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6. Mai. sReichstag.s Der Reichstag setzte die Berathunk- des SBÖr(en^i«r:6mtanrf nebst den dazu gestellten Anträgen der Abgeordneten Richter und Kanscr sart.- rcd)t lebhaften Auseinandersetzungen, denn vom R--

qierungstische wurde den Anträgen entg-gengehalten, datzsie mi strictm G-S-nfatz-^W ÖÄ WMillioueu, während der M-Hrertrag

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Vncialbem Aba. Kayser dem Staatsmimstei v. Bötticher, oei tyin nasucv i

Die Regierungsvorlage, betreffend die Verlängerung des Steuereredr s für tue . % ,1° , Ma 1 aimuft 1886, wurde mit den Anträgen der Grafen

^7°nnd Robbte genehmigt, durch welche die Rcichshauptkasse die Berechtigung er- KWW-L» »«»ift? E

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fu?vruabb« wStafl dieserAnaelegeuheit aus einer Entgegnung g'ÄÄ SM daß es sich., um die unrichtige Aus egung der be­stehenden Bestimmungen seitens eines mcht zuständigen Organes gchandelt hatte.

übriaens vertragsmäßig zu Abessynien gehörte. Camporeale beantragt Vorlegung der b?pS Cairoli und Derenzis beantragen ein Mißtrauensvotum

Mancini ersuchte die Anträge morgen zu berathen. Dre Kanrmer erklärte sicy bannt einverstaudem^^ g Mai. Anläßlich der jüngsten DeLattenim englischen Parlament saat das Imirnal be St. Petersbourg":Was mir nut Genugthuung conftatircn Xtat, istz daß die militärische Frage nicht in die Debatte gezogen. Dam.t sm-tue Unterhanblungen wieder auf das Terraur der realen Interessen beider -Nachte ut SZZürfoerleat. Wir sind nicht in der Lage, heute mehr darüber zu sagen Der Curier, welcher die neuesten Mittheilungen aus London uberbrmgen soll, wird in allernächster Beit in Petersburg erwartet und mir glauben zu wissen, daß die Kaiserliche Regierung nicht zögern wird, den wirklichen Stand der Dmge durch das amtliche Organ zur Kenntniß zu bringen. Dann wird man in voller Sachkenntnis; M aussprechen können. Inzwischen wird es erlaubt sem, zu constatiren, dag die gestrige Unterhausdebatte mehr als eine charakteristische Thatsache hervortteten ließ Die charakterfstüchste war jedenfalls die Erklärung Gladstones über die Aussichten,des Emir^ eine Erklärung, aus welcher hervorgeht, daß Leute m London und anderwärts erUtiren die afghanischer als der Emir, Gebiete für den Emir beanspruchen die der Emir selbst nicht will." Nachdem das Blatt constatirthat, daß-der Eredit mitichwacher Majorität votirt sei, spricht es den Wunsch aus, es möge Gladstone in her Drscusflon ! am Donnerstag gelingen, die grundlosen Agitationen zu beruhigen. Rußland t nne

t)en Ausgang derselben in Ruhe erwarten. Dies sei bisher bewiesen.

Ottawa, 6. Mai, stReuter-Meldung.j Am vorigen Soimtag fand em Zu­sammenstoß statt zwischen 300 Mann kanadischen Truppen und 600 Indianern, Am Hänger des Häuptlings Poundkamer. 7 Soldaten sind gefallen und 1- verwundet, I während die Indianer 50 Todte und Verwundete^verlorelu^E^^^^^E,,^^^^M,

Telegraphische Depeschen.

WoM'S telegr. Correspondenz - Burea«.

Berlin, 6. Mai. In dem Palais des Prinzen Friedrich Carl fand soeben die kirchliche Trauung der Prinzessin Heinrich der Rieoerlande mit dem Prinzen Albert von Alterllmrg durch Oberhofprediger Kögel statt. Der Kaiser,,, der Kronprinz dre hier anwesenden Mitglieder des Königshauses und die fremden Furstengaste wohnten der Feier bei Zrr dem Diner sind gegen 80, Einladungen ergangen, nach delnselben beab; sichtigei^di^Neuve^rmWten sofort A^ordnetenhaus erledigte, heute kleinere Vorlagen und sodann die Interpellation Borowski über die Ausweisung der nichtpreußischen Polen. Der Minister v. Puttkamer erklärte bei dem letztgenannten Gegenstände, daß der Regierung ein jedes Eingreifen in die berechtigten Interessen der polnischen oder I katholischen Einwohner ferne liege, daß aber die Rücksicht auf die politische Sicherhei I be§ Staates und die Pflege des deutschen Wesens dre Ausweisungsmaßregel erheischte. I Der Buwachs ber polnischen Einmanberung ^abe bie deutsche Vevolkerung zu ver­drängen gedroht und habe für die Verwaltung die schwersten Unzrliraglichkeiteu herbei- aefüln-t Sie bilde das national-polnisch agitirende Element, das auch m,,Westpreußen, wo man die Polenfrage früher nie gekannt habe, eine drohende Gefahr für den Staat schuf Die Besprechung der Interpellation blieb ohne weiteres Resultat. |

_ Das Herrenhaus genehmigte heute die Kreis- und Provinzialordnung für - Hessen-Nassau in der Fassung des Abgeordnetenhauses, das Lehrerpenstonsgesetz hm- fieaen uack den Anträgen der Commission, wonach den bereits angestellten Lehrern, die nach denr bisherigen Rechte nur zu einer geringeren Pension berechtigt sind, dennoch die Pension nach den Bestimmungen des neuen Gesetzes zu gewahren ist und wonach der Staat nur bis zu 600 zur Pension beiträgt. Das Gesetz geht mithin nochmals an Kammer. In Beantwortung der Interpellationen von Cam-

voreale Cairoli, Braue, Dereuzis über die Colonialpolitik der Regierung erklärte Mancini seine früheren bezüglichen Erklärungen nur bestätigen zu können. Die Re- aieruna unternahm die Expedition nach dem Rothen Meere mit bescheldenein vorsichtigen Prograiiun, welches keinerlei politische Angelegenheit, kein finanzielles Derangemerr berüon-ufen könne. Die Congo-Expedition lei mir verschoben. Der Hwrschungsrei ende Ceccki befinde sich auf dem Wege nach den Pubamundungen, um das dortige Gebiet ui ^'forschen Die Beziehungen zu den Herrschern Abessymens, Choas und!Achussas seien befriedigendDieExpedition nach dem Rothen Meere kostete nur,zwei, Millionen. Mancini hält seine früheren Erklärungen hinsichtlich der , Freundschaft mit Englam, über das treue Festhalten an der Allianz nut den eiiroparschen Centralmackten, über bas politische Gleichgewicht am Mittelmeer aufrecht. Die Regierung ist nach wie vor entschlossen, jeder Politik sich zu enthalten,, welche zu gefchrlicheu Abenteuern fuhren tonnte Mancini ersuchte die Kammer, sich über feine Politik au-'Zusprechen. D Kriegsminister erklärte, es wäre militärisch ein Fehler, nach Keren zu gehen, das

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aCCeptir^tP TOittaa 4 Ubr wird die Zweite Kammer einige weitere R-c°mmmncativ,ren

erledige^worauf darüber, ob^S

fegen b h also, die Berathung überstürzen. Sie werden aber wohl damst mcht durchdringen, denn bei einer größeren Zahl von Posttlonen, die in zweiter Lesung mit mpninen Stimmen Majorität angenommen worden sind, werden sich ausge Snte ZätS Xnnen* 1 Der Bundesrath hat gestern die Beschlüffe zwe.ter Lesung tum Zolltarif berathen und sich im Allgemeinen mit demselben emoer- standen Erklärt, nur einzelne nicht bedeutende Abänderungen werden für noth- "'S'.nS- «k.

Dampferlinien übertragen werden, 6 neue Schiffe, die in Deutschland gebaut werden^ernzustellen^^^^g 3 bat ein junger Mensch mit einem

Stein den er vorher in der Tasche verborgen hielt, das bekannte Eckfenster nn kaiserlichen Palais zertrümmert. Er wurde sofort verhaftet. Wie ich erfahre, ist der Attentäter ein polnischer Arbeiter Namens Michael Grlgolaitis der Name klingt allerdings nicht polnisch, sondern

nnb scheinbar ein halber Idiot. Er spricht nur mangelhast deutsch, hielt sich seit 6 Tagen obdachlos hier aus und wollte sich durch die That Unternommen verschaffet Der Kaiser war, als die That geschah, im Palais mcht anwes.nd.

Frankfurt a. M. In einem hiesigen, sehr besuchten CafS entspann si-i .wischen einem Kellner und einem Bierbrauer aus der Umgegend clgenthmnllchkl Ursache" halbet e^ Streit. Der gute Mann hatte anstatt seines gewohnten Gers er­löstes eineTaffe Kaffee zu sich genommen und als er sie eonsumirt hatte, wlirde ihn vtt dem biensteifrigm Kellner ein Glas Wasser hingestellt. Kaum sah berücke He. das ihm verhaßte Raß, als er mit Stentorstimme in den Saal rief.Ich glaub^ Sie ivollen mich utzen, Sie dummer Bube! Wie können Sie mir ein Glas Watz brinaen0" - Fch schlage Ihnen ein paar hinter die Ohren, wenn Sie ,ich dis

n'iml unterstehen sollten!" Die allgemeine Heiterkeit und der sofort hinzueilmde gahlkellner belehrten den Hydrophoben, daß man ihn nicht habe beleidigen wollen. Er glaubte dem Kellner aber nur halb, bezahlte unb verschwand ohne Hinterlassung eins TrmkgeÜieS mit sehr belech^tn^ME 8 u<)r I)ier eintreffenben Courierz«

henühten aeftern der ans Area zurilckkehrende Privatier, früherer MagistratÄlch Riedermayer mit seinem Sohne, welche beide in Areo Heilung gesucht hatten. Wabrech der Fahrt ist Herr Riedermayer plötzlich verschieden.. Der Sohn desselben wmde dmh d i schnelle r Tod seines Vaters derart ergriffen, daiz auch ihn wahrend der Fahrt d-s gleiche Schicksal ereilte, so daß bei Ankunft des Zuges dahier zwe, Leichen sich m du- selben befanden. sryie uns Wunderkinder, die weil über ihr Alin

hinaus entwickelt sind, ob ihrer Zukunft in Besorgniß setzen so nmtzte bieämaE*« Frühreife in der Natur uns Alle nut ernsten Bedenken erfüllen. Noch sind J

I den ersten Maitage,- und schon düstet der Flieder wie sonst m Sunt, Won Wft bic Lilien und die Tulpen, schon strotzen die Knospen der Pfingstlose in seltener j Selbst draußen wo sonst um diese Zeit kaum die ersten Mithen sich entfalten und H Akazien noch dürr und kahl dastehen, haben d-e meisten Baume bereits "bgebluhtu» an Kirschbäumen und sonstigen Steinsruchtei, steht man schon die kleinen Gebilde Fnucht ganz Ltlich. Aber über all dieser frühen Entwicklung, schwebte der gefu M Todesengel der Trockenheit, der kein Erbarmen zu kennen sch-em Von Tag,u 4»!

I erwartete man den erquickenden Regen, der den harten, oor Trockenheit iistige, - erqilicken, dem Pflanzenthum neues Leben zuführen sollte. Die Erde lechzte nach °-- giebiger Erfrischung, die Landwirthe sahen schon voll Bangigkeit der Zukunft eM 0'1. aber die himmlischen Wettermacher schienen von alledeni keine Notis zu nehmen, i sie endlich doch ein menschliches Rühren zeigten und em aiiößtebifles. JtoB uw » ausgedärrte Erde schütteten Und nun hebt sich das ganze lUnge Bluthei,leben M wiedererwachten Natur in doppelter, kraftstrotzender Fülle und laßt be, anhalt.n-

I gleicher Temperatur ein frohEeMete^Erntewhr^erwaitem^^^E^^---.

Handel «nd Berlkedr. . aam

Limburg, 6. Mai. Rotber Weizen -^ ^6.15, weißer0'^ Korn M' H K?&erfte X 10.65, Hafer X 7.55, Kartoffeln n 100 Pfund JL »ü, d-'^Mund^WM. m 6eut( Marlt tostete der^entner H

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Gans JL 610.00, Welsche JL 5.0010.00.

Univerfttäts- Chronik.

Marburg, 5. Mai. Die Zahl der Studirenden an unserer Univei fit atim aeaeuwärtigen Semester hat die der beiden vorhergegangencn Semester erheblich üben hott. Währende im laufenden Semester kein besonders starker Abgang stattgesimden hat übersteigt die Zahl der Neuimmatrikulirten bis fetzt diejenige des letzten Winten semesters um 79 und die des vorigen Sommersemesters um lo. ^"uge J^titut^ zuhörer-Säle sollen vollständig überfüllt sein, so daß eine Erweiterung derselben fich als nothweMg zeigt. gJ[artiu§ au§ Erxleben, im Regierungsbezirk Magdeburg, hat sich als Privatdocent in der philosophischen Fakultät der Universität Bonn hllbilitirt. $.e Unfoerfität begeht den Mjahrigen Geburtstag Friedr Ehristoph

Dahlmann's, der dort bekanntlich den größtenTheil Hemer akademischen Lehrthatlgkeü verbracht und in Bonn auf der Höhe des Lebens gewirkt hat, durch einen Festact in ber Aula, bei welcher Prof. Nasse die Rede halten wird.

_' Der Privatdocent vr. Emil Schwarz zu Halle ist zum außerordentlichen Professor an der medicinischen Fakultät der dortigen Universität Ernannt worden.

Die durch den Staatshaushalts-Etat für dav Jahr vom 1. April 188o bis dahin 1886 eingestellte außerordentliche Professur dermlttestamentlichen ^heologie in der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität zu Bonn ist dem auBeioit)cnb lichen Professor vr. Budde daselbst verliehen worden. ,

I Lokale-.

Sieben, 7. Mai. Es ist in diesen Blättern schon mehrmals die Rede geme en von dem Verein hessischer Lehrerinnen, der sich's zur Aufgabe gesetzt hat, ausgedleuten Lehrerinnen ein bauerndes Heim zu bieten und fernen fflh shebern vorthe-lhafte Be- I binaunaen sür den Aufenthalt an Kur - und Badeorten zu gewinnen.

Die Sammlungen für diesen Verein haben überall im Land elm erfreiiliche ^beilnahme gefunden. In Darmstadt insbesondere stnd Concerte zu Gunsten bei ©Se'aSalten unb stark besucht worden. Wir freuen, uns, heute mr theilen z,- können, daß ein ähnliches Unternehmen demnächst hier m Gießen zur Ausfiihinng konimeu wird.^ fid) ehte Anzahl von Damen und Herren, und zwar

erprobte Kräfte, zusammengefunden, um nächsten Dienstag m der

I (-«iinftcn des Vereins hessischer Lehrerinnen eme nmsikalische AuffilhiMig zu ven anstatt.?Es f°L Duette, Quartette, Chöre und Svlis, meist vvn Haydn und mirb" Gelegenheit geboten, sich einen m-lsikaUscheu Genu« I 'n neridiaffen und zugleich sich an einer Steuer für einen guten Zweck zu betheiligen. I Hoffentlich machen unsere Mitbürger von dieser günstigen Gelegenheit euren

aieRge Gebrauch, so daß die Theilnahme des Publikimis zu , dem hmgebenden Etzer jener Damen und Herren, die das Eoncert veranstalten, m entsprechendem Vei- hältniß steht.