besteuerung der Officiere vom Reichstage an die Commission zmückgewtesen, nicht mehr in Aussicht siehe.
Magdeburg, 13. Februar. Wie die „Magdeb. Ztg." meldet, ist durch eine gerichtliche Entscheidung vom heutigen Tage die Sonntags-Polizeiverordnung für nid)t rechtsgültig erklärt worden.
Hamburg, 13. Februar. Das Seeamt nahm heute zunächst die Besichtigung der von der „Cimbria" an Bord des „Sultans" zurückgebliebenen Trümmer vor, sodann auch die Besichtigung des „Sultan." Die Sachverständigen eonstatiren, daß der Zusammenstoß erfolgte, als beide Schiffe bereits int Drehen begriffen waren, die „Cimbria" nach rechts, der „Sultan" nach links. Die Kraft des Zusammenstoßes schätzen die Sachverständigen durch die Zusammenwirkung der Bewegung beider Schiffe gleich einer Fahrt von 8—10 Knoten. Gegen 3 Uhr wurde die Verhandlung wieder ausgenommen. Der zuerst vernommene Zeuge, der Bureau-Chef der Packetfahrt-Actiengesellschast, Reme, sagt über die Umstände des Bekanntwerdens des Unfalls urtb über die darauf^ge- troffenen Maßregeln nur das bereits Bekannte aus. M
Venedig, 13. Februar. Richard Wagner ist heuteIAbend gestorben.
Paris, 13. Februar. Der Ministerpräsident Fallieres und die übrigen Minister haben heute Vornutttag dem Präsidenten Grövy ihr EntlaffungSgesuch überreicht. Präsident Grevy bat dieselben, die Geschäfte bis auf Weiteres fortzuführen.
— In der Deputirtenkammer brachte der Justizminisier Devös die gestern vom Senat votirte Vorlage gegen die Prätendenten ein. Die Vorlage wurde an dieselbe Commission verwiesen, welche zur Vorberathung der ersten Vorlage gewählt war.
Seutari, 13. Februar. In der vergangenen Nacht griff der Gebirgsstamm Schiulla die türkischen Schildwachen und daü WachcorpS an, um einige seiner Angehörigen zu rächen, welche von den Soldaten getödtet worden waren. Rach kurzem Kampse zogen sich die Angreifer zurück. Die Soldaten verloren etwa 20 Tobte und Verwundete.
New-Aork, 13. Febr. Die Ueberschwemmungen in den Weststaaten nehmen eine immer größere Ausdehnung an, in Cincinnati hat der Fluß die noch nicht dagemesene Höhe von 64 Fuß erreicht und ist noch immer im Wachsen. Die Miliz leistet der Polizei Beistand bei dem Schutze des Eigenthums, sehr viele Einwohner sind ohne Obdach und haben in den Kirchen Zuflucht gesucht, gegen 2000 Arbeiter sind ohne Arbeit. Auch in LouiSville ist die Roth sehr groß. Aus dem Staate Indiana liegen ähnliche Nachrichten vor.
Lokales.
Gießen, 14. Februar. (Sterblichkeit In Gießen.) Die Zahl der Todesfälle während der Woche vom 4. bis 10. Februar bezifferte sich tm Ganzen auf 10. Cs wurden betroffen 4 Kinder zwischen dem 2. und 10. Lebensjahre und 6 erwachsene Personen. Von den Kindern narben 2 an Scharlach, eins an Diphtherie, eins an Lungenschwindsucht. Bei den verstorbenen Erwachsenen war Todesursache: Lungenschwindsucht zweimal, Lungenentzündung, organische Herzkrankheit, Altersschwäche, Krebs je einmal. G.
Vermischtes.
♦♦ Richard Wagner »ft tobt, das ist die ttefschmerzltche Kunde, die aus Neapel ein in später Nachtstunde eingetroffenes Telegramm meldet- Em Schlaganfall hat das Leben deS Meisters plötzlich und unerwartet beendigt und dort, wo er Erholung suchte, hat er den Tod gefunden. Nach den Anstrengungen der vorjährigen „Parsifal"-Aufführungen in Bayreuth begab sich Richard Wagner mit seiner Familie zu Beginn deS Winters nach Venedig, wo er mehrere Monate tm Kreise seiner Freunde behaglich verlebte, bis er vor wenigen Wochen nach Neapel übersiedelte. Mitten aus Hoffnungen und Entwürfen hat der unerbitlliche Tod den großen Musiker im no n nicht vollendeten 70. Lebensjahre abberufen und em reiches Leben hat einen unerwarteten Abschluß gefunden. Mit Richard Wagner tft die vielleicht größte, vielseitigste und bedeutsamste künstlerische Erscheinung unserer Zeit aus dem Leden gesch.eden, in deren Anerkennung sich Freunde und Feinde verein gcn müssen, soviel die letzteren im Einzelnen auch einzuwenden haben mögen. Die Bedeutung Richard Wagner'S für das ganze Kunstleben unserer Zeit läßt sich heute noch nicht völlig übersehen und ein abschließendes Unheil läßt sich jetzt noch nicht fällen, da feine Werke noch nicht dem erprobenden Urtheil der Zeit un'erworsen worden sind. Wir begnügen uns heute, aus einem Artikel, den der nun leider auch schon verstorbene Eduard Schelle im December 1878 in „Nord und Süd" veröffentlichte, einige Sätze zu reproduciren. Schelle nahm Richard Wagner gegenüber ungefähr dieselbe Stellung ein, die auch wir stets vertreten baden: er war weder ein blind ergebener Anhänger noch ein prtncipieller Gegner des größten Musikers unserer Zeit. Schelle schreibt in jenem Artikel u- A-: „Der große Parteikampf, der sich an die Person Wagners knüpft und dem Namen Richard Wagner auch für die späteren Zeiten ein ungemein interessantes Relief verleihen wird, findet ein Pendant in dem musikalischen Kriege, welchen im vergangenen Jahrhundert Gluck in Paris entzündete Im Grunde war Gluck doch nur ein Reformator. Der Ausdruck Revolution
ist vielmehr ein Schlagwort Wagner's. — Für ihn handelt es sich nicht um eine Reformation jener Kunstgattung der Oper, sondern für deren Verklärung in einem ganz neu gearteten Kunstwerke, welches sich mit den geschichtlich gewordenen Formen mcht mehr verträgt. Dem historischen Ideal stellt Wagner ein neues Ideal entgegen, und mag immerhin dieses als ein romantisches Utopien zu deuten sein, so zeugt es doch von einer groß angelegten Natur und von einem wahrhaft schöpferischen den höchsten Zwecken zugewandtkn Geiste. Der Beruf, der Wagner zugefallen ist, bedingt eine Capacltät, die sich nicht auf die musikalische Begabung allein beschränkt, in der vielmehr Musiker, Dichter und Denker zusammenfließen. Die musikalische Ausdrucksweise Wagner's vermag die gefurchte Stirn des Denkers nicht zu verhüllen sie zeigt die Spuren der analysirenden Thätigkeit des Verstandes. Aber aus dem ganzen Ton, wesen blickt uns das Bild des modernen Zeitgeistes entgegen und darum klingt diese musikalische Sprache so harmonisch mit den Richtungen der Gegenwart zusammen Aus diesen Beziehungen schöpft sie ihre Bedeutung und die zündende Kraft, mit der sie auf die heutige Generation wirkt, darin wurzeln auch gewisse Gebrechen des Stnls die nur der blinde Enthusiasmus übersehen kann. Deshalb hat Wagner wohl eine Partei, aber keine Schule gründen können und wird auch eine solche nicht hinterlassen So steht Richard Wagner da, eine gewaltige Gestalt, in der sich die erccnttischen Neigungen unserer Zeit verkörpern Die Mängel selbst, die uns, seinen Zeitgenossen so stark in die Augen springen, zeugen doch nur für die Größe dieser Künstlererschemung' ^ür seltene Ueberzeugungstreue sprechen die an das Uebermenschliche grenzende Tha:' kraft, der rastlose, in so vielen riesigen Partituren, in einer Fülle von literarischen Werken sich bekundende Fleiß, welchen der Meister unverkümmert bis in sein Alter hinübergenommen Hot. (Franks. R)
10- Februar, Die Rutschungen auf dem Kastrichgebiete — so berichtet beginnen von Neuem, wie vor Jahresfrist um dieselbe Zeit. Die Brücke über den Wallgraben, welche den Zugang zum Gauthor vermittelt, ist seit gestern neuerdings mit verstärkten Sprießen versehen, während an den daneben liegenden Rlanfenmauern ber Bastionen Martin und Philipp sich ganz gewaltige Risse und Senkungen der Mauern zeigen. Die dort befindl-chcn Kasematten sind ougenschelnl'ch ganz zerdrückt. Der alte, frühere Mauerriß am Bastion Martin ist bedeutend weiter geworden - Di- Kon«gl. Consirvensabrik, welche seither nicht fn vollem Betriebe war wird von küns, g-m Manta« ab wieder in Tbötigkeit gesetzt werden. Die anw sertigenden lsonferven sind für das 4. und 11. Armeecorps bestimmt, welche sich tm Herbste an dem Kaisermanöoer betheiligen werden. Vorerst werden nur Erbswürste und Fourage für die Pferde angefertigt, sobald hier aber ein genügender Vorrath vor
handen sein wird, soll mit der Fabrikation der Fle sch- und übrigen Conserven begonnen werden.
Darmstadt, 11. Februar. In einer gestern stattgehabten Besprechung zwischen den Mitgliedern des Ausschusses des Landescomlt6S zur Unterstützung der Wasser- beschädigten und den Mitgliedern der von demselben eingesetzten landwirthschaftlichen Commission wurde auf Grund der von den einzelnen Commissären dieser letzteren in Gemeinschaft mit den Oitsoorständen und den Vertrauensmännern des Landescomttäs an Ort und Stelle eihobenen Nachweisungen über den in den wasserbeschädigten Gemeinden noch vorhandenen brauchbaren Futtervorrath, der ganz allgemein als überaus unbedeutend bezeichnet wird, und der Nachweisungen über den vorhandenen Viehstand, nach eingihender Beiathuug fistgestellt, daß die nächste größere Ausgabe de« LandeS- comitös darin zu bestehen habe, den nach einheitlichen Futterrationen erforderlichen Bedarf von Futter den geschädigten Orten zuzuführen und in der Weise zur Ver- theilung unter die dessen bedürftigen Einwohner derselben gelangen zu lassen, daß die als unvermögend ermittelten, beziehungsweise noch zu ermittelnden Viehdesitzer ihren ganzen Bedarf zunächst auf die Dauer von 80 Tagen vom 15. b. M. an unentgeltlich, die gering bemittelten denselben im Allgemeinen zur Hälfte unentgeltlich, zum andern gegen Zahlung des Kostenpreises nach der Ernte erhalten sollen. Es wurden sofort Vorkehrungen getroffen, um durch die Organe deS Verbands der landwuthschaft- lichen Consumveretne die Lieferung des zunächst erforderlichen Bedarfs sichern zu lassen. In ähnlicher Weise soll demnächst mit der Verabfolgung von Saatfrucht und Setz- tartoffeln für die beschädigten Orte vorgegangen werden. Ueherau9 erfreulich war, daß das schon seit December v. I. im Kreis Offenbach gebildete landwirthschaftliche UnterftÜtzungscomitä sich dem Vorgehen deö Landescomiläs, beziehungsweise der landwirthschaftlichen Commission desselben angeschlossen hat und daß seine Vertreter die Hoffnung ausgesprochen haben, aus den ihnen speciell zur Verfügung stehenden Mitteln obne weitere Inanspruchnahme der Gelder deS Landescomstäs nicht blos die Bedürfnisse der geschädigten Bewohner des Kreises Offenbach an Futter und Saatgut befriedigen, sondern daraus auch noch erhebliche Zuschüsse zu den in anderen Kreisen bestehenden Bedürfnissen leisten zu können.
Mögen die schwer geschädigten Landwirthe der in Folge der Ueberschwemmungen nothleidenden Districte hleraus ersehen, daß die ihnen wiederholt ertheilte Zusicherung, daß für die Erhaltung ihres Viehstandes gesorgt und ihnen Überhaupt die Forsetzung ihreS wirthschaftlichen Betriebes ermöglicht werden würde, in Erfüllung gehen wird! —
Wie wir hören, hat der Ausschuß des Landescomiläs zur Unterstützung der Wasserbeschädigten den durch die wiederholten Hochfluthen schwer geschädigten Handelsgärtnern »n Laubenheim den Betrag von 8100 JL Überwiesen, damit dieselben in bte Lage gesetzt werden, jetzt schon bet Beginn der dafür gegebenen Jahreszeit ihre Arbeiten wieder anzufangen. Es bildet die angegebene Summe ungefähr ein Dritttheil deS Verlustes, den bkhlben an Pflanzen erlitten haben und sind hierbei die Beschädigungen, die sie an Treibhäusern, Mistbeeten u. s. w-, sowie an Baumschulen erlitten haben, nicht in Bettacht gezogen. (D- Z)
— (Indianische Justiz) Eigentbümlich ist die Art Privat-Justiz, mit welcher bje Guiana-Indianer in ihrem Lande Mörder und Uebelthäter verfolgen. Stirbt ein StammeSangehöriger unter Umständen, welche den Verdacht eines Mordes nahelegen, so beginnt der nächste Verwandte, oder wer sonst sich zur Rache verpflichtet betrachtet zu fasten und zwar cnischlägt er sich der Nahrung so lange und so sorgfältig, dis er auf den Zustand gänzlicher Entkräftung angelangt ist. Dadurch meint er in den Besitz erneS Dämons gekommen zu sein, welcher ihm die Wahrheit über den fraglichen Todesfall schon mittbetlen werde. Man sieht, ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode. Darauf sucht er den Mörder, bezw. den Verdächtigen auf, schleicht sich von hinten an ihn und schießt ihm emen vergifteten Pfeil durch die Rippen oder tobtet ihn mittelst eines fürchterlichen Schlages auf den Hinteren Hals. Liegt der aus diese Weise schuldig ober unschuldig Hingerichtete nun da, — daß er der wirklich Schuldige war, hat eben der Dämon zu verantworten, — so wird ihm noch ein Gifttrunk vom Gifte der Urupa eingegeben, b. h. durch b n HalS gezwängt und so wird der Verbrecher noch nach seinem Tode vergiftet- Finden dann die Verwandten des Erschlagenen seinen Leichnam, fo begraben sie ihn. Der Kanaima ober Rächer muß aber in der Nähe bleiben, um den Ort der Bestattung zu erfahren. Dies wissen die Verwandten wohl, und so Überbieten sich nun beide Parteien In Listen, die Grabstätte zu verstecken ober zu entdecken. Die Kanaima muß sich nämlich noch des bösen Geistes, w'lchen er sich ausgehungert, am Leichname des Mörders entledigen und dies ist nur möglich, rotnn letzterer bereits Im Grabe gelegen hat. Die Ceremonie, unter welcher dies geschieht, besteht darin, daß ein langer, angesp'hter Zauberstock in den Körper beS lobten gestoßen wird. Die S'ppc des Erschlagenen bat eine heche Axt in die Eingeweide zu schlagen, und die Ceremonie bedeutet, daß ebenso dem Kanaima die Eingeweide verbrannt und zerfleischt werden sollen. Es ist dies der Fluch, den sie über jenen verhängen. Nun beginnt die gegenseitige Verfolgung her beiden verfeindeten Familien und die Blutrache setzt sich nach einem vollständig ausgebildeten System, dessen Erlernung den wesentlichen Theil der Bildung jenes Stammes ausmacht, von Geschlecht zu Geschlecht fort
— Einen schauerlichen Fall berichtet aus Würzburg die „Süddeutsche Presse" von einer Gerichtsverhandlung: Nachdem von einem Siebmacher die Rede gewesen ist, der einen Bauern erstochen hat, he'ßt es: „Nach kurz vorder stattgehabtem Wortwechsel zwischen Beiden stürzte der Getodtete hinaus, um sich mit dem Angeklagten zu schlagen, refp. ihn vom Schauplatz zu jagen.”
— Ein aufregender und für die amerikanische Rechtspflege bezeichnender Vorfall spielte sich vor mehreren Tagen im C'iminal-Gerichtshofe in St. LouiS (Vereinigte Staaten) ab. Ein gewisser John Parker, ein übelberüchtigter Mensch, sah seinem Pro- cesse wegen Mordes entgegen. Seine Frau war im Gerichtssaale anwesend und ehe die Verhandlung begann, hatte sich Parker mit Erlaubniß des Gerichtshofs mit seiner Frau nach dem Privttzimmer begeben, unter dem Vorwande, dort mit seinem Ver- theidiger zu sprechen. E'nige Minuten sväter fiel ein Schuß, dem sofort ein zweiter folgte. M't dem ersten Schuß hatte Parker feine ftrau und mit dem zweiten sich selbst getödtet. In beiden Fällen war der Tod augenblicklich erfolgt. Der Mord und Selbstmord war zwischen Mann und Frau vorher verabredet worden und Parker's Schwester hatte ihm die Mordwaffe verschafft. Die Leichrn wurden unter großer Aufregung des Publckums aus dem Gerichtsgebäude fortgeschafft.
Gießen, 14. Febr. Wie aus dem Jnseratentheil der vorgestrigen Nr. zu entnehmen ist, wird Sonntag der Charakter-Komiker Alberty in Wenzel's Garten mit seinen Vorstellungen beginnen. Es geht ihm ein sehr guter Ruf voraus, so schreibt u. A. der Mainzer Anzeiger: „Die beiden Vorstellungen, welche der Charakter-Komiker Herr Emil Alberty In Alb'echts Saal gab, erfreuten sich etne§ sehr zahlreichen Besuches. Der Zudrang des Publikums war em so großer, daß kein Raum mehr vorhanden und bereits gelöste Karten zu>ückoergütet werden mußten. Herr Alberty versteht es, durch se'ne Komik, vorzüglich durch seine Mimik und Tanz, die Lachmuskckn des ihn besuchenden Publikums tn steter Bewegung zu halten." W'r zweifeln nicht, daß Herr Alberty auch hier großen Anklang finden wird.
Handel und Derkehe.
Berlin, 11. Februar Nach einer alten Erfahrung sind die in Deutschland üblichen Streif- od'r Kreuzbänder zur Umschließung von Drucksachen im Postverkehr wahre Fallen für Briefe und Postkarten, und es ist schon viel zur etwaigen Abhülfe in Vorschlag gefommen. Dir von der Reichspoftverwaltung hergestellten und zum Verkauf gebrachten, schon mit eingedruckter Stempelmarke versehenen Streifbänder haben aber den Erwartungen nicht entsprochen und daneben den Uebelftanb, daß sie nur in Mengen von mindestens 100 Stück zu 3,25 JL abgelaffen werden. Deshalb hat, wie einer officiösen Mitlheiluug der Verkehrszeitung zu entnehmen ist, die Reichs- poftoerroaltung eine Aenderung beschlossen und dabei die in Amerika gebräuchlichen Streifbänder als Vorbild genommen Die neuen praktischen und zweckentsp'echrnden Streifbänder sollen auch behufs besserer Verbreitung tn Mengen von je 10 Stück tm Preise von 35 Pf. verkauft werden.
Frankfurt a. M., 14. Februar, Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in Gießen.) Creditactien 2567/e, Staatsbahnactien 2853/4, Galizier 2583/4, Lombarden 1203/<, Nord- westbahnactien 175^, Darmstadter-Bankactien 152, Oberschlesiscke E.-B.-Act. 248, Oesterr. Silberrente 6615/lß, 4% Ungar. Goldrente 743/8, 4% 1880er Russen 713/16, 5% 1877r Russen 883/4, 2. Orient-Anleihe 57Vt, Spanier 61%, 5% Rumänische Rente —, 4% Unific. Egypter 713/4, Disconto Comm. 193%, Gotthardbahnactien 110%. Tendenz: —.
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