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«erabretchte dem Fragesteller statt der begehrten Auskunft stillschweigend eine derbe Obrfeiae. Ruhig ging sie weiter und er blieb ruhig stehen, denn er war so verblüfft, haft er eine ganze Weile nicht wußte, was er sagen ober thun sollte. Hoffentlich war's fein Franzose, der eine Retsebeschreibung zu machen gedenkt. Sonst könnten wir noch Maral schöne Dinge über Frankfurt zu lcsin bekommen.
Pohl-Göns, 12. Juni. Gestern Vormittag betrat ein Fremder die Wnth- frhaft des Konrad Klaum dabier, ließ sich etwas zu trinken geben und verweilte dabet ; riniae Reit. Als es zum Bezahlen kam, präfentirte der Fremde einen angeblichen ! Taulendmarkschein, den er zu wechseln bat. Klaum, nicht im Stande, dies zu thun,
! deaad sich in's Ort, um dcn Sche n wechseln zu lassen. Hier wurde er auf die Un- ' äÄtbeit desselben aufmerksam gemacht. Klaum kehrte nun in seine Wohnung zurück, -Mchte dcn Gast, da er den Schein nicht gewechselt bekommen könne, mit nach Butz- back zu gehen, um dort das Gewünschte zu erre chcn. In Butzbach betraten Beide die 2b7is'sche Wirthschaft, woselbst Klaum den Fremden bat, kurze Zett zu warten, um ben Schein wechseln zu lassen. Anstatt nun das Letztere zu thun, setzte derselbe die Butzbacher Gensdarmerie von diesem Betrugsversuche m Kenntniß, welche dann alsbald in genannter Wirthschaft erschien und den Eigenthümer dieses angeblichen Tcmsend- markscheins verhaftete. Ein ähnlicher zweiter Schein wurde bei demselben noch Vormunden. Der Verhaftete soll aus Ranzhausen, Kreis Rotenburg, stammen und von Meßen gekommen sein, um nach Frankfurt a. M. zu reifen. Was den Schein selbst anbelanat so ist dessen Farbe eine bläuliche, an den Seiten steht 1OOO X, in der Mitte befindet sich ein Porträt, unter demselben steht der Name „Wallenda". Auf beiden Seiten des Porträts befinden sich Inschriften, wovon die eine rechts etwa so W „Eintausend Mark Demjenigen welcher zum zehntausendstenmal diese Vorstellung besucht hat." Nach letztem Satze biiifte zu schließen sein, daß fragl. Schein in anem Raubertheater bet Veranstaltung von Schwarzkünsten Verwendung sand. Zur Erleichterung der Untersuchung dürfte es geboten erscheinen, daß alle Diejenigen, bet welchen ähnliche Betrugsversuche angestellt worden sind, davon sofort der Polizei Mitteilung machen, indem man nach vorgefundenen Notizen, welche der Verhaftete bet sich Mrte, schließen kann, daß derselbe noch Helfershclfer hat. (W- BI
Witterungskunde.*)
15. Juni. Im Allgemeinen nach Osten zu noch heiter und sommerlich schön, nach der Küste zu frühmorgens dunstig bis trüb, spätabends wolkig und gewitterhaft, nimentlich auf Nordwrften zu. . n.
16. Juni. Nach Norden und Nordosten zu frühmorgens trüb und dunstig, । tagsüber noch sommerlich schön und sehr warm. In West- und Süddeutschland, auch ' in Frankreich zahlreiche Gewitter, besonders spätnachmittags bis Nachts mrt Hagel und Mckgang der Temperatur, namentlich in Süddeutschland.
17 Juni Nach Westen und Südwesten zu frühmorgens trüb und bedeckt bis regnerisch, Vormittags etwas Aufbesserung, Nachmittags strichweise besser bis schön, fjjot Abends gewitterhaft. Die Temperatur geht auf den Mittelwerth zurück. Nach Osten und Nordosten zu ist das Wetter mehr heiter und vielfach wolkenlos bei tagsüber sehr hoher Temperatur. Die Wasscrstände werden steigen.
*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat Juni, abgeschlossen am 15. Mai (Verlag der M- Lengftld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JL). — Nachdruck verboten- _ ,
— Die gestrige Kindervorstellung im Central-Theater Fra^ais war sehr zahlreich von Kindern, sowie auch von Erwachsenen besucht und hatte Klein wie Groß sich auf das Angenehmste amüsirt, besonders bet Vorführung der breffirten Hunde und hegen, welche in Wirklichkeit ausgezeichnete Kunststückchen machen. Da das Theater nur noch kurze Zett hier verweilt, empfehlen wir den Besuch desselben. Wie mir im Znseratentheil sehen, findet heute ein Damenringkampf statt.
Das „Mainzer Journal" Nr. 134 vom 12. Juni er. und der „Mainzer Anzeiger" vom 13. Juni er. bringen folgende Notiz:
Mainz, 12. Juni. Im Anschluß an die bisherigen Veröffentlichungen der Mainzer Kirchenbaulotterte über den Ankauf der Gewinne zur ersten Ziehung muß mitgetheilt werden, daß durch Verfügung des Preußischen Ministerums der Vertrieb der Loose kurz vor der Ziehung für Hessen-Nassau, Westphalen und Rheinpreußen gestattet worden ist. Die Rücksicht auf diese neuen Absatzgebiete machte es nothwendig, daß die erste Ziehung nun auf den 19. September dieses Jahres verschoben ward; ihr wird die zweite am 21. November 1883, die dritte am 23. Januar 1884 und die vierte am 26. März 1884 nachsolgen. An eine weitere Verschiebung, wie sie von Verschiedenen mit Unrecht befürchtet wurde, ist nicht zu denken, da für dieselbe kein Grund vorliegt, und das an sich schon lebensfähige Unternehmen durch obige Verfügung noch eine werthvolle Unterstützung erhalten hat. — Herr Sauerwein hat nunmehr von der von ihm bisher ausgestellten Zeichnung des Silberberges, aus welchem niedliche Gnomen den Goldbarren herauszuschaffen suchen, die Ausführung in Metall vollendet und in seinem Monire ausgestellt, ein geschmackvolles Kunstwerk, reich an Werth. Es bildet bekanntlich ben ersten Gewinn dieser Lotterie, die im Allgemeinen große Chancen darbietet. Der refpectable Goldbarren in Gewicht von 41/» Kilo, welchen die Gnomen herausarbeiten, Hal einen Werth von 12,000 Mark und wenn der glückliche Gewinner ihn veräußert und an seine Stelle ein minderwerthiges Metall eiusetz'N läßt, dann bleibt ihm in dem Silberberg immer noch ein schöner kunstvoll gearbeiteter Tafelaufsatz. Der Silberberg erhebt sich aus einem dunklen Sammtsockel; verschiedenes Gestrüpp und kleines Gelhier beleben ibn; den Glanzpunkt bilden die Gnomen, aus massivem Silber gegossen, dfeltrt und theilwetse vergoldet. — Weiter hat Herr Sauerwein den angekauften Brillantschmuck und den 13 Kilo wiegenden Feinsilberbarren ausgestellt; dieser blieb in seiner primitiven Form, um seinen Werth von 2u00 Mark durch die Bearbeitung nicht für den Verkauf zu schmälern.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 13. Ium. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu JL 3—o.60, Stroh JL. 1.90—2.20, Eier das Hundert 4.50—5.50, Stück 5^, Butter
1. Qualität <M. 1.20, 2. Qualität JL 1.10, Kartoffeln per Centner JL 4.50—5.40. Kohlrabi 4—6 H per Stück, Römisch Kohl 20 H, H, Spinat per Pfund 20 Poularden AL 2.50—3, Huhn 1.70—3, 1 Ente JÄ 2.50—3.00, 1 Tauve 50—60^,
Hahn JL 1.70—2.50, Sommergans JL 2.50—7.
731) Ueber die Höhe der Kosten, welche die Einrückung einer Anzeige in eine oder mehre Zeitungen verursacht, wird man sich niemals enttäuscht sehen, wenn man von der Annoncen - Expedition von HAASJElVSTEIM- «Jt? VOGLKR in Frankfurt a. M. (Karlsruhe, Stuttgart oder München) zuvor Auskunft einfordert, die auch hinsichts der für den jeweiligen Zweck geeigneten Blätter auf Grund reicher Erfahrungen und gründlicher Beobachtungen zuverlässigen Rath ertheilt
Wafferwärwe der Lahn.
Am 14. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: +15° R-, Luftwärme 4- 18° R.
- L. Chr Rübsamen.
Sonntag den 17. Juni: (M-Matholischer Gottesdienst in der Stadtkirche. Hochamt: Herr Pfarrer Steinwachs aus Offenbach. Predigt: Hochwürdigster Bischof Dr. Reinkens.
! Submission auf Bauarbeiten.
Die nachstehenden, zum Rohbau eines \ Schulhauses in Allendorf a. d. Lahn erforderlichen Arbeiten - sollen im Wege schriftlicher Submission \ vergeben werden:
Erd- und Maurerarbeiten JL 3631.12, ; Tteinhauerarbeiten • . „ 1856.30, ? Zimmerarbeiten . . . „ 1080.29, l Dachdeckerarbeiten . . z/ 781.60, • Spenglerarbeiten . . . „ 406.80,
Weißbinderarbeiten . . „ 82.50,
Schreinerarbeiten . . „ 270.—,
Zchlofserarbeiten . . . „ 338.—,
Eisenlieserung . . . „ 760.80.
Die Angebote sind bis längstens
Mittwoch den 20. Juni ds. Js.,
Vormittags 10 Uhr, .- bei Großh. Bürgermeisterei Allen- vors q. d. Lahn einzureichen, woselbst auch die Pläne, Voranschlag und Bedingungen zur Einsicht aufliegen.
Gießen, am 11. Juni 1883.
Der Kreisingenieur:
4067 Gnauth.___
Straßenbau.
Dienstag den 19. ds. Mts ,
Nachmittags 3 Uhr, sollen im hiesigen Gemeindehaus folgende zum Straßenbau erforderliche Arbeiten an den Wenigstfordernden öffentlich
versteigert werden: Ptanirarbeiten..... 174.40,
Steinfahren...•♦• 540.—,
Steinsetzen......81.—,
Lhaussirarbeiten . . . .261.—, Steinfchlagen ..... 240.—, Ueberkiefung..... 43.60.
Bedingungen und Voranschlag können auf der Bürgermeisterei eingesehen werden.
Treis a. d. Lda., den 13. Juni 1883. Gr. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda.
B 4=115 Benner.
3483 Eine fast noch neue Treppe zu rf.nnfeiL Ludwigsplatz 4.
Allgemeiner Anzeiger.
Markt-Verlegung.
Der irrthümlich auf Mittwoch nicht auf diesen Tag, sondern Donnerstag Butzbach, den 7. Juni 1883.
4031
Straßenbau.
Dienstag den 19 ds. Mts.,
Vormittags 11 Uhr, sollen im hiesigen Gemeindehaus folgende zum Straßenbau erforderlichen Arbeiten an den Wenigstfordernden öffentlich versteigert werden:
Planir- und Chaussirarbeiten 160.—, Liefern von Basalt steinen . 252.—, Steinsetzen......27.—,
Ueberkiesung.....16.—,
Pflastererarbeiten . • . . 56.—.
Bedingungen und Voranschlag können auf der Bürgermeisterei dahier eingesehen werden.
Staufenberg, den 13. Juni 1883. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg. 4114 Vo gell
den 20. Juni ausgeschriebene Markt soll den 21. Juni abgehalten werden.
I. V. d. B.
Der Großherzogliche Beigeordnete:
Heil._______________________.
Submission.
Dienstag den 19. ds. Mts.,
Vormittags IO3/» Uhr, werden dahier 500 Kilo frische Butter, sowie 425 Kilo weiße und 50 Kilo schwarze Hammelwolle zur Lieferung im Submissionsweg vergeben.
Lieserungslustige wollen ihre Offerten bis zum obigen Termin in den vor dem Bureau der Direction aufgehängten Submissionskasten verschlossen einlegen. Die Bedingungen können hier eingesehen und auch bezogen werden. 3847
Marienschloß, den 2. Juni 1883. Großh. Laudeszuchthaus-Direction.
Ireiwiltiger Verkauf m Meßen.
Ardeitsvergedung.
Dienstag Mittag 1 Uhr sollen auf der Bürgermeisterei dahier folgende Arbeiten an den Wenigst
fordernden versteigert werden: Jl- Maurerarbeiten .... 117.50, Zimmerarbeiten .... 87.—, Weißbinderarbeiten . . . 15.—, Chauffirarbeiten . . . . 42.—, Pflasterarbeiten .... 122.50, Steinlieferung.....60.—,
Steinschlagen.....45.—.
Voranschlag und Bedingungen können auf der Bürgermeisterei dahier eingesehen werden.
Mainzlar, den 13. Juni 1883.
Großh. Bürgermeisterei Mainzlar.
4116 Vogel.
Sensen, Sicheln, Wetzsteine
empfiehlt in bekannter, guter Qualität.
Wilhelm Seiberl,
3763 Marktstraße.
Eine industrielle Anlage mit Wasserkraft soll wegen Todesfalles am -20. Juni er., Vormittags 10 Uhr, einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden. Die Gebäude sind mit 8640 Mk. versichert. Näheres durch Herrn Commissionar Krämer zu Gießen. 4077
Aeugeöotenes.
4118 Ein gebrauchtes, noch in gutem Zustand befindliches Halbverdeck pret^s würdig zu verkaufen.
___A. Kühne jr., Seltersweg.^
Graham- oder Gesnndheits- hrod, sowie täglich frisches MürbeS und Kuchen empfiehlt bestens 3951 Fritz Schreiner, Lindenplatz 4.
4057 Das Heu- und Grnmmetgra von meinen Wiesen in der Stephansmar ist zu verkaufen. .
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