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Deutschland.

geschlossen werden.

Telegraphische Depeschen.

Wolff's telegr. Correfpondenz-Bureau.

Berlin, 19. Februar. Wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, ist der Gesandte v. Schlözer beauftragt worden, die Kurie um Veröffentlichung der jüngsten Schreiben des Papstes an den Kaiser, namentlich der ausführlichen Kote des Kardinal-Staatssecretärs Jacobini, zu ersuchen. DieNorddeutsche" glaubt, dem Wunsche werde entsprochen werden.

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«Heften, 20. Februar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung av Donnerstag den 22. Februar 1883, Nachmittags 4 Mr.

1. D>e Prüfung der Gemeinderecknung vom Jahre 1881/2.

2. Voranschlag der Geme.nd.; Gießen pro 1883/4.

3. StraßenauSbou auf der Ostaniage.

4. Die Octroierheberftätte am Selterslhor^

5. Vertrag »wischen der Stadt Gießen und Bierbrauer Poschel dahier.

6. Gesuch des Schwimmlehrers Christoph Rübsamen dahier um Ba erlaubn'ß-

7. Holzverwerthung auf dem Submissionswege.

8. Kostendecreturen. .

ließen. 20. Februar. Die beiden Wohllhätigkeits-Vorftellungen am 11. W 13. Februar im Clubsaale erzielten die hübsche C'nnahme von 1717 Nack AdM oon 374 .X Unkosten konnte die Summe von 1343 JL an bte Sammelstelle des Her Provtnzraldirektor Dr. Boekmann abgeliefcrt werden-

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Äegypten.

Kairo. 18. Februar. Das Kriegsgericht zu Alexandrien hat vou beit ber Ermordung des Prof. Palmer angeklagten 13 Beduinen 5 zum Tode, einen zu ISjähriger, einen zu 1 »jähriger, vier zu .vjähriger, einen zu 3jähriger Frei' heitsstrase' verurtheilt. Der mitangeklagte Gouverneur wurde zur Amtsent­setzung und einjähriger Gesängnißstrafe verurtheilt. Gegen vier andere, noch nicht ergriffene Beduinen, deren Theilnahme an der Ermordung Palmer's nut Sicherheit sejtgestellt wurde, ist die Verfolgung eingeleitet.

Fonds zu vermehren. ....<<

Pesth, 19. Februar. Das Theater in Arad ist abgebrannt. Der Schaden beträgt über 150,000 Fl.; Menschenverlust ist nicht zu beklagen. Die Entstehungsurjache ist bisher nicht bekannt. .

London, 19. Februar. Die Ehefrau des Secretars der Gesellschaft der großbritannischen Land- und Arbeits-Liga Byrenn, die von dem Kronzeugen Garen am Sonnabend beschuldigt wurde, die bei dem Morde gebrauchten Messer von London nach Dublin gebracht zu haben, ist gestern hier verhaftet UOlÖLi*onboit, 19 Februar. Das in der Gerichtsverhandlung in Dublin am Samstag von Carey unter der BezeichnungNumero Eins" erwähnte Iw dividuuni soll vom Continente zurückgekehrt in einer der Londoner Vorstädte versteckt und ferne Persönlichkeit der Polizei wohlbekannt lein. Mehrere Veu Haftungen wegen Theilnahme an den Ermordungen in Irland sollen in Jüan

Dublin, 19. Februar. Der Complott-Proceß wurde heute fortgesetzt Wegen der Ermordung Cavendish' und Bourkes werben Angeklagte und Ge sangene zur Aburtheilung formell vor das Tribunal verwiesen.

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Mainz, 16. Februar. Der vorgestern vor dem hiesigen Landgericht begönne Wucherproceß gegen den Rentner Marcus Löb von Worms hat heute gegen MM bet großem Andrang des Publikums sein Ende erreicht. Die Staatsbehörde beantt £ gegen Löb eine Gefängnißstrafd von Drei Jahren, eine GOdstrafe von 9000nLr$ Aberkennung dcr bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. thetdtgung wurde von den Herren Dr. Levl und Dr. Daudistel geführt. E s mühte sich darzuthun. daß das Verfahren des Lob durchaus nicht mit dem^^afgei^ buch koll'dire, ,ndem sowohl das nothwendigste Krüertum, Ausbeuten der (vch von feinem Der Zeugen bewiesen, als auch das Ueberschreiten des übl ckZ ns' nicht vorhanden sei. Dr. Levi ist der Ansicht, daß 10 bis Zinsen »ei Leut-n, m:t denen Löb Geschäfte gemacht und Die n*d)t die geringste Scheck f^ür d Darlehen boten und von denen er in vielen Fallen keinen Psinmg n Geldes zn'ückbefommen konnte, nickt zu viel sei, zumal DauMl

doppelter Sicherheit ja auch 12 pCt. nähmen In gleicher Weise bestritt Dr. Dauv

DieNordd. Allg. Ztg." theilt mit, daß die nach Loostsland in der Südsee entsendeten KriegsschiffeKarola" undHyäne" daselbst N^annschasten gelandet und diejenigen Eingeborenen bestraft haben, welche im vergangenen Sommer die Niederlassung der deutschen FirmaHernsheim u. Comp." grflörj, die Stationsbeamten ermordet, die deutschen DampferParisis" undFreya beim Anlaufen der Inselgruppe beschossen, den Kapitän derFreya" getödtet und einen Schiffsjungen schwer verwundet hatten. ,

Berlin, 19. Februar. Abgeordnetenhaus. Berathung des Cisenbahnetats. Der Abgeordnete Bnchtemann verlangt für die nächste Session die Vorlage eines Ge- sekentwurfes welche Eiscnbahnbeamten diätarrsch und welche etatsmaßrg anzustellen sind. Gegenüber dem Abgeordneten Hammacher, welcher daraus hinwres, daß Die königliche Dircction Der rechtsrheinischen Bahn die an die Aktionäre zu zahlende Rente von dem eigentlich steuerpflichtigen Ertrage vorweg abzrehe und nur den Rest ver- ftenre, wodurch die Kommunen geschädigt werden, erklärte Atrmster Maybach , daß die Frage der Berechnung des steuerpflichtigen Ertrages noch der Prüfung unterliege und daß er da<> Verfahren, Die Rente für Aktionäre vom steuerpflichtigen Ertrage abzu- rieben für unrecht halte. Abgeordneter von Schorlemer-Alst bittet, Die Bahnhoss- restauraieure nicht zum Halten von Zeitungen zu nöthigen, welche den Ansichten per 'Keil'enben und Der Bevölkerung nicht entsprechen. Windthorst klagt über Die ungleiche Behandlung von .uatholiken und Protestanten bei der Gewährung von Freisahrten- Der Regierungscommissar erklärt, daß eine Ermäßigung cuitrete, wenn Der UDet: Präsident anerkennt, daß dieselbe im öffentlichen Interesse liege. Knebel wünscht eme besondere Eifenbahnvorlage zur Hebung der nothleidenDen Eifelgebiete, Berger die Ver­mehrung der Eifenbahnbeamten zur Ermöglichung größerer iLonntagsruhc. .Maybach erklärt sich mit der Herbeiführung größerer Sonntagsruhe einverstanden, soweit dadurch Verkehr und wirthschaftlicheo Interesse nicht geschädigt werden. Windthorst glaubt, daß eine größere Sonntagsruhe nur durch das Zusammenwirken Des Postmlnisters und Eisenbabnmiuisters zu erreichen sei; er spricht für die Beschränkung des Verkehrs und gegen die Vermehrung der Beamten. Professor Wagner druckt seine Freude über die Durchführung des Staatsbahnfystems aus, welche zeige, daß die Regierung gioßartigc Probleme leicht und zum Vortheil des Staates zu lösen verstehe. Daß Der etaat nut Dem Staatsbahnsystem Der größte Auftraggeber geworben sei, erfüllt Den Redner gleichfalls mit Genugthuuna. Windthorst entgegnet, daß Die von "Wagner entwickelten Gedanken vollständig der soziale Staat seien. Die Ronseguenz der Wagner fchen Forderungen würde die Verstaatlichung des Grunde.genthums sem. Die Lehre Wagners sei vollständig sozialdeinokratifch, es fehle nur noch, daß er Vheilung verlange. Vas einzig richtige Bahnsystem könne nur ein gemischtes sein- Wagner antwortet, er sei nicht Sozialist und wolle den öffentlichen Betrieb nur Da, wo er ökonomisch richtig politisch unbedenklich und staatlich wünschenswerth sei. Redner weist aus England und Amerika hin, wo statt des Staatsmonopols ein privates Eisenbahn-Monopol herrsche, welches das Land ausbeute. Büchtemann, Eimern, Meyer lBreslau bekanipsen Wagner Ennecceruv stimmt Wagner bei, indem er ausführt, daß Landwirthschast, Industrie und Gewerbe dem Privatbetriebe immer bleiben würden, aber nicht unter jetziger Gewerbe u n ordnung, sondern unter richtiger Ordnung und Zucht seitens des Staates Windthorst findet zwischen den Sozialdemokraten und Wagner keinen weiteren Unterschied, als daß die Sozialdemokraten den sozialistischen Staat von unten nut rother Fahne, Wagner den preußischen sozialistischen Staat unter schwarzweißem Banner wollten- Das Haus vertagte sich bis auf morgen.

Bayreuth. 19. Februar. Bei der heute im Wagner-Vheater staltge- habteu Besprechung wurde im Namen des Vermaltungsrathes die Erklärung ab- gege en, daß die Parstfal - Ausführungen in diesem Jahre wiederholt werden sollen. Kapellmeister ^Richter aus Wien knüpfte hieran die dringende Aufforde- rung an die Genoffen und Collegen, durch Concerte und Aufführungen Die

Berlin, 17. Febr. Gestern Abend fand unter dem Vorsitze von Pros. !

Gneist eine Lersammlung zum Schutze des Deutschthums in Ungarn statt. Es 1 sprachen unter Andern: Professor Wattenbach, Georg v Bun en, v. Rarborff, ' Dr Kapp. Die Versammlung nahm einstunmig einen Befchlnst an, m welchem es helfet:Der auf'6 Neue dem ungarischen Reichstage vorgelegte Entwurf eines Mittelschul-Gesetzes bedroht die Mjährige denffche Cultm des siebenbur-

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S.7L UKW S »ÄTÄ'Ä voll Der Hoffnuna, ibn neugestälkt wieder begrüßen zu konncn. Und nun. Da er wieher zu uns gekommen, müssen wir auf ewig AbsckieD von ihm ^hmrm Es ist za in (SnttcS Rath Daß man vom Liebsten, was man hat, muß sckrlden. Und ä im« tid,£* ~w" s.'~s* ;,mnämeniUbdommnn, dotz c?cS zur S.ötte der nbab-n,n -b ;

Hnb fn rufe ick Dir Denn zu: Scklafe wohl! schlafe wohl bei uns. u-li! Viesen

Porten leate Redner einen Kranz im Namen der Stadt auf^Den ^Larg Hierauf er- a'in nacb9 einer kurzen Pause Der ReichstagsabgcorDnete Feustel mit tufbemegter K imme das Wort unD sprach etwa Folgendes: «Ein Fürst tst g schieden <\n ^ion m 7erwaist aufgericktet in dem Gebiete'dcr Kunst; allüberall, wo S'siMl-Machen mnhnen Die übereinstimmende Klage über den Verlust des großen Mannes. Worte sind zu armselig, unserm Schmerze Ausdruck zu g..ben und v^e' üoer der Grö^ des Sckmerzes ist kein Wort lief genug, um das auSzudiück.n, was uns bemeßt. D cser ISWÄÄfU SiüA &S StfÄÄÄA» flr68tmIQdump6 8«f®edC,9?nltV<5 m 'b'nH^ünfiurn/^Uer^bau^ an dem g^ob-n das ber meiftet beaonn.n. Watz das Acuh-re betriftt, tafür werden wir wUl-r Ä wü,bgfle S-ier ist d.e W ederhoiung detz .Parsif-t", Me dem An- Denfen des Meisters ael.en soll. Und so spreche ick Dtnn tn Dem Namen vieler Ver- n^naen bU ^ ba§ ®ort nervtet: .» bank- Dir oan He.zeu füt ba« »al Du Es ist vorauszusehen, das Zahrhundeite D^ch nennen werden und daß ®Md) W suchen wird' und io rufe .» b.nn aus dem H-rzen Vie er »..ans- Ruhe sanft!" EM erhebendes G.ablied, vorgetragen von dem hiesigenUederkranz , schloß diesen Akt der Feier.

Nunmehr fornvrte sich der Zug- Es war etwa halb fünf Uhe, alle Laden waren aeschlossen, auch sehr mele Häuser. Den Zug eröffnetcn Abtheilungen der FiUeiPehr und zwei Trauerherolde, an d:e sich das Musikkoips des 7 Infanterieregiments rechte. Nun kamen Kranzträger, Darunter vnle mit Herr! chen Palmen und d'e Trager des mannshohen wahrhast kostbaren Kranzes, den die Künstler Münchens dem großen Meister widmeten, sowie Wagen, welche mit Bouquets und Kränzen überlastet waren, hierauf folgte der Leichenwagen, mit vier Rappen bespannt und mit Dem bere t. ti- rodbnten piacktvollen Kranze des kon-glichen Gönners unD F"U des geschmückt. Die Bahrtuckzipfel trugen Die beiden Vorstände her Stadtvertictung, Würger m e ist er Mun cker und Advokat Meyer, die Verwaltungsräthe und intimen ^"unde R-ckard Waaner s, Bankiers Feustel und Groß. Rechts und links vanZneien ging 'n Die im Haufe Wahm sned verkehrenden Bürger, welche nach Bayreuther Sitte dem teuren Vrrstorbemn Die letzte Ehre als Träger seiner Leiche erwiesen, mben dielen Fruerwehimänner mit Flambeaur. Dem Leichenwagen folgte die Getstlickke i, Dekan l^iselmann. Psarrer Wuckerer ^und Staehlin mit Den Alumnen Dann als Vertreter deS Königs ^"Dwig von Bayern dessen Generaladjutant Earl Grai Pappenhemi^ Vor. den F'Ni'ltmangehortg n wohnte Niemand dies m The'le Des Zuges bri, als bte Nächsten folgte« Freunde des Hauses, Darunter Häckel und Schon, Re'ckmann, Hans Seidl, P'ofes or Wilhelmy das Ehepaar von Glasenapp, Kapellmeister Hans Richter, Kapellmeister Le?y Paul Lindau, Graf Wilhelm Bismarck. An d e Gmannien reihte fid? Die Menae Der Deputationen von Städten, musikalischen Instituten unD Vereinen, von Theatern und künstlerischen Genossenschaften des In- und Auslandes und bte Vertreter Der Presse. Nun folgten das königliche Ossicier - Corps öes 7. Infanterie- und 6 Chmauxleger-Regiments, an der Sp tze General Heilmann, sowie die konigl ckni Civilbeamten an der Spitze der Regierungspräsident v. Burchto'ff, die Direk oren derselben Stelle, Dr. v. Bucher und Sckamberger, sowie Landgerichts-Präsident ^nd- graf. Hinter ihnen kam das MusikkorpS des 6. Chevauxleger-Regiments die musikali­schen Vereine Boy'euths, dess-n Gemeindevertrrtung und d'e Bürgerschaft.

An die Villa Wahnfried wurden nur etwa 10) spcciell Geladene eingelassen. ><wölf Bürger trugen Den schweren Sarg in Die Gruft. Dessen Bahrzipfel hier Die Drei Kinder Wagner's trugen. Tie Einsegnung der Leiche war still und kurz, Doch iuhrenD im höchsten Grade, Alles schluchzte, den letzten Abschied nehmend. Um o/r Uhr ver­ließen still diese Trauergäste Den Garten unD Das Grab Richard Wagner s; Die Kranze unD Blumen wurDen auf Wunsch Der Frau Cosima Wagner .^ s^Kuertheater ge­fahren, um Dort anfgehängt zu werDen. Wegen emgetretenen ichlechten Wetters hatUn sich Die auswärtigen Teputirten mit Dem Comit^ dahin geeinigt, daß sie auf ihre Reden verzichteten. t rr

AUS den Rcichslanden, 18. gebruar. Wie man in Sir bürg a-rstch.rtz würden am 1. April (ämmtlidje noch bestehende Verkaussstellen der Tabakrnanusaktur

Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und müssen darauf bezügliche Gesuche spätestens 8 Tage vor den betreffenden Control- .......- -»- Beginn der Control-Versannnlung Schirme, Stöcke, Pfeifeu x. fort^ulegen sind. Oberft z. D. und Bezirks-Commandeur.