Witterungskunde.*)
14. September. Freitag. Morgens bedeckt, auf Mittag zu lerftreut wolkia Nachmittags bis Abends aufgebessert bis herbstlich gut. Ö'
15^ September. Samstag. Morgens bedeckt bis regnerisch, auf Mittag zu auf- gebesiert bls zeMreut wolkig Nachmittags aufgehettert bis herbstlich angenehm, Abends bedeckt mit Niederschlagen in der Nacht, zumal im Süden.
, Aus Or L. Overzter's Wetter-Prognose für den Monat September, abg schlossen am Io August lVerlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 JLY — Nachdruck verboten.
Handel und Verkehr.
i/Q U l ^September. Auf dem heutigen Markt kostete der Centner Heu
JL 3—3.60, Stroh 2.70—3.20, Eier das Hundert «X 4 60—6, Stück 5—6 Butter 1. guahtat 1.30, 2. Qualität 1.15, Kartoffeln per Centner 1.75—2.25, Kohlrabi 4-6^ per Stuck, Erbsen per Pfd. 00—00^, Rothkraut per St. 15—25 H Poularden JL. 0—0, Huhn^L 1.00—1.30, 1 Ente 2.00—3.00, 1 Taube 50—60 T Hahn X 0.75—1.30, Gans 4—7.00, Welsche <X 8-9.
Limburg, 12. September. Rüther Weizen X 17.10, neuer «A 18—18.45 weißer Weizen 18, Korn JL 13.50, Gerste 9-80, Hafer 8.55, Kartoffeln —. „ ^Irankfnrt 13. Septbr^ Nachmittags 2 Uhr — Min. (Telegraphischer Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann in «Wa ) Creditactlen 2495/., Staatsbahnactien 2745/8, Galizier 2517d, Lombarden 131 Va ,'^rd- westbahnactien 167'/2, Gottharddahnactien U23/ä, Darmstädter - Bankattien 156%« Drsconto Conimandit 196V2, Oesterr. Silberrentt 663/4, 4o/Q Ungar. Goldr ntt 74V 4o.p 1880er Muffen 72y4, 5% 1877r Russen 91, 2. Orient-Anleihe 5774, 4«°^
Svanier 58V8, 5% Rumänische Rente 93 V2, 4“'. Uniftc. Egnvter 713/«, 5">,, Türken 11, Marienburger 109^ Hess. Ludwigsbahnact. 1137». Tendenz: still.
Eingesandt.
Der Himmel schien den Annerödern besonders gewogen zu sein und sandte zur großen Freude aller Ktrchwethgäste des Landes und der Stadt seine erquickenden »Strahlen hernieder.
idyllisch gelegene „Platte" bildete den Anziehungspunkt und bot, zumal
Abends bet Illumination e,n reizendes Bild. Dank der in jeder-Hinsicht so vorzüglichen Restauration war Alles so besetzt, daß mancher sein Gläschen „Pöschel" im Abhen zu trinken genothigt war. Wir können an dieser Stelle nicht umhin, die gute Führung der Anneroder ^Kirmesbursch" hervorzuheben, da es ja beinahe zu den Seltenheiten gehört, daß derartige Festlichkeiten ohne Störung vorübergehen. 6093
™ ^Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd in
Bremen, C. W. Dietz Nachfolger in Gießen.
Bremen, 11 Sevtember. (Pertransatlantischen Telegraph.l Der Vostdamvfer Neckar, Capt R Busstus, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. August von Bremen und am 30. August von Southampton abgegangen war ist aeftern 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newyork angekommen. ' ' 01 W
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Klittwoch den 19. d. Mts.,
Vormittags von 8 Uhr an, " die heurige reichliche Aepfel- ,rntc auf dem Zimmer'schen Hof- l-lt versteigert werden.
Winnerod, den 12. Sept. 1883.
Die Gutsverwaltnng
5960 In einer der frequentesten Straßen einer Stadt an der Oberhess. Bahn ist ein Haus mit Hofraithe, Scheuer, Stallung re-, im besten Zustande, wegzugshalber sofort zu verkaufen.
Dasselbe eignet sich sehr für Metzger, Bäcker sowie Colonialwaarenhandlung.
Näheres in der Exped. ds. Bl.
Grossherzogliche Realschul-Direction.
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Obst-Versteigerung. Nontag den 17. September, i f Morgens 10 Uhr anfangend, W das hiesige Gemeindeobst, bestehend ij Aepfel, Birnen und einer großen ulantität Zwetschen, meistbietend verlagert werden.
Grüningen, den 10. Septbr. 1883. ^(oßh. Bürgermeisterei Grüningen.
-■15 Leid ich.
Inhalt Mark
u II
— Unseren Hausfrauen ist die Frage: „Was kochen wir morgen?" durch eine weitere Ausdehnung der offenen Auswahl abermals erleichtert worden. Im Verkehr begegnen uns zwei neue Fabrikate, die einem Bedürfntß entsprechen und Doppeltes leisten, erstens den Gesunden eine wohlschmeckende Deltcatesse mit der dreifachen Nährkraft des Rindfleisches — unseren Leidenden eine kräftig nährende wohlschmeckende Suppe bringen — es sind dies Timpe's löst. Legumtnose, ä Pack 50 Pf., und Legumin-Cacao, ä V2 Pfd. 80 Pf. Daß der Legumin-Cacao bet gleichem Wohlgeschmack dreimal so nahrhaft wie der beste entölte Cacao — aber nur halb so theuer ist, wird ihm nicht zum Nachtheil gereichen und ihn bald einbürgern.
Strafgesetzbuches wurde er verurthetlt, jedoch zur mildesten Strafe von einem Tag Hocfängnch und Tragung der Kosten.
Frankfurt, 10. September. In den festlich decortrten Räumen des Kauf- oännischen Vereins, welche die Blldnisse der Kaiser von Oesterreich und Deutschland retten, versammelten sich gestern Abend die zur 28. Wanderoersammlung deutscher urb österreichisch-ungarischer Bienenzüchter eingetroffenen Festtheilnchmer mit ihren 2 amen. Kaum vermochte der Saal die Erschienenen alle zu fassen, die aus den fernsten 2hetlen dec deutschen und österreichisch-ungarischen Monarchie im Interesse der Sache h^rhergeeilt waren. Nachdem sich d e hochgehenden Wogen der gegenseitigen Begrüßung uwcis gelegt hatten, bestieg Herr Oberbürgermeister Dr. Miquel die Rednertribüne, um die Versammelten Namens der Stadt willkommen zu heißen. Herr Graf von Pfeil elwiderte Namens der Wanderversammlung und brachte zum Schluß ein Hoch auf Herrn Oberbürgermeister Dr. Miquel aus. Alle Anwesenden stimmten in dieses Hoch tii, worauf Herr Pfarrer Baist aus Döckingen den Vater der deutschen Imkerei, ja denjenigen der ganzen Welt, den greisen Herrn Pfarrer Dr. Dcierzon, feierte und den Wunsch oussprach, daß der würdige, hochverdiente Mann noch lange zum Segen des b utschen Volkes und der Imkerei wirken möge. Nachdem die Hochs verhallt waren, bl!eben die Festtheilnehmer bei den heiteren Weisen einer tüchtigen Capelle noch einige stunden beisammen und erst gegen Mitternacht verließen die letzten den Saal. Schließlich sei noch bemerkt, daß bis gestern Abend bereits mehr als 500 Mitgliederkarten gelöst orben waren und daß während der Festtage ene besondere Feftzeitung erscheint, die gestern bereits zum ersten Male edirt wurde.
— Die Universität Zürich nimmt seit zehn Jahren ordnungsmäßig auch weib- lihe Studirende auf. Schon in den 60er Jahren hatten einzelne Damen zu den (namentlich medicintschen) Vorlesungen Zutritt gesucht und bewilligt erhalten. Im Herbst 1870 meldeten sich 22, im Herbst 1871 schon 31; im Sommer 1872 waren es bereits 63, im Herbst 110 und im folgenden Sommer 112. Die übergroße Mehrzahl (5-1,110 und 112) bestand allerdings aus Russinnen. Als aber diesen von Petersburg her Befehl zukam, vor Jahresschluß hetmzukehren, trat das Frauenstudium an der Hochschule sofort in die Grenzen zurück, innerhalb deren es für ebenso unbedenklich wie berechtigt gelten kann. Am 18. Mai 1873 erfolgte der vom akademischen Senat ge- Mschte Regierungserlaß über die Jmmutriculation und deren Vorbedingungen für tr.be Geschlechter. Gegenwärtig zählt Zürich nur 31 weibliche Studenten (20 der Medicin, 10 der Philosophie und 1 der Chemie); davon sind 7 aus Deutschland und zirar je 2 aus Baden und Schlesien und je 1 aus Bayern, Ostpreußen und Sonders- banfen. Den Doctorgrad haben sich bereits 30 Damen erworben, 23 in der medicini- fd)tn und 7 in der philosophischen Facultät, 3 für Geschichte, Philosophie und Philologie, 4 für Mathematik und Naturwissenschaft.
Paris, 9. September. Für die Wachsamkeit der Pariser Polizei ist folgende Note bezeichnend, welche den Blättern mit der Bitte um Abdruck zugestellt worden ist: .Wir fordein die ruhigen Personen auf, von 10 Uhr Abends bis 2 Uhr Morgens nicht vor der Kirche Notre-Dame-de-Lorette vorbeizugkhen. Die Geschäftsleute des Viertels, Mchlossen, sich selbst Respect zu verschaffen, da die Polizei sie im Stiche läßt, werden tint Jagd zu veranstalten haben, in die ein einfacher Spaziergänger nicht verwickelt werden sollte. Letzte Nacht sind schon Schüsse gefallen. Dieselben hatten den Zweck, bie ekelhaften Dirnen zu erschrecken, welche die Trottoirs der Rue Lasfitte und der Rue bk Chateaudun besetzt halten. Es war erst eine Warnung. Das zweite Mal wird mir nach Gebühr vorgehen. Wir bitten daher die ruhigen Personen, zwischen lO llhr Abends und 2 Uhr Morgens nicht vor der Kirche Notre-Dame-de-Lorette vorbei- Mhen."
Newyork, 6. September. Wie der „Standard" meldet, soll der bekannte John 3acob Astor fast sein ganzes Eigenthum seinem Sohne William Waldorf Astor, dem Reinigten Staaten Gesandten in Italien, übertragen und sich selbst „nur" eine jähr- W Rente von 100,000 Dollar Vorbehalten haben. Man weiß zwar nicht genau, wie »r0§ das gesammte Vermögen ist, schätzt es aber auf 70 Millionen Dollars, meist in iftundbesitz und Häusern in der Stadt Newyork. Der Zweck dieser Eigcnthums- lidrttragung soll sein, das Vermögen zusammenzuhalten, Streitigkeiten bei seinem Tode |u verhindern und den Werth der Besitzungen zu verheimlichen.
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Der Unterricht beginnt Dienstag den !3. September, Vormittags 8 Uhr. Anmeldungen werden am vorhergehenden Tage von 8—12 Uhr im Schulgebäude in Empfang genommen.
Giessen, den 11. September 1883.
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Tffche, Stühle, Bettstellen, Commode, h-!^^tare, Schränkchen rc.
-Mbretend gegen Baar versteigern. 6086 |Jr°u Louife Müller, am Wallthor
pause der Herren Oppenheimer).
feeitag den 14. September,
. Nachmittags 2 Uhr, taSr* au[ ^bsigem Ortsgericht die Im- Lilien des Otto Mögenburg-
r I/2145/io, Hofraithe auf dem Reichen- ignd,
Grabgarten daselbst kMs versteigert werden.
27. August 1883. Oroßherzogliches Ortsgericht.
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