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und

Segen.

Gottesdienst in Grünberg.

Die Nachricht, daß zwischen österreichischen und

wurde um 12 Uhr an Bord der nommen, nach dessen Beendigung Rückreise nach Kronstadt antrat.

leiteten die kaiserliche 9}ad)t.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Corvespondenz-Bnrean.

Baden-Baden, 11. October. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin statteten heute Vormittag der Herzogin von Hamilton anläßlich des Geburtstags der­selben einen Besuch ab und unternahmen später eine Spazierfahrt. Zu Ehren der Herzogin von Hamilron fand Nachmittags bei Ihrer Majestät der Kaiserin ein Diner statt, an welchem außer den Majestäten die Großherzoglich badischen Herrschaften, die Herzogin von Hamilton, der Graf und die Gräfin Trani, Prinz Hermann zu Sachsen- Weimar, sowie der Fürst, die Prinzessin, der Erbprinz und die Erbprtnzessin von Fürstenberg theilnahmen.

Gestern empfing Se. Majestät den Prinzen Heinrich von Hessen, Bruder des

Spanien.

Madrid, 10. October. Der Ministerpräsident Sagaftg hat dem König heute Abend das Collectiv Demissionsgesuch des Cabinets überreicht, der Kön'g hat dasselbe angenommen und Sagasta auf morgen Vormittag zu sich beschützen. Die Demission des Cabinets ist in Gemäßheit des von demftlbcn bereits vor der Reise des Königs nach Deutschland gefaßten Beschlusses erfolgt, man glaubt, Sagasta werde mit der Bildung des neuen Cabinets beauftragt werden.

Beginn desselben um VzW Uhr.

Gottesdienst in der Synagoge.

Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 IM

Samstag Abend 6 Uhr. o

Laubhüttenfest: Montag Abend 5 Uhr, Dienstag Morgen 8 Mr, DrensW Mittag 4 Uhr, Dienstag Abend 6 Uhr, Mittwoch Morgen 8 Uhr, Mittwoch Mittag 4 iw Mittwoch Abend 6 Uhr. Lil

Handel und Verkehr.

Gießen. 10. October. Auf dem heute und gestern dahier abgehaltenen Vieh- mar kt waren aufgetrieden: 2 Pferde, 827 Stück Rindvieh und 1049 Stück Schweine. Die Preise bet Rindvieh standen denen am letzten Markte gleich, bei Schwemm niedriger^^e^ Dienstag den 30. und Mittwoch den 31. d. Mts., am letzteren Tage auch Krämermarkt (Zwiebelmarkt).

HvarMurL «r. M.- 12. Oktbr., Nachmittags 2 Uhr Min. (Telegraphische Coursbericht. Mitgetheilt durch das Bankgeschäft Albert Kaufmann H Gießen.) Creditactien 245Vfi, Staatsbabnactien 269 V2, Galizier 245, Lombarden 1277/6, Row- weftbahnactien 1627/r, Gotthardbahnactien, Darmstädter - Vankactien 154,

Disconto Commandit 191 Vs, Oesterr. Silberrente 6615/16, 4°/0 Ungar. Goldrente 74% 40/0 1880er Russen 71V2, 5°/0 1877t* Russen 903/4, 2 Orient-Anleihe - 4- ,0 }

Spanier, 5°/o Rumänische Rente 93l/2. 4o/o Umfic. Egypter 710% Türken , Marienburger 1053/H, Hess. Ludwigsbahnact.. Tendent: fest.

Wien, 11. October. Die Nachricht, daß zwischen österreichischen und rumänischen Truppen ein ernstlicher Grenz-Conflict stattgefunden habe, wird von der .Presse" für unbegründet erklärt. In hiesigen militärischen Kreisen sei von einem solchen Nichts bekannt, auch sei ein derartiger Conflict nach der that- sächlichen Lage der Verhältnisse ganz unmöglich. Wahrscheinlich handle es sich

um eine jener häufig miederkehrenden Grenzstreitigkeiten, welche jeder politischen Consequenz entbehren.

Bern, 11 October. Auch der Staatsrath von Neuenburg hat die Führer der sog. Heilsarmee, Miß Booth und Edward Decket, äusgewiesen und droht gegen jeden Fremden mit Ausweisung vorzugehen, der Versammlungen der Heilsarmee organisire.

^ew-Nork, 11. October. Zum Gouverneur von Ohio ist der demo- kratische Candidat mit einer Mehrheit von ungefähr 10,000 Stimmen erwählt worden, die Demokraten haben auch die Majorität in der Legislative des Staates. Die Wahl eines demokratischen Senators, der Ohio in dem Senat zu Washington zu vertreten hat, ist demnach gesichert. Die Meinungen sind ziemlich gleichmäßig getheilt hinsichtlich des beabsichtigten Verbotes des Verkaufes alkoholischen Getränken.

W e L M i fch t § tz

Annerod, 11. October. Bet der heute dahier stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde der seitherige Bürgermeister Johannes Engelhardt II., welcher das Amt schon 13 Jahre zur Zufriedenheit ferner Mitbürger versehen hat, einstimmig w.edergewählt; ein Beweis, daß immer noch Liebe und Einigkeit in unserer Gemeinde herrscht^ain 10 Stober. Die Erben des Herrn Geh. Medicinalrath Dr. Wernher haben dessen werthvolle, namentlich an medicrmschen Werken reiche Büchersammlung der Stadtbibliothek zum Geschenk überwerfen lassen. £ k r o ,

Marburg, 8- October. Am vergangenen Samstag sand im hiesigen Land­rathsamt eine Conferenz der Bürgermeister des Kreises zur Besprechung gemeinsamer Angelegenheiten, namentlich der zur Bekämpfung der Wanderbettelek zu thuendm Schritte statt In der zahlreich besuchten Versammlung war man damit einverstanden, daß nn Kreise ein System communaler Naturalverpflegung armer Reisender tn der Werse eingerichtet werde, daß die entsprechenden Orte ausgewählt würden, tn denen den armen Reisenden die üblichen Tagesmahlzeiten, wo möglich nach vorgängig ge­leisteter Arbeit gewährt werden sollten und daß dann in allen übrigen Orten keinem Reisenden irgend eine Gabe verabreicht werden dürfe. Man versprach sich von dieser Einrichtung recht segensreichen Erfolg und namentl ch Befreiung von der jetzt so lästigen Hausbettelei allerdings nur dann, wenn mit Conftquenz tn allen Orten des Kreises daran festgehalten würde, daß Niemanden an den Thürea em Geschenk gegeben werden dürfe. Die Kosten dieser Einrichtung glaubte man am geeignetsten der Kreiskasse zur Last legen zu sollen, weil damit eine gleichmäßige Nepartition derselben auf alle Ge­meinden des Kreises am leichtesten zu erreichen sei und versprach der Herr Landrath die Angelegenheit auf dem nächsten Kreistage zur Verhandlung zu bringen.

Aus Germersheim wird in fränkischen Blättern von einem großen U*)-- glück geschrieben Durch Explodiren einer Puloertonne und etser großen Granate (beim Unterrichte der Fußatt.llerte) seien 4 Gefreite getödtet 2 Feuerwerkslieutenants und 3 Kannoniere verwundet. Pfälzische Blätter enthalten keinerlei Mitthnlung über die Katastrophe.

Paris, 11. October. DerGaulois" will wissen, unter Vermittelung des Präsidenten rNrevy habe am Dienstag zwischen dessen Schwiegersohn Wilson und dem Ministerpräsidenten Ferry eine Aussöhnung stattgefunden.

Der Figaro" bezeichnet als die Hauptschwterlgkett lei Regelung der Tong- k-ngfrage daß China die nördlichen Provinzen Tongkings aniuftiren wolle, während Frankreich die Unadhängigkett du Bevölkerungen tn der neutralen Zone zu erhalten biftrebtjei.^ schrickt desGaulois" von einer angeblichen Aussöhnung zwischen Wilson und Ferry wird in unlerrichteten Kreisen als absurd bezeichnet.

D>e Agence Havas" erklärt das Gerücht, daß Spanien eine Note an die französische Regierung gerichtet habe, für unbegründet und fügt hinzu, bet der gestrigen Besprechung des Ministerpräsidenten Ferry mit dem spanischen Botschafter, Herzog von Fernan Nunez, die den gewohnten herzlichen Character getragen, habe em einfacher Meinungsaustausch ftaltgefunden. 0 m .

Kovenlmaerr, 11. October. Der Kaiser und die Kaiserin von Rußland sind gemeinschaftlich mit der dänischen Königsfamilie, sowie dem Prinzen und der Prinzessin von Wales um 11 Uhr aus Fredensborg hier eingetroffen. Die Herrschaften fuhren, allenthalben von lebhaften Zurufen begrüßt, in offenem Wagen durch die reichgeschmückte Stadt zu dem Hafen, wo dieselben von den Spitzen der Hofgesellschaft und den Be- börden empfangen wurden. Nachdem die aufgestellten Ehrencompagnie besichtigt war, voroen empfangen muroji . ^fajfernd)Cn Z) .chtDerschawa" das Frühstück einge- gegen 1 Uhr das russische Kaiserpaar die Die KriegsdampferCesareona" undEuropa" ge- Der Prinz und die Prinzessin von Wales reifen am

Witterungskunde.*)

13. October. Samstag. Veränderlich, zeitweise windig, im Westen mäßig kühl, zeitweise mit Niederschlägen. im Osten tagsüber wärmer bis herbstlich angenehm: frühmorgens und spätabends ist Bedeckung mit mäßigen Niederschlägen zu erwarten; der Morgen ist veränderlich, mit kurzer Aufheiterung Vormittags, der Nachmittag ist aufgeheiterto^o^^^ Sonntag. Morgens wolkig, Nachmittags aufgebessert bis herbstlich gut, Nachts Bedeckung mit kühlen Niederschlägen, örtlich auch Morgens Niederschläge; zeitweise windig, an den Küsten bis zu Stmm und Windstillen wechselnd. Nach Westen zu entwickeln sich besonders herbstlich gute Nachmittage.

*) Aus Dr. L. Overzier's Wetter-Prognose für den Monat October, abgeschlossen am 20. September (Verlag der M. Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln, Preis 1 Nachdruck verboten.

Dagegen nimmt sich weit bedenklicher das vorn französischen Conjul in ! 1 Bankok signalisirte Auftreten zahlreicher Jnsurgentenbanden im Königreiche ' Siam aus. Die Organisation derselben gleicht auf ein Haar jenen der Schwarz-Flaggen" was liegt also näher, als, wenn letztere wirklich vor den im Delta des Nöthen Fluffes stehenden Franzosen das Feld geräumt haben, anzunehmen, daß sie den Schauplatz ihrer Thätigkert einfach gewechselt? Das würde aber mit der behauptetenDemoralisation" derSchwarz-Flaggen" ebensowenig stimmen, als mit der Wahrnehmung des französischen Consuls in Bankok daß in allen Südprovinzen Chinas hochgradige Gährung herrscht und daß die geheimen Gesellschaften, an denen China keinen Mangel leidet, seit Kurzem verdoppelte Rührigkeit entfalten. Rechnet man hinzu, daß die Verhand- lunaen zwischen Paris und Peking seit Wochen nicht von der Stelle rucken , so ergiebt sich ein Facit, welches zur skeptischen Auffasiung der Tongkmgnesischen Affaire geradezu heraussordert.

Aeutschland.

Darmstadt, 11. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: ,

Am 3. October den Bauaccessisten Johann Jacob Geibel von Eber­stadt zum Bahnmeister der Bahnmeisterei Bensheim der Main-Neckar-Eisenbahn

am 4 October den Kreisbauaufseher des Kreisbauamts Dieburg Peter Poseiner auf sein Nachsuchen, sowie den Bauausseher Ludw. Wikh. Kro- uenberg zu Londorf in den Ruhestand zu versetzen.

Darmstadt, 10. October. Die evangelische Landessynode wählte gestern noch mit 25 gegen 24 Stimmen, welche auf den Abg. Emmerling fielen, den Abg. Hempel zum Mitglied des Geschgebungsausfchusfes und nahm sodann nach sehr ein- gehender Debatte den ilrt. 9 des Gesetzes, betreffend bte E,Haltung der Mchttch-n Ordnung tn Bezug auf Taufe, Konfirmation und Trauung mit 26 gegen 24 Stimmen in der Fassung des Entwurfs an. Hiernachkommt dem Klrchenvorstand zu , del fortaesetzter Verweigerung der Taufe oder Trauung, die Aberkennung der kirchlichen Ehrenrechte anszusprechen, ist also, w e auch mchrfach bemerkt wurde, tmmerhm noch die Möglichkeit geboten, in einzelnen Ausnahmesällen von der Handhabung des in Be- rathung stehenden Gesetzes Abstand zu nehmen.

Heute verhandelte man, und zwar tn eingehender Welse, über bie Frage, ob Demjenigen, welcher eine Ehe mit einer Nichtchristin eingegangen, oder be Etngehen einer gemischien Ehe die Erziehung der zu erwartenden Kinder tn einer nicht evangel-.- schen Religion zugesichert, die kirchlichen Ehrenrechte aberkannt werden müssen oder wie das den milderen Standpunkt vertheid'gende Kirchenregiment. unterstützt von Cur tmann, Weber, Wernher, Walther, Strack u. A. befil >w) ortet, en t zog en werden können. Die durch Dieffenbach und Rieger vertr.te^.e R-chtc, w.-lche offen Erklärte daß die gemischten Ehenkfin Glück" seien, trat mit aller Entschiedenheit da­für ein,' daß in solchen Fällen eine Aberkennung der kirchlichen Ehrenrechte absolut geboten erscheine. Durch em offenbares Mißverständniß bei der Abstimmung entstand Stimmengleichheit und muß deßhalb die Abstimmung morgen wiederholt werden

Hierauf beschäftigte man sich mit dem Antrag einer Mindcrhett des Ausschusses, wonach'bei fortgesetzter Renitenz gegen die Vornahme von Taufe, Trauung u. f w .. Suspmsion vom Abendmahl, weiter Versagung des und selbst

Ausschluß aus der Kirchengemetnschaft eintreten soll. Müller (Alsfeld), Cur tmann, Dina den Dr. Hager, ja selbst Dr Rieger erachteten mit dem Kirchenregi- meat daß eine solch? eigentlich nur von Dieffenbach vertheidigte Bestimmung viel ° Die Abstimmung ergab Verwerfung des Minoritätsantrags mit allen gegen 12, resp. 14 Stimmen.

Für die Maßregel des Ausschlusses fanden sich, nachdem Curtmann ent­schieden dagegen gesprochen, soalte verrostete Waffen wieder auS der Rumpelkammer vergangener Zeiten" zu holen, nur 9 Stimmen.

Eingelaufen ist noch eine von Buchner eingebrachte Jnterpellatwn betreffs des Kirchenverhältnisses der Militärgemeinden zu den Civilgememden, namentlich im Hin blick auf die Frage der Wahlberechtigung der Mllttärpersonen, welche seither von der Wahl ausgeschlossen waren. (N. H. V-)

Kirchliche ANZeigen der Stadt Gieftev.

Evangelische G e m e i n d e.

GotteSdien^k:

Samstag den 13. Oktober.

Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Dingeldey.

Sonntag den 14. Oktober (21. nach Trinitatis).

Vormittags 9Vz UhrT' Pfarrer Dr. Naumann.

Feier des heiligen Abendmahls.

Nachmittags 2 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Kinderkirche: Vormittags halb 12 Uhr, Pfarrer Schlosser.

Montag den 15. Oktober, Abends 8Uhr, in der Kleinkinderschule: Bibel- stunde, Apostelgesch. 1,112, Pfarrer Dr. Naumann.

Der Weg zur Kleinkinderschule von den Neuen Bäuey und von der Schoor -er wird am Montag Abend beleuchtet werden- n ,

Donnerstag, 18. Oktober, Abends 6 Uhr, in der Kirche: 3. E r b a u u n gs- stunde, Luther's Leben, Pfarrer Dingeldey. .

Die Vereinigung der confirmirten Mädchen zur Katechrsmu sleh r e soll alle 14 Tage stattfinden, also die nächste am Sonntag, den 21. Oktober, Nachmittags 3 Uhr, in der Kleinkinderschule. r .

Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 14. bis 20. Oktober besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

22. Sonntag nach Pfingsten.

Von 6 Uhr an: Beichte. Ü" : Frühmesse und Austheilung der h. Commumon 1/2IO Uhr: Hochamt und Predigt: Herr Dr. Wald. 2 Uhr: Rosenkranz-Andacht

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Vormittags 1( |.ninber5lettWn . Ine Mobiliargege J i vollständige Betten ' !Lpiegel, 1 Nachtti' ! Waschtisch, 1 ovale Ikandkiste, 1 rund ! Merschränke, !Äpha, 2 Kommot IWenschrank, 'IM, 2 Stühle, - Pult rc.

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