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15.3.1883 Erstes Blatt
 
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Donnerstag den 15. März

Erft s Blatt

1883

Nr. 62.

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Erscheint tüglich mit Ausnahme des Montags.

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8) Stellung in der Famllie.

Dr. Boekmann.

PreiK vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlkchn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

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Gießen, am 13. März 1883.

Betreffend : Statistik über den Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit, insbesondere Auswanderung.

Das Moßherzogliche Kreisamt Gießen

an die Grotzherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Wir empfehlen Ihnen in Ihren Berichten über Auswanderungsgesuche folgende Angaben nicht zu versäumen:

1) Familien- und Vornamen der betreffenden Personen, bei verheiratheten Frauen und Wittwen auch die Geburtsnamen,

2) Datum der Geburt,

3) Geburtsort und Kreis,

4) Bisheriger Wohnort und Kreis,

5) Religion,

6) Beruf,

7) Familienstand: ledig, verheirathet, verwittwet, geschieden,

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Darmstadt, 13 März. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Aller- gnädigfl geruht; am 24. Februar d. I ben Forstmeister des Forsts Groß-Gerau Karl Christian Klein auf se n Rachsuchen, unter Anerkennung seiner länger als fünfzig Jahre treu geleisteten Dienste, mit Wirkung vom 1. April d. I., in den Ruhestand, sowie an demselben Tage den Obeifölster der Oberförsteret Babenhausen Karl Trautwein zu Harreshausen in gleicher Dtensteigenschaft in die Oberförsterei Zellhausen zu versetzen.

Darmstadt, 9. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 3) enthält:

1. Bekanntmachung Großh. Staatsministeriums, Einsühruug der Decimal- eintheiluug beim Papierhandel betreffend.

2. Verzeichmß der Vorlesungen, Uebungen und Praktika, welche im Sommer-Semester 1883 in den 5 Fachabtheilungen der Großherzoglichen tech- Hochschule zu Darmstadt gehalten werden.

3. Uebersicht der für das Jahr 1883 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Bensheim.

4. Uebersicht der für die Zeit vom April 1883 bis dahin 1884 von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den israelitischen Religions-Gemein­den des Kreises Groß-Gerau.

5. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für 1883/84 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Eorn- munat-Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Büdingen.

6. Ordensverleihungen:

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 23. Jan. dem Schullehrer Heinrich Ludwig Rabenau zu Rülfenrod, Kreis Als­feld, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für langjährige treue Dienste", am 31. Januar dem Gemeinde-Einnehmer der Gemeinde Heppenheim Rentmeister Franz Schwarz das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen, am 1. Februar dem Kammermusiker Friedrich Bergmann und am 2. Februar dem Kammermusiker Konrad Anton das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen.

7. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.

Se. Körigl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 29. Januar dem Reichs-Bevollmächtigten für Zölle und Steuern Großh. Geh. Obersteuerrath Giller zu Hannover die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm voll Sr. Maj. dem deutschen Kaiser, König von Preußen verliehenen Kronenordens 3. Klasse, am 4. Februar dem Hofmaler I. Hartmann in Darm­stadt die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihm von Sr. Hoheit dem Fürsten von Bulgarien verliehenen Medaille für Kunst und Wissenschaft, am 14. Februar dem Professor Dr. Kittler an der technischen Hochschule zu Darmstadt die nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Bayern verliehenen Ritterkreuzes 1. Kl. des Verdienst-Ordens vom heiligen Mickael zu ertheilen.

8. Namensveränderungen.

9. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft:

Am 15. Februar wurde der Gerichts-Accessist Jacob Friedrich Roth aus Worms zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgerichte Worms, sowie bei der Kammer für Handelssachen an dem Landgerichte der Provinz Nheinheffen mit dem Sitze zu Worms zugelassen.

10. Entziehung eines Patents.

11. Dienstnachrichten:

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht; Am 13. Januar den Telegraphisten bei der Maiu-Neckar-Eifenbahn Ludwig Lauter zum Expeditor, sowie den Expeditions-Gehülfen Karl Pfannmüller aus Wix­hausen zum Telegraphisten bei dieser Eisenbahn zu ernennen; am 26. Januar dem Diaconus und Oberlehrer Ludw. Pfnor zu Darmstadt die neu errichtete fünfte evang. Psarrstelle zu Darmstadt, im Dekanate Darmstadt, zu übertragen; am 27. Jan. den Finanzaspiranten Will). Schilling aus Gießen zuui Registratur- Assistenten bei der Registratur des Ministeriums des Innern und der Justiz zu ernennen; am 31. Jan. den von sämmtlichen Riedesel Freihrn. zu Eiseubach aus die evang. Psarrstelle zu Hopsmannsfeld, im Dekanate Lauterbach, präsentirten

Pfarrer Friedrich Sommerlad zu Rieder-Ohmen für diese Stelle zu bestätigen; am 7. Februar den Finanzaspiranten August Baldauf aus Ober-Ramstadt zum Calculator 2. Klasse bei Großh. Hauptstaatskasse, an dems. Tage den Steuer­aufseher Heinrich Wagner zu Mainz zum Pfandmeister bei dem Rentamt Lin­denfels zu ernennen; am 21. Febr. dem evang. Pfarrer Phllipp Schnabel zu Gundernhaujen die evang. Psarrstelle zu Dortelweil, im Dekanate Rodheim, zu

übertragen.

Am 23. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Wllh. Kranz aus Ruhl­kirchen die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hainstadt, am 29. Ja­nuar wurde dem Schullehrer Adam Beyer zu Osthofen die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Schwanheim, am 4. Februar wurde dem Schullehrer Georg r^mnier zu Mach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Mainzlar, an dems. Tage wurde dem Schullehrer Leonhard Kumpf zu Hausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lorsch übertragen. am 11. Februar wurde der Schulver­walter an der Realschule zu Gießen Emanuel Schmuck zum Lehrer an dieser Anstalt, unter Belassung in der Kategorie der Volksschullehrer, ernannt; am 15. Februar wurde der von dem Herrn Fürsten zu Ysenburg-Birstein auf eine erledigte Lehrerstelle an der Volksschule zu Offenbach präsentirte Schullehrer Wilh. Marbach daselbst für diese Stelle bestätigt; am 17. Februar wurde der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Gießen August Bauer zum Gerichts­vollzieher mit dem Amtssitze zu Alsfeld ernannt; am 18. Februar wurde der von dem Herrn Grafen zu Stolberg-Wernigerode-Gedern auf die erledigte Leh­rerstelle an der Gemeindeschule zu Usenborn, im Kreise Büdingen, präsentirte Schullehrer Ernst Karl Frölich zu Bergheim für diese Stelle bestätigt.

12. Coucurreuzeröffnungen:

Erledigt sind : Die evang. Psarrstelle zu Steinbach; dotationsmäsiger Ge­halt 2838 JL Die evang. Psarrstelle zu Mettenheim; dotationsmäßiger Gehalt 2225 vtl. Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge­meindeschule zu Spachbrücken mit einem jährl. Gehalt von 900 JL Eine mit einem evang? Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Angen­rod, mit einem jährl. Gehalt von 900 «M.

Darmstadt, 12. März. DieN. Heft. Volksbl." schreiben: Bezüglich der von demBeilmer Tageblatt" reproducuten ivtieber'schen Beschimpfung der hessischen Division wegen von derselben angeblich am 13. August 1870 in Faulquemovt (letzt Falkenberg) verübten Excesse, können wir heute schon auf Grund authentischer Mil- thetlungen erklären, daß wir in aller Kürze in der Lage sein werden, durch eine aus­führliche Klarlegung des wahren Sachverhalts die Frivolität der Stieber schen Ver­leumdung im vollen Umfange nachzuwetsen.

Iowischen sahrl dasBerliner Tageblatt" mit dem Abdruck derartiger Jnv-ct ven aus der Fidcr StiebetS gegen süddeutsche Truppentbcile der deutschen Armee fort So ei klärt der Berliner Polizeiheld in einer seiner illngsten Veroffen "^ungm auch die Bayern kuizweg fürwahre Räuberbanden !" Hierzu hat das ^"linei^Tageblatt alleidingä eine adschwächende Redactionsdenutkung bezusügen süt gut gefunden während die hessischen Soldaten alsBanditen" ohne legltche Verwahrung seitens der betreffenden ificoact'on dem Lesepublikum vorgesührt wurden. . f phbaft

Ob mit iolchen Dingen der gerade in,der lüngsien Ze«t b°k°nntlKWatt betontenKameradschaftlichkeit" im deutschen Heerwesen ein Dienst geleistet wird, dürf aber doch wohl ernstlich zu bezweifeln sein.

Berlin, U. März. Di- große bülsebereiteTheilnahm^-llenth-lb-n für die bnreb Überschwemmung und Mißernte in Roth S hender Beweis gewesen, Rhein und dessen Rebengebieten kundgegeben hat, ist ein ) nur gefürchtet,

daß das dlUtsche Reich außerhalb seiner Grenzen denn gegen es hegt,

sondern auch gel-ebt wird, daß man nicht nur Reid, . bat es dem Herzen

sondern auch vielerorts aufrichtiges Wohlwollen. In .. J wabnunehmen, wie in namentlich unseres Herrsche,Hauses anß^ordent!. chohlg^th f * begeistert bereit allen Welttheilen die Freunde Deutsch! ndk edler^^pser Rothleid-nden ein- waren. Neben den Gaben di- auS d. fernst t ° ftcUnblid) bemerkt. Die gegungen »nd, wurden andere au« nach ter Kay w Eif-lgegenden haben unter

Luxemburger Grenznachbarn der uothleweno n Ländchen sehr bedeutende

allgemeinster Bethe l'gung. bet4\e,e',rebra(i)t und durch den so beliebten Summe von nahezu 27 F Geschäftsträger am diesseitigen Hofe, den Groß- lrök b Dr Paul Eyfchen, an das Auswärtige Amt zu Händen

heizogltchin Generald Dabei haben die Luxemburger den Wunsch aus-

e vZche'7dkb^n Th7l ?r Summe sür die Uederschwe'mmten am Rhein ein Thetl iür die^Notb eidenden der benachdattn. Eisel Verwendung staden möge Wir freuen unä ber 6» hoppelt, weil sie non der echt srenndschastlichen Gesinnung unserer ^ren.na-dbaru aegen uns Zeugnis; gibt. Dem Comite in Luxemburg, welches die Sammlungen leitete, gehörten der Bürgermeister der Stadt und mehrere Kammer-