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erfo(qt ist und in Bulgarien spielen die russischen Agenten ihre, wenn auch sehr zweifelhafte Rolle, weiter, mit welchem Endersolg, dürfte sich hier in naher Qait rbiaen.
In Central-Asien sind wieder Unruhen ausgebrochen. Unter Leitung des bekannten Mollahs (Oberpriesters) Mushki Alum hat sich der kriegerische Grenzstamm der Ghilzais gegen den Emir von Afghanistan, Abdur Rhaman, empört. Der Aufstand kann bei der Unzuverlässigkeit der übrigen Grenzstämme leicht bedenkiche Folgen für die Herrschaft des Emirs haben.
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absoluter Unterwürfigkeit empfangen wurden. Die französischen Bevollmächtigten bättsi einen Vertragsentwurf vorgetegl, welcher Zahlung der Krtegsemschäd'gung, sowie Besetzung des Forts Hue bis zur völligen Zahlung verlange. Ferner sollen die ana- mittschen Truppen in Tonking zur Disposition Boneis gegen die schwarze Flagge gestellt und das französische Protectorat mit neuen ausreichenden Garantien bestätigt werder Die Depesche spricht die Hoffnung auf prompte Lösung der Tonktnfrage aus
London, 27. August. Nach einer Meldung aus Batavia von heute Mittaa haben tn der vergangenen Nacht auf der vulkanischen Insel Krakatoa, zwischen Sumatra und Java, furchtbare Eruptionen stattgehabt, welche bis Surakarta (Java) gehört wurden. Der Aschenregen fiel bis Tjeribon (Java), die Feu?rerscheinungen waren in Batavia sichtbar. Serang (Java) ift vollständig tn Dunkelheit etngehüllt, von der Eruption ausgeworfene Steine sind dort ntedergefallen. Auch in Batavia herrschte fast vollständige Ftnfterniß, alle Gaslampen waren gestern Abend verlöscht. Der Verkehr mit Anjer (Java) ist unterbrochen, man hegt Befürchtungen für diesen Ort. v
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Gießen, 28. August. Der D'eb, welcher Sonntag Nacht im Wartesaal 1. El einen Koffer gestohlen, wurde heute Nacht verhaftet, als er tm Begriff war, per Babu abzufahren. Er hatte den Koffer bereits um 5 JL versetzt.
Oesterreich.
Budapest, 27. August. In Zagla-Egerszeg ist die Ruhe seit gestern ungestört. Gleichwohl gährt es tm ganzen Comitate. Der Vicegespan tritt mit großer Energie auf. Die Regierung entfaltet beträchtliche Militärmachtmittel. In 11 Dörfern, welche das Tumultantencontingent gestellt hatte, begann die Comitatsbehörde heute die Untersuchung. In einem Berichte an den Minister Tisza spricht der Vicegespan die Heber? zeugung aus, daß nach dem Geständnisse Verhafteter und sonstiger Anzeichen zufolge die Tumulte systematisch und planmäßig vorbereitet waren. Er halte die Fäden bereits in der Hand und werde selbe bis zum Urheber verfolgen. In der Stadt Keszthely wurden Ruhestörungen versucht, doch beugte die Bürgerschaft vor, indem sie 15 Krakehler verhaftete. Auch tn Groß-Magendorf, einem angesehenen Marktflecken des Preßburger Comitates, brachen gestern Tumulte aus, tn denen die Juden geschädigt und mißhandelt, sowie eine Amtsperson durch Messerstiche tödtltch verwundet wurde.
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Telegraphische Depeschen.
Wolst'S telegr. Correspondenz-Bureau.
Berlin, 27. August. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung den Handelsvertrag mit Spanien einstinunig angenommen und seine Zustimmung zur vorläufigen Inkraftsetzung ertheilt.
— Der „Reichs-Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des Erzpriesters Wownatsch in Glogau zum Ehrendomherrn an der Kathedrale in Breslau.
Kisflngen, 27. August. Die aus München hier eingetroffenen Minister v. Lutz und Baron Crailsheim folgten einer Einladung des Fürsten Bismarck zum Diner.
Fulda, 27. August. Se. K. K. Hohert der Kronprinz besichtigte heute früh hier das 32. Infanterie-Regiment und begab sich hieraus nach Alsfeld, um das 95. Jnsanterie-Regünent und nach Salzschlirf, um das 6. Ulanen- Regiment zu besichtigen. Um l’/4 Uhr beabsichtigt der Kronprinz hierher zurückzukehren, Nachmittags 3'/» Uhr erfolgt die Rückreise nach Berlin.
Wien, 27. August. Der Kaiser stattete gestern Abend der electrischen Ausstellung einen siebenvierlelstündigen Besuch ab. — Dem gestrigen kaiserlichen Familiendiner wohnte der König von Rumänien bei.
Wien, 27. August. Der König von Rumänien ist heute Nachmittag 3Vz Uhr abgereift, nachdem derselbe zuvor den Besuch des Kaisers empfangen hatte, welcher den König nach dem Bahnhof begleitete. Am Vormittag empfing der König den Minister des Aeußern, Grafen Kalnoky, in einer Audienz, welche etwa eine Stunde dauerte und verlieh demselben das Großkreuz des Sterns von Rumänien. Bei dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe gab der König seine. Karte ab und verlieh auch mehreren Hofwürdenträgern Ordensauszeichnungen.
— Die „Wiener Abendpost" ist in der Lage, die Meldung eines W euer Blattes, wonach die Stellung des Statthalters von Dalmatien, Baron Jwanovich, erschüttert sei, als vollkommen erfunden zu bezeichnen.
Pefth, 27. August. Nach hier eingegangenen Mittheilungen haben in Zagla- Ezcrszeg Ausschreitungen gegen die Juden stattgefunden, welche bereits am Donnerstag begannen und an den folgenden Tagen sich dermaßen steigerten, daß das Militär e nschreiten mußte. Da auch die Excedenten mit Gewehren bewaffnet waren, gab es auf beiden Seiten Todte und Verwundete. Die an dem Eigenthum angerichtete Verwüstung wird als sehr erheblich geschildert. Gestern sollen die Bauern von Zagla- Egerszeg und Umgebung einen neuen Angriff auf die Juden und das Militär gemacht und peg.-n 20 Soldaten gelobtet ober verwundet haben. Auch in Csurgo und Keszthely kamen Ausschreitungen gegen die Juden vor. In Groß-Kanisza fanden nur unbedeutende Zusammenrottungen statt, die durch die Polizei und durch Dragoner auseinander gesprengt wurden.
— Gestern hat auch im Zagoriengebirge (Kroatien) eine Bauernrevolte statt- gefunben; bi- Bauern rissen die Wappen herunter, weil sie die ungarische Krone nicht anerkennen wollen. Der Gemelndenotar in Maria-Bistritza, der bort'ge Gemeinde- üorftanb und ein Gensdarm wurden schwer verwundet, vier Bauern geobtet Es geht das Gerücht, baß die aufrührischen Bauern den ComitatSleiter gefangen genommen und nicht eher freigelassen hätten, als bis derselbe eine Art Revers unterfchrieben habe. Da eine Erneuerung her Unruhen befürchtet wird, sind Infanterie- und Cavallerie- Abtbeilungen, sowie Gensdarmen schleunigst von Agram nach den betreffenden Orten abgesendet worden. Gleichzeitig wurde in den aufrührischen Bezirken das Standrecht proklamirt. Die tn Agram anwesenden Abgeordneten der Nationalpartei treten morgen Zu einer Berathung über die Unruhen im Distrikt Zagorien zusammen.
Paris, 27. August. Es heißt, daß die nach Tonking abzusendenden Verstärkungen etwa 1500 Mann betragen würden. Die Einschiffung wird vom 10. bis 20. September stattfinden.
. — Gestern fand in Besongon in Folge Rechwrngsangelegenheiten ein Zusammen-
UoB zwischen der französischen Bevölkerung und Italienern statt, wobei mehrere Schüsse ivurben^ verhaftet" '^utorit5t bc§ Maires wurde nicht anerkannt. 50 Italiener fSrtrmnZk 7^"^" veröffentlicht eine ihm mitgetheilte Privatdepesche, wonach Harmand und Champeaux am 23. August in Hue vom Könige mit allen Zeichen
Vermischte-.
Oppenrod, 27. August. Bürgermeister Johannes Petri I. wurde bei btt heutigen Bürgermeisterwahl trotz aller Agitationen einstimmig wiedergewählt.
Offenbach, 25. August. Als unser Großherzog beim Verlassen unserer Stadt am Mittwoch sich noch tm Bebraer Bahnhof durch ein Gläschen Bier erquickte, be. merkte er das Fehlen seiner Cocarde an der Mütze. Er bat einen höheren städtischen Beamten, er möge ihm doch eine solche besorgen und beeilte sich Letzterer, den Wunsch des hohen Herrn zu erfüllen. Er lief zum Bahnhof hinaus und dachte wahrscheinlich daran, woher er am raschesten eine Cocarde herbekommen solle; da kam ihm ein Zollbeamter in den Weg und kurz entschlossen riß er ihm bte Cocarde von der Mütze, ohne den Grund anzugeben Der Zollbeamte war darob ganz verblüfft und erst später sollte er erfahren, welche Ehre seiner Cocarde widerfahren.
Darmstadt, 25. August. Heute Mittag kurz nach 2Uhr brach in dem Stände- haus, und zwar in dem Bureau erster Kammer, Feuer aus, das indeß bald gelöscht werden konnte. Vermuthlich liegt eine Unvorsichtigkeit der bet Einführung der Gasleitung beschäftigten Arbeiter vor. Die Gefahr war bei der schlechten Bauart der mit Acten vollgepfropften Räume immerhin keine unbedeutende.
Bensheim, 24. August. E ne Frau, bte ihr 6 Monate altes Bübchen in feinen Wagen gelegt hatte, um sich anderweit zu beschäftigen, wurde plötzlich durch lautes schmerzliches Aufschreien ihres Kindes aufmerksam gemacht. Zu ihrem größten Schreck mußte sie sehen, wie sich eine halb ausgewachsene Katze zwischen die Schenkel des kleinen Wesens gelegt und die unteren Thetle des Leides so stark angebiffen hatte, daß das Blut davon floß. Man sieht hieraus, wie gefährlich es ist, Katzen ohne Aufsicht bet kleinen Kindern zu lassen, da sogar schon Fälle vorkamen, wo sich diese Thier«' auf die Gesichter schlafender Kinder legten und so den Erstickungstod derselben her- beiführten.
Mainz, 25. August. Die Kerkerthüren des hiesigen Gefängnisses haben sich gestern einem Manne geöffnet, der wegen einer Reihe von Widersetzlichkeiten und Jn- subord'nat oucn von dem Kriegsgerichte zu der schrecklichen ©träte von 22 Jahren Gefängniß verurtheilt worden war. Der Verurtheilte, der Elsässer Gräf auS Colmar, stand hier bei d.n Husaren und hat bereits 9 Jahre tm Gefängniß zugebracht. Schon dreimal wurden Gnadengesuche an den Kaiser gesendet, doch abschlägig beschieden. Durch die lange Hast wurde aber die Gesundheit des Verhafteten auf das Aeußerste erschüttert und in Folge dessen nochmals ein Gesuch um Entlassung aus der Hast ab- gefenbet. Dem Gesuch wurde ein Gutachten der Medicinalbehorde beigelegt des Inhalts. daß nur durch eine Entlassung aus dem Gefängniß das Leben des Mannes erhalten bleiben könne. Auf Grund dieses Gutachtens wurde gestern Nachmittag der Gefangene temporär — hoffentlich vielleicht für immer — aus der Haft entlassen. — — Bei dem gestern Abend zu Ehren des Namenstags des Großherzogs abgehaltenen Fackelzug hat sich leider der Janhagel wieder in ganz ungezogener Weise benommen. Im Gedränge grtff_ eine Anzahl unbekannter Civilpersonen nach dm Gewehren der den Zug begleitenden Solbaten, um diesen die Waffen im Durcheinander zu entreißen; einer der Officiere erhielt sogar von rückwärts einen heftigen Stoß in die Seite, machte deßhalb sofort Kehrt und hieb mit seiner Waffe dem Thater über den Kopf, worauf der Getroffene tn der Menge verschwand. Um sich vor ferneren Insulten zu schützen, mußten die Soldaten das Seitengewehr aufpflanzen. Es läßt sich nicht verwundern, wenn bet solchen Rohheiten die Soldaten schl eßlich von ihrer Waffe Gebrauch machen. (F. I )
Worms, 24. August. Der Schnellzug Nr. 26, welcher um 10 Uhr 50 Mtt. Nachts hier abgcht, überfuhr am Uebergang Nr. 4 in der Speyererstraße gestern ein Fuhrwerk Als der Zug dahersauste, befand sich das Fuhrwerk in schräger Richtung auf dem Uebergang, wodurch ein Pferd erfaßt und getötet worden ist, während bc3 zweite Pferd, sowie der Fuhrmann und der Wagen, welcher mit Weinfässern beladen war, unversehrt geblieben sind. Das Fuhrwerk gehört Philipp Mittler in Bensheiv. Der Dienst em Uebergang wurde durch einen Abloser versehen, welcher die Barrieie vorher nicht geschlossen hatte.
Frankfurt, 26. August. Einem schweren Unglück ist heute Nacht der »li Nordhausen cursirende Berlin-Frankfurter Schnellzug noch glücklich entgangen Zwlschei Hettstedt und Sangerhausen brach plötzlich die vordere Achse der Locomotioe mitte, entzwei. Nur dem Umstande, daß der Zug wegen starker Steigung an dieser Stele gerade langsamer fuhr, ift es zu danken, daß kein größeres Unglück eintrat. D« Zug traf infolge dessen mit zwei Stunden Verspätung hier ein. In demselben befaiö sich auch der Minister Maybach, der nach seiner Ankunft im „Frankfurter 8y>v hier abstieg.
As chaff enburg, 23. August. Am gestrigen Tage besuchte der Kronprinz de? deutschen Reiches, mit Gefolge von Hanau kommend, unsere ehrwürdige St'ftskirH!, eine der ältesten Kirchenbauten Deutschlands, von Herzog Otto I. aus dem sächsisch« Katserhause tn den Jahren 970—982 erbaut, deren 900jähriges Jubiläum wir na* ihrer glücklich beendeten Restauration im Mai vorigen Jahres gefeiert haben. hohe Gast weilte über eine Stunde in der Kirche und unterzog den herrlichen Bau uv» dessen Kunstdenkmäler einer eingehenden Würdigung. Besonders nahmen die uiiteinem Ahnen seines hohen Hauses, dem Kurfürsten und Cardinalerzbischof^ von Mam- Albrecht von Brandenburg, in Verbindung stehenden drei Kunstdenkmäler, Er-guir von Peter Vischer und dessen Sohn Johann in Nürnberg, seine Aufmerksamk-it « Anspruch, der Baldachin nämlich mit dem Schreine der heiligen Margaretha in ersten Capelle des linken Seitenschiffes, von dem Erzbischöfe an unsere Kirche geschen^ dann das Reliefbild dieses Kirchenfürsten selbst und die Madonna an der rechten ur» linken Wand des Chores, l tztere gleichfalls ein Geschenk des hohen Gönners umeci- Kirche. Außerdem fesselten den Kronprinzen die beiden kunstvollen Rittergestalten den obersten linken Pfeilern des Basilckabaues des Hauptschiffes und der siine l^rzg»? daneben, bet welchem er sich Notizen und Zeichnungen machte, sowie der Kanzelkörper mit Alabastergebilden besonders den Blick des hohen Herrn- Dara i besichtigte derselbe bte Kunstschätze in der Sakristei der Kirche, das auf Pergame m geschriebene M'ffale und Passionale seines erlauchten erzbischöflichen Ahnen mtt.»am- verzierungen und Gemälden von Glockendon und einem Originalkupferstiche von Awr a Dürer, das in einem abgebrochenen Altar aufgefundene alte Schachbrett aus oem - oder 13. Jahrhundert, ein Unfcum der Kunstwelt, die Stola des heiligen Bst Martinas in einem Kästchen von Elfenbein, das frühere Capitelkreuz aus Silber uio Bergkrystall, sowie die beiden Büsten des heiligen Petrus und Alexanders l . w. Patrone der Kirche, nebst der alten herrlichen gothischen Monstranz Meisterwerre Goldschmiedekunft aus dem 15. Jahrhundert, von einem FrankfurterKünftler va Dirmstein gefertigt. Nachdem der hohe Gast sodann noch den romanischen Kreuzg , der Kirche beschritten und Photographien (aus dem Atelier des Herrn Sampater vay.ci, wie die Hauptkunstdenkmäler an sich genommen hatte, verließ er dieselbe, feine Befriedigung über das Gesehene und die gelungene Restauration aussprechend un bedauernd, nicht Zeit zu haben, alles tm einzelnen nach Verdienst hEschauen würdigen zu können. Bet diesem Rundgange durch die Kirche hatten wir Gelege o - das tiefe Kunstverständniß des hohen Besuches zu bewundern, dessen Blick immer l auf den hervorragenden Kunstgegenständen hasten blieb. Dieser Tag wird uns ehrwürdigen Stiftskirche und ganzen Stadt um so unvergeßlicher bleiben, als un zugleich des freundlichen, liebevollen und leutseligen Benehmens des hohen Her
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Deutschland.
Darmstadt, 27. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Seine Königliche Hoheit der Erbgr oßherzog, sowie Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzessinnen Victoria, Elisabeth, Irene und Alix begaben Sich gestern von Jagdschloß Wolfsgarten aus, Ihre Königliche Hoheit die Frau Prinzessin Carl von Darmstadt aus nach Langen, um der Emweihungsfeier der dortigen neuen evangelischen Kirche beizuwohnen. Die Allerhöchsten Herrschaften wurden bet der Ankunft mit lebhaften Hochrufen empfangen und durch die Ueberreichung von Bouquets erfreut. Bei Gelegenheit der Uebergabe des Schlüssels zur Kirche Seitens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs an den Superintendenten erklärte Seine Königliche Hoheit, daß Er hiermit zugleich Langen in den Rang einer Stadt erhebe. Ihre Großherzogliche Hoheit die Prinzessin Victoria hatten die Gnade, ein Kind des Oberförsters Engel, welches in der Kirche die heilige Taufe empfing, über das Taufbecken zu halten. Nach Beendigung der kirchlichen Feier kehrten bte Herrschaften nach Wolfsgarten zurück.
Berlin. Die Folgen der letzten Pariser Möbelarbeiter - Strikes erweisen sich für dessen Urheber als wahrhaft unheilvoll. Nachdem die Werkstätten wieder auf; gingen, mußte die Wahrnehmung gemacht werden, daß die auswärtigen Concurrenten es verstanden hatten, das Wasser auf ihre Mühle zu ziehen. Nicht genug, daß die Commisssionäre für Brasilien, Rußland, Egypten und sogar Italien ihre früheren Aufträge abbeftellt hatten, es zeigte sich bald, daß Frankreich selbst massenhaft mit fremden Produkten versehen worden war. Die mit belgischen und namentlich mit deutschen Fabrikanten angeknüpften Beziehungen dauern auch jetzt noch fort und es hat nicht den Anschein, als ob das Faubourg Saint-Antoine so bald wieder feine alte Kundschaft zurückerobern werde.
— Der Effektivstand des italienischen Heeres wird binnen Kurzem eine Vermehrung durch Neusormattonen erfahren. Den bestehenden 10 Berfaglteri-Regimentern treten zwei neue hinzu, das 11., mit Garnison in Caserta, und das 12, mit Garnison tn Verona. Auch die Cavallerie erhält einen Zuwachs um zwei Regimenter, das 21. in Padua und das 22. in Brescia. Die bezüglichen Decrete werden zum 16. September erwartet.
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