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Franfurt a- M-, 10. Mat. ^Verband mittelrhem-scher Bilbungs-VereineZ Die Jahres-Versammlung des Verbandes findet am 27. Mat tn Bretzenheim ^cht bei Mainz statt. Die bequeme Lage dieses Ortes läßt einen zahlreichen Besuch desselben erwarten. Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht und Besprechung desselben. 2. Kassenbericht. 3. B ucht der Revisoren. 4. Berichte aus den Vereinen. 5. Bericht über die Wander-Bibliothek. 6. Bericht über das Skioptikon. Die Versammlung smdet 11 Uhr Vormittags im Gasthause des Herrn PH. Dang statt. - Zusammenkunft zum Frühstück im Taunus am Flschthor zu Mainz. Wagen, auch zur Rückfahrt find. zu haben. IOV2 Uhr Vormittags gemeinschaftlicher Gang nach Bretzenheim, IV2 Ubr Nachmittags gemeinschaftliche Tafel (zu 2 <X), wozu Anmeldungen bis spätestens Donnerstag den 24. d. an Herrn H. Mumbächer in Bretzenheim zu richten sind. Abend-Unterhaltung im Freien, wozu Gäste, ebenso wie zu der Versammlung, die öffentlich ist, will- kommen^sind.^^^E^Emlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volsbildung findet am 3. und 4. Juni in Barmen statt. Der Central-Ausschuß versammel, sich schon am 2. Abends. Die Verhandlungen sind öffentlich. Auf der Tages-Ordnung steht die Wabl des Berufes, die Stellung unserer Jugend zu den ^dealen der Vocks- bildung, die Beziehungen der Blldungs-Vereme zu den Bestrebungen der Hebung der Sittlichkeit (Mäßigkeit) und Handfertigkeits-Unterricht m Deutschland.
Lokales.
Gietzen, 16. Mai. (Sterblichkeit tn GießenZ Die Zahl der Todesfälle wahrend der Woche vom 6. bis 12. Mai belief sich im Ganzen auf 14, die der Kindern und Erwachsenen zu gleichen Theilen vorkamen. Von 3 Kindern tm ersten Lebensjahre starb eins an allgemeiner Abzehrung, eins an Lähmung, eins an Darmcatarrh. Von 4 älteren Kindern eins an Brighttscher Krankheit, drei an Scharlach. Bei den er= wachsenen Personen war Todesursache: Lungenentzündung 2mal, Lungenschwindsucht 2mal, brandige Zellgewebsentzündung, Krebs, Ktndbettfieber je einmal. u-
Gießen. 16. Mai. Die Pfingstfeiertage brachten uns ein Frühlingswetter, wie es schöner nicht gedacht werden kann. Herrlich spendete die Sonne ihre-Strahlen über die Fluren und den schönen grünen Wald, letzteren zum trauten Aufenthalt für die Festtage empfehlend. Und benutzt hat unsere Bevölkerung die Gelegenheit, Waldeslust und Waldesduft zu genießen. Nach Tausenden zählten die Menschen, welche fiti tm Walde und in den dortselbst besindltchen Erholungsorten erquickten und labten- Alles freute sich in Gottes schöner freier Natur.
— Am ersten Feiertage entgleisten an dem Mittagzuge nach Frankfurt die letzten beiden Wagen kurz vor Station Nauheim. In einem dieser Wagen befand sich Herr Hauptsteueramts-RendanL Go lz, welcher durch Schreck einen Schlaganfall erlitt, bet den alsbaldigen Tod des beliebten Mannes zur Folge hatte. Die Leiche wurde nach Darmstadt verbracht.
— Ein gestern hier zugereister Handwerksbursche, welcher noch über etwas Mittel zu verfügen hatte, wurde von einem anderen, der sich als Landsmann ihm zu erkennen gab, zur Abreise nach Grünberg bewogen. Auf dem Wege dorthin wurde im Chausseegraben ein Kartenspielchen arrangitt, wozu sich der dritte Mann, auch em Handwerks- dursche, von Gießen kommend, gesellte. Der auf diese Weise zum Spiel genothigte Handwerksbmsche verlor feinen gut gepackten Berliner (er kam erst aus Arbeit) und nachdem vermißte er seine Baarschast von 21 welche ihm aus der Tasche genommen worden war Die beiden Gauner verschwanden mit dem Gelbe im Wald und ließen den gewonnenen Berliner zurück, welchen der Eigenthümer wieder erhielt.
— Eine Schaar Zigeuner mit 4 Wagen und 16 Pferden kam gestern Abend hier an Sie wurden gleich polizeilich bis an die Grenze der Gemarkung gebracht. Als später die Meldung kam, daß dieselben ihre Pferde im Felde weiden ließen begab sich um 11 Uhr noch eine Anzahl Schutzleute zu der Bande und beschlagnahmten für die angerichteten Beschädigungen ein Pferd, welches heute Morgen nach Bezahlung des Schadens wieder den EigenthÜmem zurückgegeben wurde.
— Gestern wurde ein Bauersmann von Lützellinden, welcher Holz im Walde geholt, von seinem ebenen Fuhrwerk in der Nähe der Stadt überfahren und mußte schwer verletzt in der Klinik untergebracht werden.
Wafferwärme der Lahn.
Am 16. Mai, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: ^^stEme^-21°
. ßÄPAenftänbe die ja sämmtlich mehr ober weniger erfunden und sn-
tmb abertausend GegdNst - eigensten Wohle und zu dem unserer Mitmenschen, L^na'ch den Gefunden die ©efunUeit erhallen, den Kranken G-n-sung
8bir’b$eu" Ausstellungs-Compl^
ri_ nut flüchtig sein und uns ein Bild von dem Leben <*nb Treiben auf dem acbm -rmüd-i d!ch schon ein kurzer Besuch und können wir doch nur dann NAusstellungmit Erfolg betrachten, nachdem wir uns vorher ein wenig orienlirl
W-nn wir uns von dem Königsplatz- aus dem Haupteingange nähern sehen wir 'üS.nn wir uio vvu " » * AHnbe beschäftigt sind, das Mittelportal des
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MStfÄtatäs:unb b" "■* ”” . ' Fleißes das r i breiten Treppen, welche einen munter über Fels-
ft.in s^udelnden Wassetsall einschltcßen, hinab — denn das Ausstellungsterrain liegt
ÄATn& Äau - so erfüllt uns ein Gefühl der ehrlichen Ueberraschung letzten T°g°n g-schaff-n wurde. Wo noch kürzlich ouf un- - benem sandigen Boden schweb Ardeitswagen entlang fuhren, wo in buntem Wirrwarr Ln ab- und ausgeladen wuroen, wo Bretterhausen, Ziegel sowie unzahl ge and in durchaus nicht künstlerischer Unordnung umherlagen, da fallt unser Gegenstände in dmchau rw schmucke, zierliche Kioske, aus Gartenanlagen mit L-nb-ten undpläich°7nd° Springbrunnen, auf geschickt aufgethürmte St-.n- «Emidln und anmuth g aus Gyps und Cement geformte Gartenftguren und auf den R/en n^d Mätzen wandel! zwischen grünen Rasenflächen und unter frisch belaubten «Sinnen eine nach Taufende zählende, lachende, plaudernde, schaulustige Menge umher, r heiteren Klanaen eines gut geschulten Orchesters lauscht, bis dann die Musik
Äcki dlir» -in immer näher kommendes dumpfes Rollen schwer verständlich wud Am Nu ttn Zug auf den die ganze Ausstellung durchschnerdenden Stadtbahnbogen m,langbraust mad)t gegenüber den sonst gewohnten bunt und effektvoll auf-
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Sn ftJi?inb (Skl^nbctt finden unb fassen daher heute nirgends festen Fuß- Doch ? ? "L ns^fftysnsss ssä ~ ms*bs
und mit ^inen? lauten Ausruf der Bewunderung, des Entzückens bleiben wir Men. In drei Abtheilungen liegt Gastein mit seiner her. lichen U^"ung ")or uns SH&Ä ÄÄ Ä*S SS® WL. •S&Ä SSS. 'S SÄSÄi- Ä^ÄaÄe7Lhü^VrÄs-^- L-?w.7ünkttnK°f° M. ünftr'Blick w ein liebliches Waldthal mit hohen Föhren, mit schlichten Hausern unb gewaltigen Sleinblöcken Hier wünschte man sich auf kühlem Moose niederzulassen unb auszuruhen Mn ^De^UebeIng^von^dA Natur zur Kunst ist so prächtig gelungen, dos Ganze wirkt so bezaubernd, daß wir uns nur zögernden Fußes von diesem idyllischen Orte
trennen können.^^ n be§ „Bettelstubenien" unb des „Lustigen Krieges" rufen uns, wenn wir wieder draußen angelangt sind, schnell genug in die W'tksichkclt zurück. Wir wenden uns nun nach rechts, paffiren einen der Stadtbahnbogen unb befinden uns jetzt auf dem eigentlichen großen, freien Platze der Ausstellung. U ppig grüßende Gartenanlagen wechseln mit den mannigsaltigsten größeren unb kleineren Gebäuden, mit Musik - Pavillons unb Goldfischteichen, Springbrunnen unb Blumenrabatten ab, b er Ist auch das eigentliche Terrain der Erfrischungen die m ungeahnter Menge und Abwechslung zu haben sind. In farbenprächtigen, koketten Kwsken kann man h^er Sektes- und Sodawasser, Marienbader Brunnen, Apfel, und Capwem, Harzer Caners binnen unb, roenn dies noch nicht g nügt. Thee, Chocolabe und Milch zu sich nehmen. Weiter tm Hintergründe ziehen sich die Reftaurations-Raumlichkeiten entlang unb ist da für einen guten Trunk unb Imbiß Sorge getragen Wer ab r an btefen inneren Eiquickungen wchi genug hat, der gehe nur zu jener niedlichen Badeanstalt en mimature, ua^er für einen Nickel eine warme ober kalte Douche erhalt. Bekommt er ^nad) Danaer und will nicht zu viel Geld für den knurrenden Magen ausgeben, so braucht S nur ein paar Schritte westerzugehen unb er erhalt in ber^^narf^aM Anstatt und in dem Garne xnra-Häuschen für wenige Psenmg ein ganz schmackhaftes Essen; in einem benachbarten Stadtbahnbogen kann ev seinen Durst dann an einer „kühlen Blonden" alias Weißen stillen. Aber so ganz ungetrübt ist dieser Genuß nicht, der Weißbier-Restauration gegenüber befindet sich ^n drohendes .inamanto mon - her Siem-ns'sche Ofen für Leichenverbrennungen. — Allmälig hat sich der Abend berab- gesenkt; die inneren Ausstellungsräume sind geschlossen und draußen 'm Frettn flammen allmälig dir hell leuchtenden Glühlicht-Laternen auf, auch das elektrische Licht verbre tet seinen lichten Schein und macht hier unten dem gelben Gesellen da oben bem Mond, eine gefährliche Concmrenz. Auf dem Ausstellungsplatze wird e§ nun nach unb nach ruhiger; endlich verstummt auch die unermüdliche Musik und mit den letzten ^^uchern verlassen auch wir den Platz, der uns bald wiedersehen soll, dann c
731) -Geber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eint „der mehre Zeitungen verursacht, wird man sieh niemals enttiuseht sehen, wenn mr von der Ann-ncen - Expedition ~von yOGEj&K -
i i-ankfurt a M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskuntt eimordert. die auch hineichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blatter aut tirunu rem er Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheUt
Kcpcttoit vereinigten SlndÜhenier Amnkfnri a. M.
Opernhaus. ~ m
Donnerstag den 17. Mai: Einmaliges Gastspiel der Signora Zetta Trebelli. Carmen. (Carmcn: Sianora Trebelli.)
Freitag den 18. Mai geschlossen. ~
Samstag den 19. Mai: Götterdämmerung.
Sonntag den 20. Mai: Der Barbrer von Sevilla.
Schauspielhaus.
F°L'L b18n TOa“a3±X' mde: Der B°tt°lstud°nt. Kvmische Oper fn 3 Akten von MMöcker. Text von F Zell und R. G-näe.
Sonntag den 20 Mat: ^Zum^rsten Male wtederholt: Der Bettelstudent.
Montag d-n 21 Ma.: Neu -tnstudtrt: Die Jo urn alisten.
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