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Hungen, 27. November. Mit dem 1. Januar 1884 wird auch hier eine Pfennigsparkasse ins Leben treten und damit einem schon lang gehegten Wunsche zahlreicher hiesiger Bürger entsprochen werden. Daß diese segensreiche Einrichtung auch hier reiche Früchte tragen wird, ist sicher anzunehmen und wir wollen hoffen, daß dte drei vorgesehenen Sammelstellen an den Zahltagen recht fleißig in Anspruch genommen werden.
731) lieber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige In eine, oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man. von der Annoncen - Expedition von HAASEJVSTEI5I «fc VOGEjESI iE Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordort, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheüt
empfiehlt in grosser Auswahl: angekleidete Puppen, Wachspuppen in allen Grössen, Puppengestelle in Stoff und Leder, Puppenköpfe in Porzellan u. Wachs,
gefordert, in Empfa Vcrzcigm legitimire
Zuglcic Donnerst Jnteressei die übrig bestimmt
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Gießen Der Re
Lokales.
G Gießen, 28. November. (Sterblichkeit in Gießenfi Die Sterblichkeit war während der Woche vom 18. bis 24. November eine ganz gleiche, wie in der vorauS- gegangenen Woche, eS ereigneten sich wieder 7 Todesfälle. Doch wurden diesmal 5 Kinder betroffen, davon 4 im ersten Lebensjahre. Todesursache bei denselben war: Stimmritzenkrampf, Gehirnentzündung, Lungenentzündung, allgemeine Abzehrung je einmal. Ein Kind im zweiten Jahre starb an Scharlach. Von den Erwachsenen starb eine Person an Delirium und ein Mann, der durch unglücklichen Zufall von einer Maschine ersaßt worden war, an den erlittenen Verletzungen.
Gießen, 28. November. fEtS-Veretn.l Der Winter kommt und wenn auch vorläufig das Wetter merkwürdig mild und warm war, so kann doch über Nacht Frost eintrelen und dte Freunde und Freundinnen des Schlittschuhlaufens haben ein Recht, dir Frage zu stellen, wie steht eS denn mit der versprochenen Eisbahn, was ist biS j tzt geschehen, rote weit sind die Vorarbeiten! Da können wir denn dte beruhigende Mit- iheilung machen, daß dte vöthigen Arbeiten in der Hauptsache vollendet sind und daß es eigentlich nur noch an Frostwetter fehlt! Die Dämme und Schleusen auf den von der Stadt bewilligten Wiesen „hinter den Eichen" sind vollendet. Der Eingang zu der für alle Bewohner der Stadt bequem gelegenen Bahn ist der von der Grünberger Straße neben der Dr. Jett'schen Hofratthe abgehende Weg. Neben diesem Eingang wird jetzt eine Bretterbude für die Garderobe und Restauration errichtet, für dte letztere ist der hier als sehr tüchtig bekannte Restaurateur Stein gewonnen. Das Veretns- abzeichen, das als Erkennungszeichen von allen Mitgliedern auf der Eisbahn sichtbar zu tragen ist, wurde nach einer sehr hübschen Zeichnung des Herrn Gastechntker Bergen angefertigt und wird in diesen Tagen jür 25 Pfg. pro Stück zum Verkauf ausgeboten. D>e E>s-Ord»ung ist beschlossen und mag, da sie für alle Eis-Freunde von Interesse ist, in der Hauptsache hier Platz finden:
1. Dte Benutzung der von dem Verein hergerichteten Eisbahn steht nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern Allen frei, welche sich nach den Bestimmungen der Eisordnung richten. 2. Das Betreten und Verlassen der Bahn darf nur durch den Eingang geschehen und ist das Betreten der die Bahn begrenzenden Staudämme streng untersagt. 3. Die Vereinsmitglieder haben aus der Eisbahn das Veretnszeichen sichtbar zu tragen. Für die Benutzung und dos Betreten der Bahn ist von allen Nichtverelns- mitgliedern, mögen sie Schlittschuhe laufen oder nicht, Bahngeld zu entrichten und zwar von Erwachsenen 20 Pf., von Kindern unter 15 Jahren 10 Pf für jeden Tag. Gegen Entrichtung dieses Bahngeldes wird eine Tageskarte ausgehändigt, die ebenfalls sichtbar zu tragen ist. Bei Concerten wird ein erhöhtes Bahngeld erhoben, dessen Betrag der Vorstand bestimmt. 4. Das Fahren mit Schlitten ist nur bei freiem Eis erlaubt, dagegen bei gefegten Bahnen verboten. 5. Cigarren, Zündhölzchen, Papier und andere Gegenstände dürfen nicht auf die Eisbahn geworfen werden. Zuwiderhandelnde haben den Eiswärtern 25 Pf. zu entrichten, das Betreten der Dämme wird ebenfalls mit 25 Pf. gestraft. 6. Die Mitglieder des Eisoereins sind, sofern sie ihr Vereinszeichen sichtbar tragen, von allen Abgaben auf dem Eise mit Ausnahme der unter 5. erwähnten frei. Mäntel, Stöcke und sonstige Gegenstände hat der Garderobe- roätter denselben ohne Vergütung aufzubewahren, während für An- und Abschnallen der Schlittschuhe jedesmal 5 Pf. zu entrichten sind. Nichtveretnsmitglieder zahlen für Aufheben der Garderobe 10 Pf. 7. Vereinsmsiglteder, deren Vereinszeichen verloren gegangen, erhalten gegen Zahlung von 25 Pf. ein neues. 8. Auf der Eisbahn wird die Kopfbedeckung zum Gruß nicht abgenommen, sondern durch Handanlegen an die Kopfbedeckung oder in beliebiger anderer Art gegrüßt- 9. Etwaige Beschwerden gegen die Eiswärter sind an eines der auf der Eisbahn gegenwärtigen Vorstandsmitglieder zu richten.
Gießen, 28. November. Einen prachtvollen Anblick gewährte gestern Abend zwischen 5 und 6 Uhr der südwestliche Horizont. Fast bluiroih war der Himmel gefärbt. Das seltene Naturschauspiel nahm sich namentlich von der Zahnbrücke phänomenal aus.
— Aus dem Fenster eines Hauses am Neuenweg stürzte heute Morgen ein Zimmermann von hier. Besinnungslos wurde der schon bejahrte Mann nach seiner Wohnung gefahren. Hoffentlich wird der erlittene Unfall keine nachtheilige Folgen nach sich ziehen-
zu äusserst billigen Preisen.
Puppenhüte in allen Grössen, garnirt und ungarnirt, in grosser
Compagnie Zöglinge der Miliimschule empfangen. Die übrigen Zöglinge der Miliiär- schule bildeten bis zur Blöcke der Alcamtaza Spalier. Der Empfang seitens der Bevölkerung war außerordentlich enthusiastisch. Der Kronprinz und der König besuchten zunächst das unter Karl V. erbaute, jüngst restaurirte Schloß Alkazar und beaugenscheinigten besonders den Thronsaal. Sodann begaben sie sich in die prachtvolle Kathedrale, wo der Kardinalerzbischof sie empfing und zu den Kunftschätzen und Kost« Bat teilen geleite te. Hierauf wurde die Waffenmanvfeeiur besucht und unter den Augen des Kronprinzen mehrere Prachtstücke von Waffen hergestellt. Das Wetter tft prächtig.
— Nach Meldungen hiesiger Blätter ist eine Verschwörung auf den Philippinen gegen die spanifche Regierung entdeckt worden. Gegen 20 Personen sind verhaftet und koropromitiirende Schriftstücke beschlagnahmt. Unter den Verhaftete» sind 3 eingeborene Ofsiciere. 3 Advokaten, 2 Priester.
Petersburg, 27. November. Aus Rostow am Ton werden vier Grad Wärme gemeldet. Die Donaumündung ist noch passirbar. Das Azowmeer ist offen.
Konstantinopel, 27. November. Ein oifieielles Kommunique bez-ichnet die Nachricht, daß der sogenannte Mahdi im Sudan 300,000 Mann befehlige, als absolut falsch. Schon ein Blick auf die Landkarte genüge, die Unmöglichkeit einer solchen Armee darzuthun. Nur Schwierigkeiten des Terrains und Klimas verzögerten die Unterdrückung der Jniurrection.
Kairo, 27. November. Die Regierung richtete eine Note an die Generalkonsuln, worin sie erklärt, tu dem Status quo des Suezkanals könne nach dem rechtlichen Gutachten keinerlei Veränderung ohne eine neue Coneession der egyptffchen Regierung etatreter.
— Der Khedive nahm heute die Revue über die Truppen ab, welche morgen nach Suakim marschiren sollen. Diesen sollen am Donnerstag und SamStag wertere Abtheilungen folgen.
— Nach hier eingegangenen Meldungen ausMgier und Tripolis sollen daselbst Abgesandte des Mahdi eingetrosien sein.
Newyork, 27. November. Der Jahrestag der vor 100 Jahren erfolgten Räumung Newyorks von den Engländern ist heute mit einem großartigen Umzuge zu Lande und einer Parade der Schiffe feierlich begangen worden; außerdem ist aus dem gleichen Anlaß heute die Statue Washington's enthüllt worden.
Soebei Buchhaiü
Ver
Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligungen, Stellen-Vakanzen etc. werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlanfenden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Roßmarkt Nr. 3- 7810
Worms, 24 Novimber. Das Lutherfiflspiel Hai auch in finanzieller BcMu ein sehr befriedigendes Ergebniß geliefert, so daß die von hiesigen Einwohnern zeichneten Garantlescheine in keiner Weife in Anspruch genommen werden Die sammteinnahme (einschließlich der 4 Bolksvorst-llungen) betrugen ca. 24,000 Jt, wöbrenh die Ausgaben, welche zwar bedeutend sind, um mehrere tausend J4 hinter ooiaet Rnt>r Zurückbleiben werden. 0 ,1
Holzhausen v. d. H. Gelegentlich der Kirchweihe dahier wurde am 19 r« auch ei» Schubkarren-Wettrennen abgehalten. Ein- ungeheure Menschenmenge zusammengeströmt au5 den Nachbarorten, um diesem hier felieuen Schauspiele b-sin- wohnen, das an anderen Orten, namentlich aber tm Auslands (Belgien) zu den d,- liebteften Volksbelustigungen gehört- Es fanden 3 Rennen statt; daß cs dabei an heiteren Episoden nicht fehlte, braucht wohl kaum bemerkt zu werden.
Eppstein, 22. November. Im Tunnel der Limburger Bahn dahier entfprana heute ein Sträfling, welcher geschlossen von Diez nach Frankfurt verbracht werden sollte, aus dem Coupefenster der Eisenbahn. Obgleich der Zug hielt und der begleiten^ GenSdarm sich auf die Suche begab, war von dem kühnen Springer nichts mehr 11$ entdecken. ’
Hanau, 25. Nov-mber. In der Nacht von Samstag auf heute stürzte der um 10 Uhr am Steueramts-Gebäude aufziehenoe Patrouilleurposlen in den Mainkanal und ertrank. Ungefähr um ll3/« Uhr vernahm der in der Nähe befindliche Bahnwärter in. rascher Reihenfolge sich wiederholende Hülferuse; als er jedoch an das User des Canals eilte, gestattete ihm die Dunkelkeit nicht, dem Unglücklichen Hilfe zu bringen. Als um 12 Uhr die Ablösung eintraf und den Posten nicht vorfand, wurden zwar sofort Nachforschungen angestellt, jedoch ohne Erfolg; erst heute Morgen wurde die Leiche gefunden. Der verunglückte Soldat ist ein Westfale und stand bereits im 3. Dienstjahre.
— Die heurigen Hosjagden in der Colbitz-Letzlinger Haide sind am Freitag und SamStag von Sr. Majestät dem Kaiser und Könige abgehalten worden.
Unter den zahlreichen Gästen befanden sich Ihre Königlichen Hoheiten der Groß- herzog von Hessen und bet Rhein, die Prinzen Wilhelm von Preußen und Augun vvn Württemberg, dte Herzöge von Ratibor und Manchester, der regierende Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode und Fürst Anton Radziwill.
Beständigen RegenS unerachtet ward die Jagd am Freitag nicht abgebrochen und lieferte eine in der Oberförsterei Letzlingen (Oberförster Salomon) im neu ob- gestellten Jagen am Stämm-Sohl mit der Ftndermeute angelegte Suche 142 Sauen, das nach dem Dejeuner im Dahrenstädt der nämlichen Oberförsterei gehaltene Lappl jagen 17 Hirsche und Rothipfißer, 17 Stück Rolhwild, 61 Schaufler und 181 Stück Damwild.
Erfreulicher Weise regnete es sich Freitag Abend ab und brachte ein leichter Nachtfrost für Sonnabend ein Wetter, rote es schöner nicht gedacht werden kann. Die Jagd begann daher auch bei herrlichem Sonnenschein pünktlich um 10 Uhr Vormittags mit einem tm Jagen 134 der Oberförsterei Colbitz (Oberförster Zinnius) durch Lapp-, verflügelnng gesicherten freien Treiben und endete um 2 Ubr Nachmittags mit bet Strecke des am Mittelbusch der Obersöisterei Planken (Oberförster Bekuhrs) abgestelliea Lappjagens.
Ersteres lieferte 39 Schaufler und 58 Stück Damwild, letzteres 1 Stück Roib- wild, 58 Schaufler und 163 Stück Damwild.
Die Gesammtstrecke beider Tage ergibt sonach: 17 Hirsche, 18 Stück Rothwilb, 158 Schaufler, 402 Stück Damwild und 142 Sauen; zusammen 737 Stück Hochwib.
Hiervon streckten Sc. Majestät der Kaiser und König: 7 Hirsche, 7 Stück Rotbwild, 50 Schaufler, 21 Stück Damwild und 27 Sauen, zusammen 112 Stück Hochwild.
Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein: 4 Hirsche, 3 Stück Rolhwild, 21 Schaufler, 23 Stück Damwild und 9 Sauen, zusammen 60 Stück Hochwfld.
Se. Königliche Hoh'it der Prinz Wilhelm von Preußen 2 Hirsche, 4 Siück Rothwilb, 18 Schaufler, 34 Stück Damwild und 27 Sauen, zusammen 85 Stück Hochwild, und
Se. Königliche Höhest der Prinz August von Württemberg 8 Schaufler, 16 Stück Damwild und 8 Sauen, zusammen 32 Stück Hochwild.
Der Oberst-Jägermeister Fürst von Pleß führte die Jagd unter Assistenz be8 Hof-Jägermelsters vom Dienst. Freiherrn von Heintze, sowie des Ober-Forstmeistns Schultz und des Forstmeisters Cochius.
— (Vaterländische oder Regie-Cigarren?j Als der Kronprinz am verflossenm Samstag Berlin auf der Reise nach Spanien verließ, mußte er bald seinen Salonwagen räumen, um ihn wegen des starken Tabakkqualmes lüften zu lassen. Und das ging so zu. Trotz aller Vorbereitungen hatte man Cigarrenvorräihe vergessen und die wenigen vorhandenen waren bald verraucht. Auf einem der Bahnhöfe, die man passirt« — welcher, wollen wir nicht verratheu — wurden nun in aller Eile Cigarren eingekauft, das Stück zu 20 Pfennige, die beste Sorte, welche vorhanden war. Ihre Wirkung war b-e oben beschriebene furchtbare. Man behauptete, der patriotische Bahnhofs-Restaurateur hielte Straßburger Regie-Cigarren und der Kronprinz habe die Sorte nun aus eigener Anschauung würdigen gelernt.
— (Der ©tuttaarter Raubmord.j Aus Stuttgart, 24. November, wird geschrieben: In der Raubmord-Affaire sind leider bis zur Stunde keine Spuren der entwichenen Mordgesellen zu verzeichnen. Gestern wurde der tödtlich verwundete Oettinger febr schwer operirt, denn ein Schädelbruch von der Größe eines silbernen Fünsmarkstücks mußte gehoben werden, um den Druck auf das Gehirn zu beseitigen; dadurch trat allerdings eine momentane Erleichterung beS Zustandes ein, allein es fragt sich, ob unter der bloßgelegten harten Hirnhaut keine Blutaustrctungen vorhanden sind oder in deren Umgebung. Es ist zu verwundern, daß bet der Schwere und Formation der Instrumente nicht der sofortige Tod Oettinger's cintrat. Zwei der Mordwaffen sind mit Blut befleckt, die beiden anderen tarnen gar nicht in Action. Das zweite Opfer des Raubanfalls, Bankier Heilbronner, befindet sich auf dem Wege der Herstellung.
Alle Sorte» Farbe», trocken und auf das Feinste in Oel gerieben, wie überhaupt alle zum M streichen re. erforderlichen Artikel kauft inan gut und billig bei
Alle die, welche Es der Bibliothek des verstorbenen Prof. Dr. W. Clemm Bücher entliehen haben, werden höflrchst ersucht, dieselben baldigst an den Unterzeichneten zurückzugebsn.
Zur V< bei der erforderlic ca- 314 Subinisfio 3. Dem« in deren B bedingung gelegt sin!
Gießen Gro
Zur Se: beu bei de ungelegten Jahres fc Termine f
Dienst Mttwi Domiei Samst Dienst Mittw! Sonne: Samst Dienst Mutn» Sonne: Samst Sonne Samsi Monta
o ££ mit und ohne Frisuren,
Arme, Beine, Schuhe, Strümpfe etc.


