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4 Tage Reifediäten ä 15 JÄ Reisegeld
5 Tage entgangener Verdienst als Lohnkuischer »34
I. GehKlsen-Geoübr
4 T-ge Diäten a 12 M Reisegeld..........
II. Gehülfen-GrdZbr.......
4 Tage Diäten ä 12 JL Reisegeld .........
731) Ueber die Hobo der Kosten, vzilche die Einrilekung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sinh niemals enttäuscht wht'n. wenn man von der Annoncen - Expedition -von B3A.ASE!$S'E’jESJ® AWW *c
Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsiehtn der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reichar ErfihrKügsn «ad griindlioher Beobaehtnngen zaveriassigon Roth ertheilt
Sagan, 12. Nevembrr. Sonntag Abend ist die große Tuchfabrik von Rene mann u. Co, die etwa 2110 Personen bnchästwr, vollständig tiitbe:entrannt. Die Gebäude, Maschinen 2C. waren mit 535,000 Ju versichert; e8 pari cipirsn der „Deutsche Phönix" mit 261,000 J-l-., die „Elberfelder Feuerversicherungs-Gesellschaft" m t 158 000 die „Gothaer" und „Lstprigrr" mit je 58,000 Jü. ’ '
London, 15 November. Heute Abend sand eine .irodfe Versammlung in d°" Memorial, Hall, von Stöcker abgesehen, statt. Von den Bcifammeltcn war kln Viertel Anhänger Stöcker's, ein Viertel Socialisten, der Rest Engländer, deutsche Jud-n und Christen. Hunderts konnten keinen Einlaß striden. Bei dem E sch-inen Stöcker'-! entstand ein Tumult mit Pfeisen und Zischen. Es wurde eine rothr Fahne entfaltet. Der Versuch des Vorsitzenden, Stöcker (3'hör zu verschaff-n, wurde durch jortgesttzttp Lärm und Singen der Marseillaise und des ß-,tb<§: „goth save the queen“, sowie von Opern-Llrien und Hocks auf den Lordmayor unterbrochen, worauf Stöcker die verließ. Der die Versammlung überwachende Posizeibeamte forderte die Ux- wesenden auf, die Halle ruhig zu verlasstn. Der Tumult dauerte noch eine Znt- lang fort.
— Der in weiteren Kreisen bekannte Krouenwirtb von Grosisachsen besLätttgte sich dieser Tage auf seinem Felde mit Tabak. Er beachtete die kleine offene Wunde an seiner Hand nickt eher, bls er daran Schmerzen verspürte und dieselbe etwas an- schwoll. Sofort wurde der Arzt in Weinheim herdeigebolt. Dieser et kannte sogleich, datz schon eine Blutvergiftung stattgefunden batte und befahl, so schnell wie möglich nach Heidelberg zu reisen. Allein auch hier hörte die Kunst auf, denn nach wenigen Stunden schwoll der Arm und zuletzt der ganze Körper au. Unter furchtbaren Schrnerzerz gab er seinen Geist auf.
100, 60, 103,
15, 35, 48, 38, 30, 48, 38,
Commission, im Prinzips für die Vorlage der Regierung, gab ausführliche Erläuterungen, woraus hervorgeht, daß sie den verlangten Credit unzureichend M(t. — Der lebenslängliche Senator Lasteyrie isi gestorben.
— „Paris" erfährt, Courbet habe festgestellt, daß die „Schwarzen Flaggen" durch den Vicekönig von Kanton unterstützt werden und verlange er m Folge dessen die Verstärkung des französischen Geschwaders in den chinesischen Gewässern.
Belgrad» 15. November. Ein Ukas des Königs verordnet, daß das auf Grund der Verfassung für 1882/83 genehmigte Budget auch für's nächste Zahr Geltung habe.
— Das „Amtsblatt" veröffentlicht heute Steckbriefe gegen mehrere Znsurgenten-Führer.
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— fWas eine HinriÄtung koftrt.j Anläßlich der Hinrichtung des Mörders Knrowski m Metz wurde von ©etter: des Scharfrichters Schwarz aus Oehriugen folgende Rechnung in runden Zahlen liguidirt: Gebühr für den Meister .
Kirchliche AmzeigeN der Stadt GieGm.
Evangelische G e m e i n d e.
SotLeLdren^:
Sonntag den 18. November (26. nach Trinitatis).
Vormittags 9'/r Uhr: Professor Dr. Gottschick.
Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.
Beichte und Abendmahl.
Kinderkirche: Nachmittags 2 Uhr, Pfarrer Schlosser.
Am nächsten Montag muß die Bibelstunde in der Kleinkind er schule nochmals ausfallen; am SNontag über acht Tage hoffe ich sie. wieder halten zu tonnen- Pfarrer Dr. Naumann.
Am nächsten Sonntag, als dem letzten Sonntag im Kirchenjahr, feiern mr unser Todtenfest. Der Vormittagsgottesdienst an diesem Tage wird hier In Der Stadtkirche, dagegen wird der Nachmittagsgottesdienst um 2 Uhr in der Frtedhofkapelte gehalten werden- .
Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 18. bis 24. November besorg Pfarrer Dingeldey.
Katholische Gemeinde.
27. Sonntag nach Pfingsten.
Von 7 Uhr an: Beichte. 8 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Commumon, i/a10 Uhr: Hochamt und Predigt. 2 Uhr: Sakramentalischc Andacht.
Gottesdienst in der Synagoge.
Freitag Abend 4 Uhr, Samstag Morgen 8?» Uhr, SamZtag Mittag 3 M Samstag Abend 5° Uhr.
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Gieße», 16. Novhr. [16. Sitzung der Großh. Handelskammer am 3. November.) Anwesend ote Herren L- Georgi, Stellvertreter oetz Vorsitzenden, S. Heichelheim, A- Katz, F- C- B. Koch, R. Scheel und Es. Silbsreisen.
Die Handelskammern Mamz und Worms ersachten um Uickersendung einer Abschrift des von der Handelskammer Gießen an Großh. Regierung erstatteten Gui- «chtens über den Actiengesetzentwurf. Die Kammer beschließt, dem Wunsche zu entsprechen. m ~
Der Prospwt deS projcctirten Ossizier-Consumvereins ist der Kammer m mehreren Exemplaren zugegangen. Sie Gründung dieses Vereins ist mehrfach als eine Benach- Iheiligung der Gewerbe- und Handeltreibenden betrachtrt und in Folge davon betämpst worden. " Ueber b*e Frage, welche Stellung die Kammer dazu «inmchmen solle, entspann sich eine längere Debatte und wurde schließlich brschlossen, an die Großh. Regierung eine Eingabe in folgendem Sinne zu richten: e§ müsse anerkannt werden, daß gegen di- Vereinigung einer Anzahl Personen zum gemeinsamen Bezüge von Waaren gesetzlich nichts eingcwandt werden könne, aber gleichzeitig s« darauf hinzuweisen, daß ein großer Unterschied bestehe zwischen Consumv-rcineit von PrivatpersoNiU und einem solchen der Offiziere der preußischen Armee, weiche durch groß- Bevorzugungen, namentlich die Communalsteuersreiheit, eine ganz exceptiomlle Stellung in bet. Gemeinde und im Staat erhalten hätten, abgesehen davon, daß viele Gemeinden für die Erlangung einer Garnison große Opfer gebracht Hütten, bioö im Hinblick auf die Vorthrile, welche ->ie Confumtion einer großen Anzahl Militärpersonen und das Ossiziercorps für alle G«- Werdetreibenden verspreche und aus diesen Gründen das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zu bitten, geeignet scheinende Schotte dagegen zu thun.
SeitmS der Handelskammer Darmstadt wird angefragt, ob.bie Handelskammer Gießen sich einem von ersterer gegen die Gründung be6 sogen. Osfizier-Conjuinvereins deadsichtigien Proteste anschließen wolle. Angesichts des gefassten Beschlusses, eine Lefondere Eingabe an die Großh. Regierung zu richten, muß die Frage verneint werden-
Laut Rescript de« Großö. Ministeriums d-.s Innern und der Justiz warnt die Polizri im Haag vor einer Anzahl dorr brfinblidjer Schwivdelsirmeu, namentlich: 1. Lambrecht & Co. (Inhaber W- I- Heysack), 2. H- Brrnard & Co- (Inhaber W-ll-m Llatsert van Seiber und Hendrick Bernaro Thysrn), 3. DöSd«rg & Co. (Inhaber rote unter Nr. 2), 4. H. Z. F. Schoemacker tm Haag, 5. Van der Burg & Co. im Haag.
Im Dec-mber I. I. hat die Ergänzungswahl für die Handelskammer stattzu- firiden. Als dienstältestes Mitglied scheidet aus Herr F. C-B. Koch. Das LooS entscheidet unter den nächstdienstäitesten für die Herren A- Katz und A- Zinßer. An Stelle der genannten 3 Herren sind 3 neue Mitglieder zu wählen- Zum Wahlcommißär wird Herr R- Scheel bestimmt.
Gieße«, 16. November Ein Zauberkünstler ersten Ranges wird sich nach drm Inserate in heutiger Nummer fm Laale deS Cafö Leid, freilich nur in zron llifor- steUungen, prodvcircn. Es ist dies der Prof. Böning aus Dresden, üoer dessen Leistungen wir kürzlich im „Bielefelder Tageöl." das Folgende lasen: „Schon drr „Salon Bönivg" mit seinen geschmackvollen Ausstattungen macht auf den Zuschauer einen angenehmen Eindruck, und was die Ausführung der einzelnen Nummern betrifft, so müssen wir gestehen, daß Böning zu den. Eisten in seinem Fache zählt. Die stauneriS- Wrrthm Künste, welche derselbe entwickelt, der anmuthig« und grac ösr Vortrag seitens deS Künstlers, reißen daS Publikum zu drm lebhaftesten BpvlauS hm. Die ergötzliche Bauchrednerei mit drei scheinbar in einem Hut sitzenden Personen wirkt tn unwiderstehlicher Weise auf die Lachmuskeln. Wir können Jedem den Besuch der Vorstellungen empfehlen und sind überzeugt, daß kein Besucher sich in seinen Erwartungen getäuscht sehen wird."
Murrst . Vorm stllm im Uni verschiedene tine 2lnzatsi Halzmodell ft t6b und G! Ksenblech, ei ifessel unter Mn, eine Zchjebladen dann bekamt dinzungen Hierbei!.
Gießen, t Großherzogli
Ö15.
(So viel unS bekannt, sind für die vor Kurzem in Gießen statigefundene Hinrichtung nur 315 M. Hqaibirt worden. D. Sieb.)
— fWunbrrbare G-schicht: von drei künstlichen Zähnen.) Frau H. war zwar keine junge, aber doch Immer noch eine hübsche Wcktwo und das Lächeln ihres Mundes wäre reiz-nd gewesen, wenn — dao-st nicht drei häßliche Zahnlücken sich gezeigt hätten, die schließlich aus den dringenden Raid on trauter Freundinnen durch e n kunstvoll cosstnürtek Gebiß ausgesüllt wurden. Die Vereinigung der drei Zähne zu einem Gebiß war mit besonderen Schwierigkeiten für den Zahnki'utstler verbunden gewesen. Derselbe war einige Jahre später nicht wenig überrascht, »iS thm die Sarghändlerin Frau K. die kunstvollen drei Zähne zum Ankauf offemte. Herr W , der Zghnkünsiler, ging scheinbar auf den Handel ein, verständigte jedoch inzwischen btt C..minalpolizei, und dies; stellt« fest, daß Frau H. eines sausten Too-2 verblichen s-t und daß die kunstvollen drei Zähne mit ihr in den Sarg gelegt worden waren, von wo ans sie die Sarghändlerin, die mit dem Transport der Leiche nach der L-llchenhalle beauftragt worden war, weggknommen Haden muhte. In feierlicher Gerichtssitzung, bei weicher die mrhrerwühnteii drei Zähne als corpus delicti auf dem GeriÄisirsch paradirien, wurde die diebische Sarghänilerin wegen Leichenberaubung zu empsindstcher Freiheite- ftraft verurtheilt. Seit jener Zeit sind wieder mehrere Jahre verflossen. Während aber die Diebin im Grsängmß d>eF?revelihot büßte, lagerte daS dreizähnige G<l> ß in d-W schauerltchen Asservaiorium der corpus delicti unter Mordinstrumenten, unter Dtetrickeit und E tu brech st an gen. Da plötzitch vor drei Wochen erfolgte eine R-Vision des Criim- nülass-rvatorinmk. Natürlich erregte da? harmlose Gebiß in der SchreckrnSkammer der Verbreckensinstrrrmenie das l-hhaste Interesse des rev'direnden Beamten. Neugierig, m-e jeder Revisor sein muß, läßt er sich die Akten kommen und findet, deß vesagi-S Gebiß eigentlich längst seinem rechtmäßigen Besitz-r hätte auLzehLndtgt werden sollen. Ab.« wer ist dieS? Aus den Acten g'bt hervor, daß die W itwe H. mit Hint-r- !,sfung zweier minorennen Kinder gestorben ist; man fordert beten Vormund auf, die drei Zähne in Empfang zu nehmen, dieser D*rtncigrrt die Aanithme, da die Kinder inzwischen majorenn geworben sind, er also nicht mehr Vormund derselben ist. Nunmehr ergeht eine Aufforderung — das AlleS hat ja feixen peinlich geregelten bureau- kratischen G-vg — an die beiden Kinder der Verstorbenm, sie sollen Nachweisen, daß sie dis alleinigen Erben ihrer Mutter geworden sind und gemeinsckasilich über dm richtigen Empfang der drei künststchm „Mutt-rzähne" qmttiren. Die Kinder haben diese Aufforderung unbeachtet gelassen, da sie an verschiedenen Orten und entfernt von Berlin wohnen und die Sacke für sie zu umständlich ist. So liegen die harm.ostv drei Zähne, die einst bas Lächeln der Frau H. verschönten, in betn schauerlichen Crimi- nalasservaiokinm des „JustizpalasteS" zu Moabit, wohleingewickelt in Canzleipopier und ordnungsmäßig mit einer Nummer versehen, aber herrenlos und wenig Spachtet, b«§ sie auf dem nickt mehr ungewöhnlichen Wege der Zluction zunächst in die Hande eines andern Zehnkünstlertz und von da — in den Mund einer andern Schonen übergehen. Brrrr!
cllsmetisch Mrgcvur jtir angenehir MN Mund- u. Zahnschmerzen Alle (Caries) Weiße zit ver ans der Bayer prämiirtc Aroma, aus der Kgl. zu Nurn de bei Heinr. !
Ta «k> eo.
Morgen am zn rerkaufett.
Bestellung Berlin«, B 7605
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Romrod, 15. November. Bet den heute beendigten zehntägigen Hofjagden wurden geschossen: 108 Rehböck-, 182 Rehgeise», 143 Hasen, 48 Füchse, 10 Schmpfen und 1 wilde Katze, zusammen 482 Creaturen. r
Offenbach, 13. November. Am 14. October entfernte sich der 16jährigeSopn eines hiesigen Bürgers ebne bekannten Grund aus dem elterlichen Hause und »st es trotz aller Mühen der trostlosen Eltern bis heute noch nicht gelungen, nur irgend eine Spur von ihrem Kinde zu entdecken. Die „Offenb. M -Zig." gibt nschfolgendes Signalement des jungcn Menschen. Statur: schmal, Gesicht: länglich, Haare: tu<z geichnttten und blond, för trug am letzten Tage feines Hierseins duntklbrnunes Jaquct und gleichfarbige Weste, helle Hofen und einen kleinen schwarzen Hut und Zugstiegkl.
Mainz, 12. November. Em junger Mann, P. Fay aus Soffenheim, welcher in Folge Einberufung zum Militär sich hier stellte, scheint, wie daS „M. I." schreibt, durch die Verlesung der KricgSartik-l so erschrocken zu fein, daß er von Krämpfen befall.» wurde; ins Lazarcth gebracht, verschied er daselbst alsbald.
Flörshetm, 11. November. Als heute der GericktSvollziehw für den AmtS- gerichiSbeziik Hochheim fein gewiß nicht beneidenSwerthes Tageweik am hiesigem Orte vollendet und 'sich^ nach dem Bohnhofe begab, um mit dem letzten Zuge nach Hochheim zu gelangen, wurde er plötzlich in der Nähe des Bahnhofes von 2 kräftigen Händen zu Boden gerissen und ihm mehrere Schläge auf den Kopf versetzt, so daß der Beamte total beschmutzt und au5 mehreren Wunden blutend zu Hause antarn. Dieser brutale Akt der Rohheit vollzog sich in wenigen Sekunden, so daß ein den Beamten begleitender Herr diesen nickt verhindern konnte, die tiefe Dmikklhe.t ihm auch nicht gestattete, die Thätcr nrt Sicherheit zu erkennen. ,
Dortmund, 12. November. Die Bez-ichnung „Pillendreher" einem Apotheke!' gegenüber fchließt. wie das Schöffengericht tn einer Petvaiklagesache erkannt-, feine Beleidigung in sich, da letztere Bezeichnung hier im VolkLmuud- gang und gäbe ist. Ein Apotheker hatte sich durch obige Bezeichnung non Seiten eines hiesigen Handwerksmeisters beleidigt gefühlt und die Sache anhängig gemacht. Das Gericht erkannte aber, laut der „Dortm. Ztg.", auf Freisprechung, und legte auch die Kosten dem Apotheker zur Last.
— sNur praktisck.f „Was studircn Sie da für ein Buck?" — „Ab, das ist ein sehr praktisches Werk für Nichtschwimmer. Fallen Sie nämlich in's Wasser, so brauchen Sie nur Seite 19 nackzuscklagen, da Reben genau die nöihigen Bewegungen angegeben, diese macht man dann, schwimmt und ist gerettet "
— Von unserem Kronprinzen wird so mancher edle Zug, so mancher treffende Witz berichtet, daß es wohl vergönnt sein mag, eines kleinen Vorkommnisses Erwähnung zu thun, das fick im Schloßhofe zu Homburg abgespielt haben soll. Tie kionprtnz- iliche Familie residirte im Schlosse zu Homburg. Der Kronprinz, im Begriffe, auf d:e Jagd zu gehen, durchschritt mit grauer Joppe, hohen Stiefeln und kleinem Huie be- Iletbet, den SSloßhof, als gerade ein Heiner Condstsrlehrling eine Torte brachte. „Wohin, mein Kleiner?» redete ihn der Kronprinz an. — „Et, tnuf in's Schloß, die Torte hintragen." — „Da wirst Du aber auch wohl ein schönes Trinkgeld bekommen für Deine reizende Torte." — Lchrjunge (btn ihm unbekannten Kronprinzen groß anblickend) lachend: „Trinkgeld? Die Preitze sein net so gedschnitzig." — Der Kronprinz greift lachend tn die Tasche und Üdergiebt dem ganz perplex brems schauenden Jungen ein Goldstück — droht lachend mit dem Finger, indem er ihm bedeutet, ja nichts Derartiges mehr zu sagen. Der Jung- aber murmelt, dem von dannen schreitenden hohen Herrn m't leuchtenden Augen nachfchauend: ,'S gibt doch Jaan Regel ohne Ausnahm".
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