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Donnerstag den 13. September
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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imutig der einheimischen Bevölkerung aus erheblichen Widerstand stoßen mürbem Ich den eingezogenen Erkundigungen und nach eigener Anschauung, Som
» I H°n unterliegt es keinem Zweifel, daß es sich um die echte asiatifthh .. ./:■ :i I Alt. Die Art und Weise, wie die Seuche von ihrem Heimathslande nach
»lm verschleppt wurde, ist bislang nicht aufgeklärt Übrigens mmmt die Pera-Sterblichkeit in allen Theilen Egyptens so schnell ab, daß die Epidemie fflS—aJä !diesem Lande voraussichtlich bald erloschen sein wird. gT
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Behörden legen jedoch denselben kein besonderes Gewicht bei, sondern glauben, daß dieselben blos in Umlauf gesetzt wurden, um die erschöpften Kasien der Geheimbünde mit neuen Mitteln zu füllen, welcher Zweck auch erreicht sein soll. Um jedoch irgend einem tollen Streich der irischen Desperados vorzubeugen, werden die größten Vorsichtsmaßregeln getroffen, damit O'Donnel bei seiner am 19. d. Mts. zu erwartenden Landung gleich nach entern der Staatsgesangmsse überaeführt werden kann. , _ £r,r . n ,
Gleichzeitig mit den Kaiser-Manovern m Deutschland finden auch in Rußland große Manöver statt und zwar bemerkenswerlher We.se m der Nähe der deutschen Grenze. Besonders große Truppenmaffen werden sich in den dreitägigen Manövern bei der Festung Sledlee m Polen betheülgen. Wie der „Russische Invalide" mittheilt, sollen °n demselben 70 Bataillone Infanterie 51 Escadrons Kavallerie und 122 Geschütze theilnehmen, was allo nach deutschen Begriffen eine Truppenmacht von mehr al« zwei Armee-Corps repräsentiren würde. Schon seit mehreren Jahren lieben es die Russen, vorzugsweise an ihrer Westgrenze und mit größeren -uruppenmassen zu manüvriren, welchem Umstande von Seiten der deutschen Militärverwaltung durch eine Verstärkung und größere Concentration der Garnisonen an der deutschen Ostgrenze
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lauten jetzt etwas weniger pessimistisch. Es soll Hoffnung vorhanden ^n, daß die Mißhelligkeiten zwischen den in Sofia tonangebenden russischen Generalen und dem Fürsten Alexander güllich beigelegt werden, zumal die russischen Gene- räle der Ausarbeitung der neuen bulgarischen Verfassung kem weiteres Hinder niß in den Weg legen wollen. Bis dieselbe ausgearbeltet sein werd durfte aber einige Zeit vergehen und dann fragt es sich noch, ob d,e russische Hospartel iN der bulgarischen Hauptstadt in der Thal noch gesonnen ist, der Verfassung zuzustimmen. Einstweilen scheint auch die Stellung der Raffen unter den Bulgaren noch eine so feste zu sein, daß die bulgarische Bevölkerung es nicht wagen bori mit Gewalt qeqen ihre „Befreier" vorzugehen und so wird vorerst der osficiöse Telegraph noch öfters zu melden wissen, daß sich Fürst Alexander nut dem und dem russischen Agenten wieder verständigt habe.
A Abel' KiM 'n
Nut Edtag^zu ^ach Egypten entsendete „Cholera-Com-
dilicn" hat jetzt ihren ersten Bericht emgeschlckt Die Untersuchungen finden -dem zur Zeit die meisten Cholerakranken ausweisenden griechstchen Hospitale s Alexandrien statt. Das dort vorhandene Material an Kranken, wte an ich/, wird der Commission für die nächste Zeit volle Beschäftigung geben, Ü°ß ein weiteres Vordringen in das Innere Egyptens einstweilen nicht n s N gefaßt ist, zumal specielle Untersuchungen von Leichen und Leichentheilen i km platten Lande bei der auf religiösen Anschauungen^ beruhenden Ge-
Darmstadt, 11. September. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben AllergnÄigstogenchUmb^r feem Oberst und Adjutanten Sr GroßP Hoheit des Vrinzen Alexander von Heffen und bei Rhein, Friedrich Frhrn. v. Rotsmann, das ComMrkreÜz 2. Klaffe mit der Krone des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Seiner Majestät dem Kaiser empfingen
@iltie S”?8oeuÄe So®it bsr $rini Alexander heute das nachstehende CabMets-
: Vergnügen zu der
Euer Grotzherzogltchen Hoh g J,ren g.ur3e an Ehren und Auszeichnungen wasche . auszusprechen. cvL in Bethätigung Meiner Freundschaft und hohen
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v-ränd-rlich-r Freundschaft eutr Grotzherzaglichen Hoheit
freundwilltger Vetter
gez. Wilhelm."
b°st-b-w den im Reichstag °usg°spr°ch°n°rlWM-n b-tt-ff-nd Rechnung
des Gesetzes, namentlich auf die MMar.Z .. neuerbin0g über die finanzielle Zu-
Wenigstens- deuten^^^bungem ^lch gewesenen Anordnung ftatlfinden, lassigkett einer solchen bisher^all-rdlngS Vernehmen nach stehe zu
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U-b-rt°stuna d-s R-ichs-Jn°°l.d-ns°nds n cht nlt® }
g,^tlÄ^nb -ngl.sch-n, 16.185 der
irischen und 75,8 der schottischen Na ona „«en Experimente mit durch El-ctricität - Vorig- Woche wurden in Parts d^eruen^xp^ ^^utende Entsernuug getriebenen Pserd-bahnwag-n „öS etwa 3 Stunden in Anspruch nahm,
von sieben deutschen M-Üen gesahren, w roären bie Versuche als durchaus
üiach >.^m ttrtheil der t-chnischm^achversta dtg g unb bir Kostenpunkt stellte
Telegraphische Depeschen.
Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau.
^aüe a S., H. September. Se. Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm - c npr|prn grßptih aeaen 11 Uhr mit dem General v. Blumenthal hier ein unb wurde vM der Bevölkerung auf dem Bahnhofe und in den Straßen nut
SD e m b u r $ b u s § er abreifjenber Wappenschilber in Agram Mdigten ungarischen Natioualgesühle ist durch die feierliche Wlederausnchtung k Schilder vorläufig die nothwendige Saüssactwn zu Th°'l ^Morden, r^reu »imnte dies nur unter dem Schutze einer starken M.lrtarmacht gefch h n und A Angesichts derselben demoustrirten starke Volkshaufen durch Lärm en_ uns ktz ein Steinbombardement gegen die Schilder. In Folge dieser anhaltenden khrang in den unteren kroatischen Volksschichten ist es daher nur zu billigersi ‘ki der mit außerordentlichen Vollmachten bekleidete königliche Comnuffar für ■batien, General Baron Ramberg, den in Agram geplanten Parteitag unter- >■$1 hat, da hierdurch die Erregung der Gemuther nur noch vermehrt worden «e. Die energische, aber zugleich in versöhnlichem -rone gehaltene Proklamw h des Generals wird hoffentlich das Ihrige zur Beschwichtigung der aufge-
I *ti Gemüther beitragen. - König Alfonso ist am Sonntag Abend, von I Men kommend, in Wien eingetroffen. , ,
Noch in letzter Stunde ist der Versuch gemacht worden, dem dchenden französisch-chinesischen Kriege durch ein „Arrangement zwischen Meid) und China vorzubeugen. Die Initiative hierzu ist von dem chmes - I fen Botschafter in Paris, Marquis Tseng, ausgegangen und sollen dessen Vor- : fege vom französischen Minister des AuswärtigenHerrn Challemel-Lacour, er- näheren Prüfung gewürdigt worden und bereits nach Peking mitgetyeitl »ton sein. Die Regelung der Streitfrage wegen Anams soll erfolgen, ohne k6 die Frage der Suzeränetät Chinas über Anam formell entschieden werde, htiin liegt ja aber gerade die Schwierigkeit, daß beide interesstrte Staaten die ^UMänetät über Anam beanspruchen, China wegen seiner alten Rechte auf flam, und Frankreich in Folge des Vertrages von Hue. Es ist daher nicht | tzr wahrscheinlich, daß die Regierung von Peking, dem vom Marquis i.,eng kizrischlagenen Arrangement, deffen Einzelheiten üvrigens noch nicht bekannt zustimmen wird.
In den irischen Kreisen Londons herrscht gegenwärtig wieder i« starke Bewegung. Die Polizei hält deshalb die wischen geheimen Gesell- Mlten der englischen Metropole, sowie die von Irländern frequentirten offeut- Hom Locale unter scharfer Beobachtung. Gerüchte von einem geplanten ^üeiungsversuche O'Donnel's, des Mörders Carey's, stnd im Umlauf; die
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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf.
Politische Ueberslcht.
Gießen, 12. September.
Sie Dispositionen zu den Manöver-Reisen des Kaisers sind •mehr vollständig fertiggestellt und heben wir aus ihnen Folgendes heraus: E„tM Den 16. September werden der Kaiser und die ihn begleitenden kom^ £ Wnzen und fremden Fürstlichkeiten in Halle weilen und am Abend nach Ä-bnrg zuruckkehren. Am Montag, den 17. September, beginnen die Feld- « Kr des 4. Armee-Corps zwischen Weißenfels und Merseburg und werden «Mittwoch ihren Abschluß erhalten, von denen der Kaiser am Ende Ms »ö-ertages nach Merseburg zurückkehrt. Am Donnerstag erfolgt die Abreise •ISomburg zu den Manövern des 11. Armee-Corps, wo d,e Ankunft des yits unb seines Gefolges am Abend des genannten Tages, etwa gegen < Uhr, ' Aftern Fürsten Bismarck bekommt Die Nachkur in Gastein ganz vor- Mch, wozu die kräftigende Gebirgsluft wohl das Meiste beitragen mag, denn Xnjler hält sich sehr viel im Freien auf. Die 14 Tage, auf welche der Iifabalt in Gastein ursprünglich berechnet war, haben denn auch eine Ver- !ingming erfaßen und wird Fürst Bismarck wahrscheinlich erst m der letzten -islMberwoche von Gastein nach Varzm resp. Friedrichsruhe zuruckkehren-
Zm Königreich Sachsen haben am Dienstag, den 11. September, !dErsatzwahlen für die verfaffungsmäßig ausscheidenden Mitglieder der zweiten Iwr stattgesunden. Dieselben charakterlstren sich diesmal dadurch, daß die iitialiemohaten sich an den Wahlen stärker, als dies bei den vorigen Landtags- »n in Sachsen der Fall war, beseitigten. Die den Sanbibaten der Ord- «gS-Parteien von socialdemokratischer Seite drohende Concurrenz ist mcht Manzuschlagen, da bekanntlich bei den Landtagswahlen m Sachsen schon relative Mehrheit entscheidet, und da es nur wenige Wahlkreise Mbl, n Itaen entweder nur ein Liberaler ober nur em Conservatlver cnnbtbtrt, s° stehen I« Ckancen für die Socialdemokraten gerade nicht ganz ungünstig, hoffentlich :iib es der Umsturzpartei aber nicht gelingen, sich noch wettere Sitze im fachst-


