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Erscheint ILgUch mit Ausnahme des Mo-lta-S.
vareaur Schulstraße 7.
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(» , Ungewißheit über den Ausgang der französisch-chinesischen Miyanotmlgen hat die äußerste Linke der französischen Deputirtenkammer zu & .?"tschlusse veranlaßt, ein Manifest an das Land zu richten. Hierdurch Mil ore Legierung gezwungen werden, das Parlament wegen der Tongkingnest- Handel sofort einzuberufen. Man betrachtet dieses Vorhaben der Radikalen k ^'Nmmenhängend mit der Agitation, welche von dieser Seite behufs Sturzes
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M von den Radikalen gewünschten Erfolg haben wird, da es durchaus nicht i daß das gegenwärtige französische Cabinet überhaupt das Vertrauen Kammer-Majorität verloren hätte.' "" '
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Stock-, j von S*IÄ [
Politische Ueberskcht.
Gießen, 25. September.
Das kleine Taunusbad Homburg ist für einige Tage der Ver- imlungsort für eine glänzende Versammlung von Königen und Fürsten ge- corben, welche sich anläßlich der Manöver des 11. Armee-Corps um den Kaiser mippirt hat. Unter den fremden Fürstlichkeiten sind es besonders die Könige von Spanien und Serbien, welche die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, la nan ihrer Anwesenheit in Deutschland eine politische Bedeutung beilegt, D$e Annahme bezüglich des spanischen Herrschers noch dadurch verstärkt wird, lotz sein Minister des Auswärtigen, Marquis de la Vega-Armijo, ihn begleitet. Wrdem erscheint es nicht bedeutungslos, daß der Staatssecretär im Berliner Auswärtigen Amte, Graf Hatzfeldt, ebenfalls in Homburg eingetroffen ist, was ich mit Gewißheit vermuthen läßt, daß hier auch politische Fragen zur Erör- lMg gelangen werden. Am Freitag haben die Homburger Kaiser-Manöver mit fcer an dem Straßen-Dreieck Ober-Erlenbach, Rieder-Erlenbach und Niederaichbach stattgesundenen Parade des 11. Armee-Corps ihren Anfang genommen.
Für die Wiederaufnahme der Regierungs-Thätigkeit der verschiedenen Ressorts ist der 1. October angefetzt worden, bis zu welchem Zeit- punfl sämmtliche noch auf Urlaub befindliche Ressort-Chefs nach Berlin zurück- gelehrt sein werden. Der Bundesrath dürfte ebenfalls im Lause des October oiebier zusammentreten, da dann für ihn genug Arbeiisniaterial vorhanden sein ckd. Als eine der ersten dem Bundesrathe zu machenden Vorlagen bezeichnet M die Reform der Statistik des auswärtigen Waarenverkehrs, welche schon von verschiedenen versammelt gewesenen deutschen Handelstagen beantragt worden ist. Ueber den Zusammentritt des preußischen Landtages erfährt .man noch chts Genaueres; vermuthlich wird derselbe erst im November erfolgen, in velchem Monat auch die Landtage von Sachsen und Baden-Baden einberufen »erben sollen. .. .
Zwischen der „Nordd. Allg. Ztg." und der „Times ist m zvlge der perfiden Angriffe des Cityblattes auf Deutschland eine scharfe Polemik *annt. In ihrer Abend-Ausgabe vom 21. September kommt die „Nordd. Mg- Ztg." wieder auf diese Angriffe in einem Artikel zurück, , in welchem doraus hingewiesen wird, daß die ^Times" keineswegs mehr die öffentliche Mei- Wtz Englands repräsentire und daß die „Times" nur noch einen kleinen Rest ijves früher so mächtigen Einstuffes in England besitze. Das Berliner osficwse dlo.lt sagt dann gerade heraus, daß die Wiederaufnahme der früheren tradmo- Een englischen Politik, auf dem Contincnte Unruhen und Verwickelungen zu kvcLgen, nur zur Folge haben könnte, daß sich die in Deutschland noch stark vorhandenen Sympathien für England schmälerten und daß Deutschland feine eigene Haltung conform jenen übelwollenden Informationen einrichten roürbe. Wießlich bezeichnet die „Nordd. Allg. Ztg." den Versuch der „Times", Oesterreich gegen Deutschland mißtrauisch zu machen, als lächerlich; es gehöre eine vollwichtige Dosis von Unkenntniß continentaler Verhältnisse dazu, um auch nur AM Versuch zu machen, das deutsch-österreichische Bündniß zu untergraben.
General v. Blumenthal, der verdiente Führer des 4. Armee-Corps, * vom Kaiser in den erblichen Grafenstand erhoben worden.
In Kroatien ist die Ruhe doch noch nicht so vollständig wieder herge- M.l, wie es den Anschein hatte. Erst jüngst hat in Farkas Evaczt ein bluti- ^^^HEvstoß zwischen tumultuirenden Bauern aus Gradocz und Bewvar um der aus Landwehrmannschaften bestehenden öffentlichen Macht stattgefunden; »lni e^nem erbitterten Handgemenge, in dessen Verlaufe 10 Bauern geltet und 2 Landwehrleute Aschwer verwundet wurden. Da in Wien am ocamstag die gemeinsamen Minister-Conferenzen behufs Feststellung des den «gationen vorzulegenden Budgets begonnen haben, so dürfte bei dieser Gele- Meit auch die Lage in Kroatien nochmals ernstmi Erwägungen unterzogen Mwen. '
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Allein. 5
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenr-Bureau.
Homburg, 24. Septe^e^ SeMe K^Hoheit
9V4 Uhr mit König von Sachsen nach em Wilhelm den
der Kronprinz hatte den König von Serbi^ ga^rt abgeholt.
König von Spanien, welcher p^ßsche U fuhren ebenfalls nachdem
Obersten Bichot anbelangt, so fehlen hierüber noch immer nähere Mtttheilungen. Es hieß allerdings, daß die Enthebung Bouet's von seinem Commando in Folge von Zwistigkeiten, die zwischen ihm und dem französischen Civilcommissar Har- mand entstanden seien, erfolgt sei, doch wird diese'Version von competenter Seite in Abrede gestellt. Die nächsten Nachrichten werden hoffentlich hierüber Aufklärung bringen. . , ri
Herr Gladstone, der englische Premierminister, ist von seinem Ausffuge nach Kopenhagen am Freitag wieder nach England zuruckge- kehrt und hat sich von dem Landungsort Gravesend mittelst Extrazuges sofort nach London begeben. Die leitenden Londoner Blätter, wie „Standard", „Pall Mall Gazette" u. a., sind bestrebt, die Reise des leitenden Staatsmannes Englands lediglich als eine Vergnügungs-Tour darzustellen und versichern, daß die verschiedenen politischen Combinationen, welche man an seinen Besuch in Kopen- baaen aeknüpst habe, durchaus verfehlt seien. In den politischen Petersburger Kreisen theilt man aber keineswegs diese Ansicht der Londoner Blätter, sondern hält an der Meinung fest, welche auch in Berlin und Wien getheilt wird daß der Entrevue zwischen dem Czaren und Herrn Gladstone ein bestimmter Zweck zu Grunde liege und daß hierbei die bulgarischen Verhältnisse eine Hauptrolle spi^t^Dbv Beginn der großen russischen Manöver bei Warschau ist jetzt auf den 24. September festgesetzt worden. Damit erledigt sich die in etwas sensationeller Weise aufgetauchte Nachricht von der Verschiebung der Manöver, woran schon verschiedene aufregende Gerüchte geknüpft worden waren. Nach Berichten Petersburger Blätter sind in dem Budgetentwurf für die rupische Haupt-Intendantur pro 1884 für die Unterhaltung des Militärs lol Millionen, also 7 Millionen mehr als 1883, ausgeworfen worden.
Die in Sofia in Folge der Demission des bulgarischen, von rusßschen Generälen geleiteten Cabinets eingetretene Minister-Krists hat eine sehr rasche Lösung gefunden. Zankow, der Führer der Liberalen , welcher vom Fürsten Alexander mit der Neubildung des Ministeriums beauftragt worden war, ist hiermit schnell zu einem Resultate gelangt. Zankow selbst hat das Präsidium und das Ministerium des Innern, Matschemtsch> die Finanzen, Bolabanow das Auswärtige, Stoilow die Justiz, Jeolionow d,e öffentlichen Arbeitei^'F Machow den Unterricht übernommen. Das Kriegsministermm allem ist noch unbesetz , wie es scheint, verlangt Rußland die Besetzung desselben mit einem Müschen @iner3n San ton soll unter der eingeborenen Bevölkerung noch immer große Erregung gegen die Europäer herrschen. Mau befurchtet daß. im. |aOe; eines wiederholten Aufruhres die chmefftchen Truppen gemeinschaftliche Sache mit dem Pöbel machen werden. Seitens der europäischen Colome,werden alle Vor- kehrungen gegen einen erneuerten Angriff der Chinesen getroffen.
99 föpntfmber Am Donnerstag hat eine aus sachkundigen Vertretern der fiönighd) preußischen Regierung mit der Grobherzoglich h-sM aus Mttgliedern dt-S Mainzer Festausschustes bestehendC Jf Mdesheim und Regierungsdampfer »gau" die Slromstreck v n Biebrich bis M
Bingen in derselben Richtung, die für die ^eftsayrl b rmeifelbaften Stellen Riederwald-Denkmals vorgeschrieben ist, befahrenundanall zei^lyf eine Peilung vorgenommem Die Comm ssrorl hat sich Vor-
| gesprochen, daß, wenn die Verordnung der beiden R g ® cQßrr0§ erscheine, da der schriften drs Festausschusses befolßt n^rbebn>fürbf^r€Ä Sntcht anzunehmen sei, Wosserstand zwar nirdng, aber dennoch dafür ymr gestalt''. Weiter hat die daß berfdbe bis zum nahen ftch wU-nüich n e° .er « S Rundfahrt bet
Commission befunden, daß k-m Grund vorhanden -t, ° dort hinsichtlich des Rüd-sh.im-Bingen zu unterlos,en, be,w. solche ,«uM I g^ Aufnahme und Bewegung Wass-rstand-s und bei der großen Breite des Strom » befte6en. Das Pro-
-iner großcrin Anzahl von Schien ganz gü f ige B 0 kommen können, mit der SSSÄSÄ’S ...... fernzuhalten. —■ i ■ ■
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■ Betreffend: Erhebung von Domanialgefällen. Grünberg, den 26. September 1883.
Die Großherzogliche Diftricts-Emnehmerei Grnnberg
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Distrikts-Einnehmerel-Bezirks.
Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden alsbald bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Ende September 1883 fälligenDomanialgelder « Mi fteuaras und Waldnebennutzungen aus den Großherzoglichen Oberförstereien Grunberg und Rieder-Ohmen bis zum 25. k. Mts. hierher zu geschehen lind daß wenn die Abführung der Schuld in dem angegebenen Termin nicht erfolgt, den gesetzlichen Bestimmungen gemäß das Zwangsverfahren eintritt. Glock. ----
223. Mittwoch den 26. September 1883.
ießener Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
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EabinetS Ferry betrieben wird; doch bezweifelt man, daß diese Agitation Miß ist,
/ .fMr* ,d, ^ei1 Kammer-Majorität verloren hätte. Was die Abreife des bisherigen com-
jjP; wx MMdrrenden Generals der französischen Expeditions-Truppen in Tongking,
«erals Bouet, nach Tongking und dessen provisorische Ersetzung durch den


