Vorllege, von anderer Sette wieder die Rechtsverpflichturig nicht bestlstken, sondern als nur Vicht völlig klar gekennzeichnet betrachte würde, stellt der Abg. Osann nochmals den Antrag:
„Hohe II. Kammer der Stände wolle Großh. Staatsregierung ersuchen, den Ständen Vorlage wegen Uebernahme der do» den Gemeinden Trebur und Asthetm errichteten Damm- und Schleusenbauanlageu, sowie wegen Ueber- vahme der dadurch genannten Gemeinden entstandenen Kosten durch Verzicht aus die Rückzahlung des gewährten Darlehens, Rückzahlung der darauf gezahlten Kapltalbeträge und Bezahlung der sämmtltcheu den Gemeinden im Uebrigen entstandenen Kosten zu machen.«
Weiter liegt der Kammer vor eine Interpellation der Abgi. Theobald, Ellenberger, JSckel, Mölltnger, Osann, Schröder und Wolfskehl, die Verkehröverhältnisse der Hessischen LudwtgS-E'.senbahn betctffevd. Dieselben führen folgendes aus:
„Die von der König!. Preußischen Eisenbahnverwaltung in jüngster Zett gegenüber der Hessischen LudwtgSbahn getroffenen Maßregeln, durch welche eine Ausschließung letzterer Bahn von den wichtigsten Tronfitverkehren herbetgeführt worden Ist, haben in weiten Kreisen des Landes Aufsehen hervorgerufen. Wenn rS auch in erster Linie die Hessische LudwtgSbahn, also eine Privatgesellschaft ist, deren Jnterrffm durch jene Maßregeln bedroht erscheinen, so kann doch im Hinblick auf den Umfang dieses Eisenbahn-Unternehmens und seine hervorragende Bedeutung für daS ganze Land schon auS allgemeinen Gründen auch das Vorhandensein eines öffentlichen Interesses hierbei nicht in Abrede gestellt werden. Dazu kommt, daß der hessische Staat, welcher die Garantirung eines bestimmten RetnertrögniffeS für mehrere Linien der Hessischen LudwtgSbahn übernommen hat, an den BelrtevSctnnahmen dieser, durch die erwähnten Maßregeln der König!. Preußischen Eisenbahnve.waltung mit beeinträchtigten Linien auch selbst unmittelbar financtell iuteressirt ist.
Mit Rücksicht hierauf sehen sich die Unterzeichneten veranlaßt, an Großh. Regierung die ergebenste Anfrage zu richten:
1) Sind der Großherzogltchen Regierung die Gründe bekannt, welche die Königliche Eisenbahn-Verwaltung zu den oben angedeutcteu Maßregeln bewogen haben?
2) Welche Schritte hat die Grobherzogliche Regierung seither gethau und welche gedenkt sie fernerhin zu thun, um die dem hessischen Staate von der Hessischen LudwtgSbahn drohmden Nachtheile abzuwenden?"
Berlin, 5. Februar. (RelchStagff In der heutigm Sitzung ertbeilte der RctckStag zunächst seine Bewilligung zur Aufnahme einer Summe von 28,465 513 </M tm Wege des CredttS für Truppenverstärkungen und Dtslocattonen und erthtilte der Regierung für die von ihr zu diesem Zwecke bereits verwendeten Summen im Etats- jahre 1884—85, wozu bisher die Bewilligung deS Reichstags gefehlt hat, zwar nicht, wie verlangt worden war, die „nachträgliche Genehmigung", sondern auf Antrag des Abg. Rickert, der den betreffenden Unterschied erläuterte, „Indemnität". Der Vertreter der Regierung anerkannte daS Geldbewilligungsrechl des Reichstags und hatte gegen dis erhobenen Bedenken bezüglich Indemnität nichts etnzuwenden.
Bet der daraus folgenden Beralhuvg deS Gesrtzentwurss über den Beitrag deS Reichs zu den Kosten des Anschlusses Bremens an das deutsche Zollgebiet erklärte Abg. Witte (dfr.), daß nach Hamburg, worüber kein Zweifel geherrscht Hobe, nun auch Bremen folgen müsse; unter dieser Vorbedingung trage er Line Bedenken ur.b empfehle die Annahme.
Nach kurzen Bemerkungen der Abgeordneten Staudy (cons.) und v. Benda (natlib ), die das Retchsinteresse genügend gewahrt fanden, wurde die Vorlage an eine Commission v.'rwtesen.
Die darauf zur Diskussion stehende Gesetzesvorlage bezüglich einiger Erleichtere «ugen in der Erhebung der Tabaksteuer wurde ohne wesentliche Debatte tn erster und zrvelter Lesung angenommen.
ES folgten Wahlprüfungen über 9 Mandate; diejenige des Abg Lorenzen, dessen Wahl die Commission alS gültig zu erklären anempfahl, gab Anlaß zu einer mehrstündigen Erörterung, weil auf eine, wie man glaubt, nicht ganz unabsichtliche Aeußerung des Abg. v. Kar dorff Staatsminister v. Böttich'er mit der Erklärung Eingriff, daß nach Ansicht der Regierung mit der beantragten Gültigkeitserklärung der Wahl daS Interests des Reichstags an der Wahl doch eigentlich erledigt sei und somit kein Anlatz vorliege, wie eine beantragte Resolution es verlange, den Reichskanzler zu ersuchen, Erhebungen über Unregelmäßigkeiten onzustellen und von deren Ergebntß den Reichstag zu benachrichtigen. Der R-ichStag wöge doch lieber tn ähnlichen Fällen die Regierung aufmerksam machen und das Wettere ihr überlasten.
Au der sehr ausführlichen Diskussion bethetltgen sich Redner aller Parteien, die zumeist für die Beschlüsse der Commission etntratev, ein Vermtttelungsantrag deS Abg. Windthorst, der nur ein kleines Häuflein von Getreuen hatte, scheiterte, und eS wurde schließlich auf Antrag der Abgeordneten Heeremann und Rickert der Beschluß über die Wahl selbst auSgesetzt, das Ersuchen des Reichstags an den Reichskanzler aber zum Beschluß erhoben.
Nächste Sitzung morgen.
Telegraphische Depeschen.
Wolffs telegr. Correspondenz - Bureau.
Berlin, 5. Februar. Der Kaiser begab sich Abends halb 10 Uhr in das königliche Schloß, um dem Ballfeste des Kronprinzen-Paares beizuwohnen. — Eingegangenen Nachrichten zufolge hat die Kreuzer-Korvette „Marie" bei Neu-Irland an einem Korallen-Felsen das Ruder beschädigt und wird deshalb nach Sidney gehen, um dort zu docken.
Köln, 5. Februar. Gestern hat sich hier ein Local-Comitö für die dem Reichskanzler anläßlich seines 70. Geburtstages zu überreichende Ehrengabe gebildet, an dessen Spitze Oberbürgermeister Becker, Commerzienrath Langen, Geh. Rath v. Meviffen und Eduard v. Oppenheim stehen.
Hannover, 5. Februar. In der heutigen zahlreich besuchten Versammlung von Vertretern der Baugewerke für die Provinz Hannover, den Regierungsbezirk Minden, Oldenburg, Braunschweig, Lippe und Bremen wurde eine Be- rufsgenoffenschast mit dem Sitz in Hannover gebildet, die Genossen chast umfaßt 4887 Betriebe mit 28,488 Arbeitern.
Hamburg, 5. Februar. Zufolge telegraphischer Ordre wurde auf dem heute aus New-Dork angelangten Dampfer „Bohemia" eine ankommende Dame nebst 10 Männern Hierselbst im Hasen von der Polizei empfangen, durchsucht und verhaftet. Es heißt, tnan habe anarchistische Schriften bei denselben gesunden. (Frkstr. Ztg.)
Straßburg i. 5. Februar. Der Landes-Ausschuß hat die regierungsseitig beantragte Theater-Subvention im Betrage von 100,000 gegen eine geringe Minderheit abgelehnt.
Stuttgart, 5. Februar. Ein württembergischer Aufruf zur Erricktuna einer BiSmarckstistung ist heute erschienen. Derselbe ist von vielen Notabeln Stuttgarts und des gan-en Landes, darunter zahlreiche Abgeordnete und Staatsbeamte, unter» AIS Zweck der Sammlung wird ein nationales Ehrengeschenk bezeichnet. Die Verwendung der gesammelten Beiräge bleibt dem Fürsten Bismarck überlassen, welcher, wie man vertrauen dürfe, mit glücklichem Griff eine hohe Aufgabe deS nationalen Wohles bezeichnen werde. Die Gaben sollen alS Antheil Schwabens dem nationalen Ehrengeschenk Deutschland« eingereiht werden. ES sei namentlich zu wünschen ve?treten^seien^^^b"' welche dem Reichskanzler so viel Sorge für ihr Wob! barffen'
Paris, 5. Februar. General Briöre de l'Zsle telegraphirt, daß er in der Nackt »5® 2- rum 3 dS. MtS. den Hügel von Ouvan nach einem leichten Treffen, wobei er cSdrnu^in”1^”' bef<fet ^abc; Chinesen schienen eine Marschstunde davon con» _ der,Agence Havas".) Zwischen Frankreich und der „Association
»trfoaine ist in Betreff der Begrenzung der beiderseitigen Gebiete am Congo ein Ein-
oerßanbn'6 erzielt worden. Portugal stelle eS in Abrede, beide Ufer deS Congo fn Besitz genommen zu haben; eine Verständigung zwischen Portugal uno der „Association africaine“ erscheine gesichert.
London. Eine Depesche des Generals Wolselky meldet, der Mahdi hat Khartum durch Ber-atb genommen; Gordon ist wahrscheinlich gefangen.
London, 5. Februar. Ein Kommunique deS KrtegSmlnisters theilt mit. daß nach den von Wolseley eingetroffmen Depeschen Khartum am 26. Januar bereits gefallen sei. AlS Wilson Khartum am 28. Januar erreichte, fand er den Platz schon vom Feinde besetzt. Wilson trat darauf den Rückzug an und wurde vom Feinde von beiden Ufern auS heftig beschossen. Die Dampfer, in welchen Wilson und seine Leute zurück- kehrten, litten einige Meilen unterhalb des KatarakiS von Shabluku Schiffbruch. Wilson selbst und die Mannschaft retteten sick auf eine Insel, es ist ein Dampfer abgesandt worden, um dieselben aufzunehmen. lieber das Schicksal Gordon's ist noch nichts Bestimmtes bekannt.
— Die Nachricht von dem Falle KhartumS rief hier und in anderen Städten große Erregung hervor; an den Bureauß der hiefigen Zeitungen herrschte großer Menschenandrang, die nach den neuesten Meldungen verlangten.
— Die Ankunft Glodstone's wird noch heute Abend erwartet; es verlautet, es würde alsbald ein CabinetSrath anberaumt werden.
— DaS „Reuter'sche Bureau" läßt sick aus Rom telegrophiren, tn diplomatischen Kreisen glaube man, daß Italien sich in Folge der We'gerung der egyptischen Regierung, in die Abtretung MastovahS an Italien zu willigen, an den Bestrebungen Englands, im Sudan eine regelmäßige Verwaltung herzustellen, bethetltgen werde.
Kairo, 5. Februar. (Telegramm des „Reuter'fchen BureauS*.) Der Gouverneur von Beilul hat gegen die bereits erfolgte Besetzung des Ortes durch die Italiener protestirt. Die auS 40 Soldaten bestehende egyprische Garnison war genöthigt, sich zurückzuziehen; die egyptische Regierung hüt der Pforte von diesem Vorgänge Mtt- theilung gemacht.
Mitau, 5. Februar. Eine Bekanntmachung deS kurländischen Ritterschafts- Comite'S bezeichnet die Zerstörung der Kirche in Jacobstadt durch Anwendung von Sprengstoffen als wahr,cheinlich und setzt 1000 Rubel Belohnung auS für die Ermittelung der THSter. Ebensoviel sichert für den gleichen Zweck die baltische orthodoxe Brüderschaft in Riga zu.
Hongkong, 5. Februar. (Telegramm deS ^Reuter'schen BureauS".) Franzö- sischerseuS wird bekannt gemacht, daß die französischen Oberbefehlshaber die Rechte der Krirgführenden ausüben würden, einschließlich deS Rechts, Schiffe der neutralen Mächte zu durchsuchen, um f-ftzustellen, ad sie Kriegscontrebande mit sich führen.
UniverfitätS - Chronik.
— An Stelle drs verstorbenen ProfefforS Dr. Burfian wird Prof. Dr. Schöll von Straßburg als Professor der klassischen Philologie nach München berufen werden.
Lokales.
Gießen, 5. Februar. Wir erhielten folgende Zuschrift:
„Eine verehrliche Redactton wird mit uns die Wahrnehmung gemacht haben, daß die Staare zu Anfang dieser Woche von ihrer Winterreffe wieder zu und zurückgekehrt sind. Es ist dies gewiß ein sehr erfreuliches Zeichen und wir wollen hoffen und wünschen, daß mit ihnen zugleich ein andauerndes FrühlingSwetter Einzug bet unS gehalten hat. Da nun verehrliche Redaction in Ihrem geschätzten Blatte stets für alles Gute, Schöne unb Nützliche einzutreten pflegt, so möchten wir dieselbe hiermit freundlichst ersuchen, abermals einige Worte zu Gunsten der Staare veröffentlichen zu wollen.
Der Staar nistet nur in Höhlen, besonders gern in denen der Eichen und Pappeln, und am liebsten so, daß er von dem Neste aus gleich auf Wiesen oder Acker fliegen kann. Wo es ihm an hohlen Bäumen fehlt, benutzt er auch die Höhlungen von Thürmen, hohen Mauern, Gebäuden aller Art, seltener an Felsen. Da cs oder bli der starken Vermehrung den meisten an paffenden Höhlen zu natürlichen Nestern fehlt, so nehmen sie dankbar Vie von Menschen ihnen gebotenen künstlichen an. Sie lassen sich durch solche mit Leichtigkeit an Orte locken, die sie sonst meiden, wie hohe Berge und dachte Nadelwälder.
Vor etwa 15—20 Jahren bemerkte man hier in Gießen zur Bratezeit nur wenige Staare, und jetzt kann man ihr munteres Treiben fast auf allen Dächern beobachten, was nur der Anbringung von Staarenkästchen zuzuschreiben ist. ES tst demnach sehr rathsam, an allen paffenden Olten recht otele, viele Staarenkästchen anzubrtngen, nammtlich auf dem Lande, wo dies noch viel zu wenig geschieht. Da zur Anfertigung eines solchen Kästchens nur wenig Kunst gehört, so tst fast Jeder im Stande, selbst ans Werk zu schreiten und mit ganz geringen Kosten sich ein solches Kästchen an» zufettigen.
Diese künstlichen Nester können nun sehr verschieden fein; sie können bestehen aus einem Stück auSgkhöhlten Astes, auS einem bretternen Kästchen, aus einem un- ßlQtirtin Topf, aber die Hauptsache habet ist immer, daß dieselben die gehörige Länge und Weite haben. Sie müssen 35 (Zentimeter lang und 15 Zentimeter breit sein, und daS Flugloch, welches höchstens nur 5 Centimeter im Durchmesser haben darf, ist dicht unter dem Deckel anzubringen, damit das Nest tief unten und fast dunkel steht. Dasselbe kann dann von den häufig tn den Eingang greifenden Mardern und Kotzen nicht erreicht werden, und die Jungen werden durch den Stand deS Nestes genöthtgt, so lang- tm Sielte zu verweilen, bis sie vollftSndig flügge sind und dann säst io gut wie die Alten fliegen können. Ist daS Flugloch weiter, als oben angegeben, so kann man sicher darauf rechnen, daß der Staar darin seine Wohnung nicht aufschlägt, weil er befürchtet, von Raubvögeln hier angegriffen zu werden.
. Die Kästchen von Brettern sind so fest zu vernageln, daß kein R tz vorhanden ist, denn die Staaren lieben in ihren Nestern daS Licht nicht. Auch tst es zu wünschen, daß man bei allen Niftkästchen unter dem Flugloche einen fingerdicken 9 Centimeter langen Stab einschiebt, denn dadurch wird dem Staar daS Einfliegen erleichtert. Was nun den Ort, wo die Staarenkästchen angebracht werden sollen, betrifft, so muß derselbe vor allen Dingen so gewählt werden, daß die Feinde der Staare», die Katzen, die Marder unb bte Wiesel denselben nicht erreichen können.
, blm besten thut man wohl, wenn man die Nistkästchen am oberen Ende einer ßlatten Stange recht fest annagelt unb dieselbe dann auf einem Baume so anbtnbet, ?tt e SS? * ft ßbcr denselben emporragt, ober man befestigt die Stange, die aber bann 4—5 Meter hoch sein muß, frei in der Erde. Auf solchen ,Stangen fühlen sich die Staare sicherer als zwischen Baurnzwcigen, weil Katzen unb Wiesel nickt so leicht hinauf können. Auch an Baumstämmen, etwa 4—5 Meter hoch, können Nester angebracht werden, aber man vergesse dabei nicht, den Stamm unten gegen die Feinde mit dornigem Reisig zu umgeben.
. - Die unter dem Dache eines Hauses angebrachten Nester stehen in dessen Schutz unb ste sind demnach viel haltbarer als freistehende, doch dürfen vom Dache auS weder Katzen noch Marder ankommen können, denn die Staare wollen tn ihren Wohnungen burjbauS nicht von diesen unangenehmen Gasten belästigt sein, und man kann es benftlben ßernife nickt verübeln, wenn sie solche Orte schleunigst verlassen.
«■ft*, t begreiflich ist es, daß es den Staaren sehr angenehm sein muß, wenn die Kaftiyen so ausgehängt sind, daß das Flugloch sich nach der Himmelsgegend befindet, welche am wenigsten Sturm unb Regen auSgesetzt ist
Jft btt Vogel, bei dem sich sehr leicht beobachten läßt, welch' großen Nutzen er betn Menschen bringt Ich habe schon seit einigen Jahren tm hiesigen botanischen Garten unb auch anbermSrtS solchen Beobachtungen mehrere Tage gewidmet und zwar ganz genau nach der Uhr. Die Alten brockten durchschnittlich alle 4 Minuten Futter, waS aus grauen Schnecken, Raupen, Regenwürmern rc. bestand, zum Neste, unb dadurch werben also von den Jungen per Stunde 15 Stück schädliches Ungeziefer vertilgt. Da die Fütterung schon am frühen Morgen beginnt unb mindestens 14 Stunden d inert, so werden demnach von der jungen Brut täglich 210 Stück verschluckt. Rechnet man nun noch dazu, was die Alten täglich verzehren, etwa per Stunde 10 Stück, so kommt für eine Staarenfamtlie das hübsche Sümmchen 350 heraus. Eine Staarenfamtlte fdwfft also Kben Tag 350 Stück höchst schädliches Ungeziefer aus der Welt und der Staar ist demnach ein so außerordentlich nützlicher Vogel, daß man ihn als den besten Freund des LandwirtheS bezeichnen darf; er vergüt jede thm gewidmete Sorgfalt tausendfach, und der Landwirth thut sicherlich sehr wohl, wenn er den Staar hegt und pflegt und ihm der obigen Angabe genau entsprechende Wohnungen unfertigen unb anbringen läßt; benn keinen andern nutzbringenden Vogel kann er so leicht ansiedeln unb tn beliebiger Menge vermehren wie ihn.


