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Ttiffe sehr verspätet. Ders-lbe enthält eine genaue Ueberficht der kirchlichen Verhältnffie innrer Gememde, eine eingehende Chronik auä dem Jahre 1882/63, tn welcher de- lonbeiS auch des Lutherjubfläums gedacht ist, uub sonstige Mttlherlungen. Außerdem ist die von Pfarrer Schlosser am Lutherjubiläum gehaltene Festpredigt abgedruckt. Ter Preis deS Kalenders ist wieder 30 Pfennige.
— Unter den mannigfach .n Veretnsgcbilden, welche zur Erreichung ihrer gemeinnützigen Bestrebungen wieder und wieder die thatki ästige Mrth'lfe bt6 Publikums tn ben weitesten Kreisen Deutschlands anrufen müssen, nimmt ohne Zweifel der vor 2 Jahren von dem leider -u früh abgtrufuun Professor Bmeke g<gründete Verein für K inderheilstät ten an den Deutschen Seeküsten eine hervorragende Stelle e n. Während seines zweijährigen Bestehens sind drnr Verein an freiwilligen Beiträgen reichlich 80,000 Mark zugeflossen, mittelst bereu Hospiz« in Norderney, Wyk ß. Föhr, Gr.'Myritz und Zoppow errichtet worden sind. Zum Th°il freilich hat fich der Vorstand, da die erwähnte Summe we Laus nicht für die Herst.lluug größerer Anstalten ausreichte, mit recht prootsortschen Errichtungen helfen müssen, und jedenfalls bleibt noch ein sehr dringlicher Bedarf zu decken üortg. In Norderney z. B. ist bislang nur em völlig unzureichendes kleines Haus mit ca. 40 Betten vorhanden, während sich für daS vielfache dieser Zahl em unabweisbares Bedürfn tz zeigt. Von Seiten unseres Kaiserhauses wird dem Verein die vollste Sympathie entgegen- gebracht. Se. Majestät der Kaiser hat dem Verein zum Bau eins großrn. National- Hospizis in Norderney die bedeutende Summe von 250 OOO Mark unter drr B dinguvg dewillitzt, daß die weiter erforderlichen 250,000 Mark bis zum Schlüsse des Jahres 1883 tn anderer Weise durch den Verctn beschafft werden. DaS Kronprinz! che Paar hot das P otectorat über den Verein übernommen und aus dem S lderhochzsttsfond einen namhaften jährlichen Beitrag tn Aussicht gestellt.
Da der Vorstand nicht tm Stande ist, tm W'ge freiwilliger Sammlungen in so kurzer Frist die erforderliche große Summ- anfzubringen, so hat er sich beim Kön'gl. Preuß. Staatsministerium um Bewilligung einer Gold- und Silberlotterie bemüht, und es ist diese Concession denn auch zur großen Freude aller BetheMgten gewährt worden. Bei den üorigcv Bundesstaaten ist ebrnsalls die Concession für diese Lotterie nachgcsuchi und es steht zu hoffrn, daß die Loose in kurzer Zeit vollständig abg,setzt werden und der segensreich wirkende Verein damit sofort tn den Besitz der Mittel gelangt, welche der große Bau in Norderney beansprucht.
Die Ziehung ist auf den 15. Januar 1884 festgesiht. Die Hälfte des Betrages bn: verkauften Loos', wird zum Ankauf ber Piämien benutzt werden. Letztere bestehen nur aus preiSwe'then Gold- und Silbersachcn und zwar sollen die höchsten Treffer im Werth- von 50,000 Mark, 20,000 Mark und 10,000 Mark aus Gold- und Silbersäulen formirt werden. Es sei schließlich noch bemerkt, daß als Vorsitzende deS Vereins für Ktnderheilstätten die Herren Mintsterr»sident Dr. Krüger und Geh. Rath Professor Dr. L yden, als Generals cretär Herr Prosiffor Dr.^emalD in Berlin und als Kasstrer Herr Bankdirector Tborade in Oldenburg sungiren.
Loose K 1 Mark sind durch das bekannte Bankhaus Carl Hetntz e in Berlin W., Unter den Linden 3, und dessen Filialen in Homburg und Stemm zu beziehen.
KrarÄfvrt <*♦ M., 19. Decbr., Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgethetlt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen) Creditactien 2403A, Staatsbahnactien 265, Galizier 245V». Lombarden 1183/s, Ncrd- weftöahnactien 155V», Gottbardbahnactien 89V», Darmstädter - Bankactien —, Disconto Commandit —, Oefterr. Silberrente 66^/„, 4% Ungar. Goldrente 741/w 4o/o 1880er düuffen 71Vie, 5o/o 1877r Russen 897/h, 2. Orient-Anleihe —, 4°/o Spanier 56Vr, 5% Rumänische Rente —, 4% Urfisic. Egypter 633/<, 5% Türken 9V<, Marirnburaer 89^4 Hess Lndwigsbabnact. — Tenden, ° .
Verkäufe und Verpachtungen, Betheiligun«j;en, S(el!en-Vakanzen etc.
werden am sichersten durch Annoncen in zweckentsprechenden Zeitungen zur Kenntniß der bez. Reflektanten gebracht; die einlaufcnden Offerten werden den Inserenten im Original zugesandt. Nähere Auskunft ertheilt die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse, Frankfurt a. M-, Roßmarkt Nr- 3. 7810
Kirchliche Anzeige der evangelischen Gemeinde Gießen.
Donnerstag den 20. Dezember, Abends 6 Uhr: Erbauungsstunde in der Stadtkirche. — Pfarrer Dingeldey.
(Reformatoren vor der Nesormation — jSavanarolaj).
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Schreibmaterialien- lieferung.
Die Lieferung der für das Geschäftsjahr 1884 bei Großh. Landgericht und der Staatsanwaltschaft zu Gießen erforderlichen Schreibmaterialien soll auf dem Wege der .Sou- mission vergeben werden. Offerten sind unter Beifügung von Mustern bis zum 20, k. M. bei unterzeichneter Behörde einzureichen, woselbst auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können.
Gießen, den 18. December 1883.
Der Gr. Landgerichtsschreiber: Lower. 8352
Freitag dm 2t. d. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr.
wird in dem B r amm’ scheu Saale dahier mit ber Weiß- und Wcllwaarenversteiger- uug des Herrn Carl Vogt li. dahier fortgeiahren werben. Die ausgeboteneu Waarcn werben zu jedem eingelegt wer: bciwcn Gebote losgeschlagen.
Gießen, ben 19. December 1883.
Bühner, 8362 ____Gerichtsvollzieher.
' Bersteigerung.
In ber L. Fletk'schen Hofraithe bahier Versteigere ich:
Donnerstag den 20. December Nachmittags 2 Uhr
2 Chaisen, 2 Occonomiewagen, 2 Pferde, 1 Kuh, verschiedene Möbel.
Gießen, den 18. December 1883.
Bühner, 8330 Gerichtsvollzieher.
Jeikgeöotenes.
Alle Sorten Lebkuchen, Feinstes Bntterqebackenes, „ Macronenconfect,
„ Tafel-Dessert,
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verschiedene Sorten Anis,
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Wüh. Seibert,
Marktstraße.__
Kinder-, Puppen-und^rachtwagen, «/rinderschlittcn, Gchlittengelante, Schlittschuhe, Gummischuhe, Sohlen
' W- Lind-nplatz i"
Frische Hefe
5348 hei Carl Heil, Schloßgasse.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekannt m a ch u n g.
Von den beiden städtischen Sandgruben am Schiffenbergerweg soll die Eisnutzung für den Winter 1883/84 Freitag den 21. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, auf dem Vürgermeisterei-Vüreau, öffentlich versteigert werden.
Gießen, den 19. December 1883.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
8368 _________________A. Bramm.______________________
Die WeirchmMmrg
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EmM Sehmail (frankfurter Hof) empfiehlt:
Weiß- und Rothweine in guten preiswürdigen Qualitäten, garantirt r<rtn in Fässern und Flaschen; ebenso:
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Spreskx Gij de Hollandsche taal? (Holl.) 2. Aufl. Geh. M. 1.50. Taler Oe Oansk? (Dän.) Geh. M. 1.50.
Talar Ni svenska? (Schwed.) Geh. M. 1.50.
Tud ön magyarul? (Ungar.) Geh. M. 1.50.
Möwisz Pan PO polsku? (Poln.) Mit Aussprache. Geh. M. 2. Sprechen Sie russisch? 2. Aufl. Mit Aussprache. Geh. M. 2.50. Tiirkdsche söjlemisiniz? (Türk.) Geh. M. 2.50.
cO[j.iXeiTs cE)Ai)vixd; (Neugriech.) Geh. M, 2.50.
Snake Jim Hollunder? (Helgoländisch.) 2. Aufl. Geh. M. 1.20. Leipzig. C. Verlag.
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Ein Kaufmann, cd-, Mitte Dreißiger^ Inhaber eines guten Detailgeschäfts, wohn- baft in einer Stadt ber Provinz Hessen- Nassau, wünscht mit einer achtbaren häuslichen Dame (auch junge Wittwe) in Corre- spondenz zu treten, behufs späterer Ver- heirathung. Einiges Veimrögen erwünscht. Hierauf rcflectirenbe Damen werben ersucht, ihre w. Adresse unter Mittheilunk ihrer Verhältnisse unter Chiffre H- P. 94 an die Annoncen-Expedition von Haascn- stcin & Vogler in Frankfurt (Main) zur Weiterbef. einzusenden- Discretion Ehrensache.__8345
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