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Gießener Anzeiger
Aints- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Bnreanr Schulstraße 7.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlshn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf.
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Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 10 /-M-, enthält:
1883.
Vom 2. Juli
1502.)
(Nr.
1883.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dr. Boekmann.
baues. Vom 4. Juli
Gießen, den 12. Juli 1883.
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Fnsten dadurch nrcht unterbrochen. vr Boekmann.
---------------- Nr. 12 des mercys-^eietzviunv,
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Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 11. l. M., enchält :
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Politische Ueberstcht.
Gießen, 13. Juli.
cyn der Politik herrscht jetzt die sommerliche Ferienstille in ihrem vollen Umsange und es hat auch nicht^den Anschein als ob.diesilbe durch große und unerwartete Ereignisse unterbrochen werden sollte. Ernste Ver. Wickelungen zwischen den europäischen Staaten sind nicht zu befurchten,.wen es auch hier und da an mancherlei kleinen Reibungen nicht fehlt welche nd si n zu jeder Zeit vorzukommen pflegen. Ungelöst steht noch
Frankreich und China wegen Tongking da und über dessen schließlichen Ausga g läßt sich noch nicht das Geringste mit Sicherheit Vorhersagen; em ftanMsch- chinesischer Krieg würde aber für diejenigen Staaten, welche beim Handeln - kehr mit China am meisten betheiligt sind — darunter in erster Linie Cngl und Deutschland — schwere Nachtheile im Gefolge haben und es steht day zu hoffen, daß die europäische Diplomatie die Differenzen zwischen Frantrel ) und China noch zu schlichten wissen wird. Ein Feld gemeinsamer Arbeit habe: die europäischen Regierungen in der Bekämpfung der von Egppten her Lohenden Choleragesahr gefunden und sind allerwärts umsassende Anstalten Atroffei, um den unheimlichen Gast von den Küsten Europas fern zu halten. Auch i preußische Regierung hat für ihre Häsen geeignete Maßregeln gegen die Cm- schleppung der Cholera angeordnet, wobei es seltsam berührt, daß von er gleichen Vorgehen der übrigen deutschen Seeufer-Staaten noch nichts bekannt ist; hoffentlich erfolgt in dieser Angelegenheit bald die recht wunschenswerthe
X? dem Gebiete unserer inneren Politik spielen die Erörterungen über die jüngste Note des Kardinal-Staatssecretärs Jakobim un u er den hierdurch veranlaßten gereizten Artikel der „Nordd. Allg. Ztg. 9^en., Kurie noch immer die Hauptrolle. Die klerikalen Organe sprechen sich ub r den erwähnten Artikel sehr entrüstet aus und sragen, wie die „Germanra es aethan, ob eine derartige Sprache gegenüber einer Macht , ber welcher Preuße einen Gesandten unterhält, denn am Platze sei. Die confervatwen Blatter ftn augenscheinlich in Verlegenheit, wie sie sich Angesichts dieser entschlossenen
S bm 3meCf beS $et'einS ”°n ^Jn Auftrag ^Präsidiums des Laudespferdezucht-Vereius:
Stammheim, den 10. Juli 1883. Udf, Rullmann. __________________
Wracke eines der Reaieruna nahestehenden Organs verhalten sollen, da sre es weder mit^ der letzteren, noch mit der Kurie und dem Centrum zu verderben wünschen- die liberale Preffe giebt meistens der pessimistischen Stimmung Ausdruck^ welche in liberalen Kreisen bezüglich des gegenwärtigen Sandes der kirckenv^litiscken ftraae herrscht. Währenddessen hat der Artikel der „Rordi. Alla Sta" in der Presse des Vatikans bereits ein lebhaftes Echo gefunden, welcker bervoraeht daß die drohende Sprache der „Nordd. Allg. Zlg. m oen leitenden Kreisen des Vatikans durchaus rüc^t ben 0ero“n%£brUbtfi§9eanabt hat. Das päpstliche Organ betont d.e G-nergth« de Vatans^'s an me äußerste Grenze der möglichen Conceffwnen zu geh , . in roenn
si.
Nachwahlen zum Reichstage bevor, ® nun einmal unzertrennliche Auf- Wahlkreisen wieder die vond « W°h ^rMohm°nden Ersatzwahlen findet am regung hervorzurufen. Die erste ver i ; Reichstagswahlkreis
20- JE in wegen vor-
Herr Hanel, dessen Mandat aver ”°n ülti(? erElärt worden ist. Wie bei der gekommener llnregelnmbrgkeiten su ung g fomo(j( ein ^„servativer, als ersten Wahl, so stehen auch I tz aeaenüber; doch glaubt man in fortschritt- auch ein socmldemokratlscher Cani t geg n sein Mandat zu behaupten,
lichen Kreisen, daß e H obroo^ ber Fortschrittspartei angehörig, vertritt in viesin^Dingen 2 ziemlich gemäßigte Anschauung, so daß seine Wiederwahl wünsch^Zlarer Proeeß-Afsaire spinnt sich anschnnend bis \ unendliche fort und fordert noch immer mancherlei für dre ungarische Jusüz.
---------®etr^'enb: 2t^attun9 be§ XIV' witt^einischen Turnfeste^.
Während der Dauer des XIV. mittelrheinischen Turnfestes vom 14. bis 17. Ws«it?aen ^horhause^deS^Neustädttt eine
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