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Wieseck,

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soll

Wilhelm Klee,

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Gg. Wilh. Weidig,

Herrn F. Gros, Gießen, Ludwigsplatz 6.

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Ph. Möser, ]

Joh. Kreiling, > Ludw. Mank, J W- Rtebel, Gießen,

DaS gestrige erste Concert der spanischen Studenten in den Garten-Anlagen dev Hotel de belle vue war ziemlich besucht. Die Witterung war für ein Garrencorrcerr relativ kühl, doch blieb man von dem vorübergehend drohenden Regen verschont. Die Eftudiantina Espannola zählt 1516 Mitglieder und zwar, will man sie semesterweise classificiren, vom Fuchs bis zum bemoosten Haupt- Die dunkeläugigen Söhne des Südens fanden eine sehr warme und liebenswürdige Aufnahme beim Publ tum bezw. bet hiesigen Commtlitonen (Corpsftudenten), wie auch der Universität^ Curator ihnen lebhaftes Interesse entgegenbrachte. Die Gäste erschienen in altspanischem Nattonal- Costüm, den Mantel malerisch über die Sammijacke geschlagen. Sie boten tn ihrer schwarzen Tracht einen interessanten Anblick- Ihr Programm bestand durchweg aus National-Tänzen, die mit ihren, zum Theil eigenartigen Instrumenten außer Violine, Flöte, Guitarre und Triangel waren Mandoline bezw- Bandurra, sowie kleine Tamdourine vertreten ousgeführt wurden. Die Handhabung der Instrumente ging theilwetse über den gewöhnlichen Dilettanismus hinaus und leisteten einzelne Mitwirkende Voi- zügliches. Was der fremdartig klingenden Musik einen besonderen Reiz verlieh, war der bestrickend weiche, süßliche Zusammenklang. Häufig piano resp. pianissimo gehalten, eigneten sich die Concertstücke allerdings besser für den Concerisaal wie für den Vor­trag im Freien. Die einzelnen Nummern fanden lebhaften Beifall und wurde Einiges da capo gegeben, so die Nummer Les amis, valse pour Bandurra et Guitarre sowie die Schlußnummer mit Gesang. Die Estudiantina errang allseitige Zufriedenheit, die beste Empfehlung für das heutige zweite Concert, das wiederum im Bellevue-Garten stattfindet.

Kirsi

Wckochm, stets M Lri derGerm

Sonntag den 8. Juli, Nachmittags 2 Uhr, in der Stadtkirche zu Gießen

Wafferwärme der Lahn.

Am 28. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: + 171/? R-, Luftwärme + 19« 9t L- Cbr. Rübsamen.

gefeiert werden. Die Predigt hat Herr Stadtpfarrer Ritsert von Darmstadt übernommen. In der Hoffnung, daß sich auch viele Landleute an dem Feste betheiligen, hat Großherzogliches Oberconsistorium allgemein die Erlaubniß ertheilt, an diesem Tag den Nachmittagsgottesdienst aussetzen zu dürfen.

Nach den Statuten soll jeher Zweigverein durch zwei Abgeordnete ver­treten sein. Es ist zu wünschen, daß dieß auch beobachtet wird.

Die Geistlichen wollen das Fest künftigen Sonntag anzeigen. Lang-Göns, den 27. Juni 1883.

Strack, Dekan.

A der Kinzen! fötal werden folge k Hand verkauft: d Bohrer, 1 Schleifstein, 1 Brunnenstei 1 Strohbank, 1 FegnMe, 1 offaitS Maei 1 MekmaM \ Beetpflug,

Petroleum: u 1 gut erhaltene- l Atthie eichen 1 Deispänniger c ^ttmwaagen, ® Werkdielen.

Jahresfest

des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adoif-Slistung.

Das Jahresfest des Gießener Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung

Ikilgcöo

A Sine Parthie ^lügeben

Lud« B eck er, j W>°s°ck, Otto Münch, \

A- Bender, Gießen, E. Völzel, Wieseck, A- Sanner, Gießen,

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731/ Ucber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition <von MASTEHR* in

Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt

Lokales.

Glesien, 27. Juni. Wie bisher, so wird auch in diesem Jahr am 1. Juli das -Stiftungsfest unserer Hochschule gefeiert werden. Rector und Senat haben in herkomm- rtcher Weise zu dem Vormittags 11 Uhr in der großen Aula stattfindenden Festaktus eingeladen und ist es durch besondere Maßnahmen möglich geworden, dre Zahl der Sitzplätze ansehnlich zu vermehren.

sThierschutz-Verein.j In der 1- Generalversammlung, die am 25. d. Mts. stattfand trug der Vorsitzende zunächst den Rechenschaftsbericht vor, in dem er über Gründung, Organisation und Stärke des Gießener Zweigvereins, über den Haupt­inhalt der Statuten und über die Thättgkeit des Vereins Mittheilung machte. Von letzterer sei hier erwähnt, daß zu Weihnachten 1882 nachstehende Dienstboten rc. zu Gießen, welche längere Jahre bei ein und derselben Herrschaft dienen und sich in der Pflege und Behandlung der ihnen anvertrauten Thiere als besonders zuverlässig er­wiesen haben, Prämien von 10 und 5 A ausgezahlt wurden, wobei von dem Grund­satz ausgegangen wurde, für diesmal Herrschaftskutscher nicht zu berücksichtigen. Prämien erhielten-. PH. Weber und PH. Deibel, Knechte bei Fuhrmann Lyncker, I. Etzel­müller, Kutscher bei Textor, W. Bonarius, Knecht bei K. Schwan, L. W- Hof­mann, Knecht bei B. Strauch, M. Szyboreck, Kutscher bei I. Pitzer, Marie Klin gelhöfer, Magd bei PH. Größer.

Nachdem die statutenmäßig vorgeschriebene Wahl von 4 Ausschußmitgliedern vor­genommen, wurde der Finanzbericht verlesen und zur Prüfung vorgelegt. Hierauf kam die auf der Tagesordnung stehende Vivisectionssrage zur Besprechung und Discussion- Nach langer Debatte und eingehender Beleuchtung des jetzigen Standes der Frage im Deutschen Reich und im Großherzogthum wurde der Antrag angenommen, daß der Gießener Zweigverein in der Vivisectionssrage vorläufig tetntf Stellung nehmen soll, da die ganze Frage noch nicht spruchreif ist.

Der nächste auf der Tagesordnung stehende Antrag, das hier seither übliche Polizeiverbot wegen Einhalten der Tauben zur Saatzeit nicht mehr zu erlassen, da die Tauben keinen Schaden auf den Feldern rc- brachten und das Einsperren eine Thier- quälerei sei, wurde lebhaft bekämpft und, gestützt auf die Gutachten der Gebrüder Müller und des hiesigen landwirthschaftlichen Localoereins abgelehnt, da die Ver­sammlung sich der Ansicht dieses Gutachtens anschloß, daß die Tauben allerdings er­heblichen Schaden in Gärten und Feldern thun und daß das vorübergehende Einhalten nicht als Tierquälerei bezeichnet werden kann.

(Turnverein Wieseck.] Begünstigt von dem schönsten Wetter feierte der hiesige Turnverein Sonntag den 24. Juni sein 20. Stiftungsfest, verbunden mit Preis- und Schauturnen. , r u .

Pracis 2V2 Uhr bewegte sich der Zug, an welchem der Turnverein Gießen, sowie sämmtliche hiesige Vereine: der Kriegerverein, GesangvereinConcordia", Gesellschaft Casino und Männer-Gesangverein theilnahmen, durch die Straßen des Ortes nach dem Festplatz, Lenz'schen Garten. Bei Ankunft begrüßte der 1. Sprecher die Festtheil- nehmer und schloß mit einem dreifachenGut Heil" auf das fernere Emporblühen des Vereins, sowie auch der gesammten deutschen Turnerschaft.

Bet dem hierauf folgenden Preisturnen, als dessen Obmann unser Gauoertreter Carl Demuth, Gießen, erwählt wurde, woran sich 24 Turner behelligten, erhielten

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Gothaer AebeusVerftcherrrngsbank.

Am 1. Juni 1883 Versichert 60847 Personen mit 426724100 Mark

Banksonds .... 110000000

Versicherungssumme ausbezahlt seit Beginn . . 143025 000

Dividende 1883 für 1878: 43pCt., 1884 für 1879: 44pCt.

Vom Jahr 1885 an tritt neben dem bisherigen ein neues System der Ueberschuh-Vertheilung (dasgemischte" System) in Kraft, dessen Vorzug darin besteht, daß die Dividende, unbeschadet gerechtester Zumessung, mit dem Versicherungsalter beträchtlich steigt. Schon Versicherte können sich bis Ende Oktober 1883, neu Beitretende zur Zeit des Beitritts für das neue System entscheiden.

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1. Preis mit 46V2 PunktenöK. Jullmann, Gießen, Karl Christ, Wieseck,

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9.331/2 PH. Rohrbach, Wieseck.

Der Obmann beglückwünschte die Sieger und empfahl denselben, sowie auch den Besiegten durch warme Worte, wacker weiter zu wandeln auf der betretenen Bahn.

Beim Schauturnen wurden recht gute Leistungen gezeigt und muß man einen Fortschritt anerkennen. Hoffen wir auf dessen stete Weiterentwickelung.

Die weiteren Stunden wurden durch Vorträge des hiesigen GesangvereinsCon­cordia" gewürzt und fanden durch ein nettes Tänzchen ihren Abschluß. Man trennte sich erst, als schon der neue Morgen graute, mit dem Bewußtsein, ein recht gemüth- liches Fest verlebt zu haben und werden die bei uns verlebten Stunden wohl Allen in guter Erinnerung bleiben-

Gießen, 28. Juni. Schwurgerichtsverhandlung am 27. Juni l. I. gegen 1) Kaufmann Christian Hofm annzu Gießen wegen betrügerischen Bankeruits. 2) Susanne Schilling von Offenbach wegen Beihülfe. Dieselben waren be­schuldigt und zwar

1) Christian Hofmann:

daß er im Juli 1882 seine Zahlungen eingestellt und in der Absicht, seine Gläubiger zu benachtheiligen,

a. Schulden anerkannt habe, welche ganz oder theilwetse erdichtet waren, b. Handelsbücher, deren Führung ihm gesetzlich oblag, zu führen unter­lassen, bezw. sie so geführt habe, daß sie keine Uebersicht des Vermögens gewähren;

2) ©uf ann e S chilling :

daß sie dem Christian Hofmann zu Gießen zur Begehung des unter la er­wähnten Verbrechens wissentlich durch Rath und That Hülfe geleistet hebe.

Beide Angeklagten wurden für schuldig erachtet und demgemäß Hofmann in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monaten, abzüglich von 3 Monaten Untersuchungs­haft, und Susanne Schilling tn 9 Monate Gefüngniß veruriheilt.

Ueber die am Sonntag in Wenzel's Garten auftretenden spanischen Studenten entnehmen wir der BonnerDeutschen Reichs-Zeitung":

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Vermischtes.

Frankfurt a. M., 26. Juni. ^Zoologischer ©arten.] Der nächste Sonntag der Zwanzigpfennigtag des Juli. ist ein wichtiger Jahrestag für den Zoologischen Garten, denn es sind am 1. Juli d. I. zwanzig Jahre her, daß der indische Elephant in dem Etablissement eingetroffen ist. Am darauffolgenden Sechskreuzertage, welcher damals auf den 5. Juli fiel, war der Garten von 15,250 Personen besucht, die höchste Zahl, welche in dem alten Zoologischen Garten jemals erreicht worden ist. Es beweist dieser Zudrang, welch lebhaftes Interesse der Elephant in den weitesten Kreisen erweckte.

Das mächtige Thier, welches sich seitdem stets des besten Wohlseins erfreut, hat fick auf das Prächtigste weiter entwickelt und eine neuerdings vorgenommene Messung desselben hat gezeigt, daß es fe;t dem Tage seiner Ankunft um 70Centimeter höher ge­worden ist, was einem vollen Drittel seiner damaligen Größe entspricht. Es hat nun­mehr eine Höhe von 2 Meter 82 Cent- erreicht und ist eines der größten Exemplare, wenn nicht überhaupt das größte seiner Art, welches sich tn einem europäischen Zoologischen Garten befindet.

Witterungskunde.*)

29. Juni. Nach Osten und Nordosten, wenn auch Frühmorgens dunstig bis bedeckt, so doch Morgens bis Vormittags aufgebessert, Mittags mehr wolkig, Nach­mittags Neigung zu Aufheiterung, Abends wieder mehr dedeckt. Nach Westen und Südwesten zu tm Allgemeinen mehr bedeckt, namentlich in Süddeutschland nicht ohne Niederschläge, die am Abend mäßig gewitterhaft auftreten.

30. Juni. Im Allgemeinen Morgens molk g bis bedeckt, bann Aufheiterung, auf Mittag zu Haufenwolkm, Nachmittags besser, Abends gewitterhaft- Namentlich tn den südlichen Gebieten sind *mmer noch kurze, örtlich ergiebige Regenschauer mit Gewitter­natur zu erwarten. Dir Winde sind dabei im Allgemeinen mäßig, im Süden und Südwesten ziemlich lebhaft- Der Wasserstand des Rheins dürfte bei Köln eine mittlere Höhe von 3 bis 4 Metern haben-

1. Juli. Sonntag- Frühmorgens graublau bis schleierig, bann sich aufheiternd, schwül, stellenweise gewitterhaft Vormittags und Mittags; Nachmittags schön und sehr warm- Das nächtliche Temperaturminimnm sinkt im Nordseegebiet. Es beginnt eine Gewittcrperiode, die namentlich dem Süden mit den Tagen fortschreitend plötzliche und massige Niederschläge bringt. Die Wafferstände steigen, soweit sie von den Nieder­schlägen in südlicheren Gebieten abhängen Nach Osten und Nordosten zu ist mehr Aussicht auf vorwiegend trockene und heiße Tage mit Gewittern Vormittags bis Mittags und vereinzelt Nachts.

*) Aus Dr. ß. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- .Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 A)- Nachdruck verboten.

und

Limburg, 27. Juni. Rotber Weizen A 17.50, Weißer Weizen A., Korn A 12.15, GersteA 8.80, Hafer A 7-60, Erbsen A., Kartoffeln^. Frankfurt, 27. Ium. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu A 2.803.80, Stroh A 22.20, Eier das Hundert 4.505.50, Stück 5^, Butter 1. Qualität A 1.25, 2. Qualität A 1.15, Kartoffeln per Centner A 4.50. Kohlrabi 15 H per Stück, Erbsen per Pfd. 25 H, Spinat per Mahlzeit 30 H. Poularden A 23, Huhn <//L 1.501.50, 1 Ente A 2.503.50, 1 Taube 5060 H, Hahn A 1.302.00, Sommergans A 3.507.