Franz Scliniidt
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Ein Industriebetrieb aber will sich gar nicht wieder heben, das ist die Eigarrer» fabr!k-tion. No» immer halt die Geschäftsstockung an und noch sind keine Aussicht,w vorhanden, daß der gegenwäriige Consum dem früherer J-Hre gleichkommt. ?j. Selbstkosten stehen zum großen Thetl in keinem richtigen Verhältniß zu den Veikwjs- preisen und eine große Zahl der Fabrikanten arbeiten ohne jeden Nutzen. JnSblsvndrrr befinden fick die kleineren Cigarrenfabrikrnten in der denkbar schlechtesten Lage. Tie alS unausbleibliche Folg- der hohen B-S-uernns des Tabaks vorausg-sihem Vu- minderung des Cigarrcnconsums hat in Verbindung mit den großen Anstrengunz?ri, vor d-m Eintritt der neuen Belastung des Tabaks die Lager mit Cigarren möglichst anzufüll-n, eine bis zur Gegenwart andauernde Stagnation in der Cigarrensabrikatstir herbeizeführt, durch welche auch die mit reichen Betriebsmitteln auSgestaiteten FabtikawW zu einer bedeuteten Reduction ihrer Arbeitskräfte und Arbeitszeit genö'higt WM- Wann aber, w>e erwähnt, hier eine Besserung eintritt, ist nicht zu ersrbcn.
Bet denjenigen Großketrieb.n jedoch, die eine Wendung zum Besieren zu m zeichnen haben, bedarf tS eines unvusgesetztrn mühevollen Ringen« und Strebens, di« eroberten Positionen sestzuhalicn und zu vertheidigen. und endlich, was ganz d- sonders nöthiz ist, mutz der Fabrikant unausgesetzt bemüht sein, weitere Absotzz-diue sür seine Erz-ugn sse auszuschl'-ßen. Vielleicht sühren die Bestrebungen des deutsch,« Colonial-Vereins, welcher seinen Sitz in Leipzig bat, zum Ziele und hels-n dazu beitragen, den deutschen Fabrikanten neue, gute und sichere Absatzgebiete z« eröffnen. ______________________
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M kumS, die Waare nur nach ihrer Billigksit auSzuwähl-n — wodurch d-r Erwerb Hni8 Ertrags aus dem im Geschäft verwendeten Kapital mit immer mehr Müh- s.^ bunden ist. Zu den wetteren Klagen der Großindustriellen gehören hauptsächlich noch di« ichl-vv-nde Zahlungsweise der Detatlserkämer, feine Credttüderanstrengung, oft bis ja einem Jahr, und insbesondere unsolide Covcmrenz mst leichter Waar«.
8 Wesentliche Besserungen in der Geschäftslage der Großindustrie sind namentlich bei der T-xtilindustrie zu verzeichnen und tritt ganz b«sond.-rS die Baumwollspinneret dabei hervor. Sie hat bei dem unbegründeten Zolltarif den Lowenanihet! davoit- aetraaen und preist nicht umsonst die Wirkung der neuen WsithschastspolUlk für ihr Geschäft. Der Nutzen der Baumwollspinnereien ober würde sicher noch ein größerer fein wenn der Zoll für feinere Garne, die noch immer sehr billig von England atig-- boten werden, etn höherer wäre. Die Herstellung der feineren Garne im Jnlande muß -sich deßhalb in sehr engen Grenzen halten. .
Auch im Gebiete der Baumwollspinnerei bat sich eine vermehrte Thatigkest be» merkbar gemacht, die vorzugsweise solchen Fabrikanten zu Statten kommen, welche zugleich ^""^Endifitrie''leldet nach wie vor und dürste alS hauptsächlichster Grund die Mild- der letzten Winter anzusehen feilt. Andernthetls aber kommen gerade bei der Wollindustrie Maaren zu solchen Preisen auf den Markt, daß -S manchem Fabrtkanten zur Unmöglichkeit wirb, damit concurriren ja können.
Auch in der Eisenbranche hat sich, wenn auch langsam, -ine steigend- Ten denz in den letzten Jahren gezeigt. Dagegen klagt der M^schmenbau, datz mit der. tn die Höh- gchmden Eff-npr-tsen die Preise sür das serttge Fabrikat nicht tn gleichem Maße ®tbf^e6ne^e^"1e{n,r größeren Anzahl unserer Industriezweige ist -ine unverkmn- barr B-ss-ruva der Geschäfte hervorgetreten und namentlich hat sich bei der Fabrikation
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