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Vermischtes.
Offenbach, 13. Februar. In einer heute unter dem Vorsitze des Großherzog- l chen KreiSraths stattgehabten gemeinsamen Besprechung der fämmtlicbe.i Bü ger- ,„elfter der Landgememdm des Kreises Offenbach wurden folgende Grundsätze tn Betreff o aen das Vagantenthum zu ergreifender Mahregeln einstimmig angenommen:
1) Die Unterstützung Durchreisender hat ausschließlich nur durch Gewährung der unmittelbaren Lebensbedürfnisse und wenn irgend angängig, nur gegen Leistung von
2'^Diese^Unterstützung soll nicht von den einzelnen Einwohnern, sondern durch die Gemeinde verabreicht werben. cm • i i
3) Kost und Nachtquartier sollen durch Verabreichung von Marken in einer dazu b^üimmten Herberge oder in einem Wirthshause verabfolgt werden, mit deren Inhabern oo-her ein Uebereinkomrnen, insbesondere auch dahin getroffen worden ist, daß die Marken unter keinen Umständen gegen Geld eingelöst ober geistige Getränke für sie verabreicht werben dürfen , v. . , r . .
4) Zur Beschaffung von Arbeit für solche Fremde, die wirklich Arbeit suchend umherz eh<n, sollen die Bürgermeistereien Nachweitzstellen bilden, wobei nur Re sende zu berücksichtigen sind, wel e im Besitz- von geordneten Legst'mationspapieren sich b mbC5) In Handhabung der Localpol.zei werden die Bürgermeister unnachsichtlich alle birjentßcn Durchreisenden zur Anz tge bringen und dem zustär d'gen Gerichte vorführen lassen, welche in ihren Orten bettelnd betroffen werden.
— sDos Telephon im Dienste der Taucher. In London haben kürzlich mehr- lache Versuche stattgefunden, welche die Verwendba-kelt des Telephons im Dienste der ucher zum Gegenstände hatten Nach den gewonnenen Erfahrungen steht diese Ver-
Lokales.
Giesten, 17. Februar. sEis-Verein.) Wie neulich schon mitg'.theilt wurde, bat die Sladtverordneten-Versammlung in höchst liberaler und danken sw eith er Wlfc dem Eis-Verem" die Wiesen an der Wteseck hinter den Eichen zur Errichtung einer Eisbahn kostenfrei überlassen. Der Verein hat sich const.tutrt, den Vorstand füi das laufende Jahr gewählt und Statuten entworfen und wird nunmehr an die Oeffent- lichkest treten und zum Beitritt auffordcrn. Hoffentlich werb n sich recht Viel.' als Mitglieder melden, die durch Rath und That und den nölhigen Gttdb.itragrn die zweifellos schönen und practischen Zwecke dieses Vereins fördern Denn eC war ieith-r voch geradezu em Mißstand, daß in Gießen, wo so viele Vercorer und V rehrerlnuen des Eissportes leben, feine gilt eingerichtete und beaufsichtigt- Eisbahn vorha, den war und baß die Schlittschuhläufer fast überall den Geschäftsleuten, die Eis hauen ließen, "^'chE Dae^Vorarbeiten für die selbstredend erst im nächsten Winter benutzbare Eisbahn müssen im Laufe dieses Sommers gemacht werden, namentlich sind einige größere Stau- und Schutzdämme und eine Schierste zu erbauen. Die Eisfläche wird nach den vorläufigen Berechnungen 18 000 Quadrat-Meter groß, eine refpectadle Größ', die wohl dem Bedürfniß genügen wirb. Daß ber Verein zu diesen ersten Bauten Geld nothig hat bedarf keiner weiteren Ausführung und ist es zu wünschen, baß letzt schon alle Schlittschuhläufer und die Väter ber schlittschuhlaufenben Jugenb bem Verein beitreten unb so ermöglichen, daß etwas in jeber Richtung Gutes unb Solides geschaffen werden kann. Bet Berathung ber Statuten ist man von dem Grunbsatz ausgcgangen, daß recht Vielen der Bestritt ermöglicht werben soll unb baß beshalb die Besträg. so niebrig wie thunl'ch angesetzt werden müssen. u 3 m a , ,, . ... .
Die Statuten sagen hierüber: Mitglieder des Vereins kann ohne Unterschied des Alters unb Geschlechts jeber Freund des Schlsttschuhlaufentz werden. Der jährliche Beitrag ber Mitglieder beträgt 1 JL 50 für weitere Famflienglieder und allstn- stehend- Schüler und Schülerinnen je 50 ber Beitrag einer Familie soll 3 J4 nicht übersteigen, so baß Familien über 4 Köpfe bie weiteren Karten gratis erhalten. Für d-ksen gewiß nicht hohen Beitrag sind die Mitglieder des EiSvereinS während ber ganzen Saison von allen Abgaben auf bem Eise frei.
Wir können bem Verein nur em herzliches „Glück auf!" zurufen und sind überzeugt, daß das Unternehmen in allen Kreisen unserer Stadt den v.idienten Anklang finbet. ,
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Nachdem im VnMtzendeS§ 2M 'Bieied t mnb die 6d)h murüen in, wir Zesteül.
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wenbbarhit außer Zweifel. Die in voller Ausrüstung auf ben Grunb des Wasser» htnabgestiegenen Tauche konnten mit bcu auf dem L°"^E verblicdenen Pkrsomn uns neftört veikehren. Die Taucher vellangten mittels b ö Telephons vom Grunde ber Themse aus bie Heradsenbung von Geräthschaften, stellten und beantworteten Fragen rc., ohne baß auch nur bas geringste Mtßverständntß vo'kam. DaS Veibinbungskabel zwifchen bem Lande unb ben Tauchern war 550 Mtr. lang. Ohne Zweifel hat die Taucherci buid) die Verwendbarkeit beS Telephons für thre Zwecke viel gewonnen.
Butzbach, 15. Februar. Gestern Abend kurz nach 7 Uhr entsprang aus bem Hospital des LanbeSzuchthausetz zu Marienschloß em bortfelbft ^uv Beobach ung seines Geisteszustandes untergebrachter Sträflmg, Nomens Boier aus ©elfen. Derselbe ist feit März v. I. in dem Landeszuchthaus und hat eine sechsjährige L-trmfe z i v.rbüßen. Die sofort von dem Vorfälle benachrichtigte Gendarmerie machte sich auf die Suche nach bemfilben. Heute Morgen zwischen 4 und 5 Uhr gelang es dem Burk,
Nachtwächter Marx und Gerber L. Leierzapf, sammtlich von Butzbach des Sträflings habhaft zu werben. Derselbe hatte sich auf dem Kirchplatz 3" Butzbach versteckt. Die durchnäßten Kleiber des iLttäflings, welcher nebenbei bemerkt, barfuß war, lassen schließen, daß derselbe durch die Wetter geschwommen ist. Vorläufig würbe der Ge fangene in dem Butzbacher Amtsgerichtsgefängmß untergebracht, von wo berfelbe^eule nach Martenschloß zurüatransportin würbe.
Frankfurt a. M- Das hl-sige königliche Poliziprafibium hat nach Benehmen mit bem hiesigen Magistrat eine Poliziiveroidnung erlaffeu, daß ' Jeder der einen .nunb zum Anspanncn unb Ziehen verwenden will, durch em Attest des hiesigen Kreis- ibnrauteö nachzuwe sen hat, zum Ziehen welch' emer Last der Hund geeignet ist. Di dem Kreisthieraizte für dieses Attest zu zahlende Gebühr ist auf 2 JL fengesetzt Dos Attest gilt nur für baS Kalenderjahr der Ausstellung und wuß cvent- im December ieden Jahrcs erneuert werden. Die Führer der Hundesuhrweike haben das Att-.st stet- bet sich zu führen und den Polizeibeamten auf Erfoidein vorzuzeigen. Die von anderen Tierärzten für datz lausende Jahr bereits ausgestellten Atteste gelten als Ausweis bis Ende dieses Jahres. Zum Ziehen unter Stoßkarren dürfen Hunde nur so verwendet werben daß sie unter der Axe der Karren bequem unb ohne mit bem Rücken anzustrelfen laufen können, auch dürfen die Hunde durch ihre Anschirrung nicht verhrndeit fetn, während des Anhaltens sich nlcd rzul^gfN. ES sind dieferhalb Zugscheite am Ende ein r eisernen Stange zu befestigen, welche über etue burch die Axen des Karrms qcjogme horizontale Linie hinaus nach unten Bcrlängert ift. Die Kette oder Leine, mit welcher der Hund angebunden ist, muß beim Anhalten des Karnns nachgelassen werden. Dtc Führer von Huadefuhrwerken sind vei pflichtet, im Sommer ein Trinkgefaß und im Winter Decken zum Unterlegen und Auflegen für die Hunde wiizuführ^n. Ueber- treturißen dieser Vorschriften foUrn mit Geldbuße bis zu 9 oder entsprechender Haft bei traft werden- Die betr. früheren Vorschriften sind außer Kratt gesetz..
- Der französische Witz h-tt sich bereits mit allerlei schnurren des Kriegs- minifierö Th'baudin besaßt. Wie Thidaudin Krtegsmrnrster wurde darüber erzählt die radikale „Ventä" eine äußerst drollige G-schichte, welche ganz gut 'u dem Vaicheville eines Pariser Bühnendichters Verwrndung finden konnte. Das genannte Blatt fd)reibt ^General Thibaudin hatte einen guten Freund, den Obersten Riu Kaum ^or dte Entlassung Billots, des ehemaligen Kriegsministeis, bekannt geworden, als auch Oberst Riu, der in Deput>rtenkre'.sen zahlreiche Verbinbungcn besitzt, sich in d'e Kammer begab unb in ben Wandelgängen nach folgendem Plane vorzuarbeiten begann. Der Oberst faßte ben jewchgen Abgeordneten unter den Arm unb fragte ihn: „Haben Sie schon für ben Posten bcs Kriegsministers trgenb eine Persönlichk rt ins Auge gefaßt Der Deputirte verneinte gewöhnlich bie Frage- Rm fuhr fort . "Nehmen Sie doch ^bibaubm Ein vortrefflicher Mensch, dieser Thibaudin! Niemand paßt sosehr für das s^were Amt als Thibaudin. Ein vorzüglicher Politiker un^'.ungewöhnlich begabter Feldherr UebrigenÖ wissen Sie am besten, waö mir an Thibaudrn haben! Der Deputlrt wußte dies zwar nicht am besten, weil er ben Namen des Generals kaum kannte, doch hütete er sich in den meisten Fällen, seine Unkenntniß einzugestehen. Der red gewandte Oberst hatu solcher Art leichtes Spiel, den bis dahrn ziemlich unbekannten Namen Thtbaudrn's in Deputirtenkrets n populär zu machen und bald steckte man tn ben Wandelgänaen die Köpfe zusammen. Die einen erkundigten sich vorsichtig um die Verdienste Thibaudrn'5; bie Anderen, welche nicht viel von Thibaudin wußten, gaben über denselben gute Auskunft. D e Pm lamentsberichterstatt r ber -Blatter oeroffent Vditen bie Nachricht, daß Thibaubin's Nsme in ben Wanbelgangen oiel genannt werbe, daß Thibaudin eine starke Partei hinter sich haben, sw. Stb»b au bin, n c b n b ei b« ein fehr verdienstvoller Osfiz'er, wurde eine vielbesprochene Persönlichkeit und schließlich
Eingesandt. p r . ,
cfcreunbe der ^'th'rmusik machen Einsender dieses auf das Stiftungsfest de» ^itbervereins , Alpemöschen" aufmerksam. Auf diesem Fest, welches am 24. b. Ms. im Saale des Easö Leib gefeiert wirb, foimmt e:tit ganjn RttbA«,
«übermufif xur Aufführung, so u. a. ein Eröffnungbmarsch für 11 Vilchenbuft Walzer, ebenfalls für bie gleiche Zahl Instrumente Die Letchb «ertiae Salonstück auf Holz unb Stroh mit Begleitung von 4 Zithern u.a. W- 'a a ', v r, u ,r Mi's>ich welcher Jedermann gegen billiges Entree freisteht, eitt
erf® ult» "Adn möge unb b°h bie ßetfiungen b°s Vneins g-bührende Anerk.>muM
aud) «J.'saraV'se-n^rbt (ft burch ihr verschwenderisches Leben so tief in Schulbcn aerothen, boß sie sich ecnötblgt sah. ihre Juwelen öffentlich> v-rste>aein zu lassen. Di- Derstei^erung sanb in ben bret I tztcn Tagen ber vorigen Woche ItaU und brachte dn Künsllerm zusammen 178 299 Franken ein. - M't 'he-m (Satten Damala lebt ^arah Bernhard nichts weniger als glficklich unb eS bestätigt sich, baß derselbe sich von ih. trennen will. Er beabsichtlgl, wieder Soldat zu werden, denn er halE -« iw> ^chffch-i Heere schon bis juin Sccondelieutenanl gebracht Jetzt möchte er sich in die n anzdsilche Fremdenlegion ausnehmen lassen. Nach d-n Ändeulungen von Sarah B-rnharbi selb , welche die Äeldv-.leg-nd-it in -in- ganz rab ale Stimmung versetzt baden oll wll J"gues Damala nicht lör.ger In einem Luxus leben, zu bem ei burch sein deicheib.nes Talent, wie er erst setzt einsteht, nur Dii1d)m!nbenb U)£ni9 beitraflen f“nu. ®=in = M ®
mögen hat Damala schon längst verzehrt unb zwar in s°>aend-r bochsi ei ffach-r Weise; fein Vater, der französischer Eoniul t;i ^myrna war, hatte tbm einige hunb r^ tausend Franken Hinte lassen. Der noch ganz junge Mann machte l^ue gesamnt Habe zu Geld, legte die Banknoten unb bas (Selb in emen secretär unb r-dr'e davon, natürbd) mit Hilfe guter Freunde und Freundinnen, so lange, bis nichis mchr ba war. Dann würbe er Schansp-el-r. In cinig-n <f,«nzösisch-n Blattern w rb bmau hin. gewiesen, baß Damala als Ehemann ber Sarah «ernbarbt di- Fr-mben^gton
ausgenommen werben könnte, weil biese nur 3unfl9efeUen J“?«"»1 * '«• vereinfacht sich aber dadurch, daß seine Ehe M't der Künstlerin in re n
Gültigkeit hat, weil sie in England vollzog n und den französischen Behörden nch rechtzeitig °Nkl-i-si,t «»rde. @|ne Skanbalgeschichte macht --S-nwärtie
in Nom arokes Aussehen Professor Dan'el Pallaveri, emer bet ausgezeichnetsten Hellenisten Italiens Professor der Aesthetik unb Philosophie an ber Universita z Pisa uich Wosissor der griech schen Sprache am Lyceum dieser Stadt, wurde nämlich von einem angetrunkenen Carabiniere s'talienischen Gendarmen) aus einem Bahnhof imlirfien sRnm unb Civitavecchia angeblich aus bem Grunbe verhaftet, weil er „kem Naviere- bei sich bube Trotz feiner Proteste nnb Porweisuim feiner Karte auf weichet ^st^e Eiaenschaflen angegeben waren, würbe der arme Professor mit angelegten Hand Ällen zwischen ,w° Verbrecher «esetzi unb ,° nach Rom geführt wo er erst zu em-t noroerll^n Nachtflunde in Freiheit gefetzt wurde. Der Carabtnier wurde zwar schaff b« aber trotzdem hot der Abgeordnete Cavallotti die Angelegenheit zum G-g-nstant einer Interpellation im Parlamente gemocht^^^
00de Ladung transatlantischen Telegraph.) Der P°Nd-"wftt
Hermanns Capt' H^ Baur vo^ Norddeutschen Lloyd in ®te'n=n
I 24. Januar von Bremen abgegangen war, ist gfftnn wohldeyaitcn in angekommen.
»lrien welche als Ruhepnnkte in der fortschreitenden Handlung die Betrachtungen der
Ä L Amdrös fo m^tc man cs dem Poctcn an den Kops werfen, hort man es mhifif möchte man bem Poctcn beinahe bauten.
mit Sad) JJi n , u qßunticv das Wasser seines Poeten ui feurigen Wem zu ver- . M meistens altere, schon im protestantifchen Gottesdienste
ÄK heUigen Augustinus enthaltenen
Rebete^rnttehnt unb selbst Melodien genommen, welche von Bach theilweife nur neu ''“’ftuÄ'tibtn bei den an bcr heiligen Handlung Mitwirtcnbcn Sw-i scharf ni.u einber actrennte Gruppen, bie cbcnfaüc> wieder in mehrereUnttrabthettungen allen mff de? ein^Scit^bic Christus feindlichen Schaarcn ber 3uben bie tri g.-
brinflt rcpräscntEt b^hn ifdu ll’ment. 3ur flcI>örcu.
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auch ber Evan'gelist?ber bie Reden und Handlungen ber einzelnen Peifoncn unb Parteien mit eiimnbe^ztl^verb'E ganzen Werkes liegt in den ttirifchen Momenten, wenn auch bi7 dramatischen Partteen überall kräftigen unb euer gischen Ausdruck flcfunben bab m* namentlich in ben meist kurzen Ehorsätzen sprechen sich die entfesselten menschlichen ^eib^scbatten Haß, Wuth, Furcht Hohn aufs Lel'enbigste aus Auf ber andern Se te finb die lyrischen Ehorsätze durchdrungen von der tiefsten Innigkeit der Einpsmdnna, sie sind durchweht von hingebender Gläubigkeit erfüüt oon hc^ui edniune unb aciübl über bie durch bie Sünden ber Menschen vcrschulbetcn i.eld^.n des GiloMÖ, voll Iraner über ben Abschied Christi von seiner Gemeinde :c.
Inriicheu Partien der Passion sind insbesondere bte bret a capella-(shoiali. ,,Herzlii.bster
„Ich bin’., ich sollte büßen" unb „Wenn id) einmal solltt scheiden" ; bann einige Arien, bie zu dem Besten gehören was ^r von B a ch be- finen wie v B- bie große Alt-Arie mit obligater Violine, „ßibaime -Lieh , dann „Du ieb"r Heiland", „Golgatha". Wohl bie großartigste Nummer der ganzen Passion unb ein volupbones Meisterwerk, wie es bie gesammte musikalische Literatur nicht meist aus. ’uweifen hat ist gleich der erste mächtige Doppelchor, in welchem sich bit bubrn christlichen Gemeinden, die wirkliche unb die Töchter Zions, gegeiiubertreteiu ->erzu tritt bann noch ein dritter Chor mit bem einstimmigen (-'Hora! „C lamm Gottes, unschuldig". Die ergreifenden Klagen ber Zionstochter, unterbrochen durch die emrgi- scheu Fragen der irdischen Gemeiiiben, vereinigen sich mit dem ral des Knaben, chors, ber „wie eine Stimme der Verheißung von oben, wie cm Lichtschein d-r Ver- föhnuna aus den büstern Wolken gleichsam bie ersten strahlen der Erfüllung ausgnßt , ui einem Ganzen von übcrwältißenber Schönheit unb Dcachtigkeit
Genua, bie Passion bietet des Schönen so viel, ban cs l)ier unmöglich ist, sie ausführlich heroorzubcben. „Bach ift kein B a ch, sondern ein Meer sag e einmal Bcethoveii wortspiclenb, unb er Hal Recht. Kein Mensch hat ben .luSbruck dieser Rcci- tattve übertroffen- Cb Christus seine Jünger nut milb ernsicm ^abcl fragt: „Was bekümmert euch dieses Weib", ob er im Gefühle des nahenden Ungeheuren ben streunbcn trauervoll sagt: „Meine Seele ift betrübt bis in ben lob', unb theilnahmebebürftig bittet: bleibet hier unb wachet bei mir", ob er dringend betet „Vater, ist s niog. lich so gehe dieser Kelch von mir" unb bann in himmlischer Ergebung beifugt : „doch nicht wie id) will, sondern wie Du willst", ob Judas seine Same verzwenette Verwirrung und hoffnungslose Angst in ben wenigen Worten „Ich habe uoel gethan, baß ich unschulbig Blut verrathen habe", erschüttcrnb aussvricht - Alles^ist Leben, Charatter, Wahrheit und hat Bedeutung. Welch ein dichter war dieser -rhomaiiet- Cantor!
finden- ...
SchisfSvericht. Mitgethettt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd t*
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Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. Februar von Newyork abgeg fl war ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten in Southampton ^"Abkommen bat nach Landung ber für boit bestmimten Paff'^iere, Post unb Labung lh Morgens bte Reise nach hier fortgesetzt- Derselbe überbringt 72 Passagtere utw


