Ausgabe 
29.7.1883 Zweites Blatt
 
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(Pom Hofe Nassr Edtn's.) Die bekannte Reiseschriftstellerin TOnhnm* (Xav-i« ^7*nah e,n<§ ffanzösischen Diplomaten), raubt Denjenigen

welche den Perser-L>chah Rassr-Edtn seiner europäischen Reisen wegen etwa für einen von der Cuttur beleckten Fürsten hielten, jegliche Illusion. Die Verfasserin erläblt in ihrem bet Charpentter aufgelegten MerleHommes et chosesenKJ«!eiÄethe c!?""cr^r Geschichtchen, welche darthun, daß derReformator" Rassr-EdlN ein orientali­scher Despot nach der Schablone ist. Während feinererften%efli«u7iiaTnhJ?t 1« erzählt Madame Serena tauchte in Persien eine religiöse Se te a^, jene der ^Babi« exne Art p-rsischer Baptisten, die ihren Jan von Leyden (Poab, nach welchem dieSe te genannt wird) batten und gegen welche die Truppen des Schahs in offener ^eldscklacht kämpften, bis sie endlich unterlagen. Die Führer wurden in Ketten nnrfi TdJer/n Fracht und erduldeten Die fürchterlichsten Folterqual n. Unter ben bei $o*fhcrfun? ^desurtheile ^"gewandten Methoden war eine der beliebtesten, daß z. B einzelne der Cectlrer von oben bis unten in zwei Stücke gespalten und die also bnIIhMpnE

Schaustellung auf Pflöcke aufgespießt wurden. Die Hinrichtungen der J Teheran; b.s dahin waren die DeUnquen^

ÜP <£c8 unb In s^ner Anwesenheit erdrosselt, gespießt oder geköpft worden. Eines Tages als der russische Gesandte den Schah aufsLchte um etnewtckttae ^fOMatische Angelegenheit zu besprechen, wurde die Conferenz durch fürchterliches Wehegeheul un erbrochen und zwei halb erdrosselte Verurtheilte stürzten, mit d?m Strick um den Hals, in den Saal und baten um Gnade. Um derartige Störungen ru ner- ?Ten' St1?.?!. DOnf*?f£? die Hinrichtungen gewöhnlich außerhalb des Palastes voll­zogen. Ab und zu freilich waltet der Henker auch jetzt noch im Dalast seines a a noch mehr: Nassr-Ed.n selbst legt manchmal di/Hand ans Werk So tödtttt er

U.nb bW! bem Großmzir, einen zweiten Angehörigen dieser Secte in seiner Gegenwart zu köpfen. Der Großoezir, der nicht allein als Denker Men wollte ließ bald darauf, da ein Attentat gegen den Schah entdeck worden die schuldigen durch die höchsten Staatswürdenträge?, MinisterKammerherren u s m "O^zogen willig das L>charfrichteramt. Daß die europäische Reise die Anschauungen des Schah nicht im Geringsten geändert hat, beweist folgender von Frau Carla Serena erzählter Vorfall, der sich vor vier bis fünf ^abren mtrm ' «Salten'1 at§§ rolcfbf£r cfnmüt[- mlc üblich, feit Monaten feine Löhnung

n- t r. r 'w Begriff war, seine zweite europäische Re.se anzutreten 01 Jje b£^cn Rutsche und baten, man möge ihnen wenigstens eine Anrabluno

Der Kri-gsminisi°r brachte dem Souoerän dttMetnunabe" b"/aVmen Teufel beabsichtigten ein Attentat. Sofort ließ Rass«-Edin eine 9in mH hprfpftipn fn0^a enr\Unb f0! ^C<nen ^U0en erwürgen; bann setzte er ruhig seine Rnse fort Erst h U W°n bem ?^Derftänbni6 unb verorbnete, daß den Familien der C n< au^ kosten des Kriegsmtnlsters ausbezahlt werde. Ein

°nbsLey^a ?^r,?er wit seinem Polizeipräfecten nicht zufrieden- er lieft ibn

Kovs Fdacke?^^.? 1878 - ins Palais rufen und ihm auf der Stelle den

s, ?^{t dieser Grausamkeit paart sich bet dem Despoten Persiens eine fr?ediaen h"6 Derfte% c§' dieselbe auf ziemlich originelle Weise zu be-

fftr ?an^ llmgebung weiß, was es zu bedeuten hat, wenn seine Majestät

rntf ^fnpn M0Cnbln ?a9 cinen besuch im Bazar ankündigt. Da geht Rassr Edin

bClHb>?CF kQur<?l.annr^ unb sagt demselben:Wir wollen heute zusainmen

HöflMg Minister u rtCL?Cr, ^ab in dem Laden nieder und wehe dem

n er r/ J" ni(b* etnfande, um irgend etwas aus den Händen

hr^Piti^p1?? Natürlich fordert der kaiserliche Verkäufer für Gegenstände

sLfer mit®flhP?nrnflrfbrhCn'm>(aU enbr unb taufenbe Don Kraus (Francs), w-lche der böser Saffe=" in $tu§fi»t Cr£flen m6'eiÜ sonst Ungnade und oi-8-icht gar Schah Mui-d^^^U^°?n-?rs"zr'?ö?-^ Kaufmann, in dessen Laden der ~ JWe!>ertS^CIuIl0 lwn Christen.) DieRorth China Dally News" bringt folgenden^Bericht über eine Christenmetzelei, welche in Punnan am 14. April statt- «

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