FußarMerie^ Berendt. Pionier-Bataillon Nr. 11:
v. Bruhn. _ .. o _
Zwertes Treffen.
Generalmajor Frhr. v. Gemmingen.
21. Cavalleriebrigade: Rheinisches Dragoner-Regiment Nr. 5, Oberstlt. v. Po- remski. 1. Hess. Husaren-Regiment Nr. 13, Oberstlt. v. Niesewand. .
22. Cavallerie-Brigade: Gen. Major v- Buntmg. 2. Hess. Husaren-Regiment Nr. 14, Oberstlieut. v. Leipziger- Thüringisches Ulanen-Regiment Nr. 6, Oberst Zimmennann-allerie-Brigade: General-Major v. Radecke. 1. Großh. Hess. Draaoner- (Garde) Regiment Nr. 23, Oberst v. Klüber- 1. Großh. Hess. Dragoner- (Leib) gimenflOberst v. Schell. Feldartillerie-Regiment Nr. 11, Oberst Weltz. Feldartillerie-Regiment Nr. 25, Oberstlieut. v. Prittwitz und Gaffron. Feldartillerie-Regiment Nr. 27.
Train-Bataillon Nr. 11: Maior v. Westrell.
In Summa: 43 Bataillone im ersten Treffen, 30 Escadrons, 7 Abteilungen und 1 Bataillon im zweiten Treffen. r., m . .
Die Parade-Aufstellung befriedigte Se. Majestät den Kaiser sichtlich und in gleichem Maße die hohen Herrschaften und erlauchten Gäste. Der Anzug konnte mit vollstem Recht mustergiltig genannt werden; das Aussehen der Mannschaft war frisch und die Mienen freudig erregt- Höchst angenehm berührte den sachverständigen Militär das ganz ausgezeichnete „Stillstehen" unter „Gewehr auf" und präsenttrtem Gewehr, sowie das freie Ansehen des obersten Kriegsherrn und das gute Folgen mit den Köpfen, sodaß auch die vielen fremdländischen Offiziere einen vortrefflichen Eindruck, den die Truppe auf sie gemacht, nicht umhin konnten, anzucrkennen.
Der Parademarsch begann mit dem Regiment Nr. 87 in Compagniefront, Distance von Compagnie zu Compagnie 20 Schritt, von Bataillon zu Bataillon 40 Schritt und demgemäß weitersteigend- Durchweg gelang der mit angefaßtem Gewehr ausgeführte Vorbeimarsch der Infanterie überraschend gut, was Richtung, Glteder- abstand und Kopfhaltung anbetraf. Auch der Schritt kann als frei und raumnehmend bezeichnet werden.
Die Cavallerie, die Artillerie, die Pioniere und der Train dcfilirten nicht miObCVerkette Vorbeimarsch geschah bei der Infanterie mit „G-wehr über" in Regimentscolormen, bet welcher Formation die 3 Bataillone jedes Regiments, in ihren 8 Zügen hintereinander, nebeneinander formirt werden. Die im schönsten Gleichschritt heranrückende wuchtige Infanterie-Masse imponirte ganz gewaltig. Auch hier muß bemerkt werben, daß sämmtliche Regimenter sich ausgezeichnet präsentirten und weder die Körverhaltung, Kopfstellung, noch die Front und die Richtung der einzelnen Staffeln zu irgend einem Tadel hätte Veranlassung geben können. Ebenso erregten die anderen Waffengattungen durchaus den Beifall der Kenner. Die Richtung war vortrefflich und das Trab-Tempo sehr ruhig und gleichmäßig.
Der Parademarsch bildet die Probe für die gute Elementarausbildung der Truppe und bewiesen hier alle Waffen vollauf, daß das verflossene Dienstjahr nutzbringend verwerthet worden war. Der Eindruck eines höchst gelungenen militärischen Schauspiels spiegelte sich nicht nur auf dem Antlitz Seiner Majestät des Kaisers ab, es fühlten auch alle anderen Zuschauer den Werth der soeben gesehenen Truvpen.
Die Tribünen zeigten sich dicht besetzt, endlose Reihen von Equipagen, in denen sich vornehmlich viele Fremdländer befanden, waren placirt und die wohl an 30,000 Köpfe zählende Menge befand sich in dichten Reihen an der Frontseite des Platzes. Ihre Haltung bereitete fast gar keine Schwierigkeiten bezüglich der aufrecht zu erhaltenden Ordnung. ,
Der erste Vorbeimarsch bot ein von sonstigen Paraden abweichendes Interesse dadurch, daß das 11. Armeecorps eine größere Anzahl Regimenterchefs aufniweisen hat, als irgend ein anderes der preußischen Armee. Chef des hessischen Füsilier- Regiments Nr. 80 ist General der Infanterie von Boven; der Großherzog von Hessen als Chef des 81. Regiments, der Großherzog von Weimar der Fürst von Waldeck, Prinz Alexander von Hessen, der Landgraf von Hessen führten ihre Regimenter persönlich dem Kaiser vor, wie sich auch der Großherzog von Hessen beim Herannahen der 25. Division an deren Spitze setzte.
Se. Majestät der Kaiser dankte nach Beendigung des Vorbeimarsches den um ihn versammelten Commandeuren für das vorzügliche Vorführen der Truppen und sprach die bestimmte Zuversicht aus, die Divisionen an den nächsten Tagen ebenso tüchtig im Manövrircn zu finden. Nachdem Se. Majestät noch ganz besonders dem commandirenden General der Cavallerie Frhrn. v. Schlotheim, ihm die Hand reichend, seine große Zufriedenheit ausgedrückt und Seine Großherzogliche Hoheit den Prinzen Heinrich von Hessen sehr herzlich begrüßt hatte, stieg er vom Pfero in die herbeigc- holte Equipage und kehrte nebst seinen Gästen und Gefolge gegen 1/?2 Uhr nach Homburg zurück, wo um 5 Uhr das große Paradediner stattfindet.____ (Franks. Journ.)
Lokales.
Gießen, 22. Septbr. (Sitzung der Stadtverordneten vom 20. ©eptfcr.] Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Heß, von Seiten der Stadtverordneten die Herren: Bai st, Gail, Grüneberg, Haustein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüdekmg, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfann- müller, Scheel, Schopbach, Vogt, Wenzel und Wortmann. — Ein Schreiben des Turnvereins Gießen, in welchem dem Stadtoorstande für die bei Abhaltung des Mittelrhetvischen Tu nfestes zu Theil gewordene Unterstützung der Dank des Fcst-Comitäs ausgesprochen wird, nnrb zur Kenntniß der Versammlung gebracht. — Dem Anträge des Schulvorstandes entsprechend, werden 250 bewilligt zur Feier des 400jährigen Geburtstages Dr. Martin Luther'S, welche am 10. November d. I. in den hiesigen Schulen ftattfinben soll unb bei welcher Gelegenheit bie Schüler ber Stadtschule, die jüngeren mit Festbretzeln, bie älteren mit einer Festschrift beschenkt werben sollen. — Zu Beisitzern bei den im October b. I statifindenben Stadtverordnetenwahlen für die Periode 1884- 92 werden bie Herren Stadtverordneten Lüdeking und Vogt gewählt. — Betreffs der Ablösung der Beitragspflicht der Cioilgememde Gießen zu den Bedürfnissen der evangelischen Kirche beschlußt die Versammlung Beitritt zu der in einer gemeinschaftlichen Sitzung der Vertreter des K.rchenvorstandes mit der Finanzdeputation erzielten Verständigung auf Entrichtung des 22Vrfack^n Betrages als Ablösungssumme. — Die in voriger Sitzung beschlossene Untersuchung der Brunnen in der Schulstraße, auf der Mäusburg, im Teufelslustgärtchen und am Ausgange der Löwengasse in die Bahnhofstraße hat ergeben, daß alle 4 mehr oder weniger unbrauchbar sind. Es wird deshalb die Ausstellung eines weiteren Brunnens in der Plockstraße beschlossen. Ferner soll dem Bedarf an Trinkwasser im Gymnasialgebäude Rechnung getragen werden durch Herstellung einer entsprechenden Ableitung nach dem Hofe dieser Lehranstalt. — Die Kosten der Wasserleitung im Betrage von 150,000 JL, wovon 60,000 für Vorarbeiten rc. bereits aufgewendet, sollen durch Anlehcn beschafft werden. — Hinsichtlich eines in Nr. 212 des „Gießener Anzeiger" befindlichen „Eingesandt", in welchem die Noihwendigkeit der Versorgung mit Quellwaffer für die Bewohner des Gartfeldes dargelegt wird, hat sich die Commission in folgender Weise geäußert, womit sich die Versammlung einverstanden erklärte: In dem Maße, in welchem die städtische Quellwasserleitung sich ihrer Vollendung nähert, treten auch, wie zu erwarten war, aus den verschiedensten Theilen der Stadt Wünsche wegen Errichtung weiterer öffentlicher Brunnen auf. So erklärlich und vielfach berechtigt diese Wünsche auch sind, da da das Trinkwasser in manchen Stadttheilen nicht von der wünschcnswerihen Beschaffenheit ist, so wird denselben doch gegenwärtig nicht entsprochen werden können, da zur Zeit ein sicheres Urtbeil darüber, wieviele öffentliche Brunnen mit dem jetzt zur Verfügung stehenden Wasserquanium gespeist werden können, um deswillen nicht möglich ist, weil nickt mit Sicherheit im Voraus festzustellen ist, wieviel Wasser diesem Brunnen entnommen werden wird Bei der Bestimmung der Anzahl -und der Orte der zunächst auszustellenden Brunnen mußten folgende Gesichtspunkte maßgebend fein: Es durfte bei dem verfügbaren Wasserquantum, welches zur Zeit 180,000 Liter pro Tag nicht übersteigt, die Anzahl der Brunnen nur so groß angenommen werden, daß anck bei der geringsten Wassermenge, welche bei großer Trockenheit noch verfügbar sein wird, einerseits und beider größten Wasserentnahme, welche andererseits an den Brunnen erwartet werden kann, nie ein Mangel eintritt. Diese Brunnen sollten, um die Rohrleitung für die mäßige Zahl von Brunnen nicht allzusehr auszudehnen unb die Kosten ber Slnloge innerhalb maß ger, resp. der Anzahl der Brunnen entsprechender Grenzen zu halten, im Allgemeinen möglichst im inneren Stadtbezirk angelegt werden, wo nicht
die durch die Herführunp von dem Hochreservoir bedingte Richtung der Zuleitung ein« Ausnahme zulreß; die tinfldnen Standorte für dieselben sollten nach Möglrchk-rt sich den seither vorhandenen öffentlichen Brunnen anschließen, da anzunehmen ist daß in diesen Gegenden auch bisher das Bedürfniß für öffentliche Brunnen am größten war Mit großer Wahrscheinlichkeit kann jedoch erwartet werden, daß mit dem zur Versüguna stehenden Wasserquantum mehr Brunnen gespeist werden können, als j-tzt ausgestellt werden, unb ba bie ganze Rohrleitung so angelegt wirb, baß sie jeberzeit leicht tn jede Straße zur Speisung weiterer Brunnen fortgeführt werben kann, wirb es, wenn bie Erfahrung kurzer Zeit biefe Annahme bestätigt hat, voraussichtlich möglich sein, baldigst auch den Wünschen ber entfernter von der inneren Stadt wohnenden Einwohner bezügl öffentlicher Brunnen zu entsprechen.
Bezüglich eines in der „Frankfurter Zeitung" erschienenen unb in andere Blätter übergegangenen Artikels, welcher die Resultate ber Mass rleiiungsarbeiten in einer mit bem bis jetzt erzielten Erfolge in grellem Wrberspruch stehenden und geradezu boshaften Weise in Zweifel zieht, wurde der Verwaltung anhermgegeben, den betreffenden Zeitungs- redactionen entsprechende Berichtigung zugehen zu lassen. —
Der anfänglich ausgearbertete Plan, in Anschluß an den Umbau des Bahnhofes unb die damit zusammenhängende Unterführung am sogen. Gerberhäuschen jenseits dcs Bahnkörpers das neue Schlachthaus zu bauen ist durch Wegfall der bezeichneien Unterführung vereitelt worden. Betreffs der dieserhalb tn Aussicht genommenen Erwerbung eines geeigneten Platzes an der Rodheirner Straße mit einem Flächeninhalt von 6480 Qr.-Mtr. beschließt indeß die Versammlung, auch die Behandlung diese, Angelegenheit so lange auszusetzen, bis Entscheidung über den bei Großh. Kreisamt Gießen eingereichlen Protest gegen die Erweiterung ber Bahnhofsanlagen in der We se, wie solche neuerdings von der Bahndirectwn beabsichtigt ist, getroffen ist. — Em Gesuch um Trottoirherstellung in der äußeren Ludwigstraße wird nicht bewilligt da der Zustand des Trottoirs den VerkehrSverhältnissen daselbst genügt. - Dem Gesuche des Gastwtrths Ruppel um Pflasterung der Straßenstrecke vor seinem Haus« wird n'cht stattgegeben, jedoch soll dieser Straßentheil Kiesdanquet erhalt n. — Dir Erbauung eines Stegs über die Wieseck unb Fortsetzung der Bleichstraße über denselben nach der Lubwtgsstraße wird genehmigt unb soll zunächst wegen Erwerb des zwischen Ludwigssiraße unb Wieseck gelegenen Geländes verbandelt werden. — Betreffs des Gesuchs des Schreinermeisters Chr. Weiß um käufliche Ueberlassung städt sch^n Geländes an der Asterwegbrücke wird vorerst Absteckung des betr. Geländes beschlossen. — Das Gesuch des Restaurateurs Justus Lenz, welcher erst um pachtweise, dann um käufliche Ueberlassung des vor feinen Häusern gelegenen Platzes nachsuchte, wird genehmigt und 10 pro Qu.-Mtr. festgesetzt; außerdem wird die Herrichtung einer passenden Einfriedigung zur Bedingung gemacht. — Dem Gesuche mehrerer Bewohner der äußeren Frankfurterstraße um Beleuchtung der Straßenecke oberhalb der Veterinär- anftalt wird entsprochen und sollen daselbst 2 Petroleumlatcrnen aufgestellt werden.— Zur theilweisen Besitzveränderung von Erbbegräbnissen wird Erlaubniß ertheilt. — Genehmigt wird ferner die Pflasterung des Trottoirs bis an den zweiten Eingang zuw Friedhöfe — Auf desfalls gestellte Anfrage Großh. Polizeiamts m Betreff der Sackgasse zwischen den Häusern ber Wittwe Freunb unb des Friedrich Müller beschließt die Versammlung dem Anträge ber Baubeputation entsprechend, Eigenthums- ansprüche auf diese Straße nicht zu erheben. — Auf die von Gloßh. Polizeiamt in Vorschlag gebrachte Aufstellung einer neuen Lastwaage beschließt die Versammlung nicht einzugehen. — Zum Schluß werden die von der betr. Commission vorgeschlagenen Bestimmungen in Betreff der Bekleidung der HÜlsschutzmänner genehmigt und bestimmt, baß bei Neuanschaffung 100 pro Mann bewilligt werben, wovon, falls Entlassung unb Austritt bes betr. Schutzmanns vor Ablauf eines Jahres eintritt, bie Kleidungsstücke zurückzugeben ober 50 JL für dieselben zu entrichten sind.
Vermischte*.
Friedberg. Am hiesigen Schullehrerseminar finden gegenwärtig die Prüfungen ber Aspirantinnen für das Lehrfach statt. Es haben sich über 20 junge Mädchen dazu gemeldet.
Gründ erg, 19 September. Heute Abend wurde der hiesige Bürger Spenglet- meister H. Kaiser, welcher in Londorf einer Arbeitsversteigerung beigewohnt hatte, in der Nähe von Geilshausen durch drei Revolverschüsse schwer verwundet. Als brr schrecklichen That verdächtig ist ein Grünberger verhaftet, ber bteselde aus Rache verübt haben soll. Der Ueberfallene trug zwei schwere Verletzungen im Gesicht unb eilte solche am Arme davon- (G A)
Sontra, 17. September. Als der Landbriefträger Stückrath an einem Rack- mittage in vergangener Woche den Postwagen tn der an der Stadt vorbeifließendin Sonter waschen wollte, sah er, daß etwa 50 Schritte von ihm entfernt die beibtn Händchen eines Kindes aus dem Wasser hervorragten Er (Ute sofort an die Stell', sprang in bas Wasser und zog ein zwei Jahre altes Kind, welches dem Küfer <5d)röb.r gehörte, heraus. Zur großen Freude der Eltern stellte sich nach verschiedenen Belebungi- versuchen bei dem schon für tobt gehaltenen Kinde wieder Leben ein. Es ist dies t>c zweite Fall, daß Stückrath ein K nd gerettet hat.
— (Die Diphtheritis des Geflügels ift anftedenb.J Aus Würzburg, 17-September, wird uns geschrieben: Hosraih Professor v. Gel Hard dahier hat nun fest gestellt, baß bie Diphtheritis bei Geflügel thaisächüch vorkommt unb daß dieselbe auf bin Menschen übertragbar sei. In der Hühnrrbrutanstalt MessUhausen wurden die v? ■■ perfmente unb Untersuchungen angestellt unb refultiren hauptsächlich aus nachfolgem>iri Erscheinungen: Von mehreren Tausend Hühnern, die aus Italien importirt wurd<r, starb durch Ansteckung in kurzer Zeit ber größte Theil baoon- Auch exotische $oß' , sowie 6 Hauskatzen, wurden angesteckt unb verendeten- Ende vorigen Jahres rour^i ein Bediensteter ber Anstalt von einem diphtheritiskranken Halm gebissen, woraus bi Gebissene an heftiger Diphtheritis schwer erkrankte. Der größte Theil aller Arbem^, benen die Fürsorge der Anstalt oblag und die sich unausgesetzt mit den Hühnern^ beschäftigen hatten, erkrankten an Diphtheritis und einer derselben steckte wieder sei!ö Familie an. In Messelhausen und in der Umgegend kamen während dieser Zeit kel'L anderen Erkrankungen an Diphtheritis vor unb sink) diese Fälle mit Bestimmtheit «'> obige Entstehungsursache zurückzuführen. _ o .
— Die Bewaffnung der Londoner Polizei bildete am 12. b. M- den Gegen statt der Berathung der sammtlichen Superintendenten der hauptstädtischen Pol'z,imao - Bisher sind die Polizisten nur mit einem eichenen Knüppel bewaffnet, welcher sich vn gewöhnlich mit Revolvern und Dolchen bewaffneten Embreckern gegenüber, die jen London unsicher machen, als gänzlich unzureichend erweist. Von verschiedenen ^eitn wurde im Hinblick auf die in ber letzten Zeit häufigen Ermordungen der armen P». ■ zisten, die den Kampf mit den Einbrechern aufnehmen, ber Vorschlag Hüter ber öffentlichen Sicherheit gleichfalls mit Revolvern zu bewaffnen. Die fammlung sprach sich aber gegen diesen Vorschlag aus, da bte Gefahr nahe liegt, di die Polizisten oft einen zu raschen ober unzeitgemäßen Gebrauch von ben ihnen an trauten Waffen machen könnten. Dagegen würbe beschlossen, in den -Vororten jir Nachtzeit Doppelpatrouillen einzuführen und die veraltete Allarm-Ratsche, welche !\t Polizisten mitschleppen müssen, durch eine amerikanische Signalpfeife -u ersetzen; v selbe soll in den „hölzernen Säbel", welchen die Polizisten zum Ueb?rflutz tn er - Lederscheide auf der rechten Seite und somit auf ber unrechten Seite tragen, etngeioil werben, „wodurch das Gewicht des Knüppels erhöht unb ihm als Vertheidigungsw T ein größerer Werth verliehen werden." „ . „u
— (Eine neue Ansicht über die ©lectridtfit.] Die Electricttat ist @etn«n<a Aller geworden. Nur ber Graf A- ift nicht allzu sehr mit ihr vertraut. D es , österreichischer Diplomat von großem Namen, ber schon feit längerer ^elt bnn amtlich r Thäügkeit ferne bleibt, nimmt an der Wiener elektrischen Ausstellung cc sonderes Interesse unb liefe sich jüngst von einem ber diensteifrigen Beamten Rotunde die Geheimnisse des electnschen Lichtes erklären. Man zeigt ihm die jJta m । die Akkumulatoren unb die Drähte, welche ben Strom befördern. Der v-rs n- Staatsmann hört andächtig zu, betastet die Drähte, sinnt lange "ach und trag! • „Das ist ja höchst merkwürdig, aber wie ist es möglich, so dünne Drahte - bohren, damit der elektrische Strom durch dieselben paffiren kann? — Tableau, erklärende Ingenieur blieb selbstverständlich die Antwort schuldig- . .
— Der von Brooks in Nordamerika entdeckte Comet hat bis l tz wenig an Helligkeit zugenommen und ift daher nur in lichtstarken T.gT
D-r Berechnung nad) wirb er seinen Ott am Himmel 6.8 ®nbe bleM Mm«» »’f sehr unwesentlich ändern. Er steht im Sternbild des Drachen etwas os v
; Mitte der Linie, welche die beiden Sterne -q und b bes Drachen oer ' Sonnennähe erreicht der Comet erst gegen Mitte März 1884.
Unheil Z
- '15 Ai
Ä*
MdS w 0-
■»"'d J;» trüoe Mäst'
fielen, ben Udo, Hühneren j sir Liter 20 A it 1.00—1.80, H Ä M N ^ivriiiefleisch UM Pr-8t
Ächl Mltgethei
2o03/6, Sic *
Uommanbit 1 M Wn 723, b°/k ÄH
Mtiiburger 102
'-^kniber 16. H Ä Lchupp, Toch •^niann Johann. -Mich Appel 1
Ächter des r ‘-3 Ludwig Hein 'Siltjelm Loos i -' Wer des Li -7it Katharine Ä ,-nSießen.
! Ämber 15. H -Wine Simon/ '^hp Emil W
Raser, Tochte
-Miuber 8. Ei ^Aabeth. 9. .4tr, Marie Ai '.Atwirth Je WÄ
eine Toct ^iimiiiig


