zelgcn. In der Stadt Mainz traten Maseru in einer sehr bedeutenden Epidemie bereits im Oc.oder deS verflossenen JahreS aus, welche tm Decemder, wie es scheint, ihren Höhepunkt erreichte; tm November bis jetzt betrug die Zahl der durch die Epidemie vcranlaßtcn Todesfälle gegen 90 bet etwa 1700 bekannt gewordenen Erkrankungen. Don heftigerer Epidemie der Masern betroffen waren ferner die Gemeinden Nierstein, Oppenheim, Bodenheim, Dolgesheim, Dexheim, Partenheim und Dalheim, ferner Bingen, Frei-Weinheim, Oberdolgebheim, Gaulsheim, Aspisheim und neuerdings Gonsenheim, Kastel, Weisenau und insbesondere Hechtsheim, woselbst häufiger die bösartigen Formen beobachtet wurden. Muthmoßlich aus Mainz verschleppt traten Masern ferner auf in Ginsheim und von hier aus weiter verbreitet in Asthetm, Trebur und Walldorf. Von WormS aus, woselbst tm Sommer 1884 btS in den Herbst und weiter in zahlreichen Nachbarorten beispielsweise in Harreshetm, Bechtheim, Letselbetm, Hochheim und Pfifflighetm Maseru epidemisch geherrscht hatten, wurde die Krankheit nach Nordheim verschleppt. Im Uebrtgeu kamen Masern in der Provinz Starkenburg noch in Rimbach und tn Bürgel vor; dagegen blted die Provinz Ob^rheffen mit Ausnahme der Orte Rinderbügen und Michelau, wo die Masern an preußischen Grevzortcn ein- gebracht wurden, von dieser Krankheit völlig verschont.
Scharlach und Diphtherie scheinen, wie in der Regel in den Wintermonaten, eine stärkere Verbreitung zu gewinnen. Die erstgenannte Krankheit kam in erheblicheren Epidemien tn den Gemeinden Ober-Beerbach, Kletn-Hausen, Oberabtsteinach, Unter-Schönmattenwag, Fürstengrund, Michelstadt, Vilbel und Burggrüfeurode tn etn- gehäuften Fällm tu Bürstadt, Friedberg, Hausen, Kreis Offenbach, ferner in mehreren Orten des Kreises Laut-rbach, namentlich in Frtschborn, AngerSbach, Heblos und Ilbeshausen, dann tn Schotten. Eschenrod und Etnertshausen. ferner tn Kastel, Mowbach, Wetnertshetm und Wörrstadt vor. Diphtherie erschien unabhängig von begleitenden Scharlachepidemien in Eberstadt, Kreis Darmstadt, tn Egelsbach, Dietzenbach, Höllerbach, tn mehreren Orten des Kreises Gteßev, ferner hin und wieder in Gemeinden des Kreises Lauterbach, wie tu Almenrod, Dirlammen, Langenhain und Rixfeld; tn Dalheim neben Masern.
Blattern wurden gegen Ende December 1884 in Ober-Olm, Kreis Mainz, *wportstt und zwar durch einen aus Westphalen in seine Hetmath zurückgekehrten Arbeiter, der auf einer Zeche, unter deren Arbeitern Blattern herrschten, tn Diensten gestanden. Da wegen Verkennung der Krankheit eine Jsolrrung des Befallenen nicht statthatte, wurden zwei weitere Personen, die besuchend und tn Geschäftes bei dem Kranken verkehrten, tnficirt.
Wasserblattern herrschen, soweit bekannt, tn Mainz und Darmstadt.
Keuchhusten scheint eine zur Zeit nicht augenscheinlich verbreitete Krankheit zu fein; als von Keuchhusten mehr oder weniger betroffene Orte find Lorsch, Bürstadt, Darmstadt, Pfungstadt, einzelne Gemeinden im Kreise Erbach, Mainz, Ober-Ingelheim, Oppenheim und WormS zu bezeichnen.
Abdominaltyphus kam auf einzelne OrtStheile oder Häuser beschränkt vor in Urberach, Brensbach, WormS, Büdingen und in einigen Gemeinden des Kreises Laaterback, nämlich in Maar. Hartershausen, Reuters und Angersbach.
Wochenbettsteber wurde in Egelsbach, Nieder-Ramstadt und Nieder-Modau beobachtet.
Von den auf Menschen übertragbaren Thierkrankheiten ist die Erkrankung eines FuhrknechteS in Neutsch, Kreis Dieburg, an der Rotzkrankhett zu erwähnen, welche einen lödtlichen AuSgang nahm.
Köln, 3. Februar. Mitte Januar wurde beim Infanterie-Regiment Nr. 16 ein Mann fahnenflüchtig, der vor einigen Tagen im Militärlazareth Aufnahme finden mußte, weil ihm beide Füße erfroren find. Derselbe hat sich während seiner Abwesenheit tn der Nähe von Brühl umhergetrieben und am 24 Abends in einem Strohhaufen bei Godorf Schutz gesucht. Als sich derselbe tn diesem Strohhaufen ein Loch machen wollte, war er dabei bis zur Erde gerutscht und nicht mehr im Stande, sich herauS- ruhelfen. Erst am 29. Abends ist es ihm gelungen, aus dem Strohhaufen heraus- iufommen und sich noch bis zum nächsten Gute zu schleppen. Zur Stillung seines Hungers hat er von dem Stroh gegessen.
Essen, 2. Februar. Wir hören soeben von einer grausigen That, die in der zur benachbarten Bürgermeisterei Borbeck gehörigen Ortschaft Vogelheim verübt worden ist. Mehrere Bergleute saßen dort gestern Abend tn der Wohnung eines ihrer Kameraden, NamenS Schneemann und unterhielten sich mit Kartenspielen. Plötzlich entsteht Streit zwischen dem Inhaber der Wohnung und einem der Mitspieler, NamenS Voß. dieser entfernt sich, kehrt aber nach kurzer Zeit mit einem großen Meffer bewaffnet zurück und sticht nun auf seinen Gegner so lange zu, bis dieser, von einem Stich inS Herz rödtlich getroffen, zu Boden sinkt und stirbt. Der Mörder ist bald nach vollbrachter That inS Gefängniß etngeliefert worden. Frau und acht Kinder beweinen den Gemordeten, der ein braver Mensch gewesen sein soll. Wahrscheinlich ist auch hier der Schnapsteufel wieder tm Spiele gewesen, da bei solchen Spielgelagen gewöhnlich auch die Branntweinflasche nicht fehlt und fleißig geleert wird.
Bingen, 29. Januar. Es bestätigt sich, wie dem „Rhein. Kurier* von hier geschrieben wird, daß deutsch-amerikanische Schützen im Laufe dieses Sommers eine gemeinschaftliche Reise nach dem alten Vaterlande unternehmen und tn den ersten Tagen des Jul» tn unserer Stadt ein Schützenfest abhalten wollen. Auf ein vom Vorstande des hiesigen Schützenvereins an das Comtt« in New-York gerichtetes EinladungS- ichreiben ist bereits an den ersten Schühenmeister daS Antwortschreiben etngelaufev. In demselben heißt es, daß die Einladung in der Generalversammlung der „Independent- N.-Y.-Schützenu mit begeistertem Jubel ausgenommen worden sei und daß voraussichtlich sich eine verhältnißmäßig große Anzahl Schützen an der Reise betheiligen und das geplante Schützenfest mttfeiern würden. In dem Schreiben wird ferner bemerkt, daß die Theilnehmer, wenn sie auch tn ihrem Adoptiv-Vaierlande alt und grau geworden Seien und wenn auch ihre Anhänglichkeit an dasselbe unwandelbar sei, doch da8 Herz eines Jeden schneller poche, wenn ihn der Gedanke erfasse, das alte Vaterland wieder- zufehen, an dessen Stegen sie mttgestegt und für dessen Unglück sie stets eine hülfreiche Hand hatten.
Schterstetn,28. Januar. Zwei von Wiesbaden durchgebrannte Bürschchen, welche mit etwa 30 Jt Vorschuß eine Reise nach Angra Pequena machen wollten, entwandten vorige Woche hierselbst, nachdem sie einige Nächte tm Freien campirt batten, einen Nachen und fuhren mit demselben rheinabwärts. Im Bingerloch erlitten i Indianer indessen Schiffbruch und wären gewiß ertrunken, wenn nicht
ein Schiffer von AßmannShausen zur Stelle gewesen wäre. Bei dieser Gelegenbett kam der tolle Stretch dieser Knaben zur Kenntntß des dortigen Bürgermeisters, welcher dieselben unter sicherer Bedeckung nach Wiesbaden bringen ließ. (B. Z.)
Bielefeld. Ueber die Wirksamkeit der Arbetterkolonie Wilhelmsdorf «eben nachfolgende Zahlen Aufschluß. In den zwei Jahren ihres Bestehens hat die Anstalt 2700 Arbeitslose aufgenommen, über zwei Drittel davon wurden durch die Anstalt m't Kleidern versehen und fanden durch Vermittelung der Colonte wieder Arbeit; 300 Personen verschafften sich selbst neues Unterkommen und Thätigkest. Die meisten der dem bürgerlichen Leben Wiedergegebenen scheiden auS der Anstalt mit einer Kleiderschuld, die sie nachträglich zu tilgen versprechen. Von solchen Rückständen sind über 10,000 JL bezahlt worden und nur von etwa 200 Leuten sind Restbeträge auf bte Kleider nicht zu erlangen gewesen, 215 Arbeiter, denen eS nicht möglich war, die Kletderschuld draußen abzuoerdienen, kamen zur Colonie zurück, um die« hier zu thun. Von ben bis 1. December o. I. Aufgenommenen waren 1468 evangelisch, 1063 katholisch unb 9 israelitisch.
London, 30. Januar. Eine erschütternde Begebenheit hat sich an Bord der amerikanischen Barke „Wellington" ereignet. DaS Schiff hatte in Havre eine von Newyork gebrachte Ladung Petroleum gelöscht und ben französischen Hasen am 20. Januar verlasien, um mit leeren Fässern unb Ballast nach Amerika zurückzukehren Die Bemannung bestand auS 16 Matrosen, darunter mehrere Ausländer. Gleich nach der Abfahrt hatte der Capitän, Armstrong mit Namen, angefangen, stark zu trinken und sie Steuerleute hatten eS für rathsom gehalten, zwei Fäßchen mit Branntwein über "ord zu werfen, da sich bei dem Capitän Symptome von Säufer-Wahnsinn bemerkbar machten. Am letzten Sonntag Abend um 8 Uhr gab der Capitän dem ersten Offizier Sn?' bcn Schiffszimmermann, den HochbootSmann und den Steward in Eisen zu schließen, ohne daß irgend eine Provokation oder ein auffälliger Grund dafür vorlag. Dem Befehl wurde Folge geleistet und der erste Offizier ermahnte die Leute, eS ruhig hinzunehmen, da er sie in Freiheit setzen werde, sobald sich die Auflegung deS CapitänS gelegt habe. Gegen Mitternacht wurden die Gefesselten freigelaffen. Am nächsten Morgen um 2 Uhr rief der Capitän ben HochbootSmann zu sich unb forbette ihn auf, bei ihm zu wachen, während er schlafe, da er fürchte, ermordet zu werden- Der HochbootSmann brachte ihn hierauf zu Bett, doch der Capitän erhob
sich gleich darauf wieder und suchte nach fl'nen Revolvern, und der Hochboots- mann, welcher Schlimmcs befürchtete, flüchtete sich in die Cajüte bi8 zweiten Offiziers. Der Capitän verfolgte ihn, unb ihn tn der Cajüte deS Z'mmermannS ver- mulhend, trat er m dieselbe ein und schoß auf den letzteren, einen Deutschen, NameuS Adolf Haase, welcher gegenwärtig schwer verwundet darriflderltegt. Der erste Osfizier forderte nun die Mannschaft auf, dm Rasenden zu entwaffnen und es folgte ein harter Kampf, in dem btr Capitän eine tödtltche Wunde eifoidt, nachdem er noch zuvor einen Matrosen Namens Martin Neeß, einen Norweger, schwer verwundet hatte. Wenige Stunden später starb der Capitän, nachdem er tm Delirium wiederholt geäußert, daß er sich vergiftet habe. Die Barke ging am M ttwoch tn Wembury-Bai vor Anker.
— sSchon bestraftff En Mütterchen meldete jüngst in Mühlheim a. Rh. ihren Sohn zur Eintragung tn die Stammrolle an. Als der Beamte unter Anderem auch die Frage an sie richtete, ob ihr Sprötzling schon bestraft sei, meinte fie treuherzig: „Mer Hann ihn bann unb wann a!S ens abkommisölt!" bazu machte sie die entsprechenden Handdewegungen. Der Beamte bedeutete ihr, daß hier nur amtliche Bestrafungen gemeint fe»cn. „So so/ meinte sie, „een de Schull wird et ooch ernol vor- gekommen sinn!" Jcht fragte sie der Beamte, ob fi? noch nicht vom Gericht oerurtheilt sei. „Am Gerich' Han ich Gott sei Dank noch nichts zu donn gehabt l* betheuerte sie endlich.
— (5'n einfaches Mittel, um Ratten und Mäuse zu vertilgen, gibt Herr L. G r t m m in Eberstadt in der Landwirthschattlichen Zeitschrift an. Unlängst erzählte bemfclbett ein Geschäftsfreund Folgendes: Ich kam tn eine große Brauerei. Dort hatte der Braumeister gerade drei Ratten geschossen, nachdem er sie vorher mit Futter auf einen -um Schuß günstigen Platz gelockt hatte. „Diese wären jetzt tobt.* sagte er, „aber wie werden wir die übrigen lo8. Es ist eine Unzahl." Auf Befehl meines Geschäftsfreundes wurde sofort tu der Gasfabrik ein Faß Theer geholt. Der Theer wurde in die Hohlen gegossen und die Arbeiter mit Knütteln bewaffnet. D'e Ratten, welche den üblen Geruch des TheerS nicht ertragen konnten, flohen auS ihren Höhlen, mit Theer überklebt. Der Theer, der ihnen in die Augen gekommen war, hinderte sie am Sehe« und so war eS ein Leichtes, sie zu erschlagen. Am Abend waren einige Hundert Ratten gelobtet und die Brauerei von diesem Ungeziefer bi freit. Dieses einfache unb billige Mittel ist zur Nachahmung zu empfehlen. Herr Grimm hat baffdbe ebenfalls probirt und für gut befunden.
— sUniversal-Lackff Hierfür gibt die „Oel- unb Fett-Jad." folgende Vorschrift von E. Campe an: Zu 60 Gr. gebleichtem Schellack. 60 Gr. gestoßenem Manila- Kopal, 60 Gr. Mastix unb 15 Gr. venet. Terpentin setzt man 1 K. Spiritus von 92 dis 95 pCt. Tr., endlich etwas grob zerstoßenes Glas unb läßt biefl unter häufigem Umschütten 8—10 Tage stehen. Nach Zusatz von ein wenig Borsäure (etwa 1 @t.) wird filtrirt. Der erhaltene Lack kann für Metall, Holz, Papier rc. verwendet werden. Durch Zugabe spritlöSlicher Anilinfarben erhält man sog. Brillantlack zum Lackiren von Flaschen, Blechtafeln unb Kapseln.
— sUniversal-NShmaschineff Auf dem Gebiete der NSHmaschlnenindustrie erfreut sich gegenwärtig eine neue Erfindung deS allgemeinsten Beifalls. Durch die Firma L. Gundelach in Leipzig wird eine sogenannte Universal - Nähmaschine tn ben Handel gebracht, welche wegen ihrer Vielseitigkeit diesen Namen mit Recht verdient. ES ist diese Maschine eine Zweinadelmaschine unb insbesondere zum Anfertigen von Verzierungsnähten sehr geeignet. In der Schuhwaaren- und Hutfabrikation wird sie sehr bald unentbehrlich sein. Ferner kann diese Zweinadelmaschine als Languettier- und Bog-, Falten- und Knopflochmaschine für Confectiou und Schürzenfabrikatton, wie endlich auch für Strumpf- und Tricotnähen Verwendung finden.
— Der Quellenfinder Beraz tn München hat vor Kurzem einem 400 M über der Meeresfläche gelegenen Dorfe des ObenwaldcS, Rothenberg bei Hirschhorn, das in trockenen Jahren an empfindlichem Wassermangel litt, zu einer ergiebigen Quelle verholfen. Am 8. October zeigte er einige Stellen an, wo Quellen zuverlässig zu finden seien. Die erste Quelle sollte bei 19-22 M. Tiefe tn 3 Ctm. Stärke fließen. Am 17. December stießen die Brunnengräber, nach einer durch Felsensprengen langwierigen Arbeit von etwa 4 Wochen, bei 20,5 M. Tiefe auf die Quelle, die so reichlich fließt, daß sie einen großen Theil des unteren Dorfes durch einen laufenden Brunnen mit Wasser versorgen wird Im Oberdorfe bezeichnete Beraz eine Stelle, wo drei Quellen senkrecht untereinander unb parallel zu einander fließen müßten unb sagte habet, dieser Fall sei ihm in seiner elfjährigen Praxis noch nicht vorgekommen. Er berechnete die oberste Quelle auf 7—8 M. Tiefe, StrohhalmSstä'ke unb in der Richtung von Südost nach Nordwest fließend, die zweite auf etwa 14 M Tiefe, Federkielstärke, tn derselben Richtung, die dritte auf 17 M. Tiefe, Kletnfingerdicke. tn der nämlichen Richtung. In der That fand sich, wie der Berichterstatter der „Allgemeinen Zeitung" sich persönlich überzeugte, beim Brunnengraben die erste Quelle bet 8,5 M. Ttese mit 4 Mm. Starke und der angegebenen Richtung, bte zweite bei 13 M. Tiefe und 7 Mm- Stärke, die dritte bei 16 M- Tiefe mit l1/» Ctm. Stärke, alle drei in gleicher Richtung, wie Beraz zuvorgesagt harte
— sE n Zukunftsbild.^ Rekruten in Angra P quena. Unterofficier: „Still- jestanden! Ihr aflikanische Wüstenbande, wenn ick kommandire „Stilljestandeni" so steht ihr bombenfest, bet die jesammten Pyramiden Jrasbüpper dagegen flnb.“ — „Sie Handschuhbombuschka, lachen Sie nid); een Neger wollen Sie sin, Sie Glraffen- kopp? Paffen Sie uff ober ick lasse Sie den janzen Tag uff'n Aequator langsamen Schritt machen, daß der König von Dahomey vor Vergnügen Purzelbäume schlägt. Potz - Mohren-Element! Ick werde Eure schwarzen Wollköppe schon kirre kriegen! Wartet, Ihr Känguruhs! Drei Dage Dauerlauf in der Wüste Sahara, dis Ihr schwarz --nee, bis Ihr weiß werdet, — Ihr Brombeerenjesichter!"
- [ftufe&tlbung in Oefen, Herden 2C.J Als ein probates M ttel, der häufig so lästigen Rußbtldung in ben Oefen unb Herden in wesentlichem Grade entgegen" zuarbeiten, hat sich, laut der „Lcmdw. Ztg. des Hamburger Corr." daS folgende, nicht allgemein bekannte Verfahren erwiesen. Man nehme eine Handvoll frische Kartoffel- schalen und werfe dieselben auf das tm Ofen rc. brennende Feuer, wöbet man jedoch die Thüren deS OfenS rc. sofort fest zuschlteßen muß. Die sich aus ben verbrennenden Kartoffelschalen entwickelnden Dämpfe lösen ben Rus, welcher sich in ben Zügen festgesetzt hat, unb entführen denselben durch den Schornstein ir's Freie. Eine häufigere Anwendung dieses Verfahrens wirb daS Reinigenlasftn von Offen und ähnlichen Anlagen wesentlich beschränken.
VerzeichniH
der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat Januar 1885*
Je 50 Kilogramm kosten:
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