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Dienstag den 35. September

St. 222

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r Schulstraße 7.

Erscheint tL-lich mit Ausnahme des MsniagS.

Zelcker, Zckjl.

p Station Hamstadt und dem Wi'arn betreffend.

4. Verzeichniß der Vorlesungen, Ueln

4.

4. Verzeichniß der Vorlesungen, Hebungen und Praktika, welche im Aer-Semester 1883/84 in den 6 Fachabtheilungen der Großherzoglichen tech- chn Hochschule zu Darmstadt gehalten werden.

Merseburg, den 19 September 1883.

Wilhelm.

An den General der Infanterie v. Blumenthal, command!render General des Armeekorps.

Preis vierteljährlich 2 Lrrark 20 Pf. mit Bringerlstzn Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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involvirt, als nicht die Reform der Spiritusstever vorangegangen ist. Erst die Verhandlungen des Abgeordnetenhauses über das Scholz'sche Licenz-Abgabengesetz haben bewiesen, daß die Einigkeit der Parteien in dieser Richtung eine beinahe ausnahmslose ist."

Kaiser Wilhelm gedenkt am 30. September den Geburtstag der Kaiserin in Baden-Baden zu feiern und sich dann ebendaselbst, solange es die Witterung gestattet, von den Strapazen der Manöver zu erholen. Aus diesem Grunde will man hier nicht an eine Zusammenkunft am 3. October in Swine- münde mit dem Kaiser von Rußland glauben. Als fernerer Grund gegen die Zusammenkunft wird angeführt, daß das Verhältniß beider Kaiser ganz vor­trefflich und keinen Augenblick gestört worden sei. In den höchsten Regionen sei der Himmel heiter geblieben, während vor einigen Wochen etwas tiefer dunkle Wolken sich zusammengeballt hatten. Aber auch diese sind für den Augen­blick zerstreut. In Bulgarien ist eine Verständigung herbeigeführt, doch kann man nicht wissen, wie dort das Chaos sich ordnen werde. Der plötzliche Ministerwechsel in Sofia hat um so mehr überrascht, als es für ausgemacht galt, daß das Ministerium unverändert bleiben solle, während jetzt alle Minister mit Einschluß der russischen Generäle Kaulbars und Sobolew abgetreten sind. Die hiesigen Blätter wissen sich den Scenenwechsel in Sofia noch nicht recht zu erklären. Es gewinnt den Anschein, als ob in Bulgarien so ziemlich alle Par­teien der russischen Herrschaft müde geworden seien und sich mit dem Fürsten Alexander verständigen wollen. Es fragt sich inveffen, wie Rußland sich zu den Vorgängen in Sofia stellen werde. Vorläufig scheint der Friede wegen der orientalischen Angelegenheiten nicht bedroht zu sein. Dazu stimmt auch die Meldung derPost", daß die Manöver, welche bei Warschau stattfinden sollten, auf unbestimmte Zeit aufgeschobeu wären. Es ist auch nicht unbemerkt geblieben, daß unser Kronprinz in Halle in seiner Antwort an den Rector der Universität seine zuversichtliche Hoffnung aus Erhaltung des Friedens ausgesprochen hat.

Berlin, 22. Srplembe,. Die Abendblätter bringen folgende Cabtnetsordre des Kaisers an den Genernl v. Blumenthal:

Ich verbinde mit dem Ausdruck Meiner lebhaften Anerkennung über den Zu- stand des von Ihnen commandtrten 4. Armeekorps die Ausführung einer längst ge­hegten Absicht, indem Ich Sie hierdurch in den Grafenstand erhebe, welcher in Ihrer direkten männlichen Nachkommenschaft nach dem Rechte der Erstgeburt forterben soll. Ich wünsche hierdurch nicht allein Meine besondere Zufriedenheit mit Ihren Leistungen als commandirender Genrral, sondern auch der Armee und dem Vaterlande gegenüber zu btthäiigen, daß Ich Ihrer hervorragenden Verdienste in den Kriegen von 1866 und 187071 mit wärmstem Danke eingedenk bin, und daß Sie zu denjenigen Generälen gehören, deren Namen in ernster Zeit ein Anrecht auf eine Ehrenstelle nicht allein für die Gegenwart, sondern auch für kommende Zeiten erworben Hot. Möge ein lange fortblühendcs Geschlecht die Nachwelt daran erinnern, daß der erste Graf v. Blumen­thal dieser Linie ein um die Krone und das Vaterland hochverdienter und von seinem Könige hochgeschätzter General war.

Deutschland.

Darmstadt, 22. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Mrgnädigst geruht:

Am 8. September dem Schullehrer an der Gemeindeschule zu Schwalheim, im Kreise Friedberg, Karl Wiederhold, das silberne Kreuz,

am 17. September dem Kaiser!. Postdirector in Friedberg, Gustav Adolph Brentano di Tremezzo, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienst-Ordens Mipps des Großmüthigen,

am 19. September dem Ortseinnehmer der Ortseinnehmerei Ober-Flörs- Mathäus Wahl, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für Mszigjährige treue Dienste", zu verleihen.

Darmstadt, 20. Septbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bei- lige Nr. 21) enthält:

1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That:

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Friedrich Dandler von Meim in Anerkennung der von ihm im Mai 1881 mit Muth und Ent- Wenheit vollbrachten Rettung des 11 Jahre alten Philipp Schnorrenberger m Planig vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie AUergnädigst zu ver* Ichli geruht.

2. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That:

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Schiffer Peter Kessel zu Wein, in Anerkennung der von ihm am 14. Juni l. Js. mit Muth und Entschlossenheit vollbrachten Rettung des 2 Jahre alten Kindes des Anton Solter zu Nierstein vom Tode des Ertrinkens eine Geldprämie Allergnädigst j» verleihen geruht.

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3. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Finanzen, den Locomotiv- W-b auf der Material-Transport-Bahn zwischen der Ziegelei Hainstadt, der

ö. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, Ab- für Schulangelegenheiten, die Ergebnisse der Verwaltung der Wittwen- Äaisenkasse der Volksschullehrer vom Jahre 1881 und vom 1. Quartal W betreffend.

6. Abwesenheitserklärung.

7. Namensveränderungen.

8. Charakterverleihungen.

9. Dienstnachrichten:

; Arn 10. August wurden bei der Main-Neckar-Eisenbahn der Heizer Phil. W Pilger aus Darmstadt zum Locornotivsührer, sowie der Hülfsheizer Karl ! M ans Darmstadt zum Heizer, die Hülssschaffner Friedrich Schildger ans Altshausen, Wilhelm Koch ans Volxheim und Heinrich Bellinger aus Almen- Schaffnern, der provisorische Wagenwärter Wilhelm Günther aus Ar- II ^n zum Wagenwärter, sowie die Ersatzbahnwärter Georg Lehrian aus W Mgenberg und Georg Nüster aus Egelsbach zu Bahnwärtern ernannt; am ' August wurde dem Schulamtsaspiranten Aloys Weber aus Heubach eine Swigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Biblis übertragen ; am 24. August W dem Geometer 2. Klasse Philipp Eller zu Wonsheim das Patent als Bieter 1. Klasse für den Kreis Alzey ertheilt; am 28. August wurde der Vsstldwebel Friedrich Wilhelm Klöckner zu Mainz zum Steueraufseher er- am 29. August wurde der von dem Herrn Fürsten zu Löwenstein- ^Heim-Nosenberg und von dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg auf die ^gte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kirch-Brombach präsentirte Schul- ^aspirant Ludwig Heldmann aus Fränkisch - Crumbach für diese Stelle > Mgt.

DiePost" schreibt:Der Kaiser hat, wie man uns aus Merse­burg schreibt, den commanbirenben General bes 4. Armee-Corps, General ber Infanterie v. Blumenthal, in ben erblichen Grafenstanb erhoben unb den General­lieutenant z. D. v. Bredow, zuletzt Commandeur der 8. Division, ä la suite des Altmärkischen Manen-Regiments Nr. 16 gestellt. In der Commando-Ordre heißt es:Ich beauftrage das General-Commando, dies dem Regimente mit dem Hinzufügen bekannt zu machen, daß Ich durch diese Bestimmung insbeson­dere auch Meine ehrende Erinnerung an die rühmliche Attacke zu betätigen wünsche, welche dieses Regiment in Gemeinschaft mit dem Magdeburgischen Kuirassier-Regiment Nr. 7 bei Mars-la-Tour unter dem Commando des da­maligen Generalmajors v. Bredow machte."

Heute wurde der Grundstein zur ersten Berliner Markthalle gelegt, und zwar ohne große Förmlichkeit in der Neuen Friedrichstraße. Seit länger als 40 Jahren hat man erkannt, wie wünschenswerth, ja, wie nothwendig die Erbauung von Hallen fei, in denen der Marktverkehr gegen die Ungunst der Witterung geschützt wird. Berlin war bis jetzt hinter so vielen großen unb kleinen Stäbten zurückgeblieben. Jetzt soll besto rascher vorgegangen werben, um alle Stabttheile gleichmäßig mit Markthallen zu versehen, unb ber Stabtrath Wolff sprach, als er einen Hammerschlag that, bie Hoffnung aus, baß inner­halb 12 Monaten biese Feier sich noch einmal wieberholen werbe.

Berlin, . 22. September. DerDeutsche Reichs-Anz." schreibt in ber Frage, ob ben bei bem Steglitzer Unglücksfalle Verletzten unb Hinterbliebenen der Getödteten gesetzliche Entschädigungs-Ansprüche zur Seite stehen, sei man in ben maßgebenben Instanzen bisher keineswegs ohne Zweifel. Die Ansicht, daß von ber Beschreitung des Rechtsweges für alle Betheiligten ein Erfolg zu erwarten sei, werbe keineswegs unbebingt getheilt; man sei bagegen gewillt, ben Rücksichten her Humanität möglichst Rechnung zu tragen. Der Minister ber öffentlichen Arbeiten habe von höchster Stelle bie Ermächtigung erwirkt, welche es ermögliche, von ben nach Abschluß ber Untersuchung etwa verbleibenben rechtlichen Bebenken insofern abzusehen, als Humanität unb Billigkeit bie Be­willigung ber Entschäbigungen erfordern würbe.

Köln, 21. September. Wie bieKöln. Ztg." melbet, haben sämmtliche Mitglieber ber Hanbelskammer Saarbrücken in Folge eines Conflicts mit bem Handelsminister ihr Mandat niebergelegt.

Homburg, 22. September. Der Kaiser stieg beute bei Bommersheim zu Pferde und erwartete hier Ihre Majestät die Kaiserin, die Könige von Spanien, Sachsen und Serbien, sowie die übrigen Fürstlichkeiten. Allerhöchstderselde ritt sodann die einzelnen

Dcrmitt^en.

klein, Bahchssich li ester Lage ber Büh mit ober ohne Notz«,. Iah. bei der M bi. rl

iO. Concurrenzeröffmmgen:

Erledigt sind: Die evang. Pfarrstelle zu König; dotationsrnäßiger Gehalt iBiff f Pl'äsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen ' iwach-Schönberg zu. Die evang. Warrstelle zu Holzheim; dotationsmäßiger ^ 1990^; das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht dem Herrn Grafen ^olms-Laubach zu. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle )i?et Gemeindeschule zu Mümling - Grumbach mit einem jährl. Gehalt von Die Lehrerstelle an der kath. Schule zu Mommenheim mit einem jährl. von 900 ; mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Eine mit

JJi kath. Lehrer zu besetzende und zwei mit kath. Lehrerinnen zu besetzende m an der Volksschule zu Mainz mit einem jährl. Gehalt von je.1200 eX i^.!11111 ^ner evang. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeinde- M e Sprendlingen mit einem jährl. Gehalt von 1000 «A

\ r? r e?cr^lt * 21. September. In einem Artikel, welcher sich äußerlich als Wim 4 Polemik gegen dieSchnapspolitik" der Fortschrittspartei darstellt, '^ordd. Allg. Ztg." die interessante Perspective auf eine abermalige W Schanksteuergesetzes. Denn lediglich einer akademischen Betrach- erinnert das officiöse Organ gewiß nicht an bie wieberholten Ver- er ^^ierung, bei ben parlamentarischen Körperschaften aus eine erhöhte :mil, ,erun9 des Schankgewerbes zu bringen. DerHann. Courier" bemerkt i. wirb ruhig abwarten können, was Herr v. Scholz im .Enetenhause unb Herr v. Burcharb im Reichstage zur Durchführung

-Manes zu thun. gedenken, welcher so lange eine innere Ungerechtigkeit

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Sei ei«r WjjL r einem ;en und beste werbet ^\.V cn. Gehalt EjKt

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Werkstätte, K macherei. EIcctTO- MH, mecbajiik.

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0 an, 80 an.

Gießener Anzeiger

Amts- unb Anzeigeblatt für ben Kreis Gießen.