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Bund Unserer Ehe geschlossen und das Glück Unseres Lebens begründet haben, auch für Andere zu einem Tage der Freude zu machen. Es tsl Unser Wunsch, daß an diesem Tage eine Anzahl der bedürftigsten Einwohner der Hauptstadt durch eine Gabe erfreut werden möge, welche die Sorge und Nolh, die sie bedrückt, wenn auch leider nur vorübergehend zu lindern vermag. Wir bitten Sie, den beifolgenden Betrag von 10,000 JL zu diesem Zweck zu verwenden und dabei auch denjen gen an UnS gerichteten Gesuchen Berücksichtigung zu schenken, welche Wir der städtischen Armcndirection zu­geben lassen werden, gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz. Victoria, Kronprinzessin."

Hamburg, 13. Februar. Seeamts-Verhandlung. Der zweite Offizier der Cimbra", Spruth, sagte auö. dieCimbria" mache bei voller Kraft 910, langsam 56 Knoten, steuere im letzten Falle jedoch schlecht. Ob die Thüren in den Zwischen­decksschotten geschlossen gewesen, wisse er nicht: cs sei dies Sache des ersten Offiziers und ersten Zimmermanns gewesen. Der vierte Offizier, Voß, deponirte, gegen 2 Uhr in der Nacht, in welcher die Kollision erfolgte, wurde der Befehllangsam" gegeben. Er erhielt Befehl zu lothen und fand 15 Faden Wasser; er hörte dannLichter in Sicht" melden und sah um l1/* Uhr 3 Strich über Backdordbug weißes und grünes Lickt in einer Entfernung von ca. 300 Fuß. Der dritte Offizier, Heydorn, gab an, am 18. d. M. Nachmittags vor dem Verlassen der Elbe schlug der Zimmermann die von ihm, dem Zeugen, geschriebene Standrolle auf Spardeck an. Es war Pflicht der einzelnen Leute, sich darnach über die ihnen zugewiesenen Posten zu unterrichten. Be­sondere Mittheilungen an die einzelnen Leute würden nicht gemacht. Auf dieser Reise seien 12 bis 15 neue Leute angemuftert worden, welche an Stelle der abgegangenen eingetheilt waren. Die alten Mannschaften behielten ihre Posten. Im Uebrigen ent hielten die Aussagen der Offiziere nur Bekanntes. Der Maschinist Kropmann hatte in der Nacht der Collision die Wache um 12 Uhr. Die Masch ne machte 60 Um­drehungen und hatte 70 Pfund SDampffpanminp. Um l^Uhr wurde die Ordrehalbe Kraft" gegeben, die Dampfspannung sank auf bO Pfund. Um 2 Uhr 5 Min. erfolgte der Befehl langsam, woraus nur noch 35 Umdrehungen gemacht wurden, um 2 Uhr 10 Min wurdeStoppen" commanbtrt und 2 Minuten später erfolgte die Collision. Es wurdeVorwärts" telegraphirt und dann so rasch der Befehl zum Stoppen gegeben, daß der erste Befehl nicht ausgesührt werden konnte. Sofort nach dem Zusammenstoß kamen die übrigen Maschinisten zum Zeugen. Der erste Maschinist gab den Befehl, die Bilgenschleußen zu öffnen und die Pumpen anzusetzen, doch war kein Waffer in der Bilge, es strömte aber durch die Oeffnungen des Decks neben den Rohrleitungen und drang in die Maschine ein. Der Zeuge öffnete die Dampsoentile und Feuerthüren, um eine Explosion zu verhüten. Als er auf Deck kam, herrschte große Verwirrung. Das Schiff hatte eine ftar ke Schlagseite nach Steuerboid, welche immer mehr zunahm Er kletterte auf die Schiffsseite und rettete sich im Boot 7. worauf das Schiff sank. Zwei Stewards bepontren, sie hätten die Plätze ber Rettungsgürtel den Passagieren gezeigt, aber den Gebrauch ber Gürtel nicht erklärt. Der Ausguckmann Alexander sagte aus, wenn er erklärt habe, daß dieCimbiia" durch Backbordruber nach Steuer­bord abgefallen sei, so habe er dies daraus gefolgert, weil bas Topplicht und daS Grunlicht des andern Dampfers von grodvorauS nach Backbord auswanderte. Der Capitän Cutttll hat seine PositionSlampen halbjährlich in England untersucht, er wisse bestimmt, baß bie Lichter berCirnbria" beim ersten Erblicken sich wenigstens 2 Striche über Steuerbordlug befanben; eine Collision wäre unmöglich gewesen, wenn bieCirnbria" im Cours geblieben wäre. Er habe feine Dampfpfeife auch nach ber Collision, selbst noch, als sich 3 Rothlichter zeigten, gebraucht. Eine Kanone sei nicht an Borb desSultan" gewesen. Das Seeamt erklärte, es werde seine Sitzungen bis zur Erlangung weiteren Beweismaterials vertagen und zog sich hieraus zurück, um zu beraten, ob Cutttll und Bullard zu beeidigen wären. Nach Wiedereröffnung ber Verhandlung wurden bie beiden Zeugen beeibigt und entlassen.

Frankreich.

Pari-, 13. Februar. Da in der heutigen Sitzung der Kammer Faure ('-Sonapartifl) zur Ministerbank hinüber:Feigling!" gerufen, forderte der Ackerbauminister Mahy den Deputirten Faure zum Duell. (Fr. Journ.)

Amerika.

New-Aork, 13. Febr. Die Überschwemmungen haben bis jetzt noch keine Minderung erfahren. In Louisville ift in vergangener Nacht der dem unteren Thelle der Stadt zum Schutz dienende Damm eingebrochen, eine 60 Fuß hohe Waffermaffe ergoß sich gegen die dort stehenden kleinen Wohnungen, gegen 30 Personen sollen dabei das Leben eingebüßt haben. Der für die Ueber- schwemmten in Deutschland bestimmte Fonds wird jetzt für die vom Waffer Heimgesuchten von Louisville verwendet, wo 5000 bis 8000 Menschen ohne Obdach sind. In Cincinnati wurde ein Dhell des Bahnhoss vom Waffer fort- gerissen, wobei circa 50 Personen ihren Tod in den Wellen gefunden haben sollen.

Telegraphische Depeschen.

Wolffs telegr. Correspo<idenz-Bureau.

Berlin, 14. Februar. Reichstag. Dritte Lesung betz Etats. In ber General- Diskussion kommt Richter auf seine unb fetner Freunde Stellung gegenüber ber Armee zurück unb betont, baß sie bie Mehrforderung nur aus sachlichen Gründen bekämpften. Sie liebten bas Heer ebenso wie die Conservatioen unb beklagten den Versuch ber Con- scrvattven, das Heer und das Volk von einander zu trennen. Kardorff meint, bie Politik Richter's beeinträchtige bie Schlagfertigkeit ber Armee, west sich in Folge ber ungenügenden Besoldung ber Zudrang zu derselben verringere. Schorlemer-Alst be­streitet selbst auf die Gefahr hm, daß Richter feine Aeußerung wieoer mit den Ver­handlungen mit Rom in Verbindung bringe, von denen er nie etwas erwartet habe, auch heute nichts erwarte, Richter jebe Compctenz zu Reben, wie er sie hier halte. Richter kenne ben Kanonendonner nur aus den Ztttungen unb sei nie habet gewesen. Gott möge bas Vaterlanb vor einer Armee unb <mem Armeekorps im Sinne Richter's bewahren. Minnigerobe meint die Ersparnisse könnten sehr kostspielig werden, wenn ft; die Wehrhaftigkeit des Vaterlandes gefährdeten.

In b.r Specialdiskussion wurden sämmtliche fortdauernde Ausgaben unb die ersten drei Kapitel ber einmaligen Ausgaben in wenig erheblicher Debatte nach den Beschlüssen ber zweiten Lesung genehmigt.

Fortsetzung morgen.

Dte Krankenkassen-Commission genehmigte die Vorlage nach ben Beschlüssen ber zweiten Lesung mit 18 gegen 2 Stimmen.

D>e Steuer-Commission beS Abgeordnetenhauses hat eine Resolution, be­treffend bie Vorlegung von Gesetzentwürfen über bie Reform ber Einkommensteuer mit einer von 6000 «X ab faUenben Scala, bie Einführung ber Deklarattontzpflicht unb eine besondere Besteuerung des Einkommens aus Kapitalrente angenommen.

Mit Bezug auf das unbegtünbete, von berKreuzzeitung" ausgehende Ge­rücht von bet Demission des Kriegsministers sagt dieNorbd. Allg Zig ", baß be- sovbers die Quelle bet Mittheilung überrasche, ba es derselben an Gelegenheit einer b ff er en Information nicht fehlen könne und man dort mindestens ebenso gut wie anderswo hätte erwägen müssen, daß es hier weder im Frieden noch im Kriege Sitte sei, eine Position während des Kampfes zu verlassen.

DemBörsen Courter" zufolge starb Richard Wagner auf dem Sessel in feinem Arbettskadiml; seine Gemahlin und Kinder waren um ihn versammelt. Der König von Bayern sandte noch in ber Nacht ein Beileibstelcgtamm unö bat, seine Wünsche wegen Beisetzung ober Uebc führung ber Leiche in die Heimath abzuwarten. In Venedig beabsichtigt man, eine allgemeine Leichenfeier zu veranstalten, zu welchem bas L ceo Marcello unb bie Bürgerschaft bie Jnit cttive ergreifen. Wagn r hatte vor wenig Tagen geäußert, Parsjfal werbe fein letztes Weik sein, unb auf bie Frage: Warum? erroibertc er:west er sterben werde".

Aachen, 14 Februar. Das hier gefiirenbe Richard Wagner-Theater unter ber Xtredion Angelo N umann's beabsichtigst' anläßlich des Todes R chard Wagners, daS Theater heute zu schließen. Da dies anbeim^tig für unzulässig erachtet wurde, dstchloß die Dwection, die vollständ ge Einnahme ber heutigen Vorstellung als Grund - stock eines für den unmündigen Sohn Richard Wagner'- sicher zu stell.nden Capltals zu bestimmen. Die Direction glaubt damit einen schuldigen Akt der Pietät zu begehen

unb wird sich an die sämmtlicken beutschen Theater mit der Ausforberung wenden, bem gegebenen Beispiele zu folgen unb ben Gedanken zu verwirklichen, ber von dem Dahingegangenen noch in einem Scheiben aus Venedig an den Director des Richard Wagner-Theaters ausgesprochen wu'de. Wagner sprach in bem Schreiben vom 13. Januar er., vielleicht im Vorgefühl seines Tobes, den Wunsch aus, so lange d-m Leben erhalten zu bleiben, bis es ihm vergönnt gewesen sein würbe, seinem einzigen noch unmündigen Sohne Siegfried eine sichere Zukunft gegründet zu haben.

Hamburg, 14. Februar. - DieHamburgische Böisenhall-" erfährt aus guter Quelle, ber Senat werbe heute Abenb in ber Sitzung ber Bürgerschaft beantragen, die Zollanschluß-Angelegenheit von ber heutigen Tagesordnung abzusetzen.

Straßburg, 15. Februar. Der Papst entband ben Bischof Räß auf besten bringende Bitte von ber Vcrwcstiung ber Straßburger Diöcese unb übertrug dieselbe gleichzeitig dem zum Administrator ernannten Bischof Stumpf.

Agram, 15. Februar. In ber Nackt wurde ber Geldpostwagen im Walde bei Betzowitza nächst Sissek ausgeraubt. Der Postillon unb die Bedeckung sind erschlagen aufgefunben worben.

Paris, 14. Februar Freycinet, der den Präsidenten ber Republik seit längerer Zeit nicht geieben, hatte heute Vormittag eine Unteerebung mit demselben, da der Pkäsident den Wunsch ausgesprochen hatte, sich mit ihm über die Situation zu unter­halten. Bei dieser Gelegenheit ist Herrn Freycinet kein Anerbieten gemacht woidm, es konnte sich somit auch nicht um Annahme ober Ablehnung handeln. Freycinet be­schränkte sich daraus, dem Präsidenten Grevy seine Eindrücke unb Beobachtungen Über bie Lage darzulegen. Wahrscheinlich wird ber Präsident ber Republik alsbald den Rath ber Präsidenten beider Kummern einholen. Das gegenroä tige Cab niet scheint, obgleich es seine Demission gegeben, die Geschäfte noch eine bestimmte Anzahl von Tagen fortfübren zu sollen.

Venedig, 14. Februar. Der Tod Richard Wagner's erfolgte gestern Nach­mittag 4 Uhr in Folge eines Herzschlags, dem starke asthmatische Beschwerden voran- gegang.n waren. Wagner hatte tn der letztenZeit wiederholt an ähnlichen Beschwerden gel lten, ohne daß von Seiten der Aerzte hierin ein Grund zu ernulichen Befürchtungen erb! ck' worden wäre. Auch gestern Morgen befand sich Wagner noch vollständig wohl; gegen Mittag stellten sich die asthmatischen Beschwerden em, nahmen aber erst gegen 2 Ubr einen beängfiigenbtn Charakter an. Die Leiche soll, wie es heißt, nach Bayreuth überführt werden.

New-Uork, 14. Februar. Nach Meldungen aus Cincinnati hat das Waffer des Flusses zu fallen begonnen. Die Zahl der Opfer an Menschenleben in den UeberschwemmungS'Gebieten wird in neueren Berichten erheblich niedri­ger geschätzt, bestimntte Angaben liegen noch nicht vor. Die Zahl der in Folge der Ueberschwemmung arbeitslos gewordenen Arbeiter wird auf 35,000, die Zahl der unter Wasser stehenden Häuser aus ca. 1000 angegeben.

Lokale-.

W. Gießen, 15. Februar. Ein glänzendes Zeugniß für den Wohlthätigkeitssinn und Kunstgeschmacl der Bewohner Gießens boten die Woblthätigkeits-Vor- ftellungen, die ein zahlreiches Publikum in ben schönen Räumen unseres Gesell- schaftshauses versammelt hatten. Galt cs buch, einem eblen Zwecke zu bienen, ben Armen, bie durch die Wuth ber Elemente ihr Hab unb Gut verloren haben, Unter­stützung zu schaffen unb gleichzeitig anderseits an Genüssen theilzunehmen, wie sie in solcher Fülle wohl selten geboten werben. Schon seit längerer Zet war es im Publikum befann geworben, baß von allen Mitwirkenden kein Opfer gescheut worden wärc, um bie Aufführungen zu wahrhaft glänzenben zu gestalten, und oaß darin nicht zu viel g sagt wurde, bewies der rauschende Beifall, von dem aüc Nummern beS reichhaltigen Programms begleitet waren. Schon ber Prolog, von einer hiesigen Dame mit Wärme unb Verstänbniß vorgetragen, rief eine weihevolle Festesstimmung hervor, bie durch bas liebliche BildWohltdätigkeit" noch gehoben würbe. Die packenden Gegensätze des^Reichlhums unb ber Dürftigkeit, mild verbunden durch bie zarten Regungen wohlthäi-gen MittheilenL und bankbaren Entgegenkommens fanden namentlich in ber lieblichen Kindergruvoe eine wirksame Wiedergabe. Nicht minder gefielen die beiden anderen lebenden BilderGutrune" unbder Krieger Heimkehr", ersteres aus dem Poesiensckatz ber Deutschen, letzteres wahren Totgängen ber l tzten Jahrzehnte entlehnt Der Applaus, ben diese Nummern hervvrriefen, galt sowohl den reizenden Gruppirungen als auch der glänzenden Pracht der Costüme, bie von bem Geschmack ihrer Träger ein beredtetes Zeugniß ablegten. Auch Solovorträge unb Theaterstücke würben wirksam zu Gehör gebracht. Noch sei es uns erlaubt, ber vor­züglichen Ausführung einzelner Männerchöre zu gebenkm. Nur wer die Schwierig­keiten kennt, bie selbst musikalisch geschulten Chören aus bem Ernstudiren von a capella- Gesängen erwachsen, wirb bie Leistung unserer geschätzten Dilettanten zu würdigen wissen unb an bieser Stelle sei allen habet Betheiligten für biefen Kunstgenuß befonberec Dank gesagt.

Vermischtes.

Darm stabt, 13. Februar. Die 18. Sammelliste über die Beiträge für die Wafjerbeschädigten zeigt als Gesammtsumme bis jetzt 673 219,14 J4 auf.

Bodenheim, 12. Februar. Die Hochöfen unb sonstigen Werke in Essen, in Westphalen u s. w. haben ben überschwemmten Gemeinden tn ber bereitwilligsten Weise jeden Bedarf an Schlacken, zum Auffüllen ber Zimmerböd'n, gratis zur Der-> fügung gestellt. So trafen hier btefer Tage nicht weniger als 160 Waggons solcher Schlacken ein, auch für Laubenheim unb Nackenheim sind Sendungen unterwegs. Während bei unS dieses Material sehr schwierig zu beschaffen ist, ist es für die dortige fabrikretche Gegend geradezu eine Wohlthat, wenn man die Schlacken abnimmt. Viele Leute haben die Schlacken sogar durchsiebt unb einen ganz vorzüglichen CoakS gewonnen.

Nächst dem Kaiser ist der Feldmarschall Herwarth von Bittenfeld das älteste Mitglied ber preußischen Armee, er würbe 1813 Offizier und 1863 General Graf Moltke würbe 1822 Offizier. Von den j tzigen Corpscommanbanten ist einer (Blumen^ Ihal) Offizier von 1827, einer (Manteuffel) von 1828, einer (Barneckow) von 1829, zwei lPape und Tümpling) von 1831, einer (Schachtmeyer) von 1833. zwei (TreSkow und Thile) von 1835, drei (Obernitz, Schloiheim und Dannenberg) von 1836, einer (Graf Brandenburg) von 1837 einer (Sttehle) von 1841, einer (Witzendorff) von 1842 und einer (Prinz Albrecht von Preußen) von 1847. Zehn von ihnen sind von ber Infanterie, fünf von der Cavallerie. Die Divisionscommandeure stehen zum größten Theile in demselben Alter wie die commanbirenben Generale: ber älteste ist 1836, der jüngste 1850 Offizier geworden, auch von den Brigabecommandeuren ist ber jüngste Offizier von 1850. Die OffizierSpatente der Obersten sind aus ben Jahren 1844-57, bie ber Ober'tlieuiencmts aus 185059, bie der Majors aus 185263, die ber Hauptleute unb Rittmeister aus 185969 und bie ber Premterlieutenants aus 186874. Die ältesten Secondeli.'utenants sind seit 1871 Offizier. Von etwa 1360 Hauptleuten haben 255 bas 25. Dienstjahr überschritten. Nach dieser Zusammenstellung würbe der im 20. Lebensjahre Offizier geworbene Secondelieutenant tn einem Atter von 45 Jahren Major unb im 58 Lebensjahre Oberst werden können.

Kassel, 11. Februar. DerFranks. Ztg." schreibt man von hier: Wie meldeten vor einigen Tagen, daß in Folge der Untersuchungen, welche wegen der Be­freiungen vom Militärdienst im Bereiche des 11. Armeekorps und in Elsaß-Lotbringen geführt werden, uter höhere Militärärzte plötzlich suspendirt worden seien. Wie wir j tzt zu derselben Angelegenheit hören, erregt allgemeines Aufsehen, daß zwei von diesen Aerzten vor einigen Tagen plötzlichan Herzlähmung" gestorben sind- Auffallend!

Codlenz, 12. Februar Die Gesammtsumme der eingegangenen Beiträge für bie Unterstützung ber Ueberschwemmten des Re-ierungsb zirkS Codlenz bei dem Ober­präsidenten ber Rh'inpiovinz, bezw. bei dem Prooinzial-H'lfscomtte belief sich bis zum 9. d. auf 828,190 X 39

sE'ne Katastrophe auf dem Eise.) Wie aus Quimper (Frankreich, Departe­ment Finstterei gemeldet wird, war bie genannte Stabt vor einigen Tagen ber Schau­platz eineS entsetzlichen Unglücks, welches nur burch ben bobenlofeften Leichtsinn heroor- gerufin werden konnte. Für ben 3. Februar war nämlich bie Veranstaltung eines costürnirten EisfefteS beschlossen worben, welches auf einem nächst ber Stabt gelegenen Te-che, welcher zugefroren war, abgehaltm weiden sollte. Während noch in den Nachmittagsstunden des bestimmten Tage« an den nöthigen Decorirungen auf dem Teichufer gearbeitet wurde, schlug ber seit acht Tagen andauernde Frost in mildes

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