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Mittwoch Abend 5*s.

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Abschrift dieser ft eingetragen,

Tage die Obstzüchter der Einladung des Ausstellungs-Cornitä's schon in so ausgiebiger Weise gefolgt, daß desselben Nachmittags in dem Ausstellungs-Lokale lange Tafeln mit den mannigfachsten Obstsorten, als Aepfeln, Birnen, Zrvetscheu, Trauben, Nüssen 2C-, aufs Geschmackvollste arrangirt, belegt waren. Tasel-, Wirthschafts- und Kelterobst rst schon recht würdig vertreten; so hat Herr Bürgermeister Jäger von Münzenberg ca. 120 Sorten Aepfel, sowie 8 Sorten Birnen, sämmtlich in dortiger Gemarkung ge­züchtet, zur Ansicht ausgestellt, Herr Carl Löffler von Gambach hat ca. 50 Sorten der feinsten, selbstgezüchteten Tafeläpfel ausgestellt. Herr Lehrer Walther von Hochweisel hat eine größere Anzahl des in dortiger Gemarkung gezüchteten Obstes eingesandt, ebenso ist die Gemeinde Rockenberg durch eine Collection Obst, von Herrn Bürger­meister Landvogt daselbst einaesandt, würdig vertreten. Verschiedene Obstzüchter Butz­bachs, wir nennen in erster Linie Herrn Oberförster Reuß, sowie die Hrn. Christoph Rumpf, Jac. Wießler, G. Held, C. I- Melchior, N- Spiegelberger, Frau A- Joutz u- A- m. haben ebenfalls schon reich ausgestellt. Obstzüchteru, Obsthändlern, wie über­haupt jedem Obstliebhaber können wir die Versicherung geben, daß die Ausstellung des Interessanten so viel bieten wird, daß es aufmerksamen Besuches bedarf, um sich einigermaßen mit den in hiesiger Gegend gezüchteten, verschiedenen, theils sehr edlen Obstsorten vertraut zu machen- Eine separat stehende Ausstellung, in welcher jede hier gezüchtete, resp- zur Ausstellung gebrachte Obstsorte vertreten sein wird, dürste indeß viel zur Orientirung des Besuchers beitragen, indem das darm ausgestellte Obst durch einen Pomologen wissenschaftlich geordnet und mit dem richtigen Namen ver­sehen sein wird. Hoffen und wünschen wir, daß die Ausstellung zum Heil und Segen unserer ganzen Gegend gereichen möge-

Wie bekannt, hat die fviigesetzte Klage über die Ausbreitung des Vagabunden- neuerdings in unserem Vaterland«: eine Bewegung zur Errichtung vonArbeiter- Ädri" lreevmaerufcn. Für die Leute auf ver Wanderschaft geschieht ja schon viel- 145 Herbergen zur Heimat!) beherbergen täglich ca. 4000 R-isende; auch arbeitet bte

Nsturalverpflegung" in fast ganz Württemberg, wie m Thettrn von Baden, Äsen u. st w. für andere Tausende segensreich. Für den größeren Thetl der vicl-

20 000 arbeitswilligen, aber arbeitslosen Wanderer (unter ca. 200,000 im Ganzen) l,?bt »me Versorgung nicht blos, sondern noch mehr eine Erziehung durch K t nm größeren Umfang) erforderlich, wenn dieselben überhaupt aus steigend un- ?loductwen und schädlichen Elemenien in allmähllg w-eder productive und nützlich- Kliedrr der Gesellschaft umgewandelt werden sollen. Arbeit nun, und zwar landwirth- Luch-»U sie jedem Arbeitslosen möglich und zuträglich st, wollen d,e fflkhen Arbeiterkoloaien den Wandeinden aus den mancherlei billigen Haiden, Mo or«r ^un d Wüstungen Unseres Vaterlandes bieten - als freies Geschenk mit ge- rngem Verdienst, aber unter tüchtiger Aussicht und rel-gwser^Emwttkung - bUzur Mdluna der nölhigen Kleidung, der Ehre und der Erwerbsaussicyt, Tue bisherigen Nahrungen bei Musterkolonie Wilhelmsdorf bei B.elef.I^ wie st- von ibrem Gründer .Dftor von Bodelfchwuigh öffentlich be »neben und besprochen wordm sind, haben >iae Linderung des Bettels in ihrem Umkreise und eme M nderung der östeniUchen Armenlast nachgewiesen. Es zeigten sich aber auch großes Vertrauen, Zuzug der Reifenden, willige Unterordnung und bet der Mehrzahl der Aufgenommenen entschiedene Besserung und zu dem Allem auch ziemliche und steigende Einnahme für die Eihaltung blt İum biete schönen Erfahrungen, wie sie schon in Hannover, Schlesien, Schleswig- Mfteln verwerthtt sind, gegenüber einem drückenden Nothstand auch unserem sübivest- dibln Deutschland zugänglich zu machen, bildete sich, im Anschluß an einen Vortrag M DMors v. Bodelschwingh zu Darmstadt aus der Jahresversammlung der südwefl- ,nkck>m Konteren» tür innere Mission (im Juni t>. I) eine Vereinigung von Ver- Nairensmänneru aus dem Großherzogthum H-ssen Frankfurt, Hessen-Nassau, Buden, mkulr sTUftrttembcra Elsaß, die nach werteren Berathnngen tn Heidelberg zu lern Asuliite führte, für'das genannte Gebiet mehrere Kolonien, zunächst eine in Württem- Ntn's Auae zu fassen. Inzwischen ift von den energischen Württembergern schon btr Dornahof bet Altshausen für ca. 150 Arbeiter berechnet, mit 50,000 angekauft mb fleht dort also die Kolonie vor ihrer Eiöffnung-

Es bleibt der langgedehnten Westhälfte, und zwar vorerst den zusammenllegenden Men und Hessen-Nassau mit Frankfurt, noch übrig, die Erwartungen zu erfüllen, Deiche durch städtische Versammlungen und die Verhandlungen der Centralstelle der londwirtdschaftlichen Vereine wiederholt angeregt sind. Wegen der Abrundung des Gebiets und tm Blick auf den geeigneten billigen und stets baubaren Boden wird an eia Territorium m Oberhessen oder m Hessen - Naß au zu bere".^'cq qqq Ee und Preis der Württemberger Kolonie entsprechend ungffahr 50,000 A er- 'lrbirn@roinhtnb ist es für jedes Land ,m Kaiserreich, daß die Friedrich-Wilhelm. Stiftung jedem Gebt-te, das eme Kolonie gründet, emen Zuschuß von ^000 zu- sichert Wenn nun bei ca. 50,000 A Ankaufssumme eines Gutes schon 10,000 X oer- dürat sind so handelt es sich für das Großherzogthum Hessen und Hesten-Nassau, üc? Frankfurt, noch um 40,000 JL, also für Hessen um Aufbringung von ca. 12,000 bis 15.000 ^Vorarbeiten, die Bildung eines btftnltioen Comtte's, die fiteren Ver­handlungen mit Gesinnungsgenossen in Hcssen-Nassau, dle te ch m s ch e A u sw ah l d es mp 9infteHuno des Personals, weiter zu führen, bedürfen wir Fhr rr JJlit- Ke unberUm«ÄÄg«n an« & Kreisen, damtl das erforderliche Geld zu- sommcn kommt. Daher richten wir im allgemeinen und tm eigensten I^eresse an alle Dttstniaen welche schon bisher für Bekämpfung des Bettels und für E nrichtU'.^ der Natura?vervflegung in Stadt und Land gewirkt haben, die freundliche Bitte, uns mit Geldbeiträgen oder unverzinslichen Darlehen zu unterstützen. Besonders wenden wir uns an die höben Kreis- und Regierungsbehörden, auch an die so wohlthatigen Spar­kassen wie an die landwirthschafllichen Vereine und ^rundherrschaften und die Ge- mmd'evorstände die bei der Vagabundennoth besonders fühlbar betheiltgt sind^ mit b!m dttnaenden Ersuchen um größere Darlehen. Nur durch Zusammenwirken Vieler kann auf9unfcrem Gebiete eine Arbetterkolonie für ca. 150 Arbeiter also bei durch­schnittlichem Verbleiben b<8 Einzelnen während dreier Monate für 600 Kolonisten im Mre erreicht unb damit dem brennendsten Bedürfniß Genüge gethan werden.

ga|s «nr öffentlichen Constituirung des destniliven Vorstandes bitten wir alle Zuwendungen an Herrn Mmffterialcalculator Neuß in Darmstadt (Teichhausstra^ 18) ^zusinden; von Zeit zu Zett wird qutttirt und Nachricht vom Fortgänge der Sache gegeben werben. . t P ,.ri . , . r ,

; Nußbach 18. Oct.- Nächsten Sonntag wird hrerselbft tm Gartensaale des Seff W unsere Ob st -Ausstellung eröffnet werden Wir hatten bereits Ge­le nbeii einen Einblick in diese zu thun, und waren wirklich überrascht über die große ö der bereits vorhandenen Obstsorten. Obgleich gestern erst mit der Empfang- mhme des auszustellenden Obstes begonnen worden war, fo waren doch an diesem

Kirchliche Anzeigen der St^dt Metzen.

Evangelische Gemeinde.

Gott-sdienst:

Sonntag den 21. Oktober (22. nach Trinitatis).

Vormittags 91/2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Kinderkirche: Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Vereinigung der consirmirten Mädcheii zilr Katechismuslehre, Nachmittags 3 Uhr, in der Kl eink inder sch ule. Auch die in den vorangehenden Zähren con- firmirten Mädchen sind zur Theilnahme freundlichst eingeladen: Pfarrer ^r. Jiaiimaiin.

Montag, den 22. Oktober, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule: Bibel­stunde, Apostelgesch. 1,12-26, Pfarrer Dr. Naumann.

Donnerstag, den 25. Oktober, Abends 6 Uhr, in der Kirche: 4. Er­bauungsstunde, Luther's Leben, Pfarrer Dingeldey.

Am Sonntag, den 28. Oktober, feiern wir unser Ernte-Dankfest; von diesem Sonntag an beginnt der Nachmittagsgottesdienst um 5 Uhr.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Oktober besorgt Pfarrer Schlosser.

Katholische Gemeinde.

23. Sonntag nach Pfingsten.

. Von 6 Uhr an: Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Commumon.

VzlO Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Rosenkranz-Andacht und Segen.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag i Uhr, ®nlStauWttVnhft: Montag Abend 5 Uhr, Drenstag Morgen Uhr, Dienstag Mittag 4 Uhr, Dienstag Abend ö-5, Mittwoch Morgen 8 Uhr, Mittwoch Mittag 4 Uhr,

Witterungskunde. )

20. October. Samstag. Morgens Neigung zu herbstlich angenehmem, mittck- heiterem Wetter, spätnachrntttags bedeckt bis gewitterhaft mit kühlen Niederschlägen. Auch wohl Nachts noch Niederschläge.

21 October. Sonntag. Herbstlich angenehm bis heiter; gegen Abend zu­nehmend gewitterhaft bedeckt, windig mit kurzen Niederschlägen, nachher wieder klarer bis fternig.

*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat October, abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung tn Köln, Preis 1 JLY Nachdruck verbottn.

Allgemeiner Anzeiger.

zaser-Z'itftrung.

Diejenigen, welche auf die Haf er- lieserung für das Thierspital dahier in der Zeit vom 1. November 1883 bis dahin 1884 reflectiren, wollen ihr Angebot spätestens bis zum 30. October on Unterzeichneten einfenden.

Gießen, den 15. Oktober 1883.

Vorstand des Thierspitals: 6968 Prof. Dr. Pflug.

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Aeikgeöotenes.

Süßen Aepfelmost und Rauscher

Lm,,Hessischen Hof". 6994

Obstbaum Versteigerung.

Dienstag den 23. October, Vormittags 11 Uhr, werden in Oswald's Garten

ca. 1000 höchst. Aepsei- und 500 höchst. Birmnbanme

in ben besten Tafel- und Wirthschaftssorten nteistbiefend versteigert

Da Herbstvflanzung bekanntlich am besten rst, jo rst hierdurch Jedermann "Gelegeicheit geboten, die gelichteten Obstbestände zu ergänzen.

Aur

rosmetischkn und hygieinischen Pstege von Mund und Zähnen, zur angenehmsten Reinigung, Beseitigung von Mund- u. Tabakgeruch, Zahnweinstem, Zahnschmerzen, zur Sistirung der Zahn­fäule (Caries) und um den Zähnen blendende Weiße zu verleiben, ist unübertroffen die auf der Bayerischen Landesausstellung 188~ prämiirte

Aromatische Zahnpasta aus der Kgl. Bayer. Hof-Parfümeriefabrik zu Nürnberg. Allein-Verkauf ä oO bei Heinr. Wallach. 00z6

Restauration Busch. x}ji ünchener Spatenbran frische Sendung eingetroffen. 0000 6900 Vorzügliche rothe Speise­kartoffeln (Aurora), frei ins Haus ge­liefert. Kennel, am Riegelpfad.

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Bekanntmachung.

Der Spar- und Vorschuß-Berei« e. G. zu Steinbach nimmt von heute an die Einlage von Kapitalien nicht höher an wie zu 4% jährlich, dagegen Ausleihungen von dem 1. Januar 1884 aus Hypotheken zu 3% und Schuldscheine zu 5Vi% jährlich.

6974 ILiUd. Haas vl., Director.

Zu haben bei Herrn Carl ScfaVttab in Giessen. 6610

Die von gewisser Seite ft-st-n mich ausgesproche­nen Verdächtigungen hinsichtlich meiner polnischen Gesinnung, sowie daß ich bei öffentlichen Wahle« meine Arbeiter in unerlaubter Werse beeinflußt habe, erkläre ich hiermit als öffentliche Derlaumdungen, die nur den ^weck haben können, mich in merneru

Geschäft zu schädigen.

Wieseck, den 19. Oktober 1883.

6984

Heinr. Ran.