8026
ger,
sehe Anstalt
■
twe
IFire
mn sucht per 15. No- ember I. I- tin ftut ei feiner Familie.
es unter Chiffre 100 ießen- ________
während dem n9niß/ besonders D Pullmann
erbod
SEH
ist dem Kreuz). Photographien und Grösse. 1883 lebte Witterung.
erte
NM1U16, k ^raufte.
mit Fimmdwi
n Preisen
tu
u. engt» funwner.
Rr. 261» Blatt Sonntag den 8. November 1883
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
•<i<|
I kj-v-
***«««, «chulst-.ß- 7. «4« hW* mit «M» d-g ^’ÄTeiolen2 SM
Amtlicher Hheit.
Betreffend: Herbst- Control-Bersammluugeu. Gießen, am 20. October 1885.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Krebses.
Die nachstehende Bekanntmachung wollen Sie in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise veröffentlichen lassen.
Dr. Boekmann.
Gießen, den 20. October 1885.
Bekanntmachung.
Die diesjährigen Herbst-Control-Versammlungen werden im Kreise Gießen wie folgt abgehalten werden:
I. Im Bezirke der I. Compagnie (Gießen).
1) Zu Gießen am 9. November 1885, Vormittags, im Oswald'schen Garten
und zwar um 8 Uhr für sämmtliche Reservisten der Infanterie, um S Uhr für sämmtliche zur Disposition der Truppenthelle und der Ersatz-Behörden entlassenen Mannschaften aller Waffen, sowie sämmtliche Reservisten der übrigen Waffen und die am Schluffe näher bezeichneten Wehrleute.
Hierher gehören die Orte: Annerod, Burkhardsfelden, Gießen (mit Schiffenberg und Herrnwald), Heuchelheim, Klein-Linden und Oppenrod.
2) Zu Lollar am 10. November 1885, Vormittags 9 Uhr, neben dem neuen Bahnhofsgebäude
Hierher gehören die Orte: Mendorf a. d. Lda., Alten-Buseck, Bersrod, Beuern, Climbach, Daubringen (mit Heibertshausen), Großen-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg, Staufenberg mit Friedelhausen, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck.
3) Zu Grünberg am 10. November 1885, Nachmittags 12V- Uhr, an dem Bahnhose
Hierher gehören die Orte: Allertshausen, Beltershain, Gellshausen, Göbelnrod, Grünberg (mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Steinmühle, Obere und Untere Ziegelhütte, Latzmühle), Hattenrod, Harbach (mit der Kolbenmühle und Sommermühle), Keffelbach (mit der Rabenauffchen Papiermühle), Lauter (mit der ArztmiMe, Bingmühle, Georgenhammer, Skrellesmühle und Walkmühle), Lindenstruth, Londorf (mit der Burg Rabenau, Burgmühle, Schmidtmühle, Reitzenmühle und Zieaelhütte), Lumda (Groß- und Klein-), Odenhausen (mit Appenbörnerhof, Queckborn, Reinhardshain, Reiskirchen, Rüddingshausen, Saasen (mit Bolln- bach, Veitsberg und Wirberg), Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain (mit dem Hainer-Hof), Winnerod.
II. Im Bezirke der II. Compagnie (Lich).
1) Zu Hungen am 14. November 1885, Vormittags 11'/- Uhr, am Friedhose
Hierher gehören die Orte: Bellersheim, Bettenhausen, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhofen, Rabertshausen (mit.Ringelshausen), Rodheim (mit Hof Graß), Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe, Villingen.
2) Zu Lich am 14. November 1885, Nachmittags 3V» Uhr, am Bahnhofe.
Hierher gehören die Orte: Albach, Allendorf a. d. Lahn, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt (mit Arnsburg), Ettingshausen, Garbenteich, Großen-Linden, Grüningen, Hausen, Hof-Gill, Holzheim, Lang-Göns, Leihgestern, Lich (mit Albacher-Hof, Kolnhausen und Mühljachsen) Münster, Rieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg.
Es haben aus den genannten Orten zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden Offiziere und Mannschaften des Beurlaubtenstandes aller Waffen des deutschen Reiches zu erscheinen, welche zur Reserve gehören, zur Dispofitiou der Truppeutheilr beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz - Behörden entlassen stnd, sowie diejenigen der Landwehr angehörigen Mannschaften, welchen eine besondere Ordre zur Gestellung bei der Herbst-Control-Versammlung vom Bezirksfeldwebel zugegangen ift, Die Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen.
Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche spätestens 8 Tage vor den betreffenden Control- Versammlungen auf dem Dienstwege eingereicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben sich der gesetzlichen Strafe zu gewärtigen.
Es wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen haben, und vor dem Beginn der Control-Versammlung Schirme, Stöcke, Pfeifen rc. fortzulegen find. Frhr. v. Röder,
Oberst z. D. und Bezirks-Commandeur.
Vermischte b.
Mainz. Der Kellner, welcher sich vor einigen Tagen in der Stadt Worms mittelst einer Pistole erschoß, ist, wie nachträglich sestgestellt werden konnte, aus Elberfeld gebürtig und wird die Leiche desselben dorthin überführt werden, da die Angehörigen dieselbe reclamirt haben.
Aus dem Kreise Offenbach, 3. November. Gestern hat in Froschhausen ein Jagdaufseher einen Maurer von Hainstadt erstochen, der Tod erfolgte sofort. Der Jagdaufseher soll in angetrunkenem Zustande gewesen sein und befindet sich in sicherem Gewahrsam.
Berlin, 4. November. In Moabit ist gestern eine grausige Mordthat geschehen. Im Hause Bandelstraße 11, Ecke der Dreysestraße, hat der in der Admiralität angestellte Geheimsecretär Päpke eine aus drei Wohnräumen bestehende Wohnung inne. Die Familie besteht aus den Ehegatten und einem auf der Post auf dem Potsdamer Nahnhofe angestellten Sohne. Während der Dienststunden der beiden männlichen Familienglieder befand sich die Ehefrau, welche im Alter von etwa 46 Jahren stand und mit ihrem Ehemanne vor ganz kurzer Zeit die silberne Hochzeit gefeiert hat, allein in der Behausung. Als Herr Päpke Nachmittags 3% Uhr seine Wohnung betrat, bot sich ihm ein entsetzlicher Anblick dar; in der ersten Stube neben dem Eorridor lag seine Ehefrau ermordet am Boden, der Schädel war gespalten und eine große Blutlache bedeckte den Boden. In der Stube waren sämmtliche Behälter erbrochen, die Wäsche war von blutigen Händen durchwühlt worden und lag theilweise zerstreut umher; auch werden Geld und Schmucksachen vermißt. Die That muß gleich nach 2 Uhr begangen sein. Um diese Zeit hatte Frau Päpke noch einen Einkauf bei dem in demselben Hause wohnenden Kaufmann Bade gemacht. Gleich nach 2 Uhr wurde | die im ersten Stockwerk unter der Ermordeten wohnende Frau des Eisenbahn-Assistenten j Hennig aus ihrem Mittagsschlafe durch einen dumpfen Fall erweckt, der so stark war, daß die Prismen an dem Kronleuchter zusammenklirrten. Die Stube, in welcher die I Mordthat geschehen ist, war vielfach zerschrammt, sodaß sich annehnien läßt, daß zwischen ! der kräftigen Frau und dem Mörder ein Kampf stattgefunden hat. In dem Zimmer | sand sich ferner eine mir Blut besudelte Cigarre, welche der Thäter« wahrscheinlich beim Durchsuchen der Wäsche aus seiner Tasche verloren hat. Es wird angenommen, daß während des kurzen Einkaufs, welchen die Frau besorgte, ein mit den Verhältnissen her Wohnung vertrauter Mann die Gelegenheit zu einem Diebstahl benutzt hat und
von der zurückkehrenden Frau überrascht worden ist. Des Raubmordes verdächtig erscheint ein etwa 26jäbriger hochgewachsener, schlanker Mann mit hagerem Gesicht und abgetragener Kleidung, der von niehreren Personen bemerkt worden ist, wie er sich in etwas auffälliger Werfe in den Nachbarhäusern zu schaffen machte. Auffallend ist es, daß ein der Päpke'schen Familie zugehöriger alter treuer und bissiger Pudel spurlos verschwunden ist. Die Kunde von der Viordthat verbreitete sich rasch und das Haus mar bald von einer großen Menschenmenge belagert. Gegen 7 Uhr erschien die Gerichts- Commission, ebenso war der Chef der Criminalpolizei, Graf Pückler, alsbald zur Stelle. Spätere Ermittlungen und Vermuthungen von Hausbewohnern machen es wahrscheinlich, daß Frau Päpke von zwei Männern, die unter der Angabe, die Wasserleitung nachsehen zu wollen, sich Eingang in die Wohnung verschafft hatten, hinterrücks überfallen und mit einem Beile erschlagen worden sei. Ein Kommodenkasten war zerbrochen; es fehlte aus demselben der Inhalt von angeblich 40 JL
— Aus Konstantinopel meldet man der „Allg. Ztg.", daß es dem Botschafter von Radowitz nach mehrjährigen Unterhandlungen gelungen ist, für Schliemanns Rechnung die trojanischen Topfwaaren und sonstigen Schätze von dem kaiserlich türkischen Museum zu kaufen, welche dasselbe bei den verttagsmäßigen Theilungen mit Dr. Schliemann nach den Ausgrabungen in den Jahren 1878, 1879 und 1882 erhalten hatte. Schliemann will alle diese Gegenstände, soweit es nothwendig, ausbessern und beabsichtigt sie alsdann der seinen 9!amen führenden Sammlung in Berlin zu überweisen. Er war vor Kurzem dieser Angelegenheit wegen in Konstantinopel. . .
- Aus Brüssel, 30. October, wird der „Voss. Ztg." geschrieben: Drei junge Leute aus Helfant (Preußen) machten vorgestern einen Ausflug nach Ehnen un Grotz- herzogthum Luxembiirg; sie waren guter Dinge, sangen und vergnügten sich. fie durch Ehnen zogen, niißfiel das Singen den Gensdarmen; diese verboten es, aber die jungen Leute ließen sich nicht stören; es kam zu einem heftigen Wortwechsel, sogar zum gegenseitig thätlichen Angriff, schließlich zogen die Gensdarmen den Revolver unb schossen auf die Preußen. Der 24jährige Kaufmann Schneider erhielt einen Schuß in die Brust und sank todt nieder. Die Luxemburger Justiz untersucht jetzt diesen betrübenden Vorfall. Die Gensdarmen behaupten, Schneider habe sie mit einem Dolch angefallen; eine umfangreiche Zeugenvernehmung ist im Gange.
neu,leicht,solid, elegant, preiswürdig. Abbild, gratis.
Hawveroem-Wagen, M12j J, 6. Rumpf, Gif. Hand, Frankfurt a/M.


