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Nowgoroder Metropoliten und den Anwesenden knieend dargebracht, während der Kaiser aufrecht stand. Nach beendeter Feier schritt das Kaiserpaar mit kleinem Gefolge nach der Blagowestschenvky- und Archangels-Kirche, verrichtete dort ein kurzes Gebet, kehrte dann über die rothe Treppe nach dem Palais zurück und zeigte sich auf der nach der Moskwa gelegenen Terrasse dem Volke unter dreimaliger Verbeugung. Um drei Uhr begann das Festbanket in der Granowttaja-Palata. Die Haltung des den Kreml in dichten Massen umgebenden Volkes war während der ganzen Feier eine musterhafte. Ueberall herrschte eine ernste, ehrerbietige Stimmung. Zahllose, aus allen Himmels­gegenden zusammengeströmte Volksmassen durchwogen die Straßen. Allenthalben herrscht die größte Ordnung; die Fremden werden mit entgegenkommender Höflichkeit behandelt. Während der Ceremonie war helles, sonniges Wetter; dann fiel hm und wieder ein leichter Gewitterregen.

Moskau, 27. Mai, Abends 6 Uhr. Soeben ist das kaiserliche Manifest er­schienen. Dasselbe verkündet den Erlaß aller Steuerrückstände per 1. Januar d. I. und zwar die Rückstände für Kopfsteuer, direkte und indirekte Abgaben, ferner die Strafmilderung aller Urthetle, welche die Gesetzeskraft noch nicht beschritten haben, außerdem die Erleichterung abzubüßender Strafen und die Aushebung der polizeilichen Aufsicht der auf administrativem Wege Verbannten. Das Manifest ertheilt ferner die Erlaubniß zur Rückkehr den über die Grenze gegangenen Flüchtlingen und Theilnehmern an der polnischen Jnsurrectton, denen bisher der Aufenthalt tn den Residenzen und in den polnischen Gouvernementsstädten, sowie Der Eintritt in den Staatsdienst verwehrt gewesen war. Ausgeschlossen sind hierbei Mörder, Räuber und Brandstifter. Außerdem wird für eine Anzahl begangener Verbrechen thetlwetse Amnestie verkündigt.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'« telegr. Eorresponden,-Bureau.

Dresden, 27. Mai. Die Kaiserkrönung in Moskau wurde von der hiesigen russischen Kolonie mit einem feierlichen Gottesdienst und T-dcum Lljan gggetmat, 27. Mai. Anläßlich der heute in Moskau stattgehabien Kaijerkrönung wurde heute in der hiesigen russischen Kirche ein Fettgottesdienst abgehalten, welchem die Großherzoglichen Herrschaften und der gesammte Hof beiwohnten. Nachmittags fand ein Galadiner bei Hofe statt.

Petersburg, 27. Mai. Anläßlich der heutigen^ Krönungsieier in Moskau bringen fämmtliche Zeitungen dem Feste angemesiene Artikel. Das Journal de St. Pötersbourg" lagt, die engen Bande, welche das ru||ifche Volk mit seinem Monarchen verbinden, sind dadurch begründet, daß das russische Volk den Kaiser nicht allein als staatliches, sondern auch als geistliches Ober­haupt betrachtet. Keine Jntrigueu und keine verbrecherischen Versuche vermögen viese Bande zu lockern, welche die Basis sind für die Kraft Rußlands im Innern und die Achtung, welche Rußland von Seiten des Auslandes genießt. Das Vertrauen des russischen Volkes lege sein Schicksal in die Hand des Kaisers, es erwarte aus dieser Hand und aus keiner anderen sein Glück und seine Wohlfahrt.

Petersburg, 27. Mai. Nach der soeben eingetroffenen Meldung aus Moskau, nach welcher die Krönuugs-Ceremonie vollzogen ist, erschallt von sämmt- ttchen hiesigen Kirchen festliches Glockengeläute. Der Gottesdienst, der in allen Kirchen stattgefunden hatte, war zahlreich besucht; auf dem Platze bei der Isaaks-Kirche findet eine glänzende Parade der hiesigen Garnison statt. Die Stadt ist in allen Theilen auf das Festlichste geschmückt. Am Nachmittag wird auf dem Marsfelde ein großes Volksfest veranstaltet. Zu einer für den Abend in Aussicht genommenen Illumination werden die umfangreichsten Vorkehrungen g'.troff^m 27 Die Krönungsceremome ist glänzend und genau nach dem »orgeschriebenen und bekannten C-remoniell verlausen. Die fremden Boischalter,Uhren um 8*/2 Uhr des Morg-ns unter Führung des deutschen Botschafters tn Galaequtpagen von dem Haus- des deutschen Botschafters nach dem Kreml, woselbst alle an dem Kränungsakte Th-iln-hm-ndcn bereits versammelt waren und dle Aufstellung der Deputationen, der Sänger und der Musikcorps beendet war. Nachdem all- Personen, welch- in der Krönungskirebc dem eigentlichen Krönungs- und Salbungsacte beizu- wohnen eingeladen waren, ihre Plätze eingenommen hatten und der Kronungszug In den Säl-n des Kreml für die eigentliche Procession geordnet war, erschien das Kais-r- paar und nahm im Throniaal unter einem Baldachin Platz. Es begab sich nun der Zug des Thronfolgers nach der Krönungskirche. In diesem Zug- schritten alle russischen Großfürsten und Großfürstinnen, sowie di- fremden Prinzenmit den vornehmsten Personen des G-solges. Um 9 Uhr 30 Min. verließ der kaiserliche Zug >n vorge- schr,ebener Ordnung den Kremlpolast, von den aus den Tribünen zwischen den Kirchen ausgestellt-n Zuschauern mit enthusiastischen Hurrahrufen begrüßt. Dt- C-remonw der Krönung und Salbung dauerte von 10 bis W Uhr. Als der Kaiser kniend das Gebe für sein Volk sprach, überwältigte ihn die innere Bewegung dergestalt, daß er laut weinte. Die Anw s'nden, welche während dieses Gebetes standen, waren in diesem Augenblick auf das Tiefste ergriffen, so daß man mehrfach lautes Schluchzen hörte. Das hieraus folgende Gebet für den Kaiser im Namen des Volkes wurde von dem

Rußland.

Moskau, 26. Mat. Heute Morgen um 9 Uhr wurde zum dritten Male unter dem gleichen Ceremontell wie vorher, der Kiönungstag verkündet. Die kaiserlichen Reaalien werden beute aus der Rüstkammer in den Thronsaal übergefuhrt.

Morgen, als am Krönungstage, soll ein umfangreiches Manifest des Kaisers erscheinen, in welchem derselbe u. A. eine politische Amnestie für dieienigen polnischen Insurgenten bewilligt, welche, indem sie sich zur Rückkehr in ihre Heimath bereit er­klären, ihre Unterwerfung und ihre Treue gegen den Kaiser veffprechen werden. Die­selben werden aber noch zwei Jahre hindurch unter Überwachung der Staatspolizei stehen. Der Kaiser bewilligt tn dem Manifeste ferner zahlreiche Strafnachlasse für nickt politische Vergehen und hebt eine große Anzahl von Geldstrafen uuf. Für ge­wisse Klassen der ärmeren Bevölkerung werden außerdem die Steuerrückstande erlassen. Wettere partielle Amnestien, Gnadenerlaffe und Würdenverleihungen sollen neben dem Manifeste erfolgen- Der Himmel ist bedeckt, es herrscht starkes Regenwetter.

Moskau, 26. Mai. Nachdem die Krönungsinsignien in feierlicher Weise und unter Entfaltung großer Pracht heute aus der Rüstkammer (Otschennaia Palata) nach dem Thronsaale (Andreassaale) übergesührt worden waren, fand um 4 Uhr Nachmittags ein feierliches Tcdeum tn der neuen Erlöserkirche statt, welchem der Kaffer, die Kaiserin und die Mitglieder der kaiserlichen Familie beiwohnten. - Im Laufe des Tages fanden bet den Mitgliedern des kaiserlichen Hauses weitere Vorstellungen von Setten der Krönungs-Botschafter und -Gesandten und der Mitglieder ihrer Missionen statt. Das Regenwetter dauert fort.

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Amerika.

Washington, 26. Mai. Dem hiesigen auswärtigen Amte ist nun­mehr die Bestätigung der Nachricht von der Unterzeichnung des Friedensver­trages zwischen Chili und Peru zugegangen. _

Hier eingegangeneff Nachrichten zufolge ist rn dem ^-nedensvertrage zwischen Chili und Peru bestimmt, daß Tarapaca an Chili abgetreten wird und von demjenigen Staate, in dessen Besitz schließlich Tacna und Araca uver-- gehen, dem andern contrahirenden Staate die Summe von 10,000,000 Dollars gezahlt^we^den^ soll.^ .fi b<n $erelntfltcn Staaten die Eröffnung der Atlant c und Pacific Railroad für den Durchgangsverkehr statt, welcher durch eine mit der Southern Pacific Railroad hergestellte Verbindung bewerkstelligt wird. Diese neue Lmie ist um volle 24 Stunden kürzer als alle bisherigen Ueberlandrouten, was für die fernere Gestaltung des Welthandelsverkchrs, sowett dieser das Unionsgebtet durch­quert, sowohl in Beziehung auf Zeitgewinn als auf Ersparniß an Fracht und sonstigen Unkosten in's Gewicht fallen dürste.

Das amerikanische Eisengeschäst verfällt einer täglich wachsenden Stagnation. Zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist weniger Aussicht als je zuvor auf re^t- Kittfle Einigung und sieht man mit einer Art fatalistischer Resignation dem für ben 1. Juni angedrohten Massenstrike in der Eiscnbranche entgegen. Dtimmungsberichte aus Pttisburg und Cleveland schildern die dortigen Zustande tn den dustersten Farben.

Handel und Verkehr.

Grün berg, 26. Mai. lFrnchtpreise.s Weizen X 20.20, Korn X 17.00, Gerste X 14.70, Hafer X 13.90, Erbsen X 00.00, Lein X 28.00, Samen X 00.00, Kartoffeln JA 8.48. _

Frankfurt, 26. Mai. Auf dem heutigen Markt kostete der Gentner Her X 3.003.80, Stroh «X 2.002.20, Eier das Hundert X 4.50, Stück dH, Buttel 1. Qualität X 1.60, 2. Qualität X 1.50, Kartoffeln per Gentner X 3.804.oU, frische Kohlrabi 10 H per Stück, Rothkraut 3050 Spinat per Pfund 2o Poularden X 3-3.50, Huhn23.25, 1 Ente X 34, 1 Taube 5060 H, Hahr X 2.002.50, Sommergans X 310.

Frankfurt, 25. Mai. Das Postauftrags-Verfahren, bas seither im Verkehr zwischen Deutschland und Offlerreick-Ungarn überhaupt nicht zulässig war, wird ootfl 1. Juni er. ab nach der neuesten Verfügung des Reichspostamts zur Einführung gelangen Die hierüber vereinbarten Bestimmungen, infoferne sie für das Publikum von Wichtigkeii sind, lauten: 1. Im Wege des Postauftrags können Gelder und zwar in der Richtung aus Oesterreich-Ungarn nach Deutschland bis zum Betrage von 400 Mark, i" del Richtung aus Deutschland nach Oesterreich-Ungarn bis zum Betrage von 200 Gulden österr. Währ, eingezogen werden. Postaufträge mit dem VermerkZum Protest" sowie Postaufträge zur Einholung von Wechselaccepten und zu Bücherpostsendungen sind bis auf Weiteres nicht zulässig. 2. Einem Postaustrage können mehrere Quittungen. Wechsel zc. zur gleichzeitigen Einziehung durch die Postanstalt von einem und demselveii Schuldner beigefügt werden; die Gesammtsumme darf jedoch 400 Mark resp- 200 Gulden ö. W. nicht überfteigen 3. Die Postauftragsbriese müssen franfirt werden, die zu entrichtende Taxe ist für Briefe bis zum Gewicht von 15 Gr.: in Deutschland 30 Pf., in Oesterreich-Ungarn 15 Kreuzer; für Briefe von mehr als 15 Gr^ tn Deutsch­land 40 Pf., in Oesterreich-Ungarn 20 Kreuzer. Durch die Einführung des Postauftrags- Verfahrens und die vor wenigen Tagen erwähnte Vereinfachung im Poftnachnayme- verkehr ist zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn eine wesentliche Erleichterum im gegenseitigen Verkehr eingetreten. Die telegraphischen Postanweisungen zwischen den beiden Ländern bilden allein noch eine Ausnahme hiervon.

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weickm gedachte Gesellschaften sich zur Uebernahme der städtisch-n Straßen- und Häuser- hpieiirfituna aeaen einen im Voraus fest normtrten Preis bereit erklären- soll das Glühlicht-System Anwendung finden. Nach dem von der Gesellschaft ^^igetheilten Prospekte würde jede mit den nöthigen bynamo - elektrischen Apparaten ausgerüstete Statton hinreichende Kraft entwickeln, um einen Umkreis angemessen zu beleuchten, be sen Halbmesser eine halbe (englische) Mette lang ist und innerhalb dessen etwa ßnmoflammen brennen. Mtt besonderem Nachdruck wird noch hervorgehoben, daß «L"Ede^«r.schen Beleuchtung sich erheblich niedriger sielle als das Gas- Cant- Es tst dies bekanntlich der nicht am wenigsten streitigen Punkt n dem ganzen ^nrnrreiutanwfe zwischen den beiden tn Frag- kommenden Beleuchtungsmethoden 5nd^wahrsch-L auch derjenige, dessen Klarstellung sür den schließlichen Ausgang des Str-tt-s emscheidend werden dürste. Immerhin wird e« von allgemeinem Jnteresse s7in, abzuwarten. ob und welche praktischen Erfolg- dt- Anerbietungen der obigen Gesellschaft haben werden.

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Lokale-.

Gießen, 28. Mai. Die am Samstag Abend abgehaltene Generalversammlung der hiesigen Gewerbebank war ziemlich besucht. Es waren bet der Zählung 159 Mit­glieder anwesend. Nach Erstatiung des Geschäftsberichts durch den Vorsitzenderi, Herrn Haustein, wurde zur Wahl geschritten. Statutengemäß hatten aus dem Aufsichts­rath anszuscheiden die Herren I. Han ft ein, I. Hoch, Carl Schmitt, C. Wenzel und Nh. Uhl. Von 159 Absttmmenden erhielten tm ersten Wahlgange Stimmen: I. Haustein 152, C. Schmitt 143, I Hoch 132, Wilh. Wallenfels 86, Carl Loos 72, C- Wenzel 67, PH. Uhl 61 und F. Hoffmann 14 Stimmen. Die 4 erstgenannten Herren waren sonach mit absoluter Majorität gewählt und kamen die beiden nächstfolgenden Candidatm, dle Herren C. Loos und C. Wenzel, in die engere Wahl, da statutengemäß als gewählt nur gelten kann, wer die absolute Majorität der im Saale Abstimmenden erhält. Gewählt wurde Herr Wenzel mit 87 Stimmen, während Herr Loos 72 Stimmen erhielt. Die Dividende für das verflossene Geschäftsjahr wurde mit 8pCt festgesetzt, sowie die übrigen Punkte der Tagesordnung nach den Anträgen oes Aussichtsraths genehmigt. Eme längere Dlscussion rief der Antrag des Herrn H. Werner, den Zinsfuß von 6pCt- auf öVzPSt für Darlehen und Wechseldiskont!) herabzusetzen, hervor. Die Versammlung beschloß mit großer Majorität, den Aufsichtsrath zu ersuchen, in Erwägung zu ziehen, ob diesem Ansinnen im Jutereffe' der Bank entsprochen werden könne.

Gießen, 28. Mai. Heute Nachmittag passirt Ihre Majestät die Kaiserin mittelst Extrazugs die Station Gießen-

Am verflossenen Samstag, Abends in der 11. Stunde, wurden zwei Frauen von einem Sttomer auf öffentlicher Straße belästigt und infultirt, so daß die Frauen einen vorübergehenden Bahnbediensteten um Hilfe ansprachen. Als der Stromer dies sah, packte er ben Beamten an, um ihn vorn Begleiten der Frauen abzuhallen, geneth aber an den Unrechten, denn die Laterne des Bahubediensteten kam derart in Berührung mit dem Kopf des Uebelthäters, daß nicht allein dieselbe in Stücke ging, sondern der Letztere sich auch in die Klinik begeben mußte, um sich den Kopf verbinden zu lassen.

Die von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge gestifteten Hassia-Ab- zeichen werden Dienstag den 29. Mai Abends den Mitgliedern des Kriegcr-Bereins Gießen tn ihrem Vereinslocale (Caf6 Schwinn) überreicht.

Vermischte-.

Alzey, 22. Mai. Die Rache ist noch nicht befriedigt, so stand in einem Schreiben, welches von unbekannter Hand vor längerer Zelt dem Handelsmann Simon Strauß von hier zugekommen ist. Und siehe, der Rächer hat Wort gehalten. Von Samstag auf Sonntag Nacht hat er im Weinberg der Schwiegermutter von Strauß an 682 Stöcken die öogreben abgeschnitten. Es ist dies das dritte Mal, daß die rächende Hand den Weinberg demolirt hat. Strauß kann direct nicht mehr geschädigt werden, er bat, nachdem ihm sein Weinberg demolirt war, denselben verkauft und io sucht ihn der Rächer als späterer Miterbe der Frau Levi inbirect zu schädigen. Ob die Rache jetzt befrieb'gt ist ober ber Racher mittlerweile dem Gesetz verfällt, wird die Zukunft^leh^en.^^^^btz Mittel zur Vertreibung des Maulwurfs in Gärten empfiehlt Herr Lehrer Burbaum in Raunheim in die Laufröhren des Maulwurfs Lappen zu legen, welche in Petroleum oder Theer getränkt sind. Der Maulwurf soll diese scharfen Ge­rüche nicht ertragen können und sich schnell sortmachen.

Eingesandt.

Geehrte Redaction desGießener Anzeiger." ~ . ...

Sie brachten kürzlich in Beantwortung einer Anfrage des Herrn B. K. die Nachricht, Professor Dietz fei in der Löber'schen Hosraithe (Neustadt) geboren; dies beruht jedoch auf einem Jrrthurn, denn wenn auch sein Vater, Commissionsrath Dtetz, that- sächlich eine Rettlang Besitzer dieser Hofraithe war, so ist dieselbe doch erst Anfang.. ber 20er Jahre durch Erbschaft in seinen Besitz gekommen. Vorder wohnte er tn dem jetzt Bäcker Faßffchen Hause in den Neuenbäuen, welches er tn Folge oorbemerHer Erbschaft an Professor Klein verkaufte. .

Daß Professor Dietz in diesem Hause geboren, dürfte nun um fo weniger zu bezweifeln sein, da dessen Eltern, wie von noch lebenden Zeugen bestätigt wird, im ersten Jahrzehnt dieses Säculums unzweifelhaft, wahrscheinlich aber schon vorher dort gewohnt haben, da dieses Haus den Großeltern mütterlicherseits gehörte und als sicher angenommen werden kann, daß Commissionsrath D. in das Haus der Schwsigereltern geheirathet hat. _