— Der Kaiser machte gestern Abend ohne jedes Geleite eine Rundfahr, durch die Stadt, um tue Illumination in Augenschein zu nehmen. Der päpst liche Krönungs-Botschafter Vanutelli ist gestern Abend angekommen, der Kaiser wird ihn heute Nachmittag empfangen. Seit 10 Uhr Vormittags empfingen der Kaiser und die Kaiserin, auf dem Throne im St. Andreas-Saale sitzend, Glückwünsche. Alle Botschafter begaben sich in großer Gala nach dem Palast, die einheimischen Deputationen überreichten zahlreiche Geschenke, die besonders aus russischen Gold- und Silber-Arbeiten bestehen. Die Jlluinination beginnt heute Abend von Neuem. Morgen ist Soiröe und Ball im Kreml.
— Heute Vormittag um 11 Uhr empfing der Kaiser im Thronsaal des Kremlpalais den türkischen Krönungs-Botschafter, Server Pascha, sowie die japanische und persische Gesandtschaft in Audienz, nahm sodann die Beglückwünschungen der Gouvernements - Adelsmarschälle, des hohen Adels, der Präsidenten der Gouvernements-Landschaften, der Deputarionen von Finnland, der Kosaken und der asiatischen Völker, welche letztere Salz und Brod darbrachten, entgegen. Die Kosaken überreichten Heiligenbilder. Der feierliche Empfang fand in Gegenwart aller Großfürsten und Großfürstinnen, sowie der Herzogin von Edinburgh statt. Der Kaiser unterhielt sich dabei auf das Huldreichste mit den einzelnen Personen. Um 1 Uhr erschienen das diplomatische Corps, die außerordentlichen Vertreter fremder Höfe, die hohe Geistlichkeit und die Mitglieder des Neichsraths zur Gratulation bei den Majestäten.
Moskau, 28.' Mal. Bcl hem m her Granowiwja Palata ft alt gehabten KrönungSbanker waren, nachdem der Kaiser sich zur Mittagstafel gefitzt, die Plätze so vertheilt, daß neben den Majestäten die Großfürsten Wladimir, Alexis, Sergius und Prinz Waldemar von Dänemark Platz nahmen. Dahinter standen Hofmeister, an den Setten Chevaltergarden und daneben Pagen. Während der Tafel brachte der Ober- schenk, Graf Grote, die Toaste auf das Wohl des Kaisers, der Kaiserin, des Thronfolgers und des ganzen kmserl. Hauses, sowie auf das Wohl ^er Güstl chkeit und aller treuen Untertanen aus. Bet den einzelnen Toasten wurde die oorgeschriebene Anzahl von Kanonenschüssen gelöst. Bon dem kaiserlichen Orchester und dem Theaterchor wurde eine Cantate von Czaikowsky ausgesührt. Gegen 4 Uhr Nachmittags verließen die Majestäten die Granowltaja Palata.
— Der Botschaftsrat!) und Wirkt. Staatsrath v. Arapoff in Berlin ist vom Kaiser zum Stallmeister Sr. Majestät und zum Geheimerath ernannt worden.
— Alle Souveräne und Staatsoberhäupter haben anläßlich der Krönung Glückwunschtelegramme an den Kaiser Alexander gerichtet; in besonders he zlicher Weste graiulirte Kaiser Wilhelm, dem der Kaiser Alexander alsbald, die alten guten Gesinnungen betonend, telegraphisch dankte. __
Telegraphische Depeschen.
Wolff' s t elegr. Correspondenr-Burearr.
Berlin, 28. Mat. Der Reichstag setzte heute die dritte Berathung der Gewerbenovelle fort. Die Artikel 1, la und 2 werden nach unerheblicher Debatte angenommen. Von den zu Artikel 3, § 33 a gestellten, eine Milderung der Beschlüsse zweiter Lesung in sich schließenden Anträge Baumbach's werden die drei weniger erheblichen Unterabteilungen angenommen, die übrigen in thellweise namentlicher Abstimmung abgelehnt. Der ganze § 33a wird dann so angenommen. § 33b wird unter Ablehnung des verschärfenden Abänderungs-Antrags Ackermcmn's angenommen.
Nächste Sitzung morgen.
— Der Bundesrath genehmigte den deutsch-italienischen Handelsvertrag und die Literarconventwn mit Frankreich.
— Heute Mittag fand die feierliche Enthüllung der vor der Universität errichteten von R-Begas und P. Otto herrührenden Denkmäler Wilhelms und Alexanders von Humboldt statt. Der Kaiser und die Mitglieder des königlichen Hauses sahen der Feier von dem Balkon des kaiserlichen Palais aus zu. Nach der Enthüllung begab sich der Kaiser, gefolgt von dem Kronprinz und Prinz Wilbclm zu Fuß zur Besichtigung der Denkmäler. t
Kiel, 28. Mai. Der Chef der Admiralität, Generallieutenant v. Caprivr, besichtigte heute die Seesorts Korügen und Stosch, sowie das Terrain für die neugeplanten Befestigungen des östlichen Hasenufers. Das Panzergeschwader beginnt morgen seine Evolutionen im westlichen Theile der Ostsee.
Zurich, 28. Mai. Bei der stattgehabten Volksabstimmung ist der Antrag auf Aufhebung des Impfzwangs mit großer Stimmenmehrheit angenommen worden, ebenso wurde mit einer kleinen Stimmenmehrheit die Wiedereinführung der Todesstrafe beschlossen.
Paris, 28. Mai. Aus Saigon wird unterm 27. Mai gemeldet: Der Commandant der französischen Truppen in Saigon, Kergaradek, erwartet dort neue Instructionen, bevor er nach Hue geht.
Moskau, 28. Mai. Dem gestrigen Banket wohnte auch der katholische Erzbischof, und zwar an derOnämlichen Tafel mit dem hohen russischen Klerus bei. Für die nicht zu dem sürstlichen Gesolge oder den Diplomaten gehörenden Persönlichkeiten waren während des Bankets auf den Höfen des Kremls zwei Zelte ausgeschlagen; in dem einen speisten 200, in dem andern 600 Personen. — Die gestrige Illumination eab zu wiederholten enthusiastischen Kundgebungen unter den Fenstern des kaiserlichen Palastes Veranlassung.
Vokales.
Gießen, 29. Mat. Montag den 4. Juni l. I, Vormittags 10 Uhr, findet eine öffentliche Sitzung des Krelsausschnffes des Kreises Gießen im Regierungsgebaude dahier statt. Es kommen zur Verhandlung: pr w ,
1. Recurs des practstchen Arztes Or. Dornseiff dahier gegen einen Polizei - befehl betr. Bauerlaubniß. v ....
2. desgleich n des Martin Weißbäcker dahier betr.Anlegung einer Abtrittsgrube rc.
3. Desgleichen des Levi Löwenstein dahier betr. Bauerlaubmß.
4. Beschwerde des Gerhard Schön in Staufenberg gegen die Gemeinde Staufenberg wegen des Gemeindenutzens.
5. Beschwerde des Heinrich Göbel und Consorten in Garbenteich wegen der Scbäferei daselbst. ___________ ___________________
Verwischt--.
Darmstadt, 26. Mai, Gestern tagten auf dem Rathhaus die Delegnten verschiedener hessischer Städte, um über die Besteuerung der Actiengesellschaften, sowie Einführung der Kapitalrentensteuer Stellung zu nehmen. Ueber das Resultat ist bis sttzi noch nichts an die Oeffentlichkeil gedrungen. y m . ..
A Mainz, 28. Mai. Gestern fand in dem benachbarten Bretzenheim bte Jahresversammlung des Verbandes mittelrhein. Bildungsvereine statt, an welcher Delegirte von Gießen, Butzbach, Frankfurt, Höchst, Worms, Frankenthal, Rüsselsheim, Mainz, Sauerschwadenheim rc. und der Wanderlehrer der Gesellschaft, Dr. Wislicrnus, theilnahmen. Dem vom Vorsitzenden erstatteten J^ahreso.richte enl- nehmen wir, daß der Verband jetzt aus 27 Vereinen mit ca- 3000 Mitgliedern bestehl und sich bis Edenkoben in der Pfalz und Bürbach bei Saarbrücken erstreck^ Die Theilnahme an den Vorträgen war etwas geringer als früher, namentlich wurde über den Mangel an guten Rednern und anziehendem Stoffe geklagt. Der Verband w.rd d'm durch Wechsel und gegenseitigen Austausch der Vortragenden abzuhelfen suchen. Wanderbibliotheken sind ebenfalls wenig verlangt worden, weil bte bereits Bibliotheken besitzen- Es sollen deshalb bte Wanderbibliotheken auch solcher Gemeinden und Vereinen überlassen werden, die noch nicht MitMder des Verbände sind. Sehr begehrt war dagegen das Sktopt'kon, welches zur Veranschaulichung bei Vorträgen treffliche Dienste leistet- Auf Anregung der Gesellschaft sind von mehrere« Vereinen gemeinnützige Unternehmen ins Werk gefefct morben: in Sauerschwabenhetm bte Gründung einer Creditgcnossenschaft, in frranfenthal em Verein gegeni benJBettej in Worms ein Arbeitsnachweisbureau, ferner Pfennigsparkassen, b e gut gebechert, un die Ausstellung von Sammelbüchsen für Cigarrenspitzem - Die Gewinnung person Mitgl. soll demnächst unter Theilnahme der Vererns-Vorftande allgemein m Gan- gesetzt werden, wobei bte Unterstützung aller Freunde der Sache erwünscht und will kommen^ist. e{ne Aufforderung erlassen werden, alte nicht mehr verwendet! Bücher, Gartenlauben u. a Unterhaltungsblätter den Bildungsvereinen ruzuwenden bte sehr gut Gebrauch bavon machen können. - Den febr mtereffQnten ^rhanblunfle über alle btefe Gegenstände, wobei namentlich auf eine baldige Reform der Volksschul! großes Gewicht gelegt wurde, folgte unter Theilnahme des Gesangvereines die ## öerfammlungT in welcher mit warmen und fast begeisterten Worten die Bilbmigö beftrebungen einem größeren Kreise erläutert mürben. m
Ma < nz, 25. Mai Am Mittwoch Nachmittag mürben vor bem JReuthOie bd ben Umführungsarbetten ber Bahn ganz interessante Funde zu Tage gefordert; in etn« Tiefe von 3 Meter unter ber Bodenflache wurde ein großer Steinsarg, 2 Meter lE 60 Centimeter breit, sehr roh bearbeitet, aufgefunben; in bem Sarg lag bas Ger«PP eines Mmschen in ziemlich gut erhaltenem Zustande; ferner wurde ber Bruchthetl etna Steinfigur, einen Delphin daistellmb, in d-rselben Ttefe gcsunben und» rührt die UM wahrscheinlich aus dem in der Anlage seiner Zeit befindlichen ^fürstlichen Lustschloß „Favorit'" her. Außerdem wurden verschiedene Degen und Schwerter gefunden, vo denen einige eine Lange von V2 Meter hatten.
— Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen- und Stah industrieller belief sich bte Noheisenproduction des Deutschen Reichs (einschließl» Luxemburgs) im Monat April 1883 auf 279 706 Tonnen, darunter 169 034 TonM Puddelroheisen, 10 503 Tonnen Spiegeleisen, 43 367 Tonnen Bessemer-, 28 646 Tonn Thomasroheisen und 25056 Tonnen Gießereiroheisen. Die Probuction im April 1 betrug 241890 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. April 1883 würben probueüt 1113 457 Tonnen gegen 1025144 Tonnen im Vorjahre. b(r
- Auf der alten Gußstahlfabrik (Bochumer Verein) ereignete sich, wie vn „W. M." berichtet, am 18. Mai ein gräßlicher Unglücksfall. Aus einem sogenannt Converter (Beffemer-Birne), gefüllt mit flüssigem Stahl war eine Probe gmomm«, und der zu dem Ende zur ©eite geneigte Converter sollte Zur weiteren Bearb tu g wieder auf den Blase Apparat gehoben werden. Dies geschieht durch eine fo^ra f Vorrichtung, deren Hahnen ein sogenannter „Klavieriunge bedient, .^rselb 6 il verkehrt und ließ den Behälter, anstatt ihn zu heben sich noch mehr: senken, sodaß^ ganze flüssige Masse, ohne daß natürlich zu deren Aufnahme die bereit war, sich in bte Gießgrube ergoß, dort die Feuchtigkeit des Boden z r Wicklung von Dämpfen erhitzte und unter gewaltiger Wucht nach allen ^"en spritz Von ben in ber weiten Gießgrube beschäftigten Arbeitern verunglückten acht Mann zwei wurden so erheblich verbrannt, daß der Tod sie wohl noch in dieser Nach * ihren gräßlichen Leiden befreien wird; zwei andere erhielten schwere Brandwund
am Madrider Hofe eine weitere Förderung erfahren. Bei dem m voriger Woche im Madrider Königsschlosie stattgefundenen Banket trank König Alphons von Onanien auf die enge Freundschaft von Spanien und Portugal.
Aeutschland.
Darmstadt, 27. Mai. D-m „M°mz-r Tagblatt" schreibt man non hur über in Aufsicht stehende wichtige Personalveränderungen Folgendes. »Wie uns aus glaub, würdig er Qu.Ue mitgeihcili wird, stehen m unseren hohen und HSchst-n Regierungs- Mfen für Die nächste Zett sehr bedeutende Wechsel bevor, 6. h. in den Personen. Wie es b-ttzi will nämlich der bejahrte, aber au» sehr bewahrte Präsident unseres höchsten Gerichts, des Oberlandesgerichts in Darmstadt, Herr Kemps, m den wohlverdienten Pnbeitand treten: sein hohes Älier macht diesen Schritt sehr erklärlich. Schon bei der §iniüb?una unserer neuen Juftizorgantsation In 1879 wollte er zurücktreten und nur ach dringenden Wunsch hochstehender Personen, di- einen Juristen von solcher Tüchtigkeit in wissenschaftlicher, amtlicher und persönlicher Hinsicht an der Spitze unserer @e= rtrfite erhalten wollten verstaub et sich zur llebernahme biesrs fo wichtigen, aber auch °-?an.w°rwngsv°ll-n Postens Sein-Stelle soll, wie es h-ftzt, der seitherige Präsident ber Oberrechnungskammer, Herr Hahn, ^üher Hofgcrichtsdirector, ^^n. Er würbe ersetzt werben burch Herrn Provmzialbtrector Küchler. Dessen Stelle soll ber bisherige Provinzialbirektor von Starkenburg, Herr v. Marquarb Kreisrath in Darm- stabt unb früher in Offenbach, erhalten, wahrenb Herr Usinger, bisher Kreisrath bes Kreises Bensheim, bte letztgenannten Funktionen übernehmen würbe. Zu ber Besetzung btefer hohen unb einflußreichen Stellen in unserer hessischen Regierung würben, rote man in etngeweihten Kreisen erzählt, noch einige anbere sehr wichtige treten Se. Excellenz Miniftertalpräsibent Schletermacher würbe von seinem Amte zurücktreten unb würbe bann btefe, sowie bte burch ben Tob bes Geheimen Staatsraths Meißenzahl erledigte Stelle im Staatsmintsterium neu zu b.setzeu sein.
Arankreich.
Baris. 27. Mat. An 1500 Personen, begleitet von ctroa 1000 Neugierigen, n?rfnmmeltcn sich beute Nachmittag um 2 Uhr auf bem PereLachaise unb begaben sich unter Vorantragung einer rothen Fahne nach den Gräbern ber im Iahte 1871 füsilirten Communarbs, um auf denselben Blumen unb Blumenkronen meberzulegen. Es würben e^nc Reihe von Reben gehalten, bte mit ben Rufen: „Es lebe die Commune, es lebe bte Anarchie!" ausgenommen würben- Verhaftungen haben nicht stattgefunben und auch sonst ist kein Zwischenfall vorgekommen. Zahlreiche Polizeragenten überwachten die Versammlui^^ ^Agence Havas" aus Saigun vom 27. b. M. meldet:
Der Gouverneur fanbte ein Bataillon Infanterie unb Artillerie nach Haiphong unb ergriff energische Maßregeln, um bte Sicherheit in Tonkm zu gewährleisten. Hier herrscht etnmüthig bas Gefühl, baß Hue bombatbirt unb gleichzeitig ein entscheldenber Schlag gegen Tonktn geführt werben muß.
Außkavd.
Moskau, 27. Mai. Der Kaiser hat an ben Minister bes Aeußern, v. Giers, folgenbes Rcscrlpt gerichtet: „Die Macht unb ber Ruhm, bie Rußlanb Dank der Vorsehung erworben, bte Ausdehnung des Reiches unb seine zahlreiche Bevölkerung la sen keinerlei Gedanken au Eroberung Platz greifen. Meine Sorge ist ausschließlich ber friedlichen Entw'ckelung des Laubes, feiner Wohlfahrt unb feinen freundschaftlichen Beziehungen zu den Mächten auf ber ©runbloge ber Verträge unb ber Wahrung seiner Würbe ge- rotbmet Da tch in Ihnen einen zuverlässigen, eifrigen unb von olefen Ansichten bet Leitung unterer internationalen Beziehungen beseelten Mitarbeiter gefunden habe so verleihe ich Ihnen meinen Alexander - Newski - Orden in Diamanten als Beweis meiner Dankbarkeit.?^ Die Ansprache, mit welcher ber Metropolit von Moskau
bm Kaiser begrüßte, als derselbe sich der Kathedrale näherte, lautet also: ^Schr frommer unb erhabener Herr! Dein unb Deiner treuen Untertbanen innigster Wunsch tft nun erfüllt. In kaiserlicher Pracht bdntift Du feierlich ben berühmten Dom Deiner alten Residenz, um, bem Beispiele Deiner frommen Ahnen folgenb, bte sichtbaren Instanten Deiner von dem Allmächtigen verliehenen kaiserlichen Würbe m Empfang zu nehmen unb zugleich bte heisige Salbung, bie für Dein hohes Amt unentbehrlich tft, zu erhalten. Millionen Deiner Untertanen in allen Städten unb Dorsirn Deines gewaltigen Reichs jubeln unb senden Dir zu Deinem Einzug bte tnmgftcn Segenswünsche nach. Die heilige Kirche empfängt Dich mit heißen Gebeten an den Herrscher aller Herrschenden, wir sind des frommen Glaubens, daß mit diesen unseren Gebeten die wirksameren Gebete Deiner frommen Ahnen, die Rußland zu emem Ganzen gesammelt unb geordnet haben, wie auch die Fürbitte der Heiligen ft vereinigen werben, welche die Größe Deines von Gott Dir anvertrauten Reichs vorausgesagt haben. Wir wollen in Demuth hoffen daß bte innigen Gebete ber Gläubigen zum Htmm l empor; steigen zum Throne des Allwächtigten, unb daß durch bie bevorstehende hnsige Handlung der Segen GotteS auf Dich und auf das Dir anvertraute R<ich herabkommen möge. Möge Gott der Allmächtige, in dessen Hand sich bie Schicksale ber Kaiser unb ber Kaiserreiche beftnben, Dich unb Dein Reich m Frieden und Sichet h it erhalten unb Dir Weisheit schenken, auf baß Du Deine Unterthanen gerecht richtest! Möge er Dir Standhaftigkeit unb Kraft verleihen, auf daß Alles sich wende zum Wohl Deiner Untertanen und zur Ehre seines allmächtigen Namens. Gesegnet seist Du, der Im Namen Gottes kommtt" .
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