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bedungen, unter ausdrücklicher Betonung ihrer Tragweite für Handel und Verkehr. In Der Thal eröffnet drm kaufmännischen Unternehmungsgetste Die Auffindung einer praktikablen Verdlndungsstratze zwischen dem atlantischen Ocean und dem Innern des dunklen Weltthrils eine unabsehbare Perspective glänzenden Geschäftsgewmnes, sobald nur erst der Anfang zur Herstellung eines gesicherten und regelmäßig fungtrenben Verkehrs gemacht sein wird. Natürlich verfehlt die englische Presse nicht, bet dieser Gelegenheit die Frage der Indiskretion und der Controle der Congoschiffsahrt auszuwerfen und platdirt für eine möglichst beschleunigte Lösung dieses schwierigen Problems.
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Das Geld nahm die Frau in Empfang, welche bedeutend jünger war als der Mann Vom Notar begaben sich die Eheleute in ein Weinhaus. Nachdem sie dort eine Zeit lang verweilt, sagte die Frau, sie müsse noch einen Ging machen, werde aber bald wiederkommen. Sie kam aber nicht wieder, sondern ist mit dem Gelde und, wie man allen Grund hat anzunehmen, mit einem jungen Manne — durchgebrannt.
— (Explosion auf einem Dampfers Der Dampfer „Ernpreß" aus Hüll ging am vergangenen Donnerstag mit\a. 50 Passagieren und einer Ladung Stückgut von letztgenanntem Platze nach Hamburg in See. Unterwegs entschloß sich der Kapitän, der hohen See wegen, nach Humber zurückzukehren. Man hielt dann nach dern-Flnsfi ab und langte am Samstag. Morgen beim Feuerthurm Spur n an. Die Luken wurden abgenommen, um den Vorraum zu untersuchen, in welchem mehrere Hundert Sack phosphcn saures Ammoniak verstaut waren. Kurz vorher hatte man Rauch bemerkt, der, hervorgerufen durch das Naßwerden der Ladung, bald so stark wurde, daß die Leute es nicht mehr im Logis aushalten konnten. Nachdem die ßuf<n abgenommen waren, ließ ein Mann von der Besatzung eine brennende Laterne herunter, worauf eine furchtbare Explosion erfolgte. Vier Leute, welche der Zeit in der Nähe auf D-ck standen, wurden fortgeschleudert und nicht wieder gesehen, während ein Mann schwere Verletzungen am rechten Bein erlitt. Unter .den Todten befindet sich der zweite Offizier und der Zimmermann. Durch die Explosion wurde der größere Th il des Verdecks zertrümmert und Schiff und Ladung in Brand gesetzt. Der Eapitän ließ den Dampfer bei Spurn Point auf Strand laufen und befahl, die Boote klar zu machen. Zugleich wurden Signale mit der Dampfpfeife gegeben und Blaufeuer abgebrannt, um Hülse herbeizuführen. Ungefähr 25 Passagiere wurden nVt den Booten nach Spurn Point gebracht. Bald darauf langte der Schleppdampfer „Flying Scud" auf der Unfallstelle an und landete den Rest der Passagiere in Grimbsky, von wo sie nach Hüll weiterbefördert wurden. Inzwischen war die Schiffsspritze in Thättgkeit gesetzt worben und die Besatzung arbeitete mit großer Anstrengung, bis der Wind umsprang und den Qualm nach hinten trieb, so daß die Leute die Arbeit aufgebrn mußten- Der später von Hüll nach dem Schiffe abgeschickte Schlepper „Aktive", welcher eme kräftige Dampf- spritze an Bord hatte, machte erfolglose Versuche, das Feuer zu bewältigen. Die Flammen verbreiteten sich schnell Über das ganze Schiff, züngelten an den Masten in die Höhe und beleuchteten hell die Einfahrt m den Humberfluß. Bald stürzten die Masten über Bord und es blieb nichts weiter vom Schiffe übrig, als der ausgebrannte eiserne Rumpf desselben. Em großer Theil der Ladung bestand aus Kohlen, welche nicht wenig zur gänzlichen Zerstörung des Dampfers beitrugen. (Der „Empreß", ein eiserner Schraubendampfer, hatte eine Tragfähigkeit von 1080 Tons und gehörte zur Bailey und Leethamlinie.)
— Auch ein Wunsch und ein berechtigter, befindet sich unter den Angeboten von Dienststellen in der „Vossischen Zeitung". Dort sucht ein Herr „ein älteres, einfaches Hausmädchen ohne Pony zur Führung der Wirthschaft". Will besagen : der Dienstherr wünscht ein Hausmädchen ohne die leider unvermeidliche Pony-Haarfrisur! Kann man ihm nicht verdenken.
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Mainz, 12. October. Augenblicklich ist man damit beschäftigt, dm vor der eigentlichen Drücke errichteten sogenannten Transportsteg, eine etwa 5 Meter breite hölzerne Drücke, die vom Unten Ufer bis zum brittten Strompfeiler reicht, über die Brückenbogen selbst zu legen- Das Gerüst, welches die Eismconstruclion zwischen dem zweiten und dritten Pfeiler trägt, wird einstweilen unter den ersten Brückenbogen gefahren, das Pfahlwerk in und vor her zweiten Oeffnung wirb entfernt und wirb bann die Schifffahrt hier ihren Weg nehmen. Sowie auf diese Weise die Schifffahrt wieder freie Bahn hat, wird das Gerüst für die Effenconstruction zwischen Pfeiler drei und vier errichtet, so daß Mitte December Eisen auch diese Oeffnung Überspannen wirb.
Frankfurt a- M-, 12. October. Herrn Riedel, Restaurateur im Palmen- garten, ist von den Mainzer Stadlvnorbnelen die Restauration in der neuen großartigen Stabthalle in Mainz gegeh emc Jahrespacht von 6000 X auf die Dauer von drei Jahren übertragen worben- Herr Stein, Besitzer des Wiener Cafe hier, hatte 12,500 X geboten, warb aber, wie tn einem Mainzer Blatte zu lesen ist, mit seinem Gebot nicht weiter berücksichtigt.
Mainz, 12. October. Am gestrigen Tage hat der seit mehrerm Jahren schlummernde Carneval wieder ein erstes, aber auch ein ernstes Lebenszeichen von sich gegeben. Seit dem Jahre 1879 sand gestern Abend tn den Räumen des „Holländischen Hofes" die erste Generalversammlung des Mainzer Carnkvaloereins statt und wurde alsbald zur Wahl der 22 Wahlmänner, welche sich mit der Constituirung des Comtt6s befaffen müssen, geschritten. Die Versammlung selbst war außerordentlich zahlreich besucht, so daß ein guter Erfolg nicht ausbletbm wird. Die vom 1. Januar ab zu beginnenden carnevaliftischen Sitzungen werden in der neuen Stabthalle abgehalten werben, doch ist es noch fraglich, ob die Sitzungen wie in früheren Jahren an einem Freitag oder an einem Sonntag abgehalten werben; ein Gurantiefonds von circa 5000 Mark ist bereits gezeichnet. Die im Frühjahr bieses Jahres ins Leben gerufene „Prinzengarde" hat bereits eine Stärke von 250 Mann. Es ist kein Zweifel, daß bas Wiedererblühen des Carnevals wieder neues Leben in unsere Stadt bringen wird.
Bonn, 10. October. Dieser Tage kam ein Ehepaar vom Lande zu einem hiesigen Notar, um eine größere Geldsumme — 29,000 X — bei demselben zu erheben.
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