tnitl
mißhandelt haben. Ein Wachmann wurde verwundet .
Bern. 20. August. Bei den gestrigen Stichwahlen für den Berner Aerfassunasrath wurden 21 Liberale und 9 Conservative gewählt, tue liberale Majorität des Berfaffungsrathes besteht nunmehr aus nahezu zwei Drittel aller
entschlossen, dle Bereitung der „Perle des Spessart" in größerem Matzsrabe zu betreiben und sich zu diesem Zw cke mit den Herren Joseph Fromm und Rtenen zu Frankfurt a. M. in Verbindung ges-tzt. Auf diese Weise ist es gelungen, in diesem Jahre 40,000 Liter Hetdelbeerwetn zu bereiten, der soeben in voller Gährung begr sfin ist und zu den schönsten Hoffnungen berechtigt- Die Controle über die Zubereitung des Weins ist jetzt eine doppelte, indem sic von Herrn Dr. L<psius in Frankfurt a. M- und von dem unter Leitung des Herrn Geheimraths Dr. v. Pettenkofer zu München stehenden hnaieintschen Institut geführt wird. Dre Abnehmer dürfen daher fest überzeugt - ~ ~ ------- ““v ------ts,LU —Bereits sollen
celona fortzusetzen. v , r .. . ,
— Nach hier eingegangenen Nachrichten haben dre in Cherbourg gelandeten spanischen Insurgenten bei den französischen Behörden protestirt gegen ihre durch die portugiesische Regierung willkürlich erfolgte Einschiffung.
Valencia, 20. August. Der König empfing gestern Abend im Dheater enthusiastische Ovationen und reifte heute früh nach Barcelona ab
J Rom, 20. August. Der „Osservatore Nomano" veroffeml cht ein Schreiben des Papstes vom 18. ds- Mts. an die Kardmäle de Luca, Präfikt der Stud encomrn sion, Pitra, Bibliothekar des Vatikans und Hergenrother, Archivar des heiligen Stuhles. In demselben heißt es, die Geschichte bilde, wenn sie gut ^udtrt werde, dte beste Apologie des Papstthums; in den letzten Jahrhunderten hatten die Feinde der Kirche eifrig daran gearbeitet, die Geschichte zu fälschen, um das Papstthum bekämpfen. Heute setze man dies in den öffentlichen Schulen fort. Das Losungswort sei. die weltliche Macht der Päpste als verhängntßvoll für Italien darzustellen Der Papst sucht diese Thesen zu widerlegen, erörtert die Wohlthaten, welche das Papstthum Italien erwiesen, und empfiehlt den Kardinalen, auf die Pflege der Geschichtsstudien h.nzuwirken und denjenigen die Bibliothek und die Arch'v? des Vatikans zu offnen, welche in denselben Rath erholen oder bisher nicht herausgegebene Dokumente kopiren ^"'Dublin, 20. August. Bei der heutigen Stichwahl eines Deputaten für Sligo wurde der Parnellit Lynch mit 1596 Stimmen gewählt; der Gegenkandidat Ohara (kons )^August. Der Fürst von Montenegro ist gestern hier ein« getroffen und begab sich vom Landungsplätze direci nach dem Yildszkioskpalaft, wo er im Pertstyl vom Minister des Auswärtigen und dann im Thronsaale von dem Sultan empfangen wurde. Der Empfang war überaus herzlich. Der Sultan ^reichte dem Fürsten Nikita den Großkordon des Osmanie-Ordcns mit Brillanten. Der Fürst empfing später im Flamourkiosk den Gegenbesuch des Sultans und begab sich sodann nach dem Süßwasserpalast, wo er Absteigequartier genommen hat. Morgen wird Fürst Nikita im Ytldtzkiosk und am Mittwoch in der russischen Botschaft d'mren-
— Die in der Begleitung des Fürsten von Montenegro befindlichen Minister Radonic und Plamenatz erhielten den Großkordon des Medjtdjeordens. Gstern nach der Audienz sandte der Sultan selbst an die Fürstin von Montenegro ein Telegramm, in welchem er ihr die glückliche Ankunft des Fürsten anzeigt und seinen Gluckwunsch zur Vermählung der Prinzessin Zorka aussprach.
Vermischtes.
r. Beuern, 19. August. Der Gedenktag der Schlacht bei Gravelotte ist nicht vorübergegangen, ohne von dem hiesigen Kriegerverein in würdiger Weise begangen worden zu sein- Im Saale der „Germania" hatten sich gestern Abend dre Mitglieder des Vereins in großer Zahl, darunter auch viele tnactive, zu einem festlichen Gelage versammelt Vorerst wurde von einigen Mitgliedern des Vereins Vorträgen em ernstrr Rückblick dem verhängnitzvollen und doch so ruhmreichen Tage dis 18- August 1870, sowie dem ganzen ehrenvollen Feldzug gewidmet, wo der auf dem Schlachtfeld gefallenen Brüder in ergreifender Weise gedacht wurde. Toaste auf unseren Kaiser, unseren gnädigsten Landesvater den Großherzog, sowie die siegreichen Anführer im Kriege, wechselten in bunter Reihe auf einander und verwandelte sich allmälig die ernste Stimmung in ein von Freundschaft, Geselligkeit und patriotischen Gefühlen verbundenes munteres Beisammensein und wurden mitunter komische Erlebnisse, die den größten Humor erweckten, von manchen Mitgliedern vorgebracht! So verliefen die Stunden bl'tzesschnell und erst spät trennte sich die Versammlung mit dem Eindruck, einen genußreichen Abend verlebt zu haben und mit dem Wunsche, im Jahre 1884 die Fortsetzung zu feiern- Möge dieser Eindruck feste Wurzel fassen! Möge Freundschaft und friedliche Geselligkeit und wahrer Patriotismus als einzige Grundlage eines tüchtigen Staatsbürgerlebens betrachtet werden.
Mainz, 17 August. Zur Einweihungsfeierlichkeit des Niederwald-Denkmals ist für die in Aussicht genommene Festfahrt auf dem Rhein von Seiten der Comitös folgendes Programm aufgestellt worden: Vormittags 9 Uhr: gemeinsame Abfahrt sämmtlicher sich an der Festfeier bethetligender Dampfboote; 11 Uhr: Ankunft m Rüdeshttm und Aufstellung der Flottille vor dem Denkmal. Mittags 12 Uhr: Salu- tiren bet der Einweihung des Denkmals- Nachmittags halb 2 Uhr: Paradesahrt vor dem Kaiser, Standort: neue Rheinballe; halb 3 Uhr: Salutiren bet der Abfahrt des Kaisers von Rüdeshetm; 5 Uhr: Rückfahrt von Rüdesheim, bei etngetretener Dunkelheit Beleuchtung der Rhetnufer, der Orte und Vill-n des Rheingaues. Abends halb 8 Uhr: Ankunft in Mainz- Die Directionen der verschiedenen Dampfschifffahrtsgesellschaften, sowie die Eigenthümer der einzelnen Dampfboote haben dem Comitä eine reiche Ausschmückung der zur Verfügung gestellten Schiffe in Aussicht gestellt. Das Comitä, Vertreter und Deputationen rc, werden für die Festfahrt das tu großartigem Maßstade geschmückte Salonboot „Deutscher Kaiser" benutzen. „
- Heute wird das Gerüst zwischen dem ersten und zweiten Wasierpfeiler ausgestellt, weil in kürzester Zeit mit der Montirung der E'senthetle zwischen diesen beiden Pfeilern begonnen werden soll. Interessant hierbei ist die Aufstellung dieses Gerüstes; dasselbe befand sich seither zwischen dem vierten Wasserpfeiler und dem Landpfeiler, der Kasteler Seite, dieses Gerüst wird nun vollständig, d. h. in verschiedene Thetle aut zwei aneinander gekoppelte Schiffe geladen und an seinen neuen Bestimmungsort gefahren (M- A.)
Holzminden, 17. August. Heute früh ist d.'r Weber Ille aus Zwtttau in Mähren wegen Mordes hingertchtet worden. Derselbe hat im Februar d. I. den Färber Herweg aus Mühlhausen in Thüringen, mit dem er zusammen reifte, bei dem braunschweigischen Dorfe Varrigsen, im Hilswalde, während des Schlafes durch Stockschläge betäubt und dann an einem Baume aufgehängt und zwar nur, um sich der warmen Winterkleidung dieses seines Gefährten zu bemächtigen.
Aus dem Spessart. Die Heidelbeer - Ernte im Spessart ist jetzt ziemlich
Mgek
■1) Ein Haus chr Stadt zu ' ;m) „M unter
Mgcn zu verk.
Herren
unb
'-i3 Er
Literarisches.
A Hartleb en's Verlag in Wien, die erste deutsche Special-Buchhandlung für Elcclrorechnck veröffentlicht soeben ein Verzetchniß der neuesten Erscheinungen am dem Gebiete der Elektrtcität, Elektro-Techmk und der verwandten W ssenschaften M Vorzug dieses Eataloges liegt in seiner Originalität, indem es das erste für die ZE des Elektrikers geschaff ne literarische Hlfsbuch in deutscher Sprache ist. Die vorhir- gegangenen, kleineren Zusammenstellungen anderer Buchhändler waren vermöge ihm temporären Bestimmung davon ausgeschlossen, ein literarisches H'lfsmttttl zu werd.« und dienlcn ausschlietzl'ch 8-schäftt chen Z.mck-N. Vorl^eg-nd-s W-rk -nlftund zu d-m Zwecke, der Internationalen Elektrischen Ausstellung m Wien 1883 ein l lerar sches Werk an die Seite zu stellen, das den heut'gen Standpunkt der Elektro-Tecknik in Spiegel ihrer Literatur zeigen sollte. Es ko mte naturgemäß nur auf zene Zett MckM genommen werden, die mit der eigentlichen Entwicklung der Elektro-Technck zusammen fällt, das sind die beiden jüngsten Decennien unseres Jahrhunderts. Die LiteraM der früheren Zett ist für die moderne Elektricitätslehre ohne Werth und mußte deshaiv in einem Werke, das für den practischen Gebrauch bestimmt ist, wegbleiven. w sieben Bogen starke, sehr elegant ausgestattete Catalog wird jedemi Interessenten au directes Verlangen bet A. Hartleben's Verlag tu Wien, 1 Wallfiichgasse 1, gra^ und franco verabfolgt. Die Firma hat ein reichhaltiges Latzer aller Literaturen md -ft im Stande, alle Aufträge bestens auszuführen, weshalb wir sie Jedermann wärmstem anempfchlen können._____ ___ _____———■
8 Paris 20 August. Von den gestern vorgenommenen Stichwahlen zu den Generalrät'hen sind bis jetzt 128 bekannt, es wurden 103 Republikaner und 23 Conservative gewählt, die Republikaner haben 16, die Conservatweu 6 neue Sitz- gewonnen. Unter den Gewählten befindet sich der Unterstaatssecretar Logeretto, nicht gewählt wurden die Deputirten Janvier de la Motte und Cavignac. g^eyultate ber Generalraths-Stichwahlen be-
kannt; davon sind 115 zu Gunsten der Republikaner gewesen; dieselben gewannen ^Sche.^o^ $er fiöniß l)at gestern in Valencia den Uebun-
qen der Artillerie beigewohnt und eine große Anzahl von Deputationen aus der Provinz empfangen; am Abend gedachte der König seine Reise nach Bar-
M unb iw ?/i billigst
Fran.
Änn
5,(Nortablei qÄib Bahn Symit nad S murbe ui -J? «Mi, ist 3.* W
’ Mwsch dei
Mchmittc txindrrWohnun WM Hause der Etr) Möbel, $ MdenesHausger ftit werben. Mden 17.91 ti Sioßherzoglichl
Lüdet
Wasserwärme der Lahn. 4.20*£
Am 21. August, Mittags zwischen 11 und 12Uhr: + Rübsamcn.
hantelten Sa
H. F.
i An fast t
Bill
"laufen. N rjjttes.
'tkWUgkl
731) Ueber die Höhe der Ko.ten, wiche die Einrückung einer o'->
oder mehre Zeitungen verureacht, wird man sich EVSTE1K U*‘ VOGI-8* ; von der Annoncen - Expedition -von
Frankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) -uvor Au,kunf * ^di auch hinaichtB der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blatter Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuve-rläeMgcn Rath ertneu
__ __■ -
Litrllailhf
I lp
1 ' fcter. dell tv
isMei Sekstel,
LEifüHi ^orailsch
E * 2io-; werden.
Wgen, den 20. heineck, Be
Witterungskunde/)
22. August. Mittwoch- Im Allgememen im B'nnevlande noch etwas unrupp doch wärmer. Morgens ziemlich heiter, Mittags und Nachmittags zerstreu bis wolk'g, Nachm'lmgs önlich gewitterhaft bis regend,ohend, spätnachmittags in Abends schön. Nach Westen zu mehr allgemein tagsüber schon. nMaebeiieN
23. August. Donnerstag. Frühmorgens dunstig b.s bedeckt, dann aufgeve^ bis schön, Mittags Schleier oder Ballen- Auf den Abend zu gewltterhast- JMAu; meinen aufgeheitert bis schön und wärmer.
») Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose lür den Monat Augis abgeschlossen am 20. Juli (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung m xt- Preis 1 JQ- — Nachdruck verboten. ggg |
Handel unt>
Gießen, den 21. August. Auf dem heuttgenMarkt^kostete: Butter per .X 1.00—1.08, Hühnereier per Stück 5—6 Käse Stuck 0-8 Kasematt- 3 Erbsen per Liter 22 Linsen 32 Tauben per Paar 60-7o ^, Hübner ■ Stück «X 0.85-1.00, Hahnen per Stück 3L O.lo-l.OO Enten pr- Sü j j; Ochsenfleisch per Pfund 70^, Kuh- und Rmdflerfi/) 56—60 l
54 4, Schweinefleisch 62—64 ^, Hammelfleisch 62—70 .^^^ffcttl p „ 4.80-7, Kirschen pr. Pfd. 00 Milch pr. Ltr. 13-18 Ganse pr. Stuck X d.o
Zwiebeln per Ctr- 6—6.50 JL < an-ttercr 0
5 Frankfurt, 20. August. (Getreide-Preise.) Merzen ess. hiesiger und Witter .M 20V4, fremder M 19, Roggen eff. hres. M >7'/i, ftemder
Gerste effectiv hiesige und Wetterauer X—, frembe Xv M 13^2, fremder M W/z—14. Rubol eff. ohne ^aß hres. rn Party 50 Ctr. X 39. Branntwein eff. ohne Faß 46. 9114p
Frankfurt, 20. August. Der heutige Vrehmarkt war schwach befahren- trieben waren ca. 265 Ochsen, 20 Bullen, ca- 300 Kühe und Rrnder ca. 2bv x Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Oual. 75—76, 2. Qual. 68- ,
Rinder 1. Qual. M 63—64, 2. Oual. M o5—58, Kalber 1. Qual. M bo, M 57—58 per 100 Pfund Schlachtgewicht.
** Um dem immer nocb vorkommenden Verschieben non Briefen Postkarten tn Drucksachen thunlichst vorzubeugen, sind «egenwart g ,oS
Verwaltung neue Poststrerfbänder etngeführt worden Dieselben haben e r 23 Ctm-, eine Breite von 16 Ctm. und werden zum Preise von 35^Pfenn g fu abgegeben. Die Postoerwaltung glaubt sich von der allgemeineren B artig beschaffener Streifbänder eine nachhaltige Verminderung der F ,
Verschiebungen versprechen zu können. ___—— u
w r, v „nnfnmniPTtn<> Rübe hddenen wer- ! vorüber und man darf im Allgemeinen mit derselben m diesem Jahre zußrieden sein
Agram, 20. August. herrscht vollkommenste -^Uye, oag^gen w bte SU Suche hingen voll, die Beeren waren z'emlich süß, der Ac-satz war ein
ben von Karlsstadt und Zengg gleichfalls Unruhen wegen der Amtsschtlder ge- ; guter und die armen Spessartbewohner haben ein schönes S.ück Geld verdient. Jns- oiür 2-naa wurde Militär requirirt. Der Agramer Polizei-Chef ist besondere war es der Darlehenskassen-Vereln tn der Smssartgemtinde Wtrstn, der für fpims Amtes enthoben, fein Nachfolger wird unmittelbar dem Regie- 1 guten Absatz sorgte. Derselbe hat sich nämlich, um den vielen Nachfragen nach Heidel- destnmv semes 2imies emtivuen, 1^1 ö 3 beerwein genügen zu können, mit Zustimmung des Gehetmraths Dr. 0. Pettenkofer
rungs-Commiffar unterstellt. m , f R , ''** '• 1 ---------- ------- ..
Triest, 20. August. In vergangener Nacht haben Exceffe von etwa
150 italienischen Turnern in Ostria gegenüber der Turnhalle stattgefunden. \ Die Polizei ist sofort erschienen und hat Stöcke und einen Revolver eonstscirt. Die Ercedenten sammelten sich nochmals am Casö Ferrari und mißhandelten; mehrere Veteranen; sie zerstreuten sich, nachdem das Cas^ polizeilich geschloffen worden war Die Bevölkerung blieb vollständig unbetheiligt, ebenso wie Nachts uvu - - - ■
Z".. m a1**' ***• । a rr u»; 7. erssrsÄ. -
! Beginn des Versandts seinerzeit annonciren wird.
\ Ludwigshafen, 19. August. In der chemischen Fabrik (vormals Hoff- ; mann u Schötensack) stieß, wie die „N. B- L--Ztg." berichtet, ein Schmied einem ander» Arbeiter im Zorn eine glühende Etsenstange tn den Unterleib, da der Arbeiter dieselbe ! mit dem Hammer verfehlt hatte. Die Wunde soll jedoch nicht lebensgefährlich sein. : Der Thäter, bisher als ruhiger und gut beleumundeter Arbeiter bekannt, wurde sofort ; entlassen und hat sich den Nachforschungen der Polizei entzogen.
Hof Wie der „Nürnb. Anz." berichtet, erzählt man sich hier ein amüsantes bureaukratisches Geschichtchm, das sich vorige Woche hier ereignet haben soll. In seinem Bureau auf dem Rathhaus sitzt der Herr Rechtsrath H im Aktenftudium tief versunken. Da klopft es ... es klopft öfter einmal den Tag über an der Thüre des Bureaus eines rechtskundigen Magistratsrathes, man läßt ruhig klopfen, die Leute treten schon so ein. Es klopft wieder, und ärgerlich über den beharrlichen Klopfer ruft Rechtsrath H.: Zum Donnerwetter noch einmal, 'rein wer draußen ist!" Der Rechtsrath H. hat aber noch einige Bogen zu lesen und denkt, der, die oder das Eingetretene kann schon so lange warten, er liest ruhig weiter und schaut nicht einmal auf. Das muß aber dem Eingetretenen doch zu lange gedauert hab n, denn auf einmal hört der Rechtsrath hinter sich sagen: „Minister Freiherr v. Feilitzsch zur Jnspicirung." Unbeschreibliches nicht wiederzugebendes Tableau!
— Ein niedliches „kleines" Geschenk im engsten Sinne des Wortes ist unserem Kronprinzenpaar gewidmet worden Es ist nämlich e n höchst interessantes, außerordentlich kleines Theeservice, welches der Maschinenmeister Hofmann zu Osterfeld gefertigt und unteren kronprinzttchen Herrschaften übersandt hat. Das 32 Millimeter fange und 24 Millimeter breite Theebrett ist aus einem alten preußischen Dreier an- aefertißt. Der Theekessel ist aus einem deutschen Zwripfennigstück g-schlagen, der Deckel aus einem Einpfennigstück, die Milchkanne aus einem Pfennig des Herzogthums Sachsen-Meiningen, bte Zuckerschale aus einem preußischen Pfennig und einem Heller, die beiden Tassen aus je zwei alten Pfennigen verschiedener Fürstenthümer. Sammt- liche Gegenstände sind inwendig verzinnt und so gearbeitet, daß man das betreffende Geldstück tm Wappen oder an der Schrift erkennen kann.


