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IS83

Dienstag den 13. März

Nr. 60

Kießener Anzeiger

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.

Bureau: Schulstraße 7.

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= sehr gut,

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= im Ganzen gut,

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Preist vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh.'. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.

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IV. tadelhaft.

Bei Anwendung eines der tadelnden Prädicate ist beizusiigen, in welcher Beziehung das Betragen des Schülers Tadel veranlaßt hat.

Auf dein Zeugnißformular ist eine Uebersicht Der hiernach vorgeschriebenen Nummern und Prädicate zu geben.

Damit aber bei der Censirung der Schüler ein möglichst gleichmäßigem Verfahren eingehalten werde, und zwar nicht nur bei der Ausstellung der Lemestral-Censuren, sondern auch bei der Beurtheilung der einzelnen schriftlichen Arbeiten und mündlichen Leistungen, empfehlen wir Ihnen, sich mit den Lehrern Ihrer Anstalt nach Maßgabe vorstehender Bestimmungen über die Grundsätze jU verständigen, nach denen bei der Anwendung der vorgeschriebenen Ccnsur- noten in den verschiedenen Massen und Lehrgegenltänden thunlichste Gleichmäßig­keit der Beurtheilung bewirkt werden kann.

K n o r r.

Achenbach.

in Darmstadt, 11. März. Der Ausschuß des hiesigen Gartenbau- Vereines hat beschlossen, daß der Bereu, sich einer von den Gemüsezüchtern von Düsseldorf, Köln, Mainz und Würzburg und deren Umgebung beabsichtigten

Deutschland.

Darmstadt, 9. Mär,. Seine Königliche Hoheit der Großherzog empfingen heute Nacbmiltog Haid 2 Uhr den Genera, der Infante,ie z. D. v. Stülpnagel, Ches des 5. Brandenburgischen Jnsanterie-Regirnents Nr. 48.

_ Seine Königliche Hoheit der Grobherzog nahmen H ute militärische Meldungen entaeaen und empfingen den Generallieutenant v. Woyna, Gouverneur von Mainz, den Obersten und Commandanten der Residenz Frhrn. Röder v. Diersburg, den Ma,or » Bruhn Commandeur des Pionicr-Batoillous Nr. 11 aus Lastei, den R ttmeister grhrn Schenk zu Schweinsberg, persönlichen Adiutanten Seiner Grobh. Hoheit des Liinzen Hemrich, den Geh. Regierungsrath Dr. Haberkorn aus Gießen, den KreiSrath Dr Usinaer aus Bensheim, den Kreisass ssor Morneweg aus Bensheim, den Geheimen kommerzienralh Hehl aus Worms, den Bürgermeister Göbel aus Groß.Rohrhetm, den Reverend Kivg-Cummin; zum Borirag den Staatsminifier Freiherrn o. Ltarck, den Ministerialprösiüenten Schleieimacher und den Pröfidenien der Ober - Rechnungs- kammer^Hahn. bir Herzog und ble Herzogin von Connaugbt werden auf der

Rückreise von M-ntone nach Bei Im am 15. d. Mts zu zweitägigem Besuch am Grobh. $of g März. Das Amtsblatt Großh. Ministerium des In­

nern und der Justiz, Abtheilung für Schulangelegenheiten, Nr. 5 enthält Aus­schreiben an die Großh. Directionen der Gymnasien, Realschulen und höheren Mädchenschulen d. d. Darmstadt, 23. Februar, betreffend: die Ausstellung der Lemuren an den höheren Lehranstalten:

Im Anschluß an die in der Verordnung vom 17. Marz 1869, die Maturitätsprüfung an den Gymnasien betr., vorgeschriebenen Zeugnißprädicate find seither an den höheren Schulen in den Klaffenzeugniffen solcher Leistungen der Schüler, welche nicht unter den an die betr. Klasse .zu stellenden Anforde­rungen geblieben sind, in der Regel mit einem der Prädicatesehr gut",gut" odergenügend" bezeichnet worden. Hierbei wurden die Leistungen einer nicht unbeträchtlichen Zahl von Schülern, denen man zwar das Prädicatgut" nicht zuerkennen konnte, deren Leistungen jedoch sich dieser Stufe mehr oder weniger annäherten, mit dem Prädicategenügend" bezeichnet, welches von Schülern und Eltern vielfach als Ausdruck einer den Anforderungen nur knapp ^sprechenden Leistung aufgefaßt wurde. Diese Auffassung hat nicht selten .ine übermäßige Anstrengung und Ueberbürdung der Schüler zur Folge gehabt.

Die zur Prüfung der Frage der Ueberbürdung der Schüler höherer Lehr­anstalten niedergesetzt gewesene Commission hat sich deshalb in ihrem an das Großh Ministerium des Innern und der Justiz erstatteten Berichte dahin aus­gesprochen, daß für die Leistungen, die nicht als ungenügend zu erachten, statt der bisherigen drei Roten künftig vier Roten anzuwenden sein möchten, indem sie insbesondere der Ansicht war, daß die Leistungen, die als den Anforderungen der Klasse vollständig entsprechend zu erachten sind, mit einem besseren Prädicate als dem seither üblichengenügend" zu bezeichnen wären.

Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat diese Auf­fassung gebilligt und demgemäß in Betreff der Ausstellung der Censuren an den höheren Lehranstalten die nachfolgenden Bestimmungen getroffen:

Bei der Ausstellung der Censuren über die Leistungen der Schüler im Allgemeinen und in den einzelnen Lehrgegenständen, sowie über deren Fleiß, Aufmerksamkeit und Fortschritte ist je eines der nachstehenden Prädicate

gut,

III. nicht ohne Tadel,

. = ungenügend.

Beschränkende Zusätze zu diesen Prädicaten, wie: kaum, noch, säst, ziemlich und dergleichen sind nicht zulässig. Dagegen ist es wünschenswerth, daß, wenn sich Anlaß dazu bietet, jenen Prädicaten noch eine auf die besondere Eigenthüm- lichkeit des Schülers eingehende Charakterisirung hinzugesügt werde.

Bei der Censirung des Betragens ist je eines von nachstehenden Prädicaten

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Petition an den Reichstag, in welcher um Schutz gegen die aus Italien einge­führten Gemüse durch Belegung derselben mit einem hohen Zoll gebeten werden soll, nicht anschließe.

Der Gesetzgebungs-Ausschuß der Landessynode wird morgen zusammentreten.

Berlin, 10. März. DieRordd. Allg. Ztg." sagt, es fei kein wahres Wort an der Zeitungs-Nachricht, daß der vortragende General-Adjutant v Albedyll wegen Anciennitäts-Schwierigkeiten mit dem neuen Kriegsminister sein Abschiedsgesuch eingereicht habe. Es verrathe unglaubliche Unkenntniß der Verhältnisse, wenn man annehme, daß die Anciennitätsfrage zwischen Albedyll und Bronsart v. Schellendorff nicht vor der Ernennung des Kriegsministers genau erwogen und geordnet worden sei. Falsch sei ferner die Zeitungs­meldung, daß die Besetzung des streitigen Terrains bei Swatan (China) durch den Vicekonsul Schratt unter Veihülse der MannschaftElisabeth" zu Erörte­rungen zwischen dem auswärtigen Amte und der Admiralität geführt habe.

Die Admiralität spiele in der ganzen Angelegenheit keine verantwortliche Rolle;

der Kapitän derElisabeth" handelte auf Requisitton der Beamten des aus­wärtigen Amtes und handle es sich nur um die Frage, ob das auswärttge

Amt das Vorgehen seiner Beamten billige.

DerReichs-Anz." publicirt heute Die Ernennung Bronsart s zuin Staats- und Kriegsminister. r .

Berlin. 8. März. Der neue Knegsmimster Generallteulenanl Bronsarl v. Schellendo'f ist am 28. Januar 1832 geboren. Am 28. April 1849 zum Seconde- heutenant im Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiment-befördert, pat er bet dem damaligen ungünstigen Avancement 10 Jahre lang dieser Charge angehoct, bis am 31. Mat 1859 die Ernennung zum Premierlteutenant et folgte; von da ab ging aber das Vorrücken auf der mllttansLcn Stufenleiter in sehr rascher Weise vor sich. Die Beförderung zum Hauptmann im Generalstabe am 23. Februar 1861 war nämlich mit emer PatenMung vorn 30. Mai 1859 verbunden, also ist General v Bronsart eigentlich früher Hauptmann gewesen als er Premierlieutenan geworden ist. Schon nach 6 Jahren zum Maior ernannt verblteb der sttz-ge Kriegsmtnistcr bi§ zu seiner Ernennung zum Commandeur der 1 Garde-Jnfantertc-Brigade stets im Generalstab, in welchem der bereits tm 43. Lebensjahre zum Generalmajor Besörderte auch noch in letzterer Charge a^ Chef des Gineralstabs des Gard-corps eine Zett lang thätig war. Wahrend des Krieges 187.' 71 als Adcheilungschef im Großen Hauptquartier verwandt, fiel dem damaligen Oberstl'eutcnant v. Bronsart die Ausgabe zu, nach der Schlacht Don' ©eban am SlbenD des 1. September im Namen des Königs von Preußen den Oberbefehlshaber der französischen Armee zur Uebergabe aufzufordern. Oberftlieutenant v. Sronfart betrat als der erste deutsche Soldat Sedan und führte auch die ersten mit

Napoleon IIL, dessen Anwesenheit bei der feindlichen Armee bis dahin dem Großen Hauptquartier unbekannt geblieben war. Seit dem Jahre 1878 dem practtschen ^uppen- dienst zmückgeg den, wurde General v. Bronsart am 15. November 1881 zum General­lieutenant und Commandeur der 2- Garde-Jnfanterie-D.viston ernannt. Es konnte auffallend erscheinen, daß der jetzige Kriegsminister, ab9efe5en oon fe,r bi§ zu seiner Ernennung zum Brigadecommandeur in der Front keinen Dienst fletpan hat. C ist, die Offiziere des %eralft^

als Compagniechefs und R-giments-Commandeme dem practlschen Truppendienst zurück- ruireben so aeickiehi das doch nicht immer und es darf daran erinnert werden, daß beispielsweise der Generalseldmarschall Graf Moltke ebenfalls ^'t se^er Lieutenantszett keinen Frontdienst mehr geihan hat, und weiterhin konnten nochmehr «etfriele an- geführt werden, welche dmthun, daß Offiziere in hohem und höchsten Stellen Hervor­ragendes geleistet haben, ohne der eigentlichen Truppe angehort zu haben. General v. Bronsart hatte grade in seiner Thät'gkeit als Generalstabsoffizier reiche Gelegenheit, sich mit allen Einzelheiten des Heeres-Mcchanismus bekannt zu machen. Außerdem war er ^ahre lang als Lehrer an der Kriegsakademie beschäftigt und hat sich auf literarischem Gebiete namentlich durch ein zweibändiges Werk:Der Dienstdes General­stabes", den Ruf eines wissenschaftlich hochgebildeten Offiziers erworben. Das genannte Buch gilt auch außerhalb Deutschlands als das beste Werk über den Genemlstabsd enst was schon daraus' erhellen dürfte, daß im englischen Heere eneUtbersetzung destelben zur amtlichen Einführung gelangt ist. Dem neuen Kriegsminister.geh

Ruf eines sehr energischen Offiziers voraus den em« a^eröemobul Je au

einem so verantwortlichen militärischen Posten besonders zu befähigen scheint.

Kesterreich.

Wien, 10. März. Der vor wenigen Monaten gegründete Verein deut­scher Studenten ist anläßlich der Vorgänge bei dem Richard Wagner-Commer^ von der Behörde aufgelöst worden.

Arankreich.

Baris, 10. März. Die anarchistischen Anstifter bereiten ein neues Meeting für morgen aus dem Platze vor dem Stadthause vor. Wie die äournale me en' ^tetem Regierung beschlossen, das Meeting unter allen Umständen 3U oerbinb rn. 3 Behufe werde der Per kehr ar f ,, , , ni ftrinpn llnorbiiunaen sollen ' gerichtlich

YtttoS. 'S SS « SS&Ä? !WSSSSSw*Ä- republitunifdicn Organen p"ho"cscat M> m ft i i polaychen Personen

Organen gemeldet Sache der Arbeit wenig. Das

verfolg worden. Solch- Kundgevi n^ bem Achtung verschafft und werde

Verhalten ber Regierung s ^ "sügbaren Mitteln Achtung verschaffen. Cassae'.nac demselben » c^efd>ultnuiigen, die man gegen die Monarchisten gerichtet habe protestirte die ^Al^chkeit für die Unordnungen verbleibe voll und gan, den ^m.M^nern der gesttige Dig fei' nur der Anfang der Ruhestörungen (interruption,). De? R dmr f'chübt d e Verantwortlichkeit für die Kundgebung auf die äußerste stinke m b auf b e Begnadigungen und schreibt die Uebel, unter denen Handel und Ackerbau lewen, der Republik zu- Jedesmal, wenn Jule« Ferri, an der Regierung sei, sterbe

gebrauchen:

II

^papieren,