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Familie unseres deutschen Volkes fehlen sollte. Bestellungen auf dieseVolksausgabe* werden zum Preise von 1 Mark 20 Pf. von allen Buchhandlungen entgegengenommen.

Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, ist dieGartenlaube" in den Besitz der Herren Gebrüder Kröner in Stuttgart übergegangen. Trotz der zahlreichen, dem Blatte während der letzten Jahre entstandenen Concurrenzunternehmungen, ist die Gartenlaube" heute noch mit ihrer thatsächlichen Auflage von 221,000 daS weitaus verbreitetste Volks- und Familienblatt Deutschlands. Von den neuen, durch ihren gediegenen Jllustrationsoerlag rühmlichst bekannten Besitzern ist zu erwarten, daß unten ihrer Leitung dieGartenlaube" nicht nur ihren j tz'gen hohen Rang behaupten, sondern einen neuen Aufschwung, namentlich in tllustratioer Hinsicht, nehmen wird. Redactto« und Verlag werden auch künftig in Leipzig verbleiben.

Alexandrien, 25. October. In letzter Zeit sind hier wieder 9 Per­sonen an der Cholera gestorben. Die Mehrzahl derselben waren Europäer.

Konstantinopel, 25. October. In Folge des WleocrauftretenS der Cholera in Alexandrien ist die Wiederanwendung der bei Ausbruch der Epidemie ergriffenen sani­tären Maßregeln angeordnet worden.

Die Erderschütterungen in dem Rayon von Smyrna dauern fort, nament­lich wurden am 23. ds. Mts. sechs starke Erdstöße in Smyrna verspürt, doch wurde keinerlei Schaden angerichtet.

Bet dem letzten Erdbeben im Tschesme stürzten über 3000 Häuser ein, 50 Personen wurden gelobtet, ca. 3000 verwundet.

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Vermischtes.

Offenbach, 22. October. Zwei mit unerhörter Dreistigkeit und mit unglaub­lichem Raffinement zum Nachtheil der hiesigen städtischen Sparkasse ausgeführte Fälschungen erregen zur Zeit allgemeines Aufsehen. Eine derselben wurde am vorigen Freitag von einem an der Sparkasse seit wenigen Wochen beschäftigten jungen Manne entdeckt und in Folge dieser ergab die durch Herrn Polizeicommtssär Bräuntg geführte Untersuchung die zweite Fälschung. Der Verdacht mußte, da ein solcher gegen die übrigen Beamten der Kasse ausgeschlossen ist, auf den seit 26. September nach Amerika abgereiften Gehülfen Namms Ernst Philipp Roth fallen und hat sich derselbe auch bestätigt. Roth, ein noch junger Mensch von etwa 20 Jahren, früher Commis im Hause Maury u. Co- dahier, war seit einem Jahre Gehülfe auf der Sparkasse und wußte seinen in dieser Zeit erlangten Einblick in die Geschäftsführung derart zu be­nutzen, daß lange Zett nichts bemerkt werden konnte. Um ein Sparkassenbuch in die Hand zu bekommen, ließ er durch einen seiner Bekannten 2 Mark auf den Namen Wilhelm Uhl einlegen, änderte dann den Familiennamen in Ullrich, die Summe in 6500, ebenso die Nummer auf diejenige des Ortginolbuches, so daß nur noch eine Quittung anzufertigen war, um auf des wirklichen Einlegers Namen Geld holen zu können- Roth nahm daher aus einem Fascikel eine alte Quittung, die er fein radtrt und auf 5000 Mark geändert mit dem gefälschten Sparkassenbuch durch seinen Freund Wilhelm Hauch (früher Commis, jetzt Gürtler) am 4- September, Abends um circa 5 Uhr, zum Jncaffo präsentiren ließ. Natürlich wurde diese Summe ohne Anstand ausgezahlt, da das Büchelchen mit dem Conto vollständig conform gebucht war. Dann wurden noch 150, sowie 300 Mark erhoben. Im zweiten Fall fälschte Roth Buch und Quittung von Karl Krumm auf Karl Vasserot und ließ 2000 Mark erheben. Auch hier konnte nichts bemerkt werden, da der Fälscher alle Actenstücke auf ihren alten Stand setzte. Man würde demnach nicht früher etwas haben entdecken können, als b s einer der wirklichen Einleger zur Erhebung einer Summe erschienen wäre und dann erfahren hätte, daß ihm nichts mehr oder doch nur wenig gutgebracht sei. Der Schwindel mit der letztgenannten Summe ist älteren Dalums und verdankt seine Entdeckung Herrn Polizet-Commtffär Bräunig. Derselbe erinnerte sich, gehört zu haben, daß Roth und Hauch in der Lotterie gewonnen haben sollten. Herr Reoier-Commissär Heydt nahm daher Veranlassung, in Frankfurt Nachforschungen anzuftellen und sand, daß sowohl Roth wie Hauch schon früher je 800 Mark auf einer Sparkasse deponirt hatten. Als Hauch bei seiner Vernehmung diese Mittheilung gemacht wurde, entschloß er sich, sein Geftändniß dahin zu erweitern, daß er auch die (bis dahin nicht vermißten) 2000 Mark geholt habe. Die ganze Summe beläuft sich somit auf 7450 Mark Wie erwähnt, hat Roth und zwar mit einem gewissen Valentin Lotz, Portefeuiller von hier, der bei dieser Sache auch in Betracht kommt, bereits am 26. September das Wette gesucht und dürfte es nicht leicht sein, seiner habhaft zu werden, da er einen vier­wöchentlichen Vorsprung hat. Auf Hauch war der Verdacht des Chefs unserer Polizei gefallen, weil er ihm als der intimste Freund Roth's bezeichnet worden war. Roth hatte stets noble Passionen und gab ziemlich viel Geld aus und steigt auch jetzt wieder der alte Verdacht des Einbruchs in der Maury'schen Fabrik auf, welcher vor einigen Jahren statt hatte und nicht aufgeklärt wurde. Hoffentlich gelingt es der Polizei, den Fälscher aus Amerika wieder hierher zmückgeleiten zu können-

Mainz, 22. October. (Einbruch) Gestern sind einige Jungen im Alter von elf bis zwölf Jahren in eine Villa, unweit unserer Stadt, eingebrochen und haben, nach dem R- K-, in derselben einen Schaden von ca. 3000 Mark angertchtet. Die Zerstörung, die von den Buben in der Villa angerichtet wurde, ist eine wahrhaft vandalische, indem sämmtliches Mobiliar zertrümmert, Vorhänge, die mehrere hundert Mark gekostet hatten, zerschnitten und bei einem Krämpler für 70 Pfg. verkauft wurden. Von denselben noch schulpflichtigen Knaben ist noch eine Reihe anderer Diebstähle verübt worden.

Frankfurt, 24. October. Die Telephon-Anlage in unserer Stadt gewinnt fortschreitend an größerer Bedeutung und wird demnächst Frankfurt im VerhältMß alle andern deutschen Großstädte auf diesem Felde bald überholt haben. München und Wien hatten bet Gelegenheit ihrer elektrischen Ausstellung das erste Verdienst, Opern­musik und Gesang per Telephon auf entfernt liegende Plätze zu übermitteln, doch nur versuchsweise. Nun wird dieser Versuch zum ersten Male, und zwar in unserer Stadt, zur praktischen Anwendung gebracht werden, indem vom Opernhause aus eine Tele­phonleitung nach Philippsruhc bet Kesselstadt in düs dorttae Schloß des Landgrafen von Hessen eingerichtet wird, behufs Uebertragung der musikalischen und gesanglichen Aufführungen der hiesigen Bühne nach dort. Se. Hoheit der Landgraf besichtigte zu diesem Zwecke am Donnerstag bereits die Central-Telephonstation im Postgebäude. Daß sich diese Anlage bewähren wird, dürfte außer Zweifel sein und wird es dann wohl nicht bet der einen solcher Musik-, bezw. Operntelephonie verbleiben. Es kann auch nichts Genußreicheres und Bequemeres geben, als eine solche Opern- oder Concert- Aufführung in seiner Wohnung mit anzuhören.

Braunschweig, 19. October. Seit einigen Tagen tragen die Mannschaften und Ossiciere des Braunschweigischen Husaren-Regtments den weißen metallenen Todten- kopf mit der Umschrift:Peninsula, Waterloo, Mars la Tour" vor der Bärenmütze, die Ossiciere auch vor der Mütze. Dieses Abzeichen gab der Herzog Friedrich Wilhelm dem gesammten Corps, sowohl der Cavallerie als der Infanterie, mit welcher er im Jahre 1809 in Verbindung mit Oesterreich gegen Napoleon in den Kampf zog und sodann, ausgeschlossen von dem Frieden von Znaim, den Zug von Böhmens Grenze bis zur Ostsee machte. Den blanken Todtenkopf, mit dem kreuzweise unter demselben liegenden Beinknochen, trugen die Braunschweiger sodann auch später in Spanien (im Peninsularkriege") und bei Waterloo, und dieses Zeichen stimmte zu der Uniformirung, welche aus einem schwarzen Schnürenrocke mit blauem Kragen, gleichfarbigen Bein­kleidern und Czako bestand. Das Corps mürbe in Oels organisirt und der Umstund, daß dort Herzog Sylvins Nimrod von Oels im Jahre 1652 den Orden vom Todten- kopfe gestiftet hat, soll einer Mittheilung desBr. Anz." zufolge den Herzog Friedrich Wilhelm veranlaßt haben, jenes Abzeichen zu wählen. Dasselbe trägt auch in der preußischen Armee das erste und zweite Leib-Husaren-Regiment.

(Berzwerks-Catastrophe.) In dem Steinkohlen-Bergwerke von Leycett in Staffordshire war vor zwei Tagen ctn Grubenbrand ausgebrochen, den man zu ver­dammen bemüht war. Am Sonntag Abend, gerade als der Director, der Schichtmeister und der Ingenieur angefahren waren, um sich vor Ort von dem Fortgänge der Arbeiten zu überzeugen, erfolgte plötzlich eine furchtbare Explosion schlagender Wetter. Sechs Personen darunter der Schichtmeister und der Ingenieur blieben auf der Stelle tobt und bret wurden lebensgefährlich verletzt. Die Rettung der Übrigen, zur Zeit der Explosion tm Schachte befindlichen Personen, von denen einige das Bewußtsein ver­loren hatten, soll eine wunderbare gewesen fein.

Nach den statistischen Ermittelungen des Vereins deutscher Eisen-und Stahl- industrieller belief sich die Roheisenproduction des deutschen Reichs (einschließlich Luxemburgs) im Monat September 1883 auf 278 486 Tonnen, darunter 170 369 Tonnen Puddelroheisen, 7 326 Tonnen Spiegeleisen, 39 983 Tonnen Bessemer, 31698 Tonnen Thomasroheisen und 26 810 Tonnen Gießereiroheisen. Die Production im September 1882 betrug 272 729 Tonnen. Vom 1. Januar bis 30. September 1883 wurden producirt 2 514358 Tonnen gegen 2326483 Tonnen tm Vorjahre.

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Literarisches.

Von der gleich bei ihrem Erscheinen vollständig vergriffenen Luther-Fest- Nummer der Jllustrirten Zeitung ist soeben, mit Hinweglassung alles nicht zur Luthersache gehörigen Textes, eine Volksausgabe erschienen. Mit dieser zunächst für Volk und Schule bestimmten Ausgabe bietet die Verlagshandlung mit Bezug auf Ausstattung, Inhalt und Preis eine der besten Festschriften zum Lutherjubiläum, welche, wie es von den berufensten Stimmen rückhaltslos betont wird, in keiner protestantffchen

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Kirchliche Anzeigen der Stadt Giesters

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst:

Sonntag den 28. Oktober (23. nach Trinitatis). Ernte-Dankfest.

Vormittags 9V-2 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Am Montag, den 29. Oktober, findet die Dekanatssynode unsere- Dekanats in hiesiger Stadtkirche statt. Der Gottesdienst, in welchem Pfarrer Sch ö v hals aus Großen-Linden predigt, beginnt Vormittags 9 Uhr, und an denselben schließe-, sich die Verhandlungen an. Die Gemeinde wird zur Theilnahme am Gottesdienst uri) den Verhandlungen freundlichst eingeladen.

Montag, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule: Brbel- stunde, Apostclgesch. 2,121, Pfarrer Dr. Naumann.

Donnerstag, den 1. November, Abends 6 Uhr, in der Kirche: 5. Er- bauungsstunde, Luther's Leben, Pfarrer Dingeldey.

Am Sonntag, den 4 November, feiern wir das Reformationsfest, zugleich als Einleitung zu der Lutherfeier. An diesem Sonntag wird das heilig! Abendmahl gefeiert; die Beichte findet Samstags zuvor, Nachmittags 2 Uhr, statte auch wird an diesem Sonntag die übliche Kirchenkollekte für die Gustav-Adolf-Stiftun S' nach beiden Gottesdiensten, erhoben. ,

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 28. Oktober bis 3. November besorg Pfarrer Dingeldey.

Katholische Gemeinde.

24. Sonntag nach Pfingsten-

Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h- (SommunioiL i/zl0 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Rosenkranz-Andacht und Segen.

Allerheiligen (Donnerstag den 1- November).

Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h-Commumoir i/210 Uhr: Hochamt und Festpredigt. 2 Mir: Rosenkranz-Andacht und Segen.

Allerseelen.

Todtenmesse für die Abgestorbenen der Gemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 430 Uhr, Samstag Morgen 83® Uhr, Samstag Mittag 3 Ufa Samstag Abend 510 Uhr.

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LandwirthschaftlicheS.

ii.

Der Anbau der Zuckerrübe.

In einem vorherffehenben Artikel haben wir uns im Allgemeinen über den Segen des Zuckerrübenbaues ausgesprochen. Wir wollen cs nun versuchen, im Einzelnen dessen Vortheile klar zu legen.

Nach den von Setten des deutschen Reiches zum ersten Mal tm Jahre 1878 veröffentlichten Zusammenstellungen der Ernteerträge (vide auch landw- Zeitschrift f. b. Großh. Hlssen Nr. 16 von 1882) wurden in einem oberhessischen Kreise (Friedberg) von einem Normalmorgen 7 Vs Centner an Weizen, 5V3 Centner an Roggen, 7V4 Centner an Hafer und 361/2 Centner an Kartoffeln geerntet, während in demselben Jahre in ähnlichen Gegenden, wie z B- Rheinpreußen, Sachsen, Braunschweig, in denen der Zuckerrübenbau blüht, 10 Centner und mehr an Weizen und so im Verhältniß ein Mehr auch bei den Übrigen FeldfrÜchttn geerntet wurde. In den hauptsächlichen Zuckerrübengegenden Sachsens gewinnt man sogar durchschnittlich 20 Centner Weizen pro Normalmorgen. Man ersieht hieraus, wie enorm die Erträge durch den Zucker­rübenbau gesteigert werden können.

Die landw. Zeitschrift Nr. 42 von 1883 enthält einen sehr lesenswerthen Artikel aus Braunschweig, inhaltl ch dessen ein dortiger Landwtrth nachzeigt, daß er im Beginne seines Rübenbaues 170190 Centner an Zuckerrüben pro Morgen geerntet, allmälig aber durch gute Cultur seines Bodens diesen Ertrag pro Morgen in 1878 bis auf 225 Gentner, in 1879 auf 240 Centner und in 1880 bis auf 290 Centner gesteigert habe. Diese Rüben hatten einen Zuckergehalt von 14,1 pCt. Im Mittel der drei letzt­genannten Jahre lieferte daher der Zuckerrübenbau daselbst rund 251 Centner pro Morgen. Nehmen mir nur einen Rüdenpreis von 1 Mark pro Centner (ohne Rücksicht auf den Zuckergehalt) an, so hätte früher dem betreffenden Landwirth der Morgen Rüben 170- 190 Mark gebracht, in den letzten Jahren aber 251 Mark.

In den eigentlichen Zuckerrübenbau-Gegenden nimmt man nach dem lang­jährigen Durchschnittsergebniß an, daß eine geringe Rübenernte 100120 Centner, eine mittlere 140160 Centner und eine gute solche Ernte 200 Centner und darüber im mittleren Durchschnitt bringt.

Der Besitzer eines Gutes in einer der hauptsächlichen Rübengegenden Preußens, der genau Rechnung führt, gibt an, daß feine Rüben pro Morgen durchschnittlich 218 Centner ertrugen, welche zu 1,05 Mark per Centner an eine Fabrik verkauft wurden. Er erlöste daher einen Rauhertrag von 229,03 Mark pro Morgen- Die Un­kosten für Saatgut und sämmtliche Handarbeit, aber ohne Düngung und Gespann- arbeit, beliefen sich pro Morgen auf 40,70 Mark, so daß also ein Ueberschuß von 188,33 Mark pro Morgen verblieb.

Die Kartoffelernte brachte demselben Besitzer pro Morgen 90.216 Centner im Durchschnitt; dieselben wurden mit durchschnittlich 2 X pro Centner verkauft und da­her pro Morgen erlöst 180.43 X- Die Unkosten für die gleiche Arbeit, sowie Saatgut stellen sich auf 31.23 X pro Morgen, es blieb daher ein Ertrag aus Kartoffeln von 149.20 X pro Morgen. Die Zuckerrüben brachten also gegen die Kartoffeln einen Ueberschuß pro Morgen von nahezu 40 X

Aus ben buchmäßigen Berechnungen eines Gutsbesitzers in einer Rübengegem Ostpreußens entnehmen mir, oaß derselbe in 1882 30 Normalmorgen an Zuckerrüben ausgestellt hatte. Seine Ernte betrug 189 Centner pro Morgen.

Dieselben wurden von der Fabrik mit 95 H pro Centner bezahlt und daher vorn Morgen ein Rauhertrag von 179 55 X erzielt. Die Unkosten beliefen sich pro Morgen für Saatgut, Handarbeit und künstlichen Dünger auf 42.24 X, es blieb also, die Gespannarbeit ungerechnet, ein Ueberschuß von 137.31 X pro Morgen. Dazu kommen noch 4050 pCt. an Rübenrückstände, die als Futter von der Fabrik unentgeltlö zurückgegeben wurden. Und das war in demfür den Rübenbau ungünstigen Jahre 1882.

In einem der neuesten und hervorragendsten Werke über den Zuckerrübenbcur wird nach sorgfältiger Berechnung folgendes Durchschntttsresultat aus dem Rübenbar für Braunschweig gegeben:

Ernte 140 Centner Rüben k 1.10 X = 154 X $ pro Morgen,

Als Futter, Schnitzel, Rückstände = 19 60

Futterwerth der Köpfe und Blätter 10

zusammen 183 X 60 pro Morgen.

Die sämmtlichen Unkosten, einschließlich Landpacht und Inventar-Abnutzung b» laufen sich auf 12625 X pro Morgen, so daß also dem Pachter ein Reinertrag ooi rund 56 X pro Morgen bleibt. Der Landpacht beläuft sich aber in BraunschweU sehr hoch; ungefähr 30 X pro Morgen.