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Sonntag den 8. März
Ur. S7
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Gießen, den 6. März 1885.
Betreffend: Die Zulassung eingeschriebener Hülfskassen.
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(Stile* Blatt.
Brrreau: Schulstraße 7.
Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. «« Bringerlrchn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? oi) Pi.
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Telegraphische Depeschen.
Wolff'S stelegr. Correfpondenr - Bureau.
jDlmüft, 6 Märr. In dem dem Grasen Larisch gehörigen Johann- Schachte in Karmin fand heute sruhhalb 2 Uhr Entzündung °on G-u- bengas statt. Bei dem Eintritt der Katastrophe befanden, sich 147 Bngleute im Schachte, ob dieselben sämmtlich getödtet sind, ,st noch mcht sestgestelll
Praa, 6. März. Das „Prager Tagebl? giebt die Zahl der Tobten, die im Johann-Schachte in Karmin durch schlagende Wetter umgekommen sin, auf t 22 amNaenee Äavas" sagt, die außerhalb oerbrei- teten Gerächte' über Cholerasälle" in Toulon und Marseille entbehren lebet W-@9in Telegramm der „Agenee Haoas" aus Shanghai ««--M bestätigt den Angriff aus Chinhai, welcher erfolglos sebl'eben^t.^ D^e m »gp weilenden Fremden werden durchs die Ha ung ba^8b[e Regierung durch den
London, 6. Marz. "® , Mzmarck ' sehr befriedigt sei und davon Meinungsaustausch mit Gras H tzerst-llung freundlicherer Beziehungen die Beseitigung ^??"enzen, sowie Botschafter beauftragt sei.
erhoffe. Das Blatt hort Verständigung mit England aub^u-
von einem drücken. Der russische Be hlshaber m ^gniß vorhanden, ob die Turkmenen°unter"hl"nreichender Contr!le seien, um einen Zusammenstoß mit den afghanischen Vorposten zu verhindern.
bünd-i-n Regierungen zur Zett nicht genehm zu sein scheint, nbg-l-hnt wurde, MMuUnt, das die Reden der Abgg. Frege (Ksv.) und v. Schalscha (Str.) nicht hatten
"^"°Aba^n"Kard°rsf betonte in seiner Rede, daß die Goldwährung die productioen Clasfen zu Gunsten der Kapitalisten schädige; die Währungssrage erscheine -hm-mchUger als ^oll- und Colonialpolitik'. Wie die Schutzzollbestrebungen auch erst nach langen Kämmenden" Sieg errungen hätten, so werde auch schließlich UeWährwMaqe m fernem E'finden Die jetzige Währung schädige die Landwrrthschaft m doppelter L we l sw TÄhn in Gold'zahle, die Waarenpreise sich aber °°n den SNberländern ^edria fir ren lassen müsse. Länder, in denen das Silber demonetisirt sei, gmgm nnrih- schastlich zu Grunde und litten an Entodlkemng, während die Doppelwährung Gedechen und WchlhabenheiNchaffe^^ Schraut, dessen Broschüre über Geldeireulation
Lerr v Kardorss bemängelt hatte, betonte, daß die pessimistischen Anschauungen ube, bet, gegenwärtigen Zustand des Geldumlaufs unbegründet seien, im Gegentheil, föraie ei auf Grund amtUchen Materials und der Angaben Ottomar Haupt's Nachweisen, daß die Geldeireulation thatsächlich größer sei als Herr v. Kardorss annimint.
Aba Bamberger meinte, der Bimetallismus käme ihm wie lener tengUnbet vor, ber immerwährend hinter einem. Löwenbändiger in der Erwartung herrerste, daß dieser endlich einmal aufgesressen werden würde. Der Bimetallismus habe, 1= nachdem es nöth'g, * SeS-'äääsä V-K ff r
erklärt daß man niemals die Doppelwährung ohne England emfuhren könne, ^zetzt werde S lipmfich naiv behandelt. Wie lange solle denn em solcher Munzvertrag
gelten? $ Die Bimetallisten wenden sich jetzt sogar nach Amerika, um die Aufhebung der Bland Bill zu betreiben, um dadurch in Deutschland zur Doppelwährung zu kommen.
Nächste Sitzung morgen. ___
Verreise nu. auw w *—" , <
Bekanntmachung.
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zugelaffen worben ^ran^en? und Sterbekaffe zu Heuchelheim i; ,
2. Die Kranken- und Sterbekasse zu Watzenborn-Stemberg. betreffend die Krankenverstcherung der Arbeiter.
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und zwar: unb Begräbnißkasse für Frauen der Buchbinder, Portefeuiller und andere Geschäftszweige jeder Art zu Offenbach:
i. in Rödgen.
o. Die Central-Kranken- und Sterbekasse der Tischler zu Hamburg'
in Klein-Linden,
in Wieseck.
3 Die Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Met^arbeiter zu Hamburg: 9 in Rödgen.
4. Die Central-Kranken- und Sterbekaffe der deutschen^Wagenbauer zu Hamburg:
Gießen, am 6. März 1885. Großhe^gS^Kreisamt Meßen.
Strumpfband, 2 Portemonnai's mit Inhalt.
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ergäbe.
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M übertragen s« M voll
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. einem geehrten PuM et«tt bestens zu empsch Telegene Arbeit unb reell! Ell auch mir zu erwerbe zsvoll
irr, Htzchr, -ffe Nr, 8.
siilchte Anzeigen.
in allen Handarbeiten ub :rsaHrenes Mädchen wirb t i Same gesucht.
i ber Qrptb. b- Zl.
-L Darmstadt, 6 März. sZweite Kammer der ßanbßänbe.] In heutiger
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kneten Höckel *Ltst und Ellenberger dte mangelhaften Fahrplanverhältnisse der bitten °.r Regierung um geeignete Regelung dieser
Aagelegmhett. erkennt die soeben angeregten Defiderten au und gibt
m müff-n , batz durch Gewährung der ausgesprochenen Wünsche nicht alle Tyeile der ^'^-?pİ7°ch
fintiftetn tbeilS für. theilS geg v den Ausschutzantrag, der dahin geht, die Voran WSHM.WML-LHsu- 6 Stirmneu^ angmomm ^orlaße W2dni Nachträglicher Aufnahme
Oberheffischen Etsendahngesellschaft übernommenen Beamten und Bediensteten in den Staatsdienst die einstimmige Genehmigung d.r Kammer. Betrieb-Überschüsse der
Weiter kam man zur Berathung über Titel 4c, betr. ^Betrieoauoeriryunk Nebenbahnen" Hier tnterpelltrt Abg. Hetnzerling die Regierung über den Stand dn Arbeiten bet der Linie Bickenbach - Jugenheim und bittet zugleich um thunlichr Be-
gab ben verloug.-u Ausschluß über den Staub dieser Arbeit und kündigt eine nachträgliche Anforderung von ca. 10,000 JL. an zur
Beschleunigung der: Vorlage hinsichtlich btr
2lRie ^!^»ttiMvr'ssid-nt°W eher erwidert, daß bereit« über 600 Km. Proj-cte vor-
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&» .ich'S-,«.. .1.1.
leicht noch darüber Vorlage gemacht werden könne. „ .
Hauptabtheilung 11., „Regalien", finden keine Beanstandung. * «ttsckaben Die Berathung über Hauptabtheilung HL, »Directe Steuern , wird vttschod und vertagt bis das zu erwartende FtnanzgesM zur Vorlage kommt. »ranksteuer
Ueber Hauptabtheilung IV., .Jndirecle Auflagen", Kap. 5, Tittl 1, „Tranmmer von Wein", wird in Anbetracht der so wichtigen Sraße bie
und kommt ein Antrag von den Abgeordneten Pennrich, Wasser burgundWolz betreffend gänzliche Beseitigung der Trauksteuer im Betrog von 280,000 A zur ^^Aba. Pennrich erläutert den Antrag näher: Die Weinstmer sei ^ne ungerechte Besteuerung deS kleinen Mannes, drr nach des TageS Last und Mühe feinen Schoppen trinken sollte, denn W wohlhabenden Klaffen seien in der Lage, feinere Wriue^ohne Versteuerung in ihre Keller zu legen, währmd dies dem Arbeiter ouS
D^^kuffion wtt^me^en der vorgeschrittenen Mittagszeit abgebrochen und siüdet heute Nachmittaa in außerordentlicher Sitzung ihre Fortsetzung.
Berlin, 6 März. (Reichstag.) In der heutigen Sitzung hat die Etatsposition des ,Reichsschatzamies den Anlaß zu der seit Längerem angekündigten Münzdebatte gegeben rrchtiaer aesaqt, nur zu einer Wiederholung der früheren Erörterungen. Denn nur kämen wir neue Momente aus den Discussionen anführen sollten Der Bimetallismus sandte seinen streitbarsten Knappen aus, Herrn v. Kard orff, der! m zwei- st ftndiaer aeaen seine sonstige Gewohnheit gemüßigter Rede seinen Antrag vertheidrgte, den Serrn Rtechskanz er znr Medereinberufunz der 1881 abgebrochenen A-Ünzeonferenzen zu »«anrafien nm eine Wiederausnahme der Ausprägung vollwerthiger Sübermünzen l^rbe,- wsühren. Gleichfalls zwei Stunden fprach dagegen Abg. Bamberger, als Vertreter der Goldwährung und hatte die Genugthuung, daß der erwähnte Antrag, der auch den ver-
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Bank- u. MMM hersfeld.
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