Ausgabe 
29.4.1883 Erstes Blatt
 
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Annerod etngeleitete Klage wegen verweigerter Anerkenntniß der für alle Zeiten zu Recht bestehenden Benutzung eines an Stelle des sogen, alten Hammwegs angelegten Ersatzweges, welcher den betr. Bewohnern Annerods die Zufuhr zu ihren in der Ge­markung Wieseck gelegenen Grundstücken ermöglicht, wird Aufnahme der Klage beschlossen. Die Verhandlung in Betreff der Errichtung einer Octroierhebestelle an der neuen Bahnhofstraße wird ausgesetzt, dis die Entscheidung über die Eingabe vom 8. März d. I., betreffend die Rückverlegung der Octroierhebestelle in die früher tnnegehabten Räum- lichketten des nördlichen Thorhauses am Seltersweg getroffen ist. Die Herstellung zweier eiserner Treppen im Thurme der Stadtkirche wird befürwortet und soll Kosten­voranschlag etngefordert werden. Das Gesuch des Schreinermetsters Louis Stauß um Erlaubniß zur Aufstellung einer Trinkhalle in der Bahnhofstraße wird gegen 3 JL jährlicher Abgabe auf Widerruf genehmigt. Zum Ankauf des zur Herstellung des Kropbachweges erforderlichen Geländes wird Genehmigung ertheilt. Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung, Gesuche rc. werden den Anträgen der betr. Commtsfionen entsprechend genehmigt.

Das deutsche Bauernprogramm,

welches in der am 12. März in Kassel stattgehabren Vertrauensmänner-Versammlung vereinbart wurde und das künftighin das grundlegende Programm für alle Bauern­vereine bilden wird, liegt sitzt in folgendem Wortlaut vor:

Zur Hebung der schwer darniederliegenden Landwirthschast, sowie zur Erhaltung eines selbstständigen, leistungsfähigen Bauernstandes, von defsen Wohlergehen der Be­stand und die Wohlfahrt des deutschen Reiches und der Emzelftaaten abhängt, sind folgende wirthschaftliche und gesetzliche Maßregeln unerläßlich:

1) Müssen die Ausgaben des Bauern verringert werden durch möglichste Spar­samkeit im gesammten öffentlichen Haushalt; gründliche Steuerreform zu Gunsten des überbürdeten Grundbesitzes und der erwerbenden Volksklassen, insonderheit Aufhebung jeglicher Doppelbesteuerung und schärfere Heranziehung des zur Zeit höchst begünstigten großen Geldkapitals; Revision des gesammten Tax- und Stempelwesens behufs Gleich­stellung des Grundbesitzes mit dem beweglichen Vermögen, insonderheit Abminderung der Taxen bei Verträgen über Immobilien und Etgenthumsübertragungen auf drei vom Taufend; Aufhebung der Taxen bet Hypothekenbestellungen und öffentlichen Ver­steigerungen; Einführung einer Börsensteuer nach Procenten des Umsatzes mit mindestens 1 vom Tausend; staatliche oder genoffenschaftliche Regelung des Versicherungswesens. Ausdehnung und Erweiterung des indirekten Steuersystems behufs Ge­winnung von Mitteln zum Erlaß direkter Steuern, und Verminderung der Gemeinde- Umlagen.

2) Müssen feine Einnahmen vermehrt werden durch genügend hohe Schutzzölle auf alle landwirthschaftlichen Erzeugnisse, damit die heimischen Produkte nicht durch die Übermäßige auf Raubbau fußende Concurrenz des Auslandes auf Preise herab­gedrückt werden, um die sie bei unS ohne Verlust nicht herzustellen sind. Möglichste Beseitigung des Zwischenhandels. Regelung der Etsenbahntarife im Interesse der Land­wirthschast. Einführung geeigneter Hausindustrieen.

3) Muß der Bauer aus der Schuldknechtschaft des Großkapitals befreit und wieder zum freien unabhängigen Mann auf feiner Scholle gemacht werden durch Ab­lösung der Hypothekenschulden mit Hülfe des Staates und Verwandlung derselben nach Art der Grundablösung in unkündbare Schuldverpflichtungen mit jährlicher Tilgung.

4) Muß er in seinem Eigenthum geschützt und eine weitere Ueberschuldung ver­hütet werden durch eine dem Wesen des Grundbesitzes entsprechende Erbfolgeordnung und ein Heimstättegefetz, welches den zur Fortführung der Wtrthfchaft nöthigen Theil an Gebäuden, Grundstücken, Vorräthen, Geräthschaften und Vieh von der Pfändung und Versteigerung frei läßt.

5) Muß für einen billigen zweckentsprechenden Credit gesorgt werden durch Schaffung staatlicher oder genossenschaftlicher Pfandbriefinftitute nach Art der preußischen Landschaften für den Grundkredit, desgleichen Ratffeisen'scher Darlehenskassen womög- l'ch in allen Landgemeinden für den Personal Credit. Umwandlung der sogenannten Reichsbank tn eine wirkliche Retchsanftalt und Ausgabe von Reichspapier- geld an die genossenschaftlichen Geldinstitute gegen niedersten Zinsfuß, damit auch der kleine Manu zu billigem Gelds gelangt und der jetzt zu hohe Zinsfuß herabgedrückt werde. Beseitigung des Vorrechts der Notenbanken zur Geldfabnkation.

6) Muß durch Einführung der vertragsmäßigen Doppelwährung an Stelle der Goldwährung, sowie durch allmähliche Vermehrung der Umlaufmittel dafür gesorgt werden, daß die durch die Silberentwerthung und die beschränkte Geldcirculation be­wirkte, nur der Börse und dem Großkapital zu Gute kommende Verteuerung des Geldes beseitigt, der unseligen Geldnoth, welche die Hauptursache der endlosen Krise und der Roth aller Erwerbsklassen ist, ein Ende gemacht und die gesunkenen Preise der Grundstücke und aller Produkte wieder gehoben werden Nur solchen Männern ist bei den Wahlen die Stimme zu geben, welche das obige Programm rn seinen Hauptpunkten anerkennen und in der Gesetzgebung zur Durchführung bringen zu wollen versprechen.

Vermischtes.

Mainz, 25. April. Während gestern Nachmittag ein italienischer Arbeiter vor dem Neuthor tn den dort befindlichen Schacht htnabgestiegen war, um sein Hand­werkszeug herauszuholen, wurden von Anderen, die das nicht wußten, Steine htnabgeschüttet, wodurch der Mann beinahe einen schrecklichen Tod gefunden hätte. Zum Glück hörte man noch sein H'lfegeschrei und befreite ihn rasch aus seiner gefahr- ll?lnrrrO0eV A" Kopfe und Rücken schwer verletzt, mußte derselbe ins Hospital geschafft werden. v

Marburg, 26. April. Der Besuch der Studierenden unserer Universität im ^vorstehenden Sommersemester zeigt wieder eine höchst erfreuliche Zunahme. Von den 756 des vergangenen Wintersemesters sind, wie wir hören, etwa 200 abgegangen, bocfc tfi biefer Abgang bereits jetzt schon burch neuen Zugang überholt und scheint derselbe sich so günstig zu gestalten, daß eine Gesammtzahl von nahezu 900 Studirenden erreicht werden wird.

, Fraukfurt, 25. April. Eine interessante Klage. Am 11. October 1882 nahm nch eine Wtttwe B-, welche an dem bezeichneten Tage die Stelle einer Haushälterin untreten sollte, an der Hauptwache ein Trambahnbillet nach Bornheim. Während der Fahrt verständigte sie den Conducteur, daß sie an der Schellingstraße auszusteigen wünsche. Dieser ließ an der bezeichneten Stelle halten und schickte sich die Frau zum Aussteigen an- In dem Augenblick, wo der eine Fuß die Straße berührte, der andere noch auf dem Trittbrett sich befand, zog das Pferd der Trambahn an, die Frau stürzte hin und brach einen Arm. Von einem Dtenstetntritt konnte natürlich keine Rede sein- eine alsbaldige Ueberführung in das Hospital mußte stattfinden. Die Wittwe wurde zwar mit dem PrädikatGeheilt" entlassen, war aber nickterwerbsfähig", denn der gebrochene Arm blieb steif; eine Stelle in ihrem seitherigen Beruf als Haushälterin in welchem sie jährlich neben völlig freier Station 300 X Baar hatte, konnte sie nicht mehr antreten, ebensowenig kann sie mit ihrem steifen Arm ihren Unterhalt durch Nahen verdienen. Sie hat nun gegen die Trambahn-Gesellschaft eine Klage auf eine l-bens- lüngliche Rente von monatlich 120 «X gestellt. Es ist dies der erste bcrartlae Fall und von prinzipieller Bedeutung.

Eine aufregende Scene spielte sich am 22. April im Stadttheater zu Augsburg während der Aufführung der OperCarmen" ab. Als im letzten Akt vier Pferde über die Bühne galoppirten, geriet eines derselben mit dem Hinterfuß in den Souffleur­kasten, wurde dadurch fckeu und zertrümmerte denselben, sowie mehrere Lampen. Die hierdurch verursachte Auflegung im Publikum war derart, daß der Vorhang herunter­gelassen werden mußte, zumal auch das Orchester die Flucht ergriffen hatte.

, .^bwyork, 25. April. Es werden nun Einzelheitrn über die Wirkungen des W rbelfturmes in Mississippi und Georgia bekannt. Der erste Ort, welchen der Wirbelsturm traf, war Georgtown. Mississippi, wo eben in einer Methodistenkirche Gottesdienst abgehalten wurde. Das Gebäude wurde buchstäblich niedergeblasen und dem Pastor wurde der Schädel zerschmettert. Die Kirchenbesucher warfen sich auf die Knier und verbargen sich unter den Betstühlen, welche sie vor dem niederftürzendem Dachgebalke schützten. Eine Person wurde trotzdem getödtet und drei verwundet. Der Sturm zerstörte auch die Negerk'rche, wo gleichfalls Gottesdienst gehalten wurde- es gab mehrere Tobte unb Verletzte. In Barnwell, County, Süb-Carolina, riß ber Orkan waldbewachsenes Sumpflanb einen 1000 Ellen breiten Streifen unb brach «L nTr«1 rftIref eby' "ls ob bort eine Straße hätte angelegt werben sollen.

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Folgende Ordensgeschichte finden wir imDeutschen Montagsbl.": Ein ordenssüchtiger Schauspieler hat am Hoftheater eines generösen Fürsten mit Erfolg gastirt, der Fürst drückte ihm mündlich seine Befriedigung aus aber der Orden erschien nicht, obwohl der Mtme drei Tage in der Residenz verweilte. Endlich riß ihm die Geduld, er bestellte den Wagen und fuhr zur Bahn. Auf dem Wege dahin kommt man an dem Park des Souveräns vorüber. Serenissimus stand eben auf der Parktcrraffe neben feinem Adjutanten, als der Gast mit einem ziemlich verdrossenen Gesicht vorüber­fuhr. Als der Fürst ihn so herankommen sah, wendete er sich an feinen Adjutanten: Was hat denn der A.?" Der Hofmarschall lächelte diplomatisch und wtes nach dem Knopfloch.Ack so", lachte der Gebieter,laufen Sie doch hinein und holen Sie einen Orden!"Pst, pst, Herr A." Der Wagen kehrte um und lenkte dicht unter die Terrasse. Der Hosmarfchall kam athemlos mit einem Papterpäckchen aus dem Schloß. Hier!" sagte der Fürst, dem verwirrten Schauspieler das Päckchen zuwerfend.Auf Wiedersehen!" Doch kaum hatte das Pferd sich in Trab gesetzt, als sich der Schauspieler erhob und zurückrief:Durchlaucht, es sind zwei Orden!" Durchlaucht winkte: Geben Sie den andern dem Kutscher!"

lieber die Explosion, welche, wie telegraphisch schon gemeldet, am Mittwoch Morgen im Postwagen des ersten Zuges von Zweibrücken nach Pirmasens stattfand, wird mitgetheilt, daß der Postschaffner Wachter lebensgefährlich verwundet ward und die Poststücke sowie ber Postwagen thetlweise zertrümmert wurden. Das explodirte Packet kam am Vorabend von der Richtung Ludwigshafen-Homburg nach Zweibrücken. D^r Adressat, sowie der Bestimmungsort sind noch nicht bekannt. Ein ferneres Telegramm aus Zweibrücken meldet: Das in Rede stehende Poststück war alsFeuer- w^rksgegenstande" aufgegeben und von Kilian in Speier an das Pfarramt Contwig adresfirt. Vermuthlich sollte es bet den zur Feier der Ankunft des Bischofs statt- findcnden Festlichkeiten zur Verwendung kommen.

Ein eigenthümlicher Strike ist tn Lmz am Rhein ausgebrochen, der katholische Männer-Gesangverein ober besser ber Kirchenchor hat durch feinen Dirigenten dem Stadtpfarrer die Erklärung gegeben, daß er nicht in der Lage sei, zur Feier gelegentlich ber Ftrmungsreise bes Bischofs Komm von Trier am. 28-, 29. und 30. April dieses Jahres mitzuwirken.

Ein wunderbarer Prozeß, gegen einen der Menschenfresserei beschuldigten Trapper nämlich, wird dieser Tage in Colorado geführt. Der Menschenfresser heißt Alfred Packer und gehörte zu einer Partie von 13 Minensuchern, sogen. Prospectoren, aus Utah, welche schon im Jahre 1873 Kunde von reichen Gold- und Stlberlagern im Gunnisongebiete batten und sich mitten im Winter auf die Suche begaben. Packer und vier andere Männer trennten sich von dem Haupttrupp und wurden durch Kälte, Hunger und Schneesturm bis in die Gegend des heutigen Lake City verschlagen, wo im nächsten Frühjahre vier Leichen, von denen ganze Fleischftücke abgehackt waren, gefunden wurden. Packer lebte 60 Tage von dem Fleisch und erschien dann halb ver­hungert bei dem Jndianeragenten General Adams in Saguecha. Bald darauf meldeten Indianer, daß sie auf den von Packer hinterlassenen Spuren einige gebratene Stücke Fleisch gefunden hätten, welcheFletsch von einem weißen Manne" feien. Adams ließ Packer hierauf festnehmen. Packer erzählte damals, daß seine Gefährten sich aus Hunger gegenseitig abgeschlachtet hätten, daß er selbst aus Nothwehr den Letzten erschossen habe und dann die Agentur erreichte. Von den vier Leichen bei Lake City hatten drei Kugellöcher im Kopfe und einer vierten war der Kopf mit einem Beil abgehackt. Einer der Ermordeten war ein deutscher Metzger, dessen Namen Packer als Mills angibt. Adams glaubt, daß die ermordeten Prospectoren im Besitze einer Summe von 4000 Dollars waren, welche Packer raubte. Packer selbst machte bei feiner Einlieferung die Angabe, daß einer der Männer, Namens Swan, in Folge der Strapazen wahn­sinnig geworden unb seine brei Gefährten mit einem Beil erschlagen habe. Als er (Packer) nach einer erfolglosen Rccognoscirung ins Lager zurückgekehrt, sah er die Leichen umherliegen und den Swan ein Stück vom Schenkel des Deutschen Mills im Feuer braten. Sobald Swan ihn gewahrte, sprang er mit ber Axt auf ihn zu, aber er (Packer) streckte ihn burch einen Schuß zu Boden. Da es nachher noch 60 Tage dauerte, ehe er sich wieder zu Menschen fand, war er gezwungen, so lange von den gefrorenen Leichen zu leben. Das ganze Geld, das die Todten bet sich gehabt, habe nur 70 Dollars betragen und das habe er sich, als einziger Erbe in der Wtldniß, angeeignet. Ob Packer überführt werden kann, da kein lebendiger Zeuge gegen ihn existirt, ist noch fraglich.

sDüpirt.j In ber ßanbgemeinbe N. ber hollänbischen Provinz Norbbrabant sollte ein Lehrer angestellt werben. Da sich verschiedene Candidaten um die Stelle beworben hatten, wurde ein (5tarnen abgehalten und die zwei Besten dem Gemeinde- rathe zur Nominirung vorgeschlagen. Derjenige, dessen Namen in zweiter Reihe auf ber Vorschlagsliste figurtrte unb also sehr wenig Chancen hatte, ernannt zu yrerden, konnte es natürlich nicht verwinden, baß ihm bie Stelle entgehen sollte. Er ging beshalb zu einem Mitglied des Gemeinberatbs unb theilte blesem mit, daß er wohl wenig Hoffnung auf die Erlangung ber Stelle habe, ba er in Erfahrung gebracht, baß sein Name in zweiter Reihe auf ber dem (Semeinberatbc zu unterbreitenden Liste stehe. Es wäre für ihn aber sehr peinlich, falls in ber betreffenden Sitzung, tn welcher über die Ernennung abgestimmt würbe, keine einzige Stimme aus ihn fallen roüibe; er würde ihm deshalb sehr dankbar fein, wenn er feine Stimme ihm geben wollte. Natürlich konnte das Mitglied des Gemeinderaths ihm diesen Dienst nicht versagen, da er gleichwohl wußte, daß die übrigen Mitglieder selbstverständlich für den als Nr. 1 auf der Vorschlagsliste Figurirenden stimmen würden. Unser Lehrcandibat setzte aber seine Besuche bet allen Gemeinderathsmitgliedern fort unb wiederholte auch überall die nämliche Bitte; bie Folge hiervon war, baß er am Wahltage mit allen Stimmen aus ber Wahlurne hervorging unb auch ernannt wurde.

sOrthographisches.^ Man spricht jetzt zwar von einer neuen unb einer alten Orthographie; aber mte vielfache Verschiedenheiten gibt es innerhalb einer jeden von beiden. Volle Berechtigung hat somit der folgende Herzenserguß eines sächsischen Blattes:

Die taitsche Eenigkeit ts zwar sähr scheen

Doch mich erfillts mit frohem Fanadtsmus, In die Ordhichrafieh erpltet zu sähn

7 Aen kleeneS Bischen Bardigularismus!

Unb hat erschtne Rechtschreibung kanz per so Alleene jeber taitsche Staat, Koot weeß e8! Ich sags mit Stolz: mir Sachsen brauchen zwee, Ne harte unbne weeche, at Hercheses!

ßanbel und

Gießen, den 28. April. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 1.20, Hühnereier per Stück 45 Käse per Stück 59 H, Käsematte 3 Erbsen per Ltter 22 Linsen 30 Tauben per Paar JL 0.901.00, Hühner per Stück vH 1.201.70, Hahnen per Stück JL 1.302, Enten per Stück -X 2.302.50, Ochsenfleisch per Pfund 6670 Kuh- und Rindfleisch 5660 Kalbfleisch 45 bt§

50 H, Schweinefleisch 6064 Hammelfleisch 6070 Kartoffeln per 100 Kilo cX 8.0010, Zwiebeln per Centner «X 3.005.50, Milch per Liter 1318

Aranrsrirt » M», 28. April, Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Baickgeschäst Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2623/fl, Staatsbahnactien 2853/4, Galizier 263, Lombarden 1253/8, Nord- westbahnactien 1735/8, Gotthardbahnactien 1253/8, Darmftädter-Bankactien 1535/i«, Disconto Commandit 201, Oefterr. Silberrente 67V5, 4% Ungar. Goldrente 76, 4% 1880er Russen 72Vis, 5% 1877r Russen 897e, 2. Orient-Anleihe 573/18, 4*/o Spanier, 5% Rumänische Rente 933/8, 4% Unific. Egypter 75, 5% Türken

Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gieße«.

Aufgebote.

April. 20. Kaufmann Hirsch Höxter von Zwesten mtt Emma Heß, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Emanuel Heß von Burg-Gräfenrode. 23. Pfarrer Karl Ernst - August Philipp Engel von Gießen mit Elisabethe Funk, Tochter des pensionirten Stadtgerichts-Actuars Justus Funk, von Ulrichstein. 24. Schneider Synke Christian Petersen von Carlum mit Juliane Hübner, Tochter des verstorbenen Aufsehers Leonhard Hübner von Rockenberg. 24. Schlosser Alexander Ludwig Karl Richter von Sachsen­berg mit Georgine Bertha Henriette Amalie Kolb, Tochter des Lehrers Johannes Kolb von Annerod. 27. Cigarrenmacher Kaspar Albach mit Marie Schmidt tn Burk­hardsfelden.

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