Die liberale „Pall Mall Gazette" ist dagegen entschieden gegen jede meister Intervention Enxlanss. Eine Estenbahn von Euakim nach Berber werde mehr iut Vernichtung des Sklavenhandels beitragen als die Wiedereroberung des Sudan; der Khedive möge sich mit der Herrschaft über dasj-nige Gebiet, welches ihm noch ß<biteben begnügen. Auch „Daily News" tritt dasür em, daß der Khedive den Sudan und feinen Kampf mit dem Mahd» aufgebe; er habe näher liegende Aufgaben zu erfüllen und dies müsse ihm mit Nachdruck zum Bewußtsein gebracht werden, Stt Evelyn West und Sir E. Battng seien nur in Septen, um bei der Herstellung der Ordnung im Innern zu Helsen, weiter gehe ihre Befugmß nicht und weiter würde England auch nichts thun „Wir haben die Regierung des Khedive nicht wieder eingesetzt", schließt das liberale Blatt, „damst er sich mit dem Eroberungssp'.kle in Central-Afrika erlufttge, sondern daß er das Gesetz und die Legalität iut Lande befestige und feinem Volke die Segnungen des Friedens verschaffe."
— Die Kammer begann die Generaldebatte des Budgets, Ribot hob hervor, die Hauptbesorgniß der Bevölkerung sei die Vermehrung der Ausgaben. Das Budget weise Ersparungen auf, aber aus Kosten d-r Zukunft. N'bot krit'sirte den Bericht Räumers, welcher die Schwierigkeiten bemäntele, nicht aber beseitige. Rouvier erwiderte, die Lage Frankreichs sei besser als die aller anderen Staaten Europas. Fortsetzung morgen^ Aongkingcomm ssion nahm in Gegenwart Ferry's den Bericht Bourrees entgegen und beschloß, morgen über den Regierungsentwurf zu debattwen.
Madrid, 26. Nov mber. Der deutsche Kronprinz wohnte gestern Abend mit der königlichen Familie der feierlichen Ernwethung des neuen Gebäudes der juristischen Akademie bet. Nach der vom König gehaltenen Schlußrede eitönten begeisterte Hochrufe auf den König und die Königin, sowie auf den deutschen Kronprinzen und seine Gemahlin-
— Gelegentlich der gestern Abend stattgefundenen feierlichen Eröffnung der Rechtsakademie hielt der Präsident Romero Robledo eine in etnem Lobe der Monarchie gipfelnde Rede. In seiner Erwidcrungsrede pries König Alfons zuvörderst den der Feier beiwohnenden deutschen Kronprinzen, der als ehemaliger Schüler der Universität Bonn und Ehrendoktor der Rechte, der Akademie gleichfalls nahestehe. Im w-iternr Berlaufe seiner Rede bezeichnete sich der König als einen energischen Verthetdig-r bei inneren Friedens und der Gerechtigkeit. Sollte dazu, so fuhr der König fort, unglück- luherweise die Anwendung äußerster Mittel erforderlich sein, so werde er seine Pflcht zu erfüllen wissen in dem Bewußtsein, daß solche Männer wie die Akademiker seiner Fahne folgten, auf welcher die Worte geschrieben stünden: Friede, Arbeit, Gerechtigkeit, Ordnung, Freiheit. Die Rede dcS Königs wurde mit großem Beifall auf» genommen.
— Der deutsche Kronprinz besuchte heute Vormittag das Waff-nmusenm und später in Begleitung deS Königs und des KriegsministerS die Kaserne der Bergarttllerie. ilm 3Vr Uhr wird dem Kronprinzen durch den introducteur des amhassadeurs, Zrrco dell Valle, daS diplomatische Cops vorgestellt. Abends 8 Uhr findet em großes militärisches Diner statt und um 10 Uhr großer Zapfenstreich. Morgen gedenkt der Kronprinz einen Ausflug nach Toledo und dem Eseurial zu machen.
— Das Journal „Correo" gedenkt des über jedes Erwarten günstigen E'n- drucks, den der Kronprinz in Spanien gemacht habe.
— DaS Journal „Iberia" sagt: Der erlauchte Gast, der unS mit seinem Besuche beehrt, kann sich überzeugen, daß die Spanier eine edle Nation sind, welche monarchische Institutionen liebt, als die einzigen, durch welche Spanien aus die Höhe gebracht werden kann, die ihm unter den Großmächten z. kommt- An der Freude über die Anwesenheit des deutschen Kronprinzen könnten nur republ karnsch-demagogische Agitatoren und ihre Organe nicht theilnehmen.
Lokale».
Gießen, 27. November. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 29. November 1888, Nachmittags 4 Uhr.
1. Die Prüfung der Rechnung der Armenkasse pro 1882,83.
2. Die Prüfung der Rechnung der Plockischen Stiftung pro 1882/83.
3. Die Holzernte vom Jahre 1883/84.
4. Die Quellwasserleitung.
5. Die Löberstraße bctr.
6. Die Weserstratze betr.
7. Gesuch de« GastwirthS JustuS Lenz dahier um Ueberlassung städtischen Geländes.
8. Gesuch der Bauunternehmer Christner und Kitterle dahier um Erlaubnitz zur Benutzung städtischen Geländes.
9. Gesuch des Kaufmanns Erich Wassers chleben um Erlaubnitz zur Abhebung eines städtischen RainS.
10. Gesuch bei Bierbrauereibesitzers Friebrich Textor dahier um Erlaubnitz zur Anlegung eines Durchlasses.
11. Gesuch bei GastwirthS Wilhelm Wenzel dahier um Erlaubnitz zur Herstellung eines gepflasterten Uebergangs.
12. Die Bedienung der städtischen Uhren.
13. Die Unterhaltung der städtischen Baumpflanzungen pro 1884.
14. Aufstellung eines neuen alphabethischen NamenSverzeichnisseS zum Grundbuch.
15. Die Errichtung einer definitiven Echulstelle an der Stadlknabenschule.
16. Anschaffung von Schulbüchern aus Grund des Art. 26 des VolkSschulgesetzeS.
Die Katastrophe im Sudan.
London, 23. November.
Ueber die Vernichtung der Armee Hicks Pascha's >m egyotischen Sudan liegen bis jetzt nur wenig weitere Einzelheiten vor. General Hick« beste einige Tage vor dem 1. November bet Melbas einen Sieg über die Schaaren des Mahdi errungen und -narschtrte nun an dem genannten Tage gegen El Obeid, um die Uebergabe dieses Platzes zu verlangen. Ein verrälherischer Wegweiser, welcher im Etüv.-rständniß mit dem Mahdi handelte, führte die Armee in ein felsiges, beroalotteS und wasserloses D-file, wo von den Anhängern des Mahdi ein Hinterhalt g-legt war. L tztcre waren mit Flinten bewaffnet und hatten auch Artillerie. H'ckS Pascha's Armee war in solcher Lage, daß sie nicht die Kanonen in Aktion bringen fönst; und, nachdem die Truppen sich drei Tage lang vertheidigi batten, wurden sie am 4 November vernichtet. B'zttelli, Der Zeichner des „Graphst", Art n und 50 Soldaten, weiche außerhalb des D-.file'S waren, kamen später dazu und wurden als Gefangene nach El Obeid geführt. Dst Aufständischen erbeuteten 36 Kanonen, alle Fahneis, Keiegsmaterial und Kameele. Mit Hicks Pascha fielen der Generalgouverneur Alabin Pascha, Abbas Bey, Oberst Farqahar, die Majore Seckendorfs, Masiy, Werner und Evans, die Capitäne Herlth und Anatyaga, der Oberarzt Georges Bey und der A'zt Rosenberg, O'Dosiovan, der Correspondent der „Daily News", der frühere Serg-anstMojor Morris Brody, sowie verschiedene Paschas, Beys und ungefähr 1200 Osfietere. Oberst Cottlogon, welch r den Weißen N-l von den Rebellen gefäubert und j den Zuzug zum Mahdi verhindert hatte, war gerade in Duem, als die Nachricht von der Katastrophe bet El Obetd anlangte. Er begab sich sofort nach Khartum unb bereitet dort die Verthnd.gung der Stadt vor, indem er alle kleineren Garnisonen, etwa 4000 Monn, aus dem Lande in Khartum concentrirt. Goetlogon und der Correspondent der „DmeS" (vermuthlich Herr Power) — so erzählt dieser selbst — sind die einzigen üorig gebliebenes Engländer im Sudan. Im ganzen Sudan sollen noch 16,000 bis 20,000 Mann stehen-
Nach einem andern Bericht hatte H^ckS Pascha seine Truppen geibellt_; die eine Hälfte marschirte gegen El Obetd, die andere erwartete den Mahd! bei Kaz östlich von El Obeid. Am 2- November traf der Mahdi auf die erste Hälfte, welcher sich die andere bald anschloß. Alle zusammen, ungefähr 7000 Mann, bildeten ein Quadrat, das von den Rebellen h-sstg angegriffen wurde, wobei diese große Verluste erlitten. Am 4. Novnnber endlich führte der Mahdi wohlbewosfnete Truppen — es sollen die 3000 egyptischen Soldaten gewesen sein, welche nach der Einnahme von El Obeid in den Dienst des Mahdi traten — heran und nun wurde b«8 Quarre durchbrochen und die Armee vernichtet- Vor dem Angriffe soll der Mahdi Derwische zur egyptischen Armee abgesandt haben, um mit den eingeborenen Oificieren derselben zu verhandeln. «Wir", so sollen die Abgesandten erklärt haben, «sind Muselmänner wie Ihr. Warum wollt Ihr kämpfen? Ergebt Euch!" Die Boten wurden mit einer Salve empfangen und darauf begann die Schlacht. Seit dem 5. November weiß man nichts mehr •nem Mahdi, allein man vermuthet, daß derselbe sich nicht mehr weit von Khartum befindet.
Von den englischen Blättern wird die Situation im Ganzen als eine verzweifelte angesehen. So schreibt die „Times":
„Die Niederlage im Sudan wird unzweifelhaft der Autorität Englands im ganzen Orient einen furchtbaren Schlag »ersetzen und alle muselmännischen Fanatiker Astens und Afrikas in Aufregung bringen. Der ganze Orient wird Hicks Niederlage alS Englands Niederlage ansehen. Diese Schlacht ist ebenso verhängnißvoll für England rote der Rückzug aus Afghanistan im Jahre 1842. Wir können nicht annehmen, daß das Cabinet heute noch daran denkt, die englischen Truppen aus Egypten zurückzuziehen. Diese Maßregel würbe ohnehin von allen Vernünftigen veruttheilt und muß daher aufgegeben werden.
Auch der konservative „Globe" glaubt, daß Die Aufrcibnng der egyptischen Truppen sm Sudan unter allen Umständen eine gleiche praktische Bedeutung habe, als ob eine britische Macht und nicht blos ein unter dem Befehle eines englischen Generals stehendes Heer eine Niederlage erlitten hätte. Egypten j tzt den Egyptern zu überlassen, wäre darum nichts Anders als ein Akt des Wahnsinns. Die „Morning-Post", der „Admr- tifer" und der „Daily Telegraph" treten entschieden dafür ein, daß man den Khedive jetzt, wo ihm von Süden her Gefahr droht, das Land von barbarischen Horden überlaufen zu sehen, nicht ohne Hülse lasten dürfe, die überdies im ureigensten Interesse Englands geleistet werden müsse- Von einer Räumung Egyptens, ja selbst von einer Verringerung der dort stehenden Armee dürfe keine Rede länger sein; es handle sich vielmehr tim ein thatkräsiiges Einschreiten, welches nur durch eine entsprechende Verstärkung der Milstärmacht geschehen könne, wozu der „Dafly Telegraph" die Heranziehung indischer Truppen empfiehlt- Die „St- James's Gazette" findet es ganz unbegreiflich, wie das Unternehmen, das so vnhänguißvoll endete, überhaupt nur geplant werden konnte. Der Untergang des kleinen Heerhaufens in dem unwlrthlichen Lande, einem fanatischen, nach Hunderttausenden zählenden Feinde gegenüber, mußte unvermeidl'ch fein. Das Blatt schreibt:
„Das verhängnißvolle Ereigniß berührt aber unmittelbar unsere politische Autorität in Egypten- Wir haben uns verpflichtet, der egyptischen Regierung, die wir geschaffen haben, zum Siege zu verhelfen, unb der Sieg des Mahdi bedroht fie mit mehr sls dem bloßen Verluste des Vertrauens. In einem großen Unternehmen Mißerfolg gehabt zu haben, ist schlimm genug; dem siegreichen Rivalen aber das Feld zu überlassen, ist noch schlimmer. Er kann sich mit seinem Erfolge zufrieden geben; er braucht dies aber nicht zu thun. Von El Obeid nach Kairo ist ein weiter Weg. Niemand vermag ihn aber schneller und sicherer zurückzulegen als die Araber- Eine mächtige muselmännische Bewegung ist ausgebroSen; der Sieg über General Hicks hat ihr neue Nahrung zugeführt. Wer weiß, wohin sie sich verbreitet. Eines ist sicher: wir dürfen von der Räumung Kairos nichts weiter hören."
Ger»tfchte».
Schlüchtern, 22. November. Dienstag Abend hat sich in dem Personenzug 22 der Frankfurt-Bebraer Bahn auf der Strecke zwischen Elm und Schlüchtern ein anständig gekleideter Reisender im Aller von 23 bis 25 Jahren in einem Coupt 2- Stoffe erschossen. Derselbe soll in Fulda auf ein Billet 3. Classe eingestiegen fein und erst in Elm, wo er ein Zuschlagbillrt löste, die 2- Wagenklasse benutzt haben. Der Selbstmörder soll ein junger Kaufmann Namens Kröger aus Osnabrück fein.
O estri ch , 22. November. Tod im Brunnen fand man hier jüngst ein Ehepaar. Man nahm an, daß es in Streit geraden, sich angepackt und dabei durch einen Sturz tn den Brunnen verunglückt fei. Wie der „M- A-" nachträglich mittheilt, fand man, daß die beiden Hände der Frau mit einem Gurt an den Leib gebunden waren, mithin der sicherste Beweis des Mordes fettens des Mannes vorltegt, welch' letzteren sie, trotzdem sie gebunden war, mit sich in den Brunnen hineinzog und krampfhaft im Tose fcsthielt. In der Tasche des Mörders sand man einen Brief eines Koblenzer Fräuleins vor, welcher so schwere Judicien ergab, daß man sie verhaftete. Die Fran wurde fecirt und mit kirchlichen Ehren bei Tage in die Reihen der Tobten auf hiesigem Kirchhofe beerdigt; der Mörder wurde zur Nachtzeit hlnausgetragen und an der Knch- hossmauer begraben-
— Welche ungeahnte Ausdehnung die Lebensversicherung in den letzien 3 Jahrzehnten genommen, ergibt stch auS folgenden Zahlen. Im Jabre 1852 gab es im Ganzen 12 deutsche Lebcnsversicherungs.Anstalten, bet denen ca. 47 Tausend Personen mit ca. 173 Millionen Mark versichert waren. Ende des Jahres 1882 waren bei 48 deutschen Gesellschaften 859 Tausend Personen mit nahezu 3 Milliarden Mark versichert. Diese Summen kommen innerhalb eines Menschenalters an die Erben re- der Versicherten zur Auszahlung- Wie viele Existenzen "können mit diesen Erbschaften gegründet und gefördert werden, welch reicher Segen für hunderttausende Familien, welch unermeßlicher volkswirihschaftlicher Nutzen für Gesellschaft unb Staat überhaupt erwachsen aus b'efen tausenden von Millionen! Zu denjmigen Gesellschaften, welche mit das größte Vertrauen genießen und bei ihrer Solidität und äußersten Billigkeit, sowie bet ihren liberalen Einrichtungen einen besonders hohen Zugang seit vielen Jahren aufzuweisen haben, gehört die Lebensversicherungs--und Ersparniß- dank in Stuttgart- Diese Bank hat dermalen einen Versicherungsstand von 204 Millionen Mark und besitzt einen Bankfonds von ca- 43 Millionen Mark, darunter eine Extrareserve von ca. 8 Millionen. Da sie Gegenseitigketts-Anstalr ist, so kommt der Gewinn (Dividenden) den Versicherten ausschließlich zu, und da dieser ein sehr hoher ist, so stellen sich die Prämien aufs niedrigste Maß. Die Dividenden können von Anfang an in vollem Betrag oder in fueeessiv steigender Weise bezogen werden; in letzterem Fall wird der Versicherte nach einer gern ff tn Versichervngsdauer nicht nur von jeder Prämienzahlung frei, sondern bekommt auch noch eine jährlich steigende Rente- Wer seine Ersparnisse — denn Versichern ist Sparen — bei einer soliden und voithell- baften Lebensversicherungs-Gesellschaft anlegt, hat für seine Nachkommen aufs beste und sÜr alle F8lle gesorgt.
Schiffsnachrichten.
Bremen, 26. November. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfcr Donau, Capt- R. Ringk, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. November von Bremen und am 13. November von Southampton abgegangen war, ist gestern 9 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.
Handel «nd Verkehr. . s
Gießen, den 27. Novbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.15, Hühnereier per Stück 7—8 H, Käst Stück 4^-8 H, Käsematte 3 H, Erbsen per Liter 20 H, Linsen 30 Tauben per Paar 60—70 H, Hühner per Stück X 0.90—1.30, Hahnen per Stück X 0.75—1.30, Enten pr- St. X 1.50—1.80, Ochsenfleisch per Pfund 70—72 <S>, Kuh- unb Rindfleisch 56—60 Kalbfleisch oO bt» 54 Schweinefleisch 62—64 H, Hammelfleisch 60—70 H, Kartoffeln per 100 Kü» X 3.00-3.40, Milch pr. Str. 13—18 Gänse pr. Psd. 4 36-50. Zwiebeln per (Str. X 7. Weißkraut per Hundert 4-00—6.
Frankfurt, 26. Nov. (Getreide-Preise.) Weizen ess. hiesiger und Westerauer X 19'Vi—20, fremder X 191/?—20, Roggen ess. hies. X 16—Vz, fremder X 16— /«, Gerste eff. hies. u- SZBetterauer X 17—18, fremde X 18—20, Hafer eff., hiesiger X 14—14</,, fremder X 14'/-—»/»- — Rüböl eff. ohne Faß hies. in Parthreu von 50 Ctr. X 39. Branntwein eff. ohne Faß X 46.
Frankfurt, 26. Novbr. Der heutige Viehmarkt war stark befaffren. Singe- trieben waren 350 Ochsen, ca. 25 Bullen, ca- 400 Kühe und Rinder, ca. 212 Kalber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—70, 2. Qual, 60, Kühe uns Rinder 1. Qual. X 55—60, 2. Qual. X 45—50, Kälber 1. JDual. X 63—65, 2- r^uai. X 53—55 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
a. M., 27. Novbr., Nachmittags 2 Uhr - Min. (TelegrUhiM Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gietzen.) Creditacticn 231%, Staatsbahnactieu 260%, Galizier 237'/g, Lombarden 116'/8, Sttfltw westbahnactien —, Gotthardbahnactien 92%, Darmstädter - Bankacsten 151 /e,
Disconto Eommandit 181%, Oesterr. Silberrente 66'Vw, 4% Ustgar. Goldrente Its. 4'J/o 1880er Russen 7O’/ie, 5% 1877r Russen —, 2. Orient-Anleihe
Spanier 55’/s, 5% Rumänische Rente —, 4»/0 Untfic. Eguvter 62'/-, 5% 3»««
97)6, Marienburger —, Hess. Ludwigsbahnact. —■ Tendenz: schwach. —
Briefkasten.
Herrn I. B. Wollen Sie gefl. über Ihr Manuskript weiter verfügen, da wir keine Verwendung dasür haben. J1
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6 Sopha schrank, Stühle, 1
2 Nähme versaston mit ßoeo:
2 Kühe : Gießen, de
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