Der Ausschuß hat sich mit birjcn Anschauungen nnocistanden c; Hären zu können geglaubt und nur die Nolhivcndigkcil bdont, die m t Untersuchung bir Esiizel- veroältuifje und Ve thcilung d^. HülfSgclder betrauten Commission n derart zu organi- fucn, daß eine möglichst g rechte und unpartenschc Vertheilung, aber auch ein Verfahren nach clnbcuiichen Prine p en gewährlciftei werbe.
Die Frage, ob auch für d.n durch das Hochwasser beschädigten Acker- und Wiesenboden emc Ersatzleistung aus Staatsmitteln d> adfichtigt fei, sei von der 3ie- gierung verneint worden, weil n an, von anderen B denken adglehen, hicizu die dem L.ndescomite zur Verfügung siedenden, neuerdings wieder durch den Beitrag auü dem kaiserlichen Diopoftt onsfondS so erheblich vcrstä kten Geldmittel für geeignet und ausreichend erachte.
Mit der schließlich und zwar eventuell in Aussicht genommenen Bcibülse zum Ersatz 0;8 zu Grunde gegangenen Piehstandev — dessen Zihl übrigens nach Angabe der Regierung n>cht sehr bedeutend sei — zum Ankauf von iyutteiDoiTätben, Saat- f.acht und Laatkaricss ln bibe sich der Ausschuß ebenfalls einverstanden "klärt. In Betreff der Futiervorrätbc habe man indessen anheimgeben zu solln geglaubt, ob c8 in vielen Fällen n cht räthUcher sein werde, da8 gerettete Veh alSbald zu vei kaufen und c:ft zur Leit dcS FrübjadrS wieder anzuschaffen. weil dies voraussichtlich vor, thcilhaster fei, als besten koftsp elige Unterhaltung wählend der ganze» Zwischenzeit.
Im Allgemeinen fei noch die Frage an die Regierung gerichtet worden, ob dieselbe eine Hingabe der zur Beidülse gewährten Summen i Fonds perdu ober unter Vorbehalt allmähligcr Rückerstattung beabsichtige. Diese Frage fei dahin beantwortet worden, daß man auch in dieser Beziebung j nach llmftänbcii und nach den Verhält- nt||en der m Betracht kommenden Beschädigten zu verfahren gedenke; nähere Bestimmungen hierüber werde übrigens die demnächftige definitive Vorlage enthalten.
Auf eine von Seiten beS Ausschüsse« gegebene Anregung wegen der Pacht nachläste bet im überschwemmten Gebiete gelegenen fiskalisch.» Gütern sei von ber Regierung btc Zusicherung ertheilt worben, baß in dieser H »sicht schon jetzt mit aller durch die Verhaltntste gebotenen Rücksichtnahme vorgegangen werbe.
WaS endlich bie Höhe der vorläufig anaeforberten Summe von 500,000 und die Form des Ausbringens derselben mittelst AnlehenS betrifft, fo scr Beide« von dem AuSfchuste nicht beanstandet worbe*. Bezüglich der nähere» Modalitäten beS auf- zunehmenden AnlcdenS, über welche btc Vorlage nichts enthält, habe ber Ausschuß ber Voraussetzung AuSbruck gegeben, baß bastelbe in Form 4vroceni ger Rcntenobligationen, unkündbar für den Gläubiger, für den Staat dagegen jederzeit kündbar, erfolgen werde, womit die Regierung sich einverstanden erklärt habe.
Aus Grund der hier bargelegten Verdanblungen, welche über die zu gewährende StaatShülse, über die Ziele, auf welche dieselbe zu richten und die dabei zu beobachtenden Prmctpien in allen wesentlichen Punkten Uebereinstimmung ergeben haben, beantragt der Ausschuß einstimmig:
■ Dx< Kammer wolle der Großh. Regieruna zu den angegebenen Zwecken den im Wege des AnlehenS zu bes choffenden Betrag von 500,000 JL zur Verfügung stellen*
m. Darmstadt, 15. Januar. Bezüglich deS Immobilien- und Hypotbeken- stempelS hatte der Abgeordnete Freiherr v. Nordeck zur Rabenau tm Oktober 1881 bd der zweiten Kammer den Antrag eingebracht dies lbe wolle die Gioßh. Staats regierung ersuchen, baldigst einen Gesetzesentwurf vorzulegen, durch welchen der Stempel auf Immobilien und Hypotheken angemessen h^abg-sitzl wird. Der Gesetzgebungs- Ausschuß der zweiten Kammer hat sich in dieser Materie schlüssig gemacht und beantragt, gutem Vernehmen nach, in einem von dem Adg Metz devsallS erstatteten Bericht nach Anhörung der G.oßd. Staatsregierung, dem genannten Anträge feine Folge zu geben. — Der unterm 13. November o. I den Ständen zagegangene Gesetz sentwurs, wonach auf die Faustpfandverttäge der al4 Genossenschaften eingetragenen Vorschuß/ und Ereditvereine die Vorschriften der Art. 309 und 311 deS Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuchs auch in dem Falle Anwendung finden, wenn ber Psandbeftell-r kein Kaufmann ist ober die Schuld nicht auS einem beiderseitigen Handelsgeschäfte her rühtt, wird dem Vernehmen nach von der Mehrheit des GesetzgebungSausschufseS zur Annahme empfohlen.
Berlin, 14. Januar. Wie Europa, fo ist auch d e transatlantische Hemisphär vom Hochwaper heimgesuchi, daS in einem Falle sogar möglicherweise den Gr**d zu politischen Auseinandersetzungen z- e'er Nachbarstaaten gelegt haben dürste. Der Rio Grande nämlich, bekanntlich in fein-m ganzen mittleren und unteren Lause die Grenz- scheide zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, hat sich in Folge feiner letzten Anschwellung ein tbeilweise neues Bett gegraben und <imn ansehnlich.« Streifen b 8lang mexikanischen G-bieteS dem Territorium der Union hinzugefügt Die Frage ist nun, ob Mexiko sich dabei beruhigen robb, daß se ne Grenze gegen Nordosten von ten Launen der Wafier des Rio Grande abhängt, ober ob eS eine von natürlichen Zufällen unabhängige Regelung ber Materie in Anregung bringt
Frankreich.
Paris. Der erste mächtige Embruck, den bad Verschwinben GambettaS von ber irdischen Bühne auf die Parteien Frankreichs hervorgeb acht, ist im Verblassen be^rirT'n und mit jedem Moment kann ber Streit um bie politische Hinterlassenschaft b s Verstorbenen zwischen feinen Erden ober beiun, die sich zu feinen Erb.n berufen wähnen, zum Ausbruche kommen. Zwischen den u.rfdj,ebenen Fractionen ber r vublikantschen Majorität sä t der Concurrcnzneid feine Samenkörner auS und sie fallen auf wohl vo bereitete« Erdreich. Man paßt einander gegenteilig auf de» Dienst unb ein zäher Egoismus herrscht nicht nur über die Fraction.n in j-der der legislativen Korperschaftca einzeln für sich, sondern fängt auch schon an, zwischen den Republikanern c-5 Senats und jenen der Deputirtenkammer das Bewußtsein ber gemeinsamen Interestenvertietung zu untergraben. Der von ben ehrlichen, Übn zeugungstreuen Anhängern des bestehenden Regimes erhobene Ruf nach Einheit geht zunächst zwar aus der Erkenniniß ihrer brmgenben Nothwendigkeit lnrvor, oenath aber auch daS Lorbanbensein einer bedenklichen Dosis von Rathlosigkeit. Die dem Elysee nabe» st henben Journale plmdiren eifrigst für b-e Fortsetzung ber auf Eonsolidirung ber Republik abjitknben gesetzgeberischen Arbeiten de: Kammern. Es ist dies leichter gesagt alS gethan. Auf die Mitwirkung ber kle:ikal-monarch.sttsch-lmperalist.schen M^oriiül für befen Zweck zu rechnen, verbietet sich von selbst; aber auch in Den Selben b r Siepublikaner brobt ber Ausbruch offmer InsuborbGation „Die Confoli- biruny der R pudl k" — » l» bonne heure! Aber welcher Republik? Greov Say Griffon, (Llemenceau, Rochefort - jeder kommt und goutirt nur Eine Aust'asfuna ber iRepublf, nämlich w e er selbst sie befimrt und lehnt »s ah, für die Zwecke anderer L<ute irgendwelche Selbstverleugnung zu üben. In der Lösung d<s Problems die h terogensten politischen Kopse in eine conftante regierungsfähige Jtommcrmehrbeit -^ammenzuschweißen, besteht die deS Herrn Gicvy und seiner Raihg"ber harrende Arbeit- Sie mag allenfalls noch einen temporären Aufschub Beitrug n fönnen endlich eher muß sie unweigerlich in Angriff genommen werden.
TeiegraMIche Depeschen.
Wolff'S lelegr. lkorrespondrnz-Brkreau.
Berlin, 15. Januar. Dav Abgeordnetenhaus berieth heute die Noth- üandsvorlage. Gegenüber den Ausführungen mehrerer rheinischer Abgeordneten eiche die bewilligten Summen für unzureichend halten, ersucht her Minister des Innern die Vorlage unverändert anzunehmen, da einschließlich der Resultate her Vrivatsammlungen, sowie der von der Nheinprovinz bewilligten einer Mill. Jt. und dem Reichsbetrag nunmehr 6 Mill. .M, zur Abhülse vorhanden seien, welche ausreichend en'chienen. Der Schaden sei noch nicht festzustellen, doch sei die Nheinprovinz immerhin glimpflicher davongekommen, als die Nachbarstaaten. Der Minister erklärt sich gegen die Vergrösterung des ä Fonds perdus beivillig- i n Betrages. Der Finanzminister stellt jede inögliche Erleichterung betreffs des Erlaffetz der Gebäudesteuer in Aussicht, nöthigensalls werde eine bezügliche Vor- ■ ge erfolgen Das Haus genehmigte alsdann in der Specialdiscussion die .''othstanosvorlage unverändert und nahm den Antrag des Centrumö an, betreffs - >r außerordentlichen Rothstände in mehreren Kreisen der Eifel dein Landtage a eignete Anträge zu machen. Das Abgeordnetenhaus begann sodann die erste Berathung der Verwaltungsgesetze, welche der Minister Puttkamer ausführlich
befürwortete und Kneift bekämpfte. Rach einer Replik Puttkamer's vertagte |idj das Haus aus uiorgen.
Das Herrenhaus nahm die 1 bis 21 der Subhastationsordnunq nach den Couuuistiousantrügen an.
15. Januar. Der Präsident des Gerichtshofes, vor welchem der Anarchistenproceß verhandelt wird, hat im Ganzen 19 Drohbriefe erhalten darunter mehrere aus der Schweiz, Deutschland und Rußland.
Paris, 15. Januar. In bev Kammer gelangte heute bas Gelbbuch zur Ver- theilung. Aus bemfelben cig:bt sich, b.iß ber Ministerpräsibent Duclerc nicht aufhörte, für Frankreich die Aufrechterhaltung beS etntus quo ante in Egypten ober ein Aeauivalent dafür zu folberu. Eine Depesche ber frauzosischen Botschaft in London vom 31. Juli conilütirt, bafe btc englisch französifche Allianz n ich ber Sprache, welche bie englischen Minister führt.», noch eine ebenio enge fei, wie vorher, baß bas englische Kadinet jede Ehrgeizige Absicht in Egypt.n in Abrede stelle, baß cd lediglich zur Wiederherstellung der Ordnung und bei Autorität des Khebive Truppen nach Egypten sende und daß e8 hieinächsi die b finitioe Regelung der egypsischen Frage dem europäischen Concert unterbieiten wolle Nach b?> N-derwcifung Arabi Paschas verlangte England von Frankreich zu nnsten, was es wünsche; Frankreich antwortete: den etatus qao ante. Et." Depesche Ducleic's we st auf die Wohlthaten hin, Die die Controle habe und weiche er als die beste Garantie für eine gute Verwaltung Egyptens betrachte. Gleich- wohl werde er auch einen Ersatz beifeiben durch andere Institutionen acceptiren, welche ähnliche Garantien boten. England schlug einen einzigen englischen Controleur vor, ?!Opomrte spater, die Befugnisse der Schuldenkasse erweitern zu wollen und wies auf bie Möglichkeit hm, die Verwaltung der Daira und ber Domäne bamit zu verbinden. Frankreich lehnte die Vorschläge ab, weil sie tm Widerspruch mit dem LiquidationS- geub standen, welches bie internationale Sanction erhalten habe. Seitens Englanbs wurde keinerlei anderer Voischlag formulirt, der Meinungsaustausch, der unausgesetzt einen durchaus verbindlichen und freundschaftlichen Charakter trug, wurde geschloffen. 3» einer Depesche vom 24. November erklärte Duclerc, wenn England die bestehenden Arrangements glaubt auskündigen zu müssen, wenn eS seine Actiontzfreiheit wieder jurürfntmmt, so werden wir unsererseits nur für die Wahrung unserer Interessen Vor- sorge iu treffen haben. Eine Dpesche Duclerc'S vom 31. December weist die unauS- grfctzte Correciheit seiner Haltung England gegenüber nach Eine Depesche Lord Granville « vom 30. December sagt, cs liege kein Grund dazu vor, daß Frankreich und England in Folge de« AufhörenS der Controle nicht fortfabren sollten, einen wohl- tbüttgen Einfluß auf bie Zukunft Egyptens auszuüben, wobei boch beibe so wesentlich tntereffiit seien. Er bebaure, baß bie Verhanblungen nicht von Erfolg gewesen seien, an Le<. Ü!)<r ’0rl hoffen baß die englische Politik wie sie demnächst IN einer osficiellen Mittheilung an Frankreich und bie anderen Mächte werde bargelegt werden, sich durch sich selbst und in ihrer Gesammtheit ber eventuellen Billigung ber französischen Re. gierung empfehlen werbe. Eine Depesche Duclerc« vom 4. Januar b. I. sagf In Uebereinstimmung mit England sind wir niemals der Ansicht gewesen, baß die Controle un> bic übrigen internationalen, in Egypten geschaffenen Institutionen bestimmt fein loaten, ein ©onbmntertffe ober ein fpccielles Interesse Frankreichs und Englands iu begünstigen, unserer Auffassung nach hatten diese Institutionen gleichmäßig den wesent- ichen Zweck, die politische und finanzielle Verwaltung Egyptens zu sichern und alle Machte sind an besten Wohlfahrt Intereffirt. Ferner erklärt Duclerc, er könne nicht jugeben, daß bie llnterbrücfung ber Rebelliog Arabi Paschas implioite auch eine Ver- mebruna ber Organisation zur Folge haben müsse, welche im allgemeinen Interesse eingeführt und durch regelrechte, von allen Mächten acceptirte Stipulationen garantirt fei. Die Haltung England« notbtgt un«, in Egypten unsere Actionssreiheit zurück- lunebmen. too sehr wir das auch bedauern, wir acceptiren bie Situation bie uns bereitet worbe» ist.
iß 3anuav. (Privat-Depesche). Der Brand im Circus brach bei Schluß ber Vorstellung durch Abbrennung eines Feuerwerks aus, wobei der Vorhang anbrannte. 800 Zuschauer preßten sich bei dem Herausstürzen gegen die nur nach Innen öffnenden Ausgangsthüren. Zwei Seitenthüren waren vernagelt. Die Lofchverfuche Ovaren vergeblich, da ba-3 Wasser in den Schläuchen gefroren. Bei dem Oeffnen ber Thüren sah man einen ganzen .yaufen brennenber Menschen. Die Gesammtzahl ber Tobten ist noch unermittelt. Viele retteten sich burch Herausspringen aus ben Fenstern. Die Circus- Pferbe und die Garderobe sind vollständig verbrannt.
Lokales.
△ Gießen, 15. Januar. Heule Morgen oerschieb nach mehrwöchentlichem Krankenlager ber ordentl. Professor der Philosophie Dr. Bratuscheck. Die Universität verliert 'n ihm e nen übeizeugungStreuen und eifrigen Gelehrten, unsere Stadt einen burdj selbstloses Wirken für gemeink'ütz'ge Zwecke ausgezeichneten Bürger. — Am ^,ltlDOd>' Uhr Vormittags, wird die Leiche nach dem Bahnhof gebracht um von da »ach Gotha geführt zu werben, wo sie - dem Wunsche deS Verstorbenen gemäß — zur Feuerbestattung übergeben werden soll
- . A Gießen, 16 Januar. [Theater] .Die Tochter deS Herrn Fabricius ist ein Rührstück, worin mit erstaunlicher Berechnung aller scenischen Effecte auf dic Nervenerschütterung des Publikums spcculirt wird, ohne höheren Intentionen gerccht zu werden- Würde ein minder geschätzter Autor als Wilbrandt der Verfasser fein, fo würde daS Stück von der Kritik wahrscheinlich schiefer beurteilt werden, als jetzt in der Regel der Fall ist. Die Technik ist allerdings vorzüglich und halt die Spannung biS zum letzten Moment aufrecht. Die gestrige Vorstellung war nahezu mustergiltig. e ö
, *pen Hktnritz bot als Fabricius eine Kunstleistung ersten Ranges. Die Ratur- wahrhett und Einfachheit bildei'.n die Grundzüge dieses schwierigen und höchste Anforderungen an den Darsteller richtend«n Charakters. Der gebrochene Ton, der verhaltene stellenweise wider Willen hervorbrcchenbe Groll wider die Menschen, daS Erwachen sanfterer Gefühle bet dem Erkennen feines Bildes und der Tochter, bie sich durch thranenerstickte Worte kundgebende Lösung der innerlichen EiseSrmde, die so natürliche und doch so schwer zu treffende Zurückweisung ber an der Zerrüttung seines Lebens schuldigen Gattin, kurz alle diese piychologisch wahren und wirksamen Büge verbanden fid) in Spiel und Rede zu einem Gesarnmtbilde von erschütternder Naturtreue. Da hier schon das leiseste Zuviel genügt, um die sich haarscharf auf der Grenze des Erlaubten bewegende Partie unmöglich zu machen, muß die Darstellung des Herrn Heinritz um fo rückhaltloser anerkannt und gewürdigt werden. In gediegener künstlerischer DarsiellungSform wußte er den durch vierundzwanzigjShrige Einwlhaft gebändigten, zum reumütbigen Büßer gebesserten Verbrecher m Maske, Spiel Geberbe und Sprache mit so trefflicher Charakteristik zu zeichnen, baß man in dieser Copie ein Original vor sich sah, dessen Gedanken und Empfindungen packend aus die Rubörer einwirkten und jeden zu lautem Beifall begeisterten. Die Lösung dieser Aufgabe bebmat mit den Haupterfolg dcs Schauspiels. - Fräulein Herzenskron als seine Tochter spielte mit tiefer Empfindung mb Innigkeit unb der unverfälschte Naturlaut sprach so warm zum Herzen, daß das Publikum nur Gerechtigkeit übte, indem es die Künstlerin überschüttete. — Frau Schubert.Schneeberger bewährte ihre Meisterschaft tn der minder dankbaren Rolle der Ida Reinhold. Ganz besondere ^bührt auch Herrn Lühr für die äußerst discrete Durchführung de« edlen Menschenfreundes Rolf den er mit Wärme unb Würde zur schönsten Geltung brachte. Herr Pal Im an n lieferte als sein trinkender Diener eine sehr gelungene (Sbanje »Nb Frau Hauptmann war ebenso lobenßroertb aI8 Frau Wohlmuth. Auch hn«(^errr ^rn°k ni*t ^brgessen werden, der mtt Herrn Ernst (Genchtsrath) das Ensemble bestens vervollständigte.
Inseratentheile der heutigen Nummer unseres Blattes er
. Im amrgon«tagc in der Aula ber Universität eine Vorlesung burch ben (noßherzoglich Hefsischeii Hosschauspieler Herrn Hugo Ebwarb aus Darmstabt statt, unb zwar die Rccitatton einer größeren epischen Dichtung: „Der Meisterbieb" von Arthur Fitger.
des Dichters, eines in Nordbeutschlanb sehr gefeierten Künstlers, ist pter tm Allgemeinen wenig bekannt, boch haben, nach bem einstimmigen Urtheile com Kritiker, bie Dichtungen Fitger's einen hohen poetischen Werth-, namentlich hat der Vortrag seines obigen Werke« in den verschiedensten Orten, so auch in unserer


