aeftatte Leipzig ein Convict mit 280 stellen, welche zu einem nicht unerheblichen Theile Tb-ologen zufteUn, Marburg die stark vergrößerte Hälfte der Philippinischen (Stiftung, Straßburg fein Stift, welches Gießen in Rheinheffcn Concurrenz mache. Tübingen endlich sein Stift mit den zu diesem vorbereitenden drei niederen Seminarien. Dort verwende man über 90,000 Mark jährlich zu solchen Zwecken und es fd daher kein Wunder, wenn die schwäbischen Theologen andere Universitäten als Tübingen gar nicht besuchten- Aehnltch verhalle es sich übrigens in Sachsen. Ferner scheine lhm der Ausschußbericht die Bedeutung der Theologie für d.e Physiognomie der Landeskirche ru unterschätzen, die der einzelnen Facultäten aber stark zu überschätzen. Von der Theologie sei die Physiognomie der Landeskirche immer abhängig, die einzelnen Facultäten aber könnten nur einen sehr bescheidenen Einfluß üben. Für das Letztere sei die jetzige Physiognomie der hessischen Landesk rche der beste Beweis Der Docent könne ja seine eigenen Meinungen nur vortragen, indem er sich gleichzeitig mit den entgegen- gesitzten Meinungen auseinandersetze. Die Zuhörer würden zudem durch die Vorft ungen selbst zur L-ctürc der vorhandenen Literatur angel-stet und hatten Ih-ilw-ts- wenigstens auch anderswo gchört, zwischen ihnen fänden außerdem beständig Dtscurse über d°S Gehörte statt. Den Einfluß dieser Umstände dürfe man nicht unterschätzen. Die Richtungen der Facultät änderten sich und zwar oft sehr rasch Schon um deswillen wär« es nicht °ng-z-igt, -inen Beschluß mit Rücksicht darauf zu fasten, ob di- Richtung einer Facultät mehr oder weniger genehm sei. Es sei auch zu bedenken, daß die Physiognom.e aller evang-l>sch°n Kirchen jetzt derart sei, daß die Richtung einer Facultat, st-.fei,w - sie wolle, immer einer Mehrzahl mißfallen werde. Man möge also dem Beispiele anderer Staaten folgen, welche für ihr Verfahren wohl Gründe hatten, die Landes- unioersität kräftigen und die Wege nicht betreten, welche bei Aufhebung des Btenniums betreten worden seien. Hier durch Befolgung einer falsch m Wettherzigkett e-n Landesinstitut zu schädigen, sei um so weniger Anlaß, als man in Hessen schon so wie so weitherziger verfahren habe, als in anderen Staaten, insofern die Unterstützungen des Oberconsistoriums ni$t an das Studium in Gießen gebunden seien, was anderswo einfach unmöglich wäre.
Abg. Dr. Rieger: Es werde nicht nöthig sein, auf die Punkte einzugehen bezüglich deren der Ausschuß mit dem Antrag der Abgg. Stade und Genossen übers einftimme, er wolle deßhalb nur den D sftr-mzpunkt berühren. Zunächst müsse er sich dagegen erklären, die Frage der freien Concurrenz der theologischen FacuUaten nach der Analogie von Freihandel und Schutzzoll zu behandeln. Die Blüthe einer Facultät sei nicht durch die Anzahl der Studirenden bedingt, die man etwa Herbetschaffen könne, sondern durch ihre eigenen wissenschaftlichen Leistungen. Gerade die Facultät in Gießen habe diesen Beweis geliefert und sich ohne Stipendiatenanstalt wieder emporgehoden. Möglicherweise werde es ohne große Folgen sein, wie man sich hier entscheide, wenn nämlich das Resultat der Aufforderung zu Betträgen für die Stiftung ein geringes fei - aber das Dürfe man doch nicht von vornherein annehmen. Man müsse vielmehr voraussctzen, daß das Resultat ein großes und daß später diese Anstalt. im Stande sein werde, die Zuschüsse, welche eben zu Studienzwecken aus dem Centralkirchenfonds gegeben würden, zu ersetzen, damit die Mittel dieses Fonds, was dringend wünschens- werth erscheine, zur vollständigen Besetzung der erledigten Pfarrstellen verwendet werden könnten. In diesem Falle sei es allerdings von Bedeutung, ob die Sttpend'atcn von ihrem Stipendium nur in Gießen Gebrauch machen Dürften oder. auch auf anderen Universitäten. Wenn Herr Stade den Einfluß der einzelnen Facultat auf die Zuhörer als einen verschwindend kleinen bezeichne, so könne er dem nicht beipflichten. In den meisten Fällen, fast bei allen mittelmäßigen Geistern — und deren sei, wie überall, so auch hier die Mehrheit - übe die Facaltäi vielmehr einen sehr bestimmenden Einfluß, wenigstens für die erste Zeit. Gewiß müsse sich der akademische Lehrer auch mit ben entgegenstehendcn Meinungen auseinandersetzen und zu diesem Ende dieselben anführen, aber es komme darauf an, wie das geschehen und dieses Wie sei bestimmend für di Zuhörer. Die Gießener Facultät habe, so sage Herr Stade, keinen großen Einfluß auf die geistige Physiognomie der Landeskirche ausgeübt. Das sei nicht immer so gewesen. Zu der Seit, wo er (Redner) studtrte, habe die Gießener theologische Facultat einen großen Einfluß geübt und die geistige Physiognomie der Landeskirche sei vollständig von ihr bestimmt worden. Dann allerdings sei eine Zett gekommen. Ende ber 40er und Anfang der 50er Jahre, wo in Folge einer großen allgemeinen Bewegung dieses anders geworden fei. Später sei der Einfluß der Facultät um deswillen gering gewesen, weil man überhaupt nicht mehr in Gießen ftubirte, und bte fetzige Facultat könne ihren Einfluß noch nicht verspüren, da ihre Wirksamkeit noch zu fung sei; in etwa 10 Jahren aber werde sich derselbe in großem Maßstabe zeigen. Man werde ihm auf seine Versicherung glauben, daß ihn bei der Beurthettung der vorliegenden präge die theologische Richtung der Gießener Facultät nicht bestimme, daß er ganz ebenso be irgend einer denkbaren Richtung derselben entscheiden würde. 2Benn Herr Stad darauf aufmerksam mache, daß andere Universitäten durch eine Menge derarftger Anstalten die freie Concurrenz beschränkten, so beruhe das auf altem historischem Herkommen. Es empfehle sich aber nicht, heute auf diesem Wege weiter zu gehen vielmehr müsse man eine höhere und freiere Stellung einnehmm, nicht den Standpunkt etter künstlichen Poussirung der Landesuniversität, sondern den allgemeinen wffsenschaftlichen unb kirchlichen Standpunkt. Der Aufschwung der Gießener Facultat set trotz dir manaelnden Stipendiatenanstalt erfolgt, zum Zeugniß, daß solche Anstalten zur Blütv- der Unioerfilät nicht nöthig seien. Schließlich wolle er noch bemerken, daß der AuS- schußantrag ntcht ausschließe, daß das Stipendium, wenn es von den B-th-iligtm nicht ausdrücklich anders gewünscht werde, der Regel nach auf Gießen an»«-
Heinrich »ogei von Mllinzlai
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Gietzen, 18. October. Wir glauben im Interesse unserer Leser zu handeln, wenn wir im Nachstehenden den Wortlaut des Antrages Stade und Genossen betr. Gründung einer Luther st iftung an der Universität G l e ß e n nebst der Begründung und Discussiou dieses Antrages, zur Kenntnitz bringen. Wir entnehmen solches dcm stenographischen Bericht der „Darmst. Ztg. (Sitzung vom 12. Oewber).
Nach Verlesung einer Jnterpellationsbeantwortung tritt das Haus m die Tagesordnung, Antrag der Abgg. Stade und Genossen, die Gründung einer theologtschen Stipendiaten-Anstalt zu Gießen betreffend, ein- Der Ausschuß empfiehlt das Wesentliche des Antrags zur Annahme in folgender Fassung:
„Die Synode ersucht Großh. ObiTconfifiorium, den Gemeinden der Landeskirche in geeigneter Weise den Vorschlag zu machen, daß dieselben aus Anlaß des 400jährigen Geburtstages Martin Luthers Beiträge bewilligen zu einer Lutherstiftung, die unter einer aus synodaler Wahl hervorgehenden Verwaltung, unter Betheiligung eines Vertreters der theologischen Facultat zu Gießen an der Verwaltung und mit dem Verwaltungsfitze in G-eßni den Zweck haben soll, solche Studirendc der evangelischen Theologie, die sich verbindlich machen, der hessischen Landeskirche eine zu bestimmende Zeit zu dienen, durch Stipendien bet ihrem Studium zu unterstützen."
Abg. Stade: Zu den ersreulichffen Erscheinungen, welche man ju unserer Qeit beobachte, gehöre der Eifer und die Hingabe, mit welcher das evangelische Volk sich anschicke, den 400jährigen G-burtstag d-s gewaltigen Rüstzeuges Gottes, Luthers, zu feiern. Daß diese F-ststlmmung eine Frucht bringe, welche pateren Geschlechtern noch von dem Sinne Zeugniß adlege, in welchem Luthers Geburtstag von UNS ge, eiert worden sei, und ihn-n Segen spende, sei ihm ein Herzenswunsch. D.esem Gedankem nachgeh-nd habe er naturgemäß des gewaltigen G-Hülfen, den Dr. Martin Luther bei dem^Werke seiner Klrchenerneuerung gefunden habe, Philipps des Großmüihigen, gedacht, weicher leider zum Schaden Deutschlands und der evangelstchen L-ache, als d.e Enlsch-idung gekommen, die deutschen Fürsten nicht geführt und den Platz nicht einzunehmen vermocht habe, auf welchen ihn seine Feldh-rrngad-n und seine Herrscher- tdiente st-llteii. Philipp habe bei Durchführung der Evangelisation Hessens die Unwersiiät Marburg gegründet, um für alle Zeiten die Unterweisung in reiner Leyre sicher -u stellen. Den» die Gründung einer Unwersität fei damals gleichbedeutend gewesen mit der Stiftung einer theologischen Schule, da die theologischen Faculiaten eben damals die ersten und wichtigsten der Universitäten gewesen feien und die Dis- cipllnen, welche heute eine selbstständige Bedeutung hatten, ^ifi^ch eft'c dienende Stellung eingenommen hätten. Diese Unioersiial sei später infolge des treuen Feft- daltenS der Darmstädter Linie an der luiherifchen Ausprägung der Reformation in die Untoersiiät-n Marburg und Gießen zerlegt worden, beide, wle keine andere deutsche Universität, Kinder der reformatorischen Bewegung. So sei der Wunsch entstanden, an einen Gedanken Philipps des Großmüthlgen anknüpsend. eine Stiftung ins Leben zu rufen, welche das theologische Studium junger Hessen erleichtern könne, habe doch Bbilivv gleich bei Errichtung seiner Universität Marburg Sorge getragen, dieser Schüler zuzuführen durch Gründung einer Stipendiatenanstalt. Daß der .n Verfolgung dieser Gedanken von ihm eingebrachte Antrag zeitgemäß sei, habe der Herr Berichterstatter in seinem Berichte so überzeugend dargethan, daß er sich bei der Frage nicht langer auszuhalten nöthig habe: nur Weniges wolle er hervorheben. Die Halste der Stiftung Philipps des Großmüihigen bestehe noch in Gießen, habe sich z-doch nicht weiter ent- mickelt Während Philipp für jeden Stipendiaten eine zahrliche Aufwendung habe machen können, welche nach jetzigem Geld- etwa 600 Mark betragen würde kann dt- Stiftung heute höchstens 140 Mark bieten. Ferner würden die Mittel, die i-tzt dem Obetconfifloiium für solche Zwecke zu Gebote stünden, sich voraussichtlich einmal mindern, °nn einmal fei die Classification noch nicht völlig durchgeführt und dann würden boffeniltd) in nicht zu ferner Zeit bte vacanten Pfarrstellen sammtlich besetzt werden. So erscheine es zweckgemäß und opportun, bet Zeiten für Ersatz zu forgen. Der Aus- ickuü nun empfehle den Antrag in etwas veränderter Gestalt Drei der Aenderungen «kenne er a^Verbesserungen an und acceptire sie nämlich di-Besestigung desWortes Stivendlatenanstalt", die Abänderung des über den Verwaltungsmodus Vorgeschlagmen " über beides könne die Synode erst später bestimmen, wenn das Ergebniß der Sammluna n vorUege - und die Einsetzung der Verpflichtung für die künftigen Em- L7r d?r hessischen Kirche zu dienen. Richt j-doch könne er sich mit der Streichung
&orte „SU ©Uen" Sinter„eutberftiftunfl- einnerünnben ertlaren, doch fei auch h er zwischen dem Ausschuß unb ihm ein gewisses xarftelles Zusammenstimmen Vorhand n Auch er habe von vornherein als mogUch «ns Auge ge atzt, daß in bestimmten Fällen ’ dte Eiträgnisie der neuen Stiftung auch außerhalb Gießens verzehr werden könni-n Allein er habe geglaubt, daß dies Ausnahmen sein sollten, aus welche man nicht von vornherein die ganze Stiftung einrichten önne. Dft Gründe seiner Aus- faffuna welche wie er glaube, zwingend seien, seien folgende. Die Gemeinden, an die man sich zu wenden das Oberronsiftorium bitte, feien 6 ef Hf d)e ®em(inben die Er- ,'räanisse einer in Hessen veranstalteten Sammlung müßten doch zunächst einem heif ifdien Institute zu Gute kommen. Welter komme er zu seiner Auffassung gerade non den Gründen aus, von welchen aus der Ausschuß zu der gegenthelligei, gekommen lft Auch er ichätze die freie Conrurrenz, aber eine solche der 16 evangelisch-theologischen ‘Cnrultfiten sei aar nicht vorhanden, bk meisten hätten sich «egen jede Concurrenz ge- nanrert Könne es barum vortheilbaft fein, eine einzelne jeden Schutzes zu berauben? Mülle man nicht vielmehr, wenn freie Concurrenz bestehen falle, die Facultät möglichst concurrenzfäh^g zu machen suchen? Er erlaube sich kurz anzuführen wie weit man in {.“(em berechtigten Streben in anderen Staaten gegangen fei. Berlin habe das Mclanchtboneum und das Johannenm, von d-m Domcandidotenstift zu schweigen, in roelchem Studftende zuweften Aufnahme fänden, Bonn und Goitingen je ein (Stift mit Hnem -infvector Breslau das Johanneum, danebiN 300 Freitische, welche vielen Tbeoloa n zu Gute kommen, Erlangen das theologische Studienhaus, Halle das schlesische Convic! Heidelberg einen Fonds, welcher mehrfach auch Nichtbadener zu unterstützen
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foüe daunn.^ Essenbach: Die Abschlteßung anderer Hochschulen beweise nicht, bai man es auch so machen solle; man solle thun, was recht sei, und nicht thun was au« Andere jhäten, wenn man es für unrecht halte. D«e jewetltge Richtung sei. allerdtrig nichts Constantes unb nicht von Einfluß. Er könne es nur für wün chensweM halten, wenn ben jungen Theologen, bte meist aus engen kleinen Verhaltmssen kämen, die Möglichkeit gegeben werde, ihren Gesichtskreis zu erweitern unb andere UnlverMM iu besuchen. Er habe früher schon einen Antrag gestellt auf Stiftung zweier 9W ftipenbien unb würbe aus bem bezeichneten Grunde diesen Antrag wiederholen wm die nöthig-'N Gelbrnsttel vorhanden waren. Der Ausschußantrag stelle tn AusfM daß sich das Dberconfiftorium für die Sacke intereffire unb bd ber Verwaltung tbeiligt set; das sei auch nöthig, da diese Stiftung für die Kirche fei und diese deßhalb of" ^AbgMillHr (Alsfeld): Er stehe im Allgemeinen auf dem Standpunkte d-s Abg. Stabe, wenn er auch nicht allen Ausführungen desselben bettreten könne. Zusatzantrag des Herrn Stade befreie ihn von einem Drucke.
gebung ber Universität, man müsse aber bedenken, daß der wissenschaftliche Aust ! heutzutage bedeutend erleichtert sei unb daß Leute, welche nur ^uf einer Un v s ftubtrten, nicht nothwendig einseitig würden. Es gebe gewißi viele geistlich, "
in Gießen studirt, die aber mcht aufgebort hatten, ihren Gesich.Skreis fortwährenv erweitern. Anders wäre dieses, wenn die Facultät in G»eßm so eingerichtet wä , die Freiheit ber Lehre eingeschränkt werde. Auch der Verwaltung der Stiftung brtnfl er volles Vertrauen entgegen. ___ ßt
Abg. Stade: Er wünsche einige kletne Mibverstandnlss- zu b-Eftgen.» verlange nicht, daß die Hessen alle In Gi-tzen studlrten. In Hessen f i etne F i.®6 feit, wie sonst nirgends. Aber er wünsche nicht, datz man ein Stipendium fltüW welches der Entwickelung Gießens schaden könne. Der Einfluß einer Faculiät auf «i Physiognomie ber Landeskirche werde genau so groß oder so klein sein, ob v dem Ausschußantrag oder nach dem seinen besckfteßen werde. ,Weil die F z 6 in so hohem Maße gewährt sei, sei es nicht nothlg, sie zu vergrößern.
Abg. Dr. Weber: Der Einfluß, den eine Facultat °»f die Studirenden W sei ein nicht zu unterschätzender; es bildeten sich häufig vollstand g
Regel nack aber sei die Jugendzeit maßgebend für das ganze Leben^ und man W deßbalb bte Berechtigung der Eltern nicht bestreiten, jne Stiftung
bezeichnen, auf welcher ihre Söhne ftubtrten. Hier beabsichtige man
Abg.^ S tade stellt folgenden Zusatzantrag zu bem Anträge des Ausschusses: Hinter die Worte „bei ihrem Studium" einzuschieben „vorzugsweise bei solchem tu ©lefeen. ($urtmann; ein Gegner j des Particularismus, allein, nachbew man von Herrn Stade gehört habe, wie die andern Faeultäten sich abspenrttn, mW er bte Auffassung dieses Herrn theilen. Es käme ihm boch bet Lage der VerhältnW höchst wunderbar vor, baß bas hessische Gelb wo anders verzehrt werden foa^ M in Hessen- Die verschiedenartigen kirchlichen Strömungen konnten bc: b efer Frog nicht m Betracht kommen, denn sie seien bestimmt, zu gehen, die Stiftung aber
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Bukarest Lheilnahmen. Um halb 4 Uhr erfolgte die Abreise des Königs nach Gmunden, von wo er seine Familie abholt, um nach Athen zuruckzukehren.
— Eine Meldung der „Polit. Corresp." bestrettet, daß der Fürst von Bulgarien eine Reise nach Bukarest plane; der Fürst denke nicht daran, Sofia zu vcrlassm. Ottober. Dcr Kaiser ist gestern Abend nach Wien ab-
aereist ■ bei der Abreise wurden ihm Seitens der Bevölkerung enthusiastische Ovationen dargebracht. Während seines dreitägigen Aufenthaltes Hierselbst besichtigte der Kaiser die öffentlichen Anstalten, die Amtsgebäude und die Schulen der neuaebauten Stadt auf das Eingehendste.
ßtffabvn, 17. October. Die Nachrichten über die an der spanischen Grenze stattgehabten Zusammenrottungen von Bauern stellen sich als von der Ovvositionspresse übertrieben dar. Eine besondere Bedeutung war diesen Vorfällen überhaupt nicht beizulegen ; nach Mittheilungen der Regierung ist die Bewegung bereits als völlig beseitigt anzusehen. «
London, 17. October. Der Proceß O'Donnell, des Mörders von Ca'-en ist bis zu den Assisen im November verschoben worden. - Marquis Tseng kehrt im Lause dieser Woche nach Paris zurück und bleibt dorr acht Stober. Die Kammern wurden auf den 8. November
einberiffem Octol)cr. Das belgisch- KönigSpaar ist Nachmittags 2 Uhr mittelst Hofzuges hier ongetommen und wurde von dem holländischen Königspaare am Bahnhofe empfangen. Das holländische Königspaar hatte seine hohen Gaffe auf dem Perron in einem besonders hergerichteten Zelte erwartet. Der Komg von Holland trug d e Admtralsunlform und das Großkreuz des L-ovoldsordens, der Kömg der Belgier die Generalsuniform unb das Grotzkreuz des niederländ scheu.Lowenordens. Die bciden Könige unb Königinnen umarmten unb begrüßten sich herzlich. .Alle Stationen, welche der Hofzug von ber Grenze an passirte, waren beflaggt Das belgffche Köntgspaar reist Abenbs nach Amsterdam weiter, wo denselben morgen das holländische Konlgs- paar einen Besuch abstattet. __
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