Ausgabe 
5.9.1885
 
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9.

Peter Schmidt I. in Lehnheim 5 JL,

14. Karl Lehr in Einartshausen 5 X,

15. Adam Joachim II. in Einartshausen 5 JL,

16. Ernst Zimmer in Lauter 5 JL,

17. Philipp Kahl in Alten-Buscck 5 JL;

7. Johannes Fischer in Heskem 20 JL,

8. Johannes Reich von Dreihausen 20 jl

9. Georg Gottwalz in Gonterskirchen 10 jt,

10. Ludwig Leun II. in Großen-Linden 5 JL, Jost Joachim II. in Stornsels 5 JL, Paul Kegeler II. in Lich 5 JL,

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Hungen, 31. August. (Zur Prämiirung des ausgestellten Viehes.^ Nachdem die Namen Derjenigen, welche aus den Mitteln des landwirthschaft- lickeu Prooinzialvereins Prämien erhalten haben, bereits in Nr. 199 d. Bl. veröffentlicht woroen sind, erübrigt es noch, diejenigen nachstehend zu erwähnen, welchen aus der Kasse des Vereins zur Züchtung und Veredlung der reinen .Vogelsberger Rindviehrasse Preise zugetheilt wurden. Es erhielten

I. für Bullen Vogelsberger Rasse:

1. Johannes Schultheis in Göbelnrod 5 JL,

2. Johannes Sann in Ettingshausen 5 JL,

3. Konrad Felsing in Landenbach 5 jl,

4. Heinrich S o m m e r l a d in Wicseck 5 «X,

5. Friedrich Winger in Wingershausen 5

6. Jakob Schudt in Wetterfeld 5 JL;

II. für Rinder Vogelsberger Rasse:

Marseille, 2. September. Heute zählte man hier zwölf Todesfälle an der ( London, 3. September. 5000 Arbeiter der großen Maschinenfabrik von William Arnlslroug in Elswick stellten die Arbeit ein, weil sic mit dem Verfahren gewliser höherer Angestellten der Fabrik unzufrieden waren. m . .

Madrid, 3. September. Die imFigaro" enthaltene Veröffentlichung über die Ansicht Eanooas' bezüglich der Reise des Königs nach Deutschland tni >zahre 1883 f]t, wie die gesammte Haltung der französischen Presse in der jetzigen ^rage beweist, von dem Wunsche geleitet, die Beziehungen zwischen^ Spanien und Deutschland zu com- pliciren. Man hofft hier, daß Deutschland diese Tendenz richtig würdigen werde Kem hiesiges Blatt erhielt, wie zuverlässig behauptet werden kann, irgendwie ossicielle An­regung, die Rücksichten gegen Deutschland außer Acht zu lauen. Die Regierung zahlte stets auf die versöhulichen und freundschaftlichen Gestnnungen der deutschen Regierung und der deutschen Nation. Die Negierung verhindere Stramnexcche durch vorbeugende Maßregeln; sie mißbilligt ebenso die Excesse der Preße, obgleich sie diefelben nut den bestehenden Gesetzen nicht zu verhindern vermag. . M

Konstantinopel, 3. September. Die Samtatsbehorde ordnet für Provenienzen aus Varna eine viertägige, für Provenienzen von der Donau, Odessa und Kustenofche eine dreitägige, für ganz Italien, Corstca, Tunis und Algier eine zwolstagige Quaraittänc^am September. sTelegramm des Reuter'schen Bureaus.l Dem Ver­nehmen nach ergab die Untersuchung wegen der angeblichen Ocffnung der englifchen Eorrespondenz durch den Gouverneur von Herat Beweise welche den Gouverneur von jeder Mitschuld freisprechen. Auf Ersuchen der afghanischen Behörden sind Vorsichts­maßregeln getroffen zur sicheren Beförderung der Post.

Die jüngsten Beschränkungen bezüglich der auf Urlaub besindlichen -ffsi- ciere in Indien sind wieder aufgehoben worden.

Klottenmanöver bei Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven, 1. September.

Am Morgen um 2 Uhr hatte sich das aus westlicher Richtung kommende feind­liche Geschwader dem Defensivgeschwader so weit genähert, daß man in der Morgen^ dämmerung die Lichter desselben erkennen konnte. Das Defensivgeschwader lag nördlich von Wangeroog, in dem sog. nördlichen Fahrwasser und^ hatte sich, den Femd er­wartend, mit Wachtbooten umgeben, an der Tete lagen die Torpedoboote, die, beständig in Bewegung, den Feind aufzuspüren und anzugreifen hatten. Hierzu bot.sich eme vorzügliche Gelegenheit, indem das feindliche PanzerschiffFriedrich Earl die Sache etwas ui leicht nahm und sich bei seinem kühnen Vordringen m die fog. ^z-Basia ver­lies Diese ungemüthliche Situation benutzend, drangen 4 Schlchau-^orpedoboote auf ihn ein und näherten sich ihm auf mindestens 200 Meter, was mit emer Vernichtung des Panzerschiffes gleichbedeutend war, da ein sicherer Torpedofchuß schon bet 400 bis 500 Meter gilt. Gleichzeitig empfing derFriedrich Earl" von der Kreuzerfregatte Moltkc" wohlgezielte und wirksame Breitseiten. Als ein den, Torpedobooten sehr , gefährlicher Feind erwies sich das PanzerfahrzeugBrummer" nut feiner 1500 Pferde­kraft starken Maschine und großen Geschwindigkeit, welches den Torpedobooten viel zu schaffen machte und dieselben zur Flucht trieb; es hätte wenig gefehlt und.mehrere dieser Fahrzeuge wären abgeschnitten worden. Trotz des Verlustes emeS ferner wichtigsten Schiffe war die Uebermacht des Feindes dennoch zu groß, als daß es von Seiten des Defensivgeschwaders an einem Vordringen hätte gehindert werden können, so daß letzteres sich nach einem einstündigen, aber sehr hartnäckigen Geschützkamps zuruckzog und all- mälig die Flucht ergriff. Dieser Rückzug bot einen überaus imposanten Anblick. Schwarze dichte Rauchwolken wirbelten aus den Schornsteinen der nut aller Kraft arbeitenden Maschinen und allmälig tauchte ein Fahrzeug nach dem andern am Horizont auf, so schnell wie möglich die durch die mächtigen Forts geschützte Rhede zu erreichen suchend. Voran dampfte die KreuzerfregatteMoltke" in Gefechtstakelage, eine mächtige Bugwelle vor sich aufthürmend, dann folgten die Panzerfahrzeuge und der Blitz" mit seinen Schutzbefohlenen, den Torpedobooten. Nachdem die bei Richtersicl in Höhe der Geniusbank gelegte Minensperre passirt war, machten die Schiffe kehrt und nahmen wieder Stellung zu dem fast auf Schußweite folgenden ^emd, welcher jedoch in respectvoller Entfernung von dieser gefährlichen Barriere Halt machte und Anker warf. Seine augenblickliche Lage von den Forts beträgt etwa 15 Kilometer. Es muß noch bemerkt werden, daß in See eine sehr starke Dünung stand, die sogar verhinderte, daß seitens des Defensivgeschwaders noch einige Seetonnen zur Bezeichnung des Fahrwassers ausgenommen werden konnten; man half sich deshalb dadurch, daß man dieselben, so schnell und so gut es gehen wollte, mit einem anderen Anstrich versah, wodurch der Feind immerhin getäuscht worden sein mag. Selbstverständlich hatten die kleinen leichten Torpedofahrzeuge beider kriegführenden Parteien einen recht schweren Stand und zwei derselben vom Defensivgeschwader collidirten, was jedoch nichts weiter auf sich hat, wenngleich die Fahrzeuge von der weiteren Beteiligung cm den Manövern ausgeschlossen bleiben mögen. Mit dem fliehenden Defensivgeschwader zusammen lief auch das genommene, resp. vernichtete PanzerschiffFriedrich Earl" ein. Durch ein Mißverständlich empfing das Schiff beim Passiren des Forts Happans Feuer- man hielt es für ein das fliehende Geschwader verfolgendes feindliches schiff, während es eine sehr werthvolle Prise war. Das Gefecht war auch auf Seiten des Vertheidigers nicht ohne Verlust geblieben, wenngleich derselbe in gar keinem Ver- halttiiß zu dem des Feindes steht. Es wurden vom Feinde durch dessen Torpedoboote die SchleppdampferNorder" undZephir", sowie ein Minenprahm und 4 Dampf- balassen abgeschnitten oder überholt. Jedenfalls find dieselben zu verschmerzen mit Rücksicht auf die Vernichtung eines mächtigen Panzerschiffes von 16 schweren Geschützen und mit über 500 Mann Besatzung. Der LootsendampferWilhelmshaven" führte während des Gefechtes die Parlamentärflagge, an Bord befand sich der Capitän z. S. und Decernent in der Admiralität Mensing II. Der Chef der Admiralität schiffte sich gestern Nacht um 1 Uhr auf dem TenderHap" ein und stieß zum Defensivgeschwader; während des Gefechts befand sich Herr von Eaprivi an Bord der Kreuzerfregatte

Moltke", ebenso der aus Kiel hier eingetroffene Vice-Admiral von Wickede und Vice- Admiral Graf von Monts. Der Feind ist zur Zeit damit beschäftigt, die Minensperre aufzusuchen und aufzunehmen. Heute Nacht wird das weitere Vordringen des feind­lichen Geschwaders zu weiteren Manövern Anlaß geben und nunmehr auch die Artillerie der Forts zur Geltung kommen. .(Fr. Z )

III. für Zuchtkühe Vogelsberger Rasse und ganze Zuchten:

18. Wilhelm Rabenau in Alten-Buseck 5 Jt,

19. Johannes Kramer in Großcn-Linden 5 JL,

20. Pachter Güngeri ch in Großen-Buseck 5

21. Johannes Philipp Lind II. in Gonterskirchen o

22. Heinrich Henner HI. von Dreihausen für eine Kuh mit Rind 30

Mainz, 2. September. Der Mord im Mrsienbergcr Hof halt begreiflicher Weise noch immer unsere Bevölkerung in Athem, rote denn auch di e Eriminalbchörde selbstverständlich die eingeleitcte Untersuchung aufs eifrigste fortsetzt. Tie. Annahme, daß der am Rheine aufgefundene Leichnam der des verschwundenen Wothe tei, hat bts> jetzt noch nichts von seiner Wahrscheinlichkeit verloren, obwohl über verschiedene Personen Anzeige eingelaufen ist, die seit einiger Zeit vermißt werden, co wurde der Polizei gemeldet, daß seit dem verhängnißoollen Rtordtage ein junger Ntaiuzer, welcher ui Mannheim wohnte, spurlos verschwunden sei, der Betreffende ict an dem fraglichen Tage nach Mainz gekommen, um bei einem Notar den Rest einer ihin zugefallcncn Erbschaft zu erheben. Tas Geld hat der junge Mann nun thatsächlich am Mittag erhoben, ist seit dieser Zeit aber nicht mehr gesehen wordeu. Es werden daher umfassende Nachforschungen gehalten, um die Spur des Verschwundenen aus­findig zu machen. r . r .

Ferner stellte sich vorgestern ein fremder, dem Arbeiterstande angehöriger Mann der Staatsanwaltschaft mit dem Vorgeben, er sei Mitwisser und Gehülfe bei den Mord- thaten. Er habe, sagt er, Herbst am Abend im Wirthshaus getroff en und sei von demselben in den Plan eingeweiht worden. Hierauf habe er währen d ber ^ptit und bei dem Verbringen der Leiche nach dem Rhein den Aufpasser gemacht. -Ltc ganze Persönlichkeit, wie auch die Aussage des Betreffenden ließen jedoch unschwer erkennen, daß man es mit einem Geisteskranken zu thun hatte und es wurde beriet bc einstweilen in dem Spital untergebracht. Zwei in der "Nacht auf einem Floß in Kastel als ver­dächtig verhaftete Burschen ferner wurden alsbald wieder freigelassen, da sie ihr Alibi in bestimmtester Form nachweisen konnten.

Wenn man annehmen darf, daß Wothe der Ermordete ist und daß die Er­mordung desselben, sowie die Verstümmelung seiner Leiche in seiner Wohnung am Fürstenbergerhof geschehen ist, so bleibt vor Allem Eines höchst verwunderlich, das nämlich, daß "Itiemand den Transport der Leiche nach dem Rheine beobachtet hat, daß dieselbe vom Fürstenberger Hof durch einen der bevölkertsten Theile unserer Stadt und durch eine ganze Reihe von Straßen (wenn auch eiugepackt) getragen werden konnte, ohne daß Jemand dem Verbrecher auf diese,n Wege begegnete, dem die Sache auffiel und der sich wenigstens nachträglich dieser Begegnung erinnert hätte. Ist dies wirklich in einer Stadt von über 60,000 Einwohnern möglich «' Ist Mainz zur Nachtzeit wirklich so menschenleer? Wenn wir auch nicht sagen wollen, daß unbedingt ein Schutzmann ober ein Nachtgehülfe ber Polizei auf biesem Wege zu finden gewesen sein müsse, so ist es doch merkwürdig, daß überhaupt gar Niemand etwas davon gesehen zu haben scheint. t , r, .

Im Uebrigen sind die belastenden Momente für den muthmaßlichei^ Mörder Herbst so zahlreich und so gravirend, daß sein beharrliches Leugnen für die Hauptsache wenig zu bedeuten hat. Die Motive der Thal freilich sind zweifelhaft. Einen materiellen Nutzen scheint Herbst bei dem Doppelmord nicht gesucht, wenigstens nicht gefunden zu haben. Die bei ihm in Laubenheim beschlagnahmte Baarschaft soll nämlich zum Unterschied von früheren Berichten nur in ca. 16 JL bestanden haben, während er bei feiner Entlassung aus dem Landeszuchthaus im Juni I. I. einen Arbeitsverdienst

I von ca. 250 JL gut hatte, von welchem ihm wenige Tage vor der Blntthat ein Rest i von 40 JL durch Vermittlung der hiesigen Polizei ausgezahlt worden ist. Allein der Geldgewinn braucht es ja nicht gewesen zu sein, der den Mörder zu der scheußlichen That bestimmte. 9tach mancherlei Aussagen scheint Wothe, der in den letzten Monaten seinem Handwerk nachging und damit auskömmlichen Verdienst fand, bemüht gewesen zu sein, seine Frau zu einem ordentlichen Leben zurückzuführen, was auch durch den Umstand einigermaßen bekräftigt wird, daß er wenige Wochen vor der Ermordung die Entbindung seiner Frau von der Sittenconirole bei der Polizei beantragt hat, unter bem Vorgeben, mit seiner Hände Arbeit für den Unterhalt feiner Familie zu sorgen. Seine gute Absicht ist aber wohl von dieser Frau nicht getheilt worden, sie ging nach wie vor ihrem unsittlichen Lebenswandel nach und hat offenbar auch mit dem ihr von früher befreundeten, des Doppelmords dringend verdächtigen Herbst intime Beziehungen unterhalten. Wothe und Herbst sollen deswegen mehrfache heftige Auseinandersetzungen gehabt und Herbst sich geäußert haben, daß er mit Frau Wothe nach Amerika auszu-

I wandern gedenke. , , __ , ZT, r

Da nun diese Frau Wothe am Abend vor der That im vertrauten Gespräche

mit dem Herbst im Wirthshaus gesessen hat, und da sie ferner in dessen Begleitung

in später Abendstunde in ber Nähe des Fischthors gesehen wurde, so kann man ziem­lich sicher annehmen, daß Herbst im Einverständniß mit Frau Wothe den Mann um­gebracht und mit deren Hilfe den verstümmelten Körper in den Rhein geschafft hat, daß sie aber bann später selbst von bem Herbst in ihrer Wohnung erschlagen

I worden ist. ,

Bemerkt sei endlich noch, daß der Eorrespondent eines ausroartigen Blattes an­geblich nach den Versicherungeii eines Augenzeugen berichtet, daß aus ber Wothe'schen

I Wohnung auch eine mittelgroße Säge, wie sie Schreiner häufig auf die Arbeit mit: I nehmen, herausgeschafft worden ist, die wohl zur Verschneidung der Knochen gedient I ^n&Cn Da man der Ansicht ist, daß der muthmaßliche Mörder des Wothe, dessen noch I nicht gefundenen Körperteile ebenfalls in den Rhein geworfen hat, ist nunmehr von I Seiten ber Staatsanwaltschaft ein Taucher cngagirt worden, welcher die Strecke des I Stromes von Weisenau bis hierher nach den vermißten Körpertheilen abzusuchen hat. I Herr Staatsanwalt Dr. Gaßner hat sich heute Vormittag mit mehreren Schutz- I lenken nach Laubenheim begeben, um daselbst weitere Recherchen über Herbst anzu- I stellen. Es ist erwiesen, daß, während Herbst in Laubenheim war, ein junges I Mädchen hier mehrmals nach Herbst gefragt hat, dieses Mädchen soll nun ebenfalls | ermittelt werden. (M. Anz.)

Heides he im, 1. September. Die Gemeindekasse zahlt 10 Pfg. für jeden ein» I gelieferten Spatz, um die Trauben vor ihren Liebhabern zu schützen.

Köln, 31. August. Die Hebamme Frau Froitzheim von hier hatte gestern I einen seltenen Fall in ihr Tagebuch einzutragen, die Geburt von Vierlingen, denen I sie ohne ärztlichen Beistand den Eintritt in die Welt vermittelte. Es waren drei I Mädchen und ein Knabe, die sie dem Vater, dem Berufsfeuerwehrmann Nikolaus Avolph, I Hahnenstraße 25, in die Arme legte.

Düsseldorf, 31. August. Der Holzschuhmacher Franz Gottfried Peters aus München - Gladbach, welcher durch rechtskräftiges Erkenntniß des Schwurgerichts zu Düsseldorf vom 22. Juni d. I. wegen Mordes in zwei Fällen zum Tode verurtheilt I worden war, ist, nachdem Seine Majestät der Kaiser und König durch Allerhöchsten I Erlaß vom 24. August b. I. erklärt hatten, von bem Begnadigungsrechte keinen Ge­brauch machen, vielmehr der Gerechtigkeit gegen den Peters freien Lauf lassen zu I wollen, heute Morgen 6 Uhr auf dem Hofe der Arrestanstalt zu Düsseldorf ver­mittelst des Fallbeiles hingerichtet worden. Tie Vollstteckung hat ohne Zwischenfall

I stattgefunden. .

Aus Rheinhessen, 2. September. In Waldülbersheim (Kreis Oppenheim) | wurde am verflossenen Sonntag ein grauenhaftes Verbrechen verübt, das auf religiösen I Fanatismus zuruckzuführen ist. Eine aus 7 Personen bestehende, der Mennoniten- I gemeinde angehörendc Familie, Stallmann mit Namen, hat nämlich in einem ihrer I Angehörigen, einem Mädchen von 24 Jahren, den Teufel erblich, und um letzteren I auszurotten, das Mädchen ermordet und den Leichnam in eine Pfuhlgrube geworfen. I Als sie später die Leiche verscharren wollten, wurde die That entdeckt. Wie die IN. W. Z." und dieLandeskrone" melden, ist die ganze Familie in's Irrenhaus ge- I bracht worden. c t rr _ .

In Anbetracht, daß an den bei Weitem größten Theil der deutschen Jugend, I abgesehen von Gesicht und Händen,Jahr aus, Jahr ein kein Tropfen kommt", wurde I im neuen Dolksschulgedäude in Göttingen ein Bad eingerichtet. Die Einrichtung hat I sich auf das Glänzendste bewährt; denn obwohl die Theilnahme am Baden sucht obtt- I gatorisch ist, so entlieht sich doch kein Kind mehr demselben. Es wird eine Woche I um die andere gebadet, an den vier vollen Schultagen, und zwar innerhalb der Unters I richtszeit. Das Lehrercollegium ordnet die Aufeinanderfolge der Klassen. Kommt eine Masst an die Reihe, so entlaßt der Lehrer gleich-eitig 6 bis 9 Kinder aus dem Unter-