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stattfinbenden Festlichkeiten lautet:

Donnerstag den 20. September. , , .

deutschen Kaisers und Königs'von Preußen in Homburg v. d. H.; festliche Btteuchtun- der Stadt und des Curhauses. Abends 8Vr Uhr: Zapfenstreich von den Musik-Cdm°

des 11 Armeecorps. , _ ,

Freitag den 21. September. Vormittags 10 Uhr: C

Nteder-Eschbach, Nieder- und Ober Erlenbach. Abends 7 Uhr: u... ....

lheater: Carmen (Gastspiel der Grotzherzoglich Hessischen Hofoper unter Mstwtrkuntz

») AuS Dr, ß. iH'M« ® !BU). - »d

Abends 9 Uhr: R6union dansante

Donnerstag den 27. September. Nachmittags 3V4 Uhr: Abreise L>r. Majch-I des Kaisers und Königs nach Frankfurt a. M.

Frankfurt, 18. September. ^Verbindlichkeit schriftlicher Offerten.] Zu des«, für die Geschäftswelt wichtigsten Frage wird eine bemerkenswerthe GerichtsenlicheiM (erster Instanz) demFranks. Handelsblatt" mitgetheilt. Der Prozeß schweet- voi dem Fürstlichen Amtsgericht I in Salzufflen. Eine bekannte Fabrik daselbst halte-M hiesigen Firma auf deren Ansuchen am 13. März 1882 schriftliche Offerte gewaU woraufhin eine Probebestellung auf 1000 Kg. von der letztern am 18 Marz trfcig Da die Lieferung nach längerem Zestraum noch nicht erfolgt war, so erinnert: DJ Käufer den Lieferanten daran, erh'elt aber eine jede Lieferung verweigernde Antvoa Käufer klagte deshalb auf Ersatz des ihm durch die Nichtlieferung der Maar« gangenen Gewinnes von rund 10 Procent des Kaufwerthrs. Beklagte wurde a That für schuldig erkannt, die Klägerin wegen Nlchtlirserung zu entschädigen, trM° die erstereden Abschluß des Kauf- bezw. Lieferungsgeschäftes, also ihre BerpMv,

Vermischtes.

Homburg. Das Festprogramm für die vom 20. bis einschließlich 26. Erp- tember 1883 bei Gelegenheit der Manöver des 11. Armee-Corps in Homburg v. b. p.

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3 Herr Wettendorf, der deutsche Beirath im türkischen Finanzministe­rium hat eine längere Reise angetreten, welche ihn auch nach Wien, Berlin und Rom führen wird. Man glaubt, daß Herr Wettendorf vom Sultan, besten höchstes Vertrauen er genießt, verschiedene wichtige politische und finanzielle Missionen erhalten habe und daß er namentlich beauftragt sei, eine wertere An- näherunq der Türkei an die mitteleuropäische Allianz anzubahnen. Auch Paris und London gedenkt Herr Wettendorf zu besuchen, doch würde seine Anwesen­heit in beiden Städten lediglich finanzielle Combinationen betreffen. Weiter wird aus Konstantinopel gemeldet, daß der Sullan dem deutschen Botschafter v Radowitz kürzlich versichert habe, die Gerüchte über die Annäherungsversuchs der Pforte an Rußland oder Frankreich seien absolut unbegründet. Er, der Sultan sei fest entschlosten, sich zeitlebens der deutschen Politik anzuschließen.

Gießen, 21. September. Nach der uns zugegangenen vffictellen Liste der am verfloßenen Samstag bei der internationalen Ausstellung in Amsterdam pr amt i rten Aussteller sind m unserem Großherzogthum 21 Firmen piämilrt worden, darunter eine zweimal und zwar erhielt die hiesige Firma Ed. ©tlber etftn Medaille und ehrenvolle Erwähnung. Die Namen der Firmen lauten- A- Bembö, Mainz, Gebr. Buderus, Hirzenhain, Dlck L Klrschten, Offenbach a. M. Doerr & Reinhardt, Worms, I B. Dorfelder, Mainz, P. I. Falkenberg, Worms, L. Guntrum, Bensheim, F. Heim & Co., Offenbach a. M., H. Hommel, Manu L- Horn, Offenbach a M , A Kupferderg L Co., Mainz, W. Laas, Mainz, I. Langenbach Söhne, Worms, E. Merck, Darmstadt, I. Pfalz jun., Offenbach a. M, Gebr. Restcu- berg, Manz, L- ^chlvesser & Co., Worms, Ed. Sllbereisen, Gießen, Sill Morel & Co-, Mainz, F. L. Vombach, Mainz, Wwe. A- L Werner, Mainz. jßir begrüßen von ganzem Herzen diese Ausze'chnung unserer Industrie, namentlich aber auch die Prämiirten unserer Stadt und Provinz.

Von Wetzlarer Firmen wurden in Amsterdam pramiirt: H. Boeder, Georg Kraft sowie Müller, Packard & Co.

I Keilgch

J. Ein EiSsck

Telegraphische Depeschen.

Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau.

Darmstadt, 20. September. Das Grobherzogliche Hoflager ist heute von Jagdschloß Wolfsgarten in das Großherzogliche Palais zu Frankfurt a. M. verlegt worden. , , , ,

Frankfurt a. M., 20. September. Se. Majestät der Kaiser trat heute Nach­mittag 5 tty. ou 9Jhn. auf dem Main-Weser-Bahnhof hier ein und fuhr um 6 Uh mit dem König von Sachsen nach Homburg weiter, wo auf dem Bahn,Hose feierlicher Empfang ftattsindet. Unmittelbar nach dem Abgänge des Zuges setzten die Könige von Spanien und Serbien, welche heute Vormittag hier eingetroffen waren, die Reise nach Homburg fort. Zu dem großen Zapfenstreiche, welcher Abends 8V2 Uhr vor dem Schlosse in Homburg stattfindet, sind die Musiker, über 1000 Mann, bereits heute früh nach Homburg abgcgangen.

Homburg, 20. September. Der Staatssecretär des Auswärtigen, Graf Hatzfeld, ist hier eingetroffen. Der deutsche Gesandte in Madrid, Gras Solms, hat sich nach Frankfurt begeben, um den König von Spanien bei seiner Ankunft daselbst zu begrüßen.

Stuttgart, 20. September. Der König hat den Prinzen Wilhelm mit seiner Vertretung bei der demnächstigen Enthüllung des Niederwald-Denkmals beauftragt.

Kiel, 20. September. Der Chef der Admiralität, General v. Caprivi, ist nach Beendigung der Jnspicirungen wieder nach Berlin zurückgereist.

Wicu 20. September. Wie aus Sofia gemeldet wird, soll das bulga­rische Ministerium in Folge der Annahme der Adresse seine Demission gegeben haben.

Pesth, 20 September. Ministerpräsident Tisza hielt bei dem gestern m Gcoß- roarbein .hm zu Ehren gegebenen Bankett eine Rede, in welcher er ausführte, die kroatische Frage könne nicht durch Straßenkrawalle gelöst werden. Die Hauptaufgabe fet, die gesetzliche Ordnung in Kroatien wieder herzustellen, sodann aber mit Unter­stützung der Legislative und des Vaterlandes in billigster und conciliantefter Weise vorzugehen. Was die Judenfrage angehe, so sei dieselbe eine Frage des guten Rufs und her Ehre des Vaterlandes. Die Regierung habe die Pflicht, das Vermögen und Leben der Bürger zu schützen, Pflicht der Gesellschaft sei es, schädliche Vorurtheile zu zerstreuen Es dürfe nur einen Unterschied geben zwischen ehrlichen und unehrlichen Leuten. Die R de wurde mit Beifall ausgenommen. Dem Bankett wohnten auch Mitglieder der Opposition bei.

Sofia, 20. September. Der Fürst hat die vom Cabinet erbetene Demission an­genommen. Gleichzeitig hat der Fürst ein Manifest erlassen, in welchem die Verfassung von Tttnowa wieder hergestellt und der Nationalversammlung b e Berathung der in ben Art. 13 und 14 betreffs der Nationalvertretung vorzunehmenden Veränderungen anempfohlen wird. Der Fürst hofft-, die Nation werde dem Beispiele ihrer Vertreter folgen und alle Mißverständnisse und Spaltungen vergessen. Das neue Cabinet be­sieht aus: Zankoff, Präsident und Minister des Innern. Matschewitsch, Finanzen, Balabanoff, Auswärtiges, Stoiloff, Justiz, Jcolionoff, öff.-ntliche Arbeiten, Mslhoff, Unterricht. Zum Präsidenten der Nationalversammlung wurde Grecoff ernannt.

Konstantinopel, 20 September. Mukhtar Pascha ist von hier abge­reist, um Ihrer Maj. der Kaiserin Augusta den Chekat-Orden und Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Wilhelm von Preußen den Osmame-Orden in Brillanten zu überbringen.

horrende Preise. d

- lieber ben Tod des Professors Dr. v. Stinzing aus Bonn liegt München, 14 September, bahrte kurze Mitthrttung vor:Der preußische - rath und Professor an der Universität Dr. v. Stintzing ist gestern bet cm^r [r yd in Oberstdorf (Bezirksamt Sonthofen, Schwaben) verunglückt. Er wo» strauchelnden Sohn halten, wobei beide in den Abgrund stürzten. Dr- v. 0

Lokal--

Gießen, 21. Septbr. sVerzeichniß der Sitzungen des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen für das 3. Quartal 1883.]

1. Montag den 24. d.M-, Vormittags 9 Uhr, gegen Johannes Bönsel V. Ehefrau von Lanzmhain wegen Betrugs resp. Brandstiftung. Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Batst-

2. Dienstag den 25. d. M., Vormittags 8V2 Uhr,_ gegen Georg Wilhelm Reitz von Heldenbergen wegen Meineids. Staatsanwalt Jockel. Vertheidiger: Rechts­anwalt Dr. Reatz

3. M-ttwoch den 26 d- M., Vorm tiags 8Vs Uhr, und die folgenden Tage, gegen Sebastian Schneider von Willofs wegen Mordes. Staatsanwalt Zimmermann. Vertheidiger: Rechtsanwalt Curt mann.

Gießen, 21. September. Die Landesuniversitat verlor heute eines ihrer tüchtigsten und geachtetsirn Mitglieder; heute früh verschied nach mehrwöchentlichem Leiden der ordentliche Professor der classischen Philologie Dr. Wilhelm Clemm, ein Kind unserer Stadt. Er hat seine (Saniere ganz an unserer Universität zurückgelegt, für

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die Angemessenheit des beanspruchten Schaden-^- Fegern.

zur Erfüllung ans solchem, rote ...r«> - - ,, e

stritten." Die Entscheidungsgründe sagen ttroa Folgendes:Der Bekiagten $ - darin beizustimmen, daß die bloße Uedersendung einer Notirung, '

verbunden mit dem Anerbieten zum Verkauf, allein den Anerbietenden nicht oerpst^ da hierin nach Art. 337 des H. G. B- ein verbindlicher Antrag zum Kaut nicht Diese Sachlage änderte sich jedoch dadurch, daß Beklagte auf die Bestellung mn schweigen antwortete und erst nach Ablauf von beinahe 2 Monaten auf . innerungsschreiben der Klägerin erklärte, nicht liefern zu wollen. Einerseiis ist nai nach Art. 323 des H. G. B- Abs. 1 das Schweigen der Beklagten ald Uebernapn-- Auftrages der Klägerin anzusehen, da sich Beklagte in dem ersten Schreiben aus rw zur Ausrichtung Derartiger Aufträge erboten hat. Hiernach war das Hande^gc^ welches sich nach der Bestimmung in Art. 335 a a O- als Kauf barstellt, abflOa) und Beklagte aus bemjelben zur Lieferung verpflichtet, Klägerin aber befug , Art. 355 a. a. O. wegen Verzuges der Beklagten mit dec Uebergabe btr - Schadenersatz zu verlangen. Andererseits bedurfte cs wegen der abgegebenen vl Erklärung der Beklagten, n cht liefern zu wollen, der Gewährung emer FrM zu^ bolung des Versäumten in Gemäßheit der Vorschrift im Art- 356 des HE- wenig, als der daselbst angeordneten Anzeige durch Klägerin, daß sie statt der nunmehr Schadenersatz beanspruche ..." ,

Für einen Wagen zur Kaiserparade werden $bt§ 2u0 w ein-n Tag des 21. d. Mts. verlangt- Die meisten Fuhrwerke sind sest wng dm betreffenden Tag schon gemiethet, die wenigen noch freien verlangen I ö

Nachmittag! p auf hies.Ortsgei ' Mwig Orth: Dl Nr. 609,611, I mithe und M

Neuenweg versteigert n !' 31, daß keine Nach. Mn.

1 Uchen, den 20. ©e: b Großherzoaliche-

Mett tfag b?n .,, Nachmittag ' >4 im Adlerhofe ! sine Parthie al Ofen-1

I Auß- Rohren, | Gas-

tobt. dessen Sohn verwundet. wurls 1

Leipzig, 13. September. Gestern Abend in der elften hiesigen Roscnlhale etn gräßliches Verbrechen begangen. Ein aus Gohlis zuru Ehepaar bemerkte, als es in bte Nahe des Rosenthalteiches kam. daß em Knaben in den Teich warf. Der hinzukommende Mann, ein hiesiger^K0v » eilte schnell herbei, um das Kind zu retten, erhielt aber von dem Vero w ,( Revolverschuß, der ihn sofort tobt zu Bod n streckte. Der Thäter ergr st Flucht, wurde aber von einigen Unteroffizieren, die durch den Schuß a 1

worden waren, eingeholt und in Haft genommen. Den Unteroffizieren g , rj das Kind noch lebend dem Wasser zu entreißen Die Staatsanwaww s noch in später Stunde an den Ort des V'rbrechcns. Soviel bis tttzt der , ist der Mörder em hiesiger Kaufmann Namens Walther, der sicv des v geborenen Kindes, eines 5jährigen Knaben, entledigen wollte, aber burw des genannten Ehepaares unh der Unteroffiziere gestört, nun aber jumx- helfend hinzueileyden Kohlenhändler wurde. 6otel^

Pans, 10. September. Gestern Abend herrschte vor dem ®ranD V leoarb des Capucines, reges Leben. Die Verwaltung der ^®trop® nnfen AM Compagnie gab ein großes Essen zu Ehren der Beleuchtung bes ge mit ekftnfdjem L'cht. Ungefähr 300 Personen, Ingenieure, barunter |itf'

der Großen Oper, die Hauptvertreter der französischen und aus wohnten demselben an. Nach dem Essen fuhr ein ungeheurer Omn _ Electricität in Bewegung gesetzt würd', in ben Hof d^s Gastdauie meinen Jubel der Menge ein. Er fuhr um das in ber Mitt anftte6 ' Wasserbecken herum und obgleich er beim Herausfahren an den LY y> . p-nV konnte wegen des Wasserbeckens nickt gut wenden - so wurde

Große Parade zwischen nördliche! : Fest-Oper im CurhM

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Zella Trebelli aus London); im Gurgarten: Militär-Concert und Illa- Mittag zu ^voyi e

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22. StP* < icheul ballig bis llo8, leitweise bc Abends 6i/r Uhr: Ankunft Sr. Majestät bei Tage sin! Fiotr in (\ftni htii-n N h A fpf+lifhp f{rbODipf UU

AN Himmels umz

mination. _ , _

Sonnabend den 22. September. Vormittags 10 Uhr: Corpsmanover bei Bommett, heim, Bonames bis Ober-Erlenback. Abends 7 Uhr: Fest-Vorstellung im CurhM tbeater (Gastspiel des Königl. Theaterpersonals aus Wiesbaden); tm Äurgarltn: Militär-Concert und Illumination.

Sonntag den 23. September. Vormittags 10 Uhr: Gottesdienst in der Schlvß- kirche. Nachmittags 2 Uhr: Offiziers-Pferderennen. Abends 7 Uhr im Kurgarkn: Italienische Nacht; Doppel-Concert: Mtt^tar- und Curcapelle; große Beleuchtung^ ; Curgartens mit Lampions, farbigen Gläsern, Gas und bengal-schem Licht; ^eu er wert

Montag den 24. September. Vormittags 10 Uhr: Feldmanöver zwischen (M / u. A Karben und Heldenbergen; Bivouaks. Abends 7 Uhr: Theatervorstellung: LustW zMülj lttli 1 (Gastspiel des Frankfurter Stadttheater-Personals): im Curgarten Milttar-Concctt und Illumination. Abends 9 Uhr: R6union dansante.

Dienstag den 25. September. Vormittags 10 Uhr: Feldmanöoer zwischen Windecken, Ostheim und Niederdorfelden; Bivouaks. Abends bei Eintritt der Dunkelheit: Große Illumination des Ouellengebietes in den Curanlagen- Abends 7Vr Uhr: Thealn- vorstellung: Lustspiel (Gastspiel des Frankfurter Stadttheater-Perfonals).

Mittwoch den 26. September. Vormittags 9^2 Uhr: Feldmanooer zw M Kilianstädten, Mittelbuchen, Wachenbuchen und Bergen. Abends 7 Uhr: Tbeaia- DorfteUung: Lustspiel (Gastspiel des Frankfurter Stadttheater-Perfonals); Beleuchtun, des Curhaufes mit bengalischem Licht; tm Curgarten: Militär-Concert und Illumination

, nrÄ Nersiarsnrm^n nach I deren Gedeihen er trotz seines gebrechlichen Körpers mit aller Kraft tm Lehrsaal, alt

sMen Tagen mehrere Compagnien Marme-^nfanterte als -Verkartungen nach öer Verwaltung g wirkt hat, wie er auch erst unlängst einen von außm an ibn Tonakina abaegangen. Zwei Bataillone algerische TirarlleurS und ein Bataillon | ergangenen Ruf abgelehnt hat; er sollte ihr nicht lange erhalten bleiben.

hör ^rembenleqion werden der Marme-Jnsanterie unverzüglich nachjolgen. -- - -----"-* ------* -----------------"" " -

"©er Besuch, den der englische Premier Gladstone aus seiner

maritimen Veranügungsreise AnsangS dieser Woche der dänischen Hauptstadt abaestattet wird als ein politisches Ereigniß betrachtet. Ganz so absichtslos dürste allerdings Mr. Gladstone zu einer Zeit, in welcher Kaiser Alexander am dänischen Königshofe weilt, nicht nach Kopenhagen gekommen sein und es erscheint hierbei bemerkenswerth, daß der englische Staatsmann am Montag zur könig- licben Tafel auf Schloß Fredensborg gezogen wurde, während am Dienstag das dänische Koniaspaar und seine fürstlichen Gäste das Dejeuner auf Gladstones Nacht Pembroke Castle" einnahmen. Daß es hierbei zwischen Kaiser Alexan­der und dem leitenden Minister Englands zu politischen Erörterungen gekommen ist kann kaum bezweifelt werden und bieten die Verhältnisse auf der Balkan- Halbinsel und speciell die bulgarischen Angelegenheiten einen sehr naheliegenden Stoff hoffentlich hört man über diese Begegnung bald etwas Näheres. Noch am Dienstag hat Gladstone auf seiner Yacht Kopenhagen in nördlicher Richtung roieber verlassen Der Irländer Q'Donnell, welcher den Kronzeugen Carey erschoß ist vor das Polizeigericht in Bowstreet (London) gestellt worden.

Zn der Schweiz hatte das Erscheinen französischer Truppen auf der bei Genf gelegenen Neutralitäts-Zone zwischen Frankreich und der Schweiz nicht wringe Beunruhigung hervorgerufen. Der Bundesrath recurrirte bei der fran­zösischen Regierung sofort gegen diese Neutralitäts-Verletzung und beeilte man fich in Paris zu erklären, daß sich die betr. Truppen nur m Folge eines Miß­verständnisses bei Genf gezeigt hätten; hiermit ist dieser Zwischenfall wieder