Ausgabe 
25.11.1883 Erstes Blatt
 
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Reise von en, an den biS hierher sein Kron- mit Guir- chos etnlief, -nnienge in Uten, aus preußische preußischere van einer inj befand. trug das

SUS der g und der i Gefolges, d Generai- liargen, bei r spanische »wache ob» Obersihof- gesahrenen massen be- ) lebenden n aus, die ierspännige en, sich iit Fahrt ging Mcnschen- t» die mit alacio real, auf gestellt.

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der Spitze deutsche mit chcn Palast auch von der Kron- md wurden

im Siadl^

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eine Tochter, Minna Caroline Richter Zwillingskinder, Julie Sohn, Karl Heinrich Johan»

verfehlt als gelungen ist, gemacht habe». Herr F. Brautlecht hält», um die unerftbroifene Hundlungsweffe des Paters, der sich mitten tn die Höhle des Löwen begiebt und den Hauptmann und die Räuber noch reizt, glaubhaft ju machen, auch die naive Frömmigkeit, den felsenfesten Glauben an den Himmel mehr betonen müssen. Mr haben es hier mit einem zwar komisch wirkenden, aber doch wirklich gläubigen Pfaffen zu ihun. Der alte Moor (Herr Wolff) muß von vornhrrein nicht zu alt uns kläglich genommen werden- Er ist zwar gebrochen, aber es steckt noch in ihm der Ueberschwang und der Feuergeist seines gesiebten Sohnes. Herr Voigt zeichnete denHermann" in sicheren und straffen Zügen. Unter den Räubern nennen wir die Herren Peters lSpiegelberg), Muff (Roller), Rtckelt (Schweizer) und Schönwasser (Kosinkky); sie gaben ihre Rollm mehr ober minder zufrieden­stellend. Mehr erheiternd wirkle der Daniel des Herrn Sauermann.

G sela, geboren den 21. October.

Den 18 November- Dem Hautbolst Gottlieb und Helene, geboren den 4. September.

Denselben- Dem Leckster Karl Hägele ein

Auszug aus den KirchenSüHern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 18 November. Heinrich Sack, WAßisindw und Caroline Reh, Tochter deS verstorbenen Landmanns Johann Wilhelm R<h zu Gieße«.

Getaufte.

Den 17. November. Dem Director der höheren Mädchenschule Karl Vigelius

eine Tochter, Johanna, geboren den 21. October.

Denselben Dem Bauunternehmer Heinrich Adami eine Tochter, Hedwig Henriette Anna Elisabeth Julie, geboren den 10. October.

Denselben- Dem Buchhändler Wilhelm Ferber

Christian, geboren den 25. Deeember 1882.

Denselben- Dem Tapezier Friedrich Sauberer ein Sohn, Heinrich, geboren den 6. October. . ,

Den 22. November. Dem Zugführer Heinrich Rörig eine Tochter, Katharina

Emma, geboren den 5. November.

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

Gottesdienst:

Sonntag den 25. November (27. nach Trinitatis).

(Feier des TodtenfestcS.)

Vormittags 9'4 Uhr in der Stadtkirche: Pfarrer Dr. Naumann.

Nachmittags 2 Uhr in der Friedhofkapelle: Pfarrer Dingeldey-

DerPost" zufolge wird der deutsche Kronprinz auf dem Wege, auf dem er Omnien zutückk.hrcn; et wird weder Lissabon noch Brüssel besuchen, damit dem Ke der Höflichkeit, den er im Namen beS Kaisers ausführt, nichts von seiner Be» genommen werde.

Ei Jmpareml" und andere monarchffche Blätter begrüßen den Kronprinzen n dem ipamfch-.n Boden; sie sehen tn stimm Besuche einen Beweis der Sympathie nit Annäherung zwischen beiden Höfen und beiden Nationen, ohne Gedank-n an ne Allianz ooer gar an Feindschaft gegen Frankreich von Selten deS spanlsch-n Volsts ocr gegenwärtigen Regierung.

6 Die Conservatwen und Centralisten drängen immer noch zu mehr Festlichknien, «Zdrend die Regierung nach einem Telegramm der »TempS- dies vermeiden «öchte, da ein so großes Aufgebot an Festen auch in Deutschland nicht stattge- ^^Nach demselben Blatte wird in ber Presse der Umstand, daß es in Genua einige hiuMelige Demonstrationen gegeben hat, l.bhast erörtert.

DerTempS" ist ferner m der Lage, kategorisch zu erklären, daß die staatlichen, militärstchen und kommunalen L-hörden von Öatcelona, sowie die dortigen Consuln, darunter auch der deutsche, anerkannt Haden, die bezüglich der Haltung der sranzösi« inm Colonien in Barcelona und Vatencla verbreiteten böswilligen Gerüchte seien geäz und gar grundlos. Die Regl-tung habe die Absurdität derselben gleichfalls

Em Berichterstatter des PariserEvenement" hatdenMarschall Serrauo ausgesucht unb ihn über die Reise lus deutschen Kronprinzen auSgefragi. Der Marschall aniwortete^i erwtbert bem ßgnja Alfonso einfach eisen B-such, den er gemacht hat. gsantin denkt mcht an eine Allianz mit Deutschland. Wozu denn auch? Abgesehen cn r6Ulen Sympathien, die für Frankreich fin», empfehlen ihm auch seine Handelk- lind onsttgen Interessen, der Verbündete Fravsteichs zu bleiben. Der König hat zu nnlitischen Sinn, um nicht diesem Wunsche der öffentlichen Meinung Rechnung zu traaen und er wird nichts dagegen unternehmen. llebrlg-sS hat Spanien auch keine Lun sich auf kosmopolitische Abenteuer zu verlegen; es Hai genug bet sich zu thnn. handel, Jadustr-e und Künste ermuihigen und b;e Reorganisation des Londes verooll- üändigen, das ist das Hauptziel der spanischen Regierung.

Der Berichterstatter fragte hieraus d°n Marschall wegen der allgemeinen Lage und der häufigen Knegsbesürchinngen und erhielt folgende Antwort:

Die Zukunst gehöre Golt und ich kann weder in die Ferne, noch auch nur auf ein paar Monate etwas voraussag-n. Ich glaube indeß, daß Ihr Land viel zu nervös auf alle ungenauen oder Übertriebenen Nachrichten reagirt, die von einer gewissen Presse ti-ib-ellet werden- Dir Nervosität ist übrigens begreiflich. Em großes Land von edi-m Herz-n wird nicht ungestraft ampuhn, ohne daß die geringste Anspielung die Wunde aus'S Neu« bluten läßt. Diese Erregung der öffentlichen Meinung ist zu eyren- tioll aU daß man sie tadeln könnte. Gleichwohl sage ich aufrichtig, daß die Bedeutung der pissimisttschen Nachrichten sehr übertrieben wird. Seit Jahren schon spr cht man allgemeinen Itrieg unb doch ist immer mehr Tinte g-floffen als Blut.

Wie demGamms" aus Madr-d gemeldet w-rd, ist die spanische Regierung sehr wachsam, um alle etwaigen feindlichen Demonstrationen zu verhüten oder im Keime zu ersticken.

. ._ 16. Dem Schreiner Franz

Wigandt ein Solm. 16. Eine Tochter von auswärts, Gertrude Mathilde. 16. Ein Sohn von auswärts, Curt. 17. Ein Cohn von auswärts, Hermann. 18. Dem Tag- löhner Conrad Wagner eine Tochter. 18. Dem Großh. Amtsanmali Dr. Gustav

Lokal-S.

Gletzeir, 24. November. Offstntliche Sitzungen des Provinz!alausschuss-s ber Provinz Oberhessen finden statt und kommt zur Verhandlung:

Montag den 26. l. M-:

1. Klage der Freiherren von Schenck zu Schweinsberg gegen die Gemeinde Oder-Gleen wegen G-markungsrecht.

Dienstag den 27. l. M:

2 Klage des Großh. Forstfstcus Namens des G-oßherzoglichen Hauses gegen die Gemeinde Erbenhausen, die Gemarkungsfelbstständ.gleit des Walddistrici-s Taubenthal btireffenb.

3. Reclamat on gegen die VÜrgermeisterwahl zu Trais-Horloff.

Gießen, 23. November. fT he ater.) ES wird immer mißlich sein, die Räuoer" auf einer kleinen Provinzialbühne aufzuführen, krankt doch di«: Jnscenirung derselben auf saft allen deutschen Bühnen an der Dürftigkeit, in welcher man im Bet- iraiten daraus, daß sie doch wirk'N, die Klassiker za erhalten l-eot. Nur die Meininger-Aufführung ist die erste, die der Dichtung des Ganz-n am nächsten kommt, und erst durch si: wird das Drama zu dem, was es in Kopf und Herzen des Dichters war. Nachdem wir einmal gesehen, daß der alte Moor im verschlissenen lmlbvermo'serten Galakieide ans dem Thurmversieß steigt (er wurde ja als regierender fiert im vollen Elamshabit beigesetzt!), ertragen w«r daS lange L-ichengewand, das auf ben deutschen Bühnen traditionell 'st, nicht mehr; seitdem wir gesehen, daß der Alte in der Schlußscene sti Carls langen Mantel gehüllt basitzt, halten unr d.e Unters sffsung dieser schützenden Bekleidung des gebrechlichen hilflosen Mannesin der leuchten Nacht für eine Barbarei; seitdem die Räuber ihr CorpsludEm freies geben führen wir In einer Weise, die an die Kneipe mahnt, unmusikalisch, wild, lustig durcheinander g-johlt haben, finden wir den wohlgeschulten, einstimmigen Vortrag desselben nn- natÜd ftürbenW0cbilbetm Geschmack wird von den beiden Haupthelden des Dramas immer Franz, für den ungebildeten immer Carl die dankbarere Aufgabe fein. Es ist sihr schwer, brn Carl gut zu spielen unb ebenso schwer, den Franz völlig zu verderben. Für den ersten wird in der Schätzung der Masse stets das Pathos sprechen, mag es auch in den fluichauerranm hinausgefchrieen werden, für den letzteren tn der Schatzung der Gebildeteren, die im Theater lieber ihren Verstand als ihr Gefühl erregt zu sehen wünschen, das Überlegene Rasfiniren und Raisonntren des klugen Kopfes.

Herr Schölermann gab eine febarfe und doch farbenreiche Zeichnung des Franz". Es war nickis in feiner Auffassung, was ber Wahrheit unb der Tragik widersprach. Die Eiseskälte, oetbünM mit w ider Sinnlichke t und mächttg-r Lciben- fdjaft, kam zum ganz natürlichen Ausdruck. Lauter unb wiederholter B-fall des Auditoriums zeichnete Herrn Schölermann für diese meister- unb musterhafte e'flan©UUDtrf(f)icbenen Züge fm Wesen dcS Carl schauspielerisch zu vereinen, kann nur einer Natur beschieden sein, die entweder, in der Fülle der Jugend der äußern Spstlformen schon mächtig ist, ober die sich mit ben Jahren die Routine gewonnen und die Tiefe unb Innigkeit der Empfindung bewahrt hat. Sch llei s Carl verlangt vor allen seinen andern Helden riesige Mittel, wenn erlebig" werden soll. Soer ber Besitz der herkulischen Gestalt unb der dröhnendsten Sttmwe würde ohne Am lang blechen, wenn im Herzen des Schauspielers nicht die za, testen ©aiten D'brtren, wenn ihn nicht die Reue und die Friebeiissehnsucht erfüllen, die dieser Gestalt unb bannt dem ganzen Drama den poetischen Zauber verl ihm. Es ist em schwerwiegendes Lob, wem, wir sagen, daß Herr Schreiner allen diesen Zügen gerecht zu werben suchte. Tst Amalie d-s Frl. Ueltzen entsprach nicht ganz dem idealen B'lbe, das wir Ms fest unserer Jugend von dieser schwärmerischen. Gestalt, an der übrigens mehr

wärts. 13. Dem Musikus Johann Heinrich Schneider ein Sohn, ^Johann Georg Ferdinand. 13. Eine Tochter von auswärts, Juliane.

Auszug aus den StandesamLsregistern des Standesaurts Gießen.

Aufgebot«.

November. 17. E stnbahnarbeiter Jacob Karl Georg Martin August JustuS Ferber, Wittwer mit Anna Margarethe Wagner, Tochter des Toglöhmrs Kaspar Wapn -r ju Meßen. 21 Wirth Carl Schmidt mit Ltna Zeppenfeld, Tochter des ver- fiorbenen Dachdeckermeistns Ludwig Zeppcnf-lb zu Rockenberg. 22. Kaufmann Julius Berthold Benjamin Ehlert mit Brttchen Walldorf, Tochter deS Handelsmannes Herz Walldorf zu Güßen.

Geboren«.

November. 9. Eine Tochter von auswärts, Marie. 12. Eine Tochter von auS$

Vermischte-.

Wiesbaden, 22 Nov. fFünfzehnt-8 Mittelrheinisches Tmnsest.s Wir be- richtet-n neul'S, daß in Folge ber zwischen d u hier bestehenden bret Turnvereinen herrschenden Meinungsverschiedenheiten das Zustandekommen des Mittelrheinischen Turnfestes pro 1884 n unsrer Stadt sehr in Frage steht. Heute sind wir In der Lage, dem hinzuzusügen, daß der Kreisvertreter, Herr Em-l Reuter in Darmstadt, in einem an die drei hiesigen Turnvereine gerichteten gleichlautenden Schreiben dem von hier aus an ihn gestellten Ansuchen zu entsprechen sich bereit erklärt unb am Sonntag den 2- Dccember eine gemeinsame Versammlung der drei hiesigen Turnvereins-Vorstände abhalten will, um Vermittlungsvorschläge zu machen und die genu-infame Sache zu einem dem Ansehen des Msttelrheinkretses unb in specie ber h esigen Turnerschaft würdigen Ziel zu führen. (Fr. I.)

«»d Verkehr.

Gießen, den 24. Novbr. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 1.121.15, Hühnereier per Stück 7 Ts, Käse Stück 59 Käsematte 3 5t, Erbst» per Liier 20 H, Linsen 32 Tauben per Paar 6070 Ä Hühner per Stück X 0-901.30, Hahnen per Stück X 0.751.30, Enten pr- St. X 1.501,80, Ochfenfleisch per Pfund 7072 Kuh- und Rindfleisch 5660 H, Kalbfleisch 50 bis 54 "Ä, Schweinefleisch 6264 Hammelfleisch 6070 Kartoffeln per 100 Kilo <X 3.003.40, Milch pr. Ltr. 1318 -ft. Gänse pr. Pfd. 4556. Zwiebeln per Ctr. X 7. Weißkraut per Hundert X 4-006.

rt a. M.» 24. Novbr., Nachmittags 2 Nhr Mln. (Telegraphischer Coursnericht. Mitgethellt durch das BankgefchLst Albert Kaufmann In Gießen.) Creditactten 2333/<, StaatSbahnactlen 261, Galizier 238, Lombarden 116%, Nord- westbahnactien, Kotthardbabnactien, Darmstädter - Bankactien 151V«,

Disconto Eommandit 182'/«, Oesterr. Silberrente- 665/s, 4°/e Ungar. Goldrente 73, 4% 1880er Russen 70/2, 5% 1877r Russen 89, 2. Orient-Anlelbe 55'/,, 4«/0

Spanier 55'Vw, 5% Ruinäinicke Rente 93*/«, 4% Unffic. Gaupter 65, 5"/,?,Türker? 9'/,, Marienburger, Hess. Ludwigsbahnact. Tendenz: behauptet.,

Güngrrich eine Tochter, Ida Clara Bertha Pauline Eise. 19, Dem Schuhmacher Heinrich Hetz ein Sohn. 21. Ein Sohn von auswärts, Otto. 22. Ein Sohn von auswäits, Heinrich Hermann.

Gestorben«.

November. 18. Hkleve Marie, 3 Monate alt, Tochter des Küfers Louis Lenz 18. Schneidmüller Justus Wag-nbach VII., 83 Jahre alt, von Alt-Bustck. 19. Augusts Caroline Elffabeth, 18 Tage alt. Tochter deS Graveurs August Haßler. 19. Sophie Caroline Henriette, 3 Monate all, Tochter des Schloffers Georg Gernand.

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