Ausgabe 
16.9.1883 Zweites Blatt
 
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Hauptbureau: Schäferqasse 15.

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Obst-VerstcigcruH

Mittwoch den IS. Septems t

von Morgens 10 Uhr an, soll das der Gemeinde Watzenborn t; Steinberg gehörende Obst, heftet aus Aepfel, Birnen und Zwetsckn meistbietend versteigert werden.

Watzenborn, den 13. Sept, löw Großh. Bürgermeisterei Watzenbo^

Schwedische, norwegische, finnische und deutsche Hobelbretter, sowie Pitchpine, bebauenes, geschnittenes Bauholz, sowie Rundholz (Flößholz) unv alle Brettersorten billigst bei Ed Lejeune, Frankfurt a M.

Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Küchel.

Obfl-Verstetgerung.

Montag den 17. Septewter,

Morgens 10 Uhr anfangend, soll das hiesige Gemeindeobst, besteig in Aepfel, Birnen und einer grrz' Quantität Zwetschen, meistbietend < steigert werden.

Grüningen, den 10. Septbr. Großh. Bürgermeisterei Grüningin.

Die heilkräftigen Eigenschaften des Theers gegen Hautkrankheiten siid al- gemein bekannt, unangenehm aber bleibt immer feine ungefällige Farbe die Beschmutzu-i- und Berderbniß der Wäsche der penetrante Geruch und schließlich auch seine schält (toxische) Eigenschaft. Dahingegen aber verdient das aus dem Theer gewonnen Naphtol die größte Beachtung, denn dasselbe entspricht allen heilkundigen Anforderung ohne die üblen Eigenschaften des Theers zu besitzen.

Die vaseltnehaltige Napbtol - Schweifelseife von A- H. A Bergmann in Wald­heim vereinigt in sich alle Vorzüge der Theer - Schwefel - Seifen, nicht aber Seren Mangel und wird dieserhalb als das wirksamste Präparat zur Entfernung langwiechei Hautleiden, nicht minder auch als vorzügliches Schönheitsmittel und wohUbäl-qe Toilettenseife empfohlen.

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OeffMiche Aufforderung.

Die Testamentserbin des im Juli l. I. verstorbenen Kaufmannes Franz Emil Pimper von Gießen, die Wittwe des Kaufmanns Karl Flett, Louise, geb. Friedrich daselbst, hat dessen Nach­laß nur unter der Wohlthat des Erb- verzeichnisses angenommen. Es werden daher Alle, welche Ansprüche an diesen Nachlaß zu bilden haben, hiermit auf­gefordert, solche so gewiß binnen 21 Tagen, von heute an gerechnet, in der Gerichtsschreiberei des unterzeich- neten Gerichts anzumelden, als sie sonst bei Feststellung des Nachlasses un­berücksichtigt bleiben.

Gießen, den 5. September 1883. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 6014 Stammler.

Obst-Versteigerung.

Freitag den 21. September ds. Zs., von Vormittags 9 Uhr an,

soll das Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln und etwas Zwetschen, ver­steigert werden.

Die Zusammenkunft ist vor dem Ort, am Weg nach Gießen.

Annerod, den 13. September 1883.

Großh. Bürgermeisterei Annerod.

6112 Engelhardt.

Obst-Versteigerung.

Montag den 17. d. M.,

Vormittags von 8 Uhr an, soll das Gemeinde-Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Nüssen versteigert werden.

Der Anfang ist am Weg nach Wieseck.

Alten-Buseck, am 10. Septbr. 1883. Großh. Bürgermeisterei Alten - Buseck. 6053 Wagenbach.

Ieikgeöotenes.

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Niederlage in Gießen bei Carl Schwaab und H. Kinkel, Conditorei.

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Der im Landkalender irrthümlich auf Donnerstag den 27. September ausgeschriebene Markt wird nicht an diesem Tage, sondern Donners­tag den 20. September d. Js. abgehallen.

Butzbach, den 7. September 1883.

alten)

NB. Zu beziehen bei dem Unterzeichneten und folgenden Ver­kaufsstellen: Carl Schwaab, Seltersweg Nr. 11,

Gebrüder Adami, Mäusburg 14, Georg Willi. Weidig, Marktplatz 21, H. F. Nassauer, Kreuz 6, Conditor H. Kinkel, Marktstr. 32, Burg Gleiberg.

Möbtl-Dersteigerung Montag den 17. dS. MtS., Mittags 2 Uhr, lasse ich einige Möbel, als:

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logen gingen dahin, daß die Schädlichkeit des Sperlings dessen Nützlichkeit um Vieles übertreffe. Aber nicht allein für die Landwirthschaft selbst, sondern durch seine Keckheit sei er selbst den Insekten vertilgenden Singvögeln ein gefährlicher Gegner. Herr Fächer (Kastel) bemerkt, daß durch die Festungsgräben und Festungsmauern der Sperling w Kastel derart überhand genommen habe, daß Halmfrüchte fast nicht mehr in der Ge­markung Kastel gebaut werden könnten. Nachdem auch noch von anderer Seite und besonders von Herrn Dr. Wollpert, als Vorstandsmitglied des Thierschutzvereins Unter­stützung in Beziehung auf die Verminderung der Sperlinge zugesagt, wurde beschlossen die Gemeinden des landwirthschaftlichen Vereins im Kreise Mainz und Oppenheim auf­zufordern, gemeinschaftlich auf die Verminderung der Sperlinge hinzuwirken und hierzu die Genehmigung der Großh. Kreisämter einzuholen.

Rüde sheim, 9. September. In Rüdesheim und den umliegenden Rheinorten werden die großartigsten Vorbereitungen zur würdigen Feier der Enthüllung des NationaldenkmalS getroffen. Aus dem Festprogramme der Stadt Rüdesheim können wir folgendes mittheilen: Die Festmusik wird «usgeführt durch die 35 Mann starke Kapelle der freiwilligen Feuerwehr zu Crefeld, unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters I. Dupont und der 42 Mann starken Kapelle des 4. Garde-Grenadier- RegimentsKönigin Augusta" unter persönlicher Leitung des Herrn Kapellmeisters F. Piel aus Coblenz. Vorfeier am Donnerstag den 27. September, Abends von 6 Uhr an: Festgeläute, Böllerschießen, Beleuchtung des Rheinufers mit Theertonnen vom Mäusethurm bis Geisenheim. Beleuchtung des Hinterhauspfades durch Thertonnen. Freudenfeuer auf dem Kreuzberge, Ramstein, der Ley, Voglersruh, dem Leingipfel, der Rossel und Beleuchtung der Burg Ehrenfels. Illumination der Stadt. Bengalische Beleuchtung der Kirchthürme und Burgen. Auf gleiche Weise werden sich die um­liegenden Rheinorte durch Illumination und Beleuchtung der Ufer, der rheinischen Höhen, der Thürme, Villen, Burgen rc. beteiligen. Corso mit Musik und Gesang auf festlich beleuchteten Dampfern auf dem Rheine. Dann großer Fackelzug der fünfte und Vereine, Serenade. Gesellige Unterhaltung in der mehrere Tausend Personen fassenden Festhalle am Ostende der Stadt. Hauptfeier am Freitag den 28. September, Morgens 6 Uhr: Festgeläute, Böllerschüßen, Choralvorträge. 8 Uhr: Empfang der auswärtigen Vereine und Gäste. 10 Uhr: Aufstellung zum Empfang Sr. Majestät des Kaisers. W/z Uhr: Ankunft Sr. Majestät deS Kaisers. Mittags 12 Uhr: Weiheakt aus dem Niederwald, während desselben Festgeläute in allen umliegenden Städten und Dörfern. Kanonendonner, Salutiren der vorher im Halbkreise aufgefahrenen Dampfer- flotte auf dem Rhein. V/t Uhr: Huldigung der Stadt Rüdesheim, Ueberreichung des Ehrentrunkes, sowie Begrüßung der hohen Gaste. Dann Begrüßung Sr. Majestät durch die Deputattonen der Städte Mainz und Bingen in der Rheinhalle. Paradefahrt der Dampferflotte. Abfahrt Sr. Majestät des Kaisers. 4Vz Uhr: Festessen der Stadt Rüdesheim im Saalbau desHotel Jung" und Fest-Concert in der Fefthalle. Abends großartige Beleuchtung des Denkmals, wie des Rheinthals vermittelst elektrischer Sonnen unter Leitung der Herren Siemens und Halske, Berlin, Festball in der Rhein­halle und Tanzbelustigung in verschiedenen Lokalen. Nachfeier Samstag den 29. Sep­tember, Morgens: FestgelSute,>Eöllerschießen, musikalischer Weckruf. Frühschoppen und Concert in der Fefthalle. Nachmittags Kinderfest und großes Volksfest auf dem Feft- plafje. Abends elektrische Beleuchtung des Denkmals und Begrüßung der angekommenen Turner und Sänger in der Festhalle. Schlußfei-r (Turn- und ©ängerfeft) Sonntag den 30. September, Vormittags: F-stgeläute, Böllerschießen und musikalischer Weckruf. Empfang der auswärtigen Turner und Sänger. 10 Uhr: Zug aus den Niederwald, Preisiurnen auf dem Festvlatze. Nachmittags 1 Uhr: Festessen sin der Festhalle; 2 Uhr: Gesongvorträge; 4 Uhr: Freiübungen und Schauturnen; 7 Uhr: Preisvcrtheilung und großes Brillanifeuerwerk auf dem F-stplatze. 8 Uhr: F-stball in der Festhalle. Ein- rsttsprcis- zum Besuche des Festplatzes und der,Festhalle: Tageskarte 50 Pf., Äarte llt aaL^flta0e ,1 SD?art' Familienkarte 1,50 Mark, gültig für di- Eitern und deren Kinder unter 14 Jahren.

10. September. Gestern Morgen bei Tagesanbruch wurde der Weichen­steller Jakob Kramm von hier (gebürtig von Horas) in den Schtenengeletsen unmittelbar

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vor dem Bahnbofsgeoäude tobt aufgesunden. Der Kopf war geradem nnm getrennt und hielt nur noch mit den Sehnen des ©Interbaupteä 8am Jtö- d °r fef? Monn war schon in der Sonnabend Nacht oon ,-m-r Frau vermißt worden Bahnhofe nach seinem Verbleiben Nachfrage hielt. Da Kramm beim Frankfurter Schnellzuges um 10 Uhr noa> im Wallesaale 3 ^llisse a^seben bl*

muß derselbe beim Ueberschreiten deS Schienengeleises von dem letzten am " bte Station possirenden Güt-rzug- um 11 Uhr überrascht, M äeTsbk?

fein- Der Anblick der Leiche war -in schrecklicher, dieselbe lag dis zum a-ftrw.n ^^ mittag zugedeckt an der Unglücksstätte. Die Ausnahme des L-ich-ndefundes nn» bestandes seitens des Herrn Amtsgerichtsraths Mackeldey und des Kr-iSvboNka« ?611 w"" «;

sch°«en. der Maurer Psaff und der Verbindungsdiener R-tzsch waren w 7» R zum Zweikampf angeklagt. Dieselben hatten um 7. Juli d I im KeftauMHnnsÄ "Zur Terrasse" in Wenigenj na zwei nicht -rn.itt-lt- Studenten vm einem L '"? mit geschliffenen Schlag-rn, also tödtlichen Waffen, bandagirt Di-Anaekiaa>,7a m bie Thatsache nicht in Abrede und der Staaisauwalt Dr. Hildebrandtd«nSÄ' Re -'n-F^ungsstrafe von 22 Tagen. Der V-rth-idig-r R-ferendar Siegen pi^n! ür Freisprechung und machte geltend, daß die Angeklagten die Bandagiruna tzn «7 trage ihrer Dienstherren, d. b der betreffenden studentischen Verbindungen au^eidti haben und somit nicht Gehilfen, sondern Werkzeuge gewesen seien. Das Bandänie, et -in Schutzmitt-l durch welches led-nsg-sährlich- Verwundungen p-,hütet wer sollen, es müßten daher di- Aus ührenden einer solchen Schutzmaßregel nicht S, straffrei fein als die A-rzt-, die bei solcher Gelegenheit etwaige Wunden

Wenn nun bei einem Zweikampf sogar die Sekundanten, die gewiß die Duells n mehr unterstützen, als ein den Brustpanzer umschnallender Diener, nach « Wa Str-Ges-B. straffrei ausgingen, so könne in diesem Fall für die beiden Angeiia« mcht anders erkannt werden, denn sonst müßte der Waffenhändler, der die töb H4 Wafs-n verkauft habe auch als der Beihilfe zum Zweikamps für schuloig gch^ w"d/n oder der Kutscher, der bei einer etwaigen Störung der Mensur sie Paulaap! behufs Fortsetzung des Zweikampfes zu einem anderen Orte fährt. Bemerk-nswm? f=l dast bisher nicht ein einz'ger derartiger Fall zur Verhandlung gekomM, Der Gerichtshof vermochte nicht, sich den Ausführungen des Verthetdigers amuschllei n sondern entschied dem Anträge des Staatsanwalts gemäß, wonach bie Angeklagten einer Festungshaft von 22 Tagen verurtheilt wurden.

k Mamas Französisch.)Nicht wahr, Bertha," fragte Hans, der Quintaner der Über den Schularbeiten sitzt, Nc§ heißt Le cour, das Herz?" Nein" erfldlt Bertha die gelehrte,es muß heißen La coenr!" Diskussion der" beiden klem-n Franzosen. Da geht die Thür aus und zwei Stimmen rufen der ahnungslos efntretenben Mama entgegen:Mama, heißt le coeur ober la coeur?" Mama aber erwideri ruhig:Ligueur heißt cs, Kinder!" m aoer erwmn

Dienstag den IS. d. M,

Vormittags von 9 Uhr an, soll das Obst auf dem Pfarrbaam' stücke, bestehend in Aepfeln uni etwas Birnen versteigert werden.

Der Anfang ist beim Pfarrgacki'.

Alten-Buseck, am 10. Septbr. IkÄ Wagenbach, 6054 Bürgermeister.

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