merschteuohÜs Sachen, die andere Leute nich mehr mögen."Was beim zum Beispiel?"Cijarrenstummel, olles Papier, Kohlenstücke, olles Eisen und solche scheene Sachen."Aber davon kannst Du doch nicht leben?"Ick wohne bei meine Eltern."Was treiben denn die?"Die sind Naturforscher." Also Lumpensammler. Hast Du noch Geschwister."'n Bruder und 'ne Schwester."Was ist denn Dein Bruder?"Er is bet feine Damens an- gestellt und verhaut die andern Leute."Und Deine Schwester?"Die is Abends in's Caf6 National." Der jugendliche Angeklagte hat sich wegen groben Un­fugs zu verantworten, den er eines Abends in der Friedrichstraße durch Behelligung von Passanten angeftiftet.Ick Babe blos jesagt, Herr Iras, koofen Sie ein Bouquet für Ihre Liebst, und da hat mir der Herr eens mitn Stock jegeben. Det brauch' ick mir nich jefallen zu lassen."Du hast die Passanten in ungebührlicher Weise be­lästigt und weigertest Dich, mit zur Wache zu kommen."Det is och keen Verjnüjen." Das Urtheil lautete auf 3 Tage Haft.

(Erfolge von Erfindungen.^ Das Patente nicht immer nothig sind, um das Eigenthum an einer Erfindung zu sichern, beweist das Pulver der Vereinigten Rheinisch- Westfälischen Pulverfabriken. Siachdem sich die englische Regierung viele Mühe gegeben, das Geheimnis; der Herstellung dieses Pulvers durch Versuche zu ermitteln, hat sie kürzlich 10,000 Kisten in Deutschland bestellt und jetzt nochmals 15,000, die aber auf englischem Boden hergestelll werden müssen. Der Anfangs beabsichtigte Ankauf des Geheimnisses ist nicht zu Stande gekommen; die Gesellschaft hat daher die Pulver­fabrik Chilworth, die älteste Englands (vom Jahre 1570), angekauft, um dort das Pulver anzuferttgen.

Eingesandt.

Gießen, 9. Mai.

Das Sprichwort sagt: Der Mensch denkt und Gott lenkt. Bei dem was wir jedoch heute besprechen wollen, kann man sagen: Der Laie denkt und der Gläubiger- Ausschuß lenkt, nämlich den Concurs Wenzel.

Bei der Versteigerung des Hotel-Inventars sind resp. werden ca. 7000 JL gelöst und wenn in der nächsten Ausschußsitzung beschlossen wird, auch das Wirthschasts- inventar, bis auf die Gaseinrichtung, ebenfalls zu veräußern, bann können zusammen höchstens 10000 JL vereinnahmt werden.

Wie stehen sich nun die Gläubiger einem Gebot von X 130,000 für sämmtlichc Immobilien und Mobilien, bei welchem Gebot für die Mobilien ca. X 17,000 zu veranschlagen sind, gegenüber einer Einnahme von höchstens X 12,000 incl. Gasein­richtung? Wird das Inventar vollständig versteigert, bann bekommen ein­fach die Gläubiger nichts, denn die in Aussicht stehenden Prozesse werden dic wenigen Mark verschlingen und wenn am 15. Juni im Absonderungstermin btt Hypothekargläubiger ihr Absonderungsrecht erlangen, gießt es Zwangsver­steigerung, deren Erlös für die Gläubiger fast gleichbedeutend mit Null ist. DeshalbGläubiger ^ellt Acht"!

Stuttgart, 4. Mai. (Allgemeiner Deutscher Versicherungs-Verein.j Im Monat April 1885 wurden 565 Schadenfälle angemeldet und zwar 446 äußere Ver­letzungen und 119 innerliche Erkrankungen. Von den Unfällen hatten 4 den sofortigen Tod und 39 eine gänzliche oder theilweise Invalidität der Verletzten zur Folge. Von den Mitgliedern der Sterbekaffe starben im Monat April d. I. 24. Neu aufgenommen in den Verein wurden in Monat April 3441 Personen. Alle vor dem Februar 1885 eingetretenen Schäden incl. der Todes- und Jnvaliditätsfälle sind bis auf die von 18 noch nicht genesenen Personen vollständig regulirt. 3594

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Die resp. Gr. £ werben ersucht, dies ihrer Gemeinbeangeh bekannt machen zu la

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Grohh. Kreisbau __Walte MLM Alle Diejenigen, roelä an den verstorbenen Kalkbrenner Jacob Bieber zu bilden hiermit ausgesordett lLngsttu» 1. Jun Merrtneten etnjuw üre SCnmelbuttgett fei ftiben werben

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