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nuar 1883 ftsirtrins,
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. Franz Schobert
. F IwMMn- ßartboldy.
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, H. Leonard.
Khea Pewforteiager.
facta Buch* vi« Musi-
izcise.
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\ Jorgen
Nv. IO.
Samstag den 13. Januar 18S3.
ichener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen.
ÖJtreaa : ScyulstraZe 7.
Erscheint täglich mit Ausnahme des 9Ro*ta#$. Preis viertelf»hrlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlicher HHeil'.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die 9tad)fucbuitfl der Berechtigung ;um einjährig freiwilligen Dienstvauf Grund von Schul. , jeugniffen.
'^knigen jungen -cuie , welche auf Gr u n d ibi er LLuIzcugn, sse die Berechtigung zum rlnjäbrig .fre.wllligkn Dienst vacdsuchen wollen, " bror^UI* ttt "ad,^,9cn^n- 6|( Anbringung der Gesuche zu beachtenden, Vorschriften mit dem Ansügen oufmerksom gemacht, daß biernoch unvollständige Gesuche ohne Weiteres zuruckgegcben werden. 1 n
1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großber,oa- lhnm Hessen geste 11 u n gs p fl ich t i g ist, b. b. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 3
2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst daif nicht vor vollendetem 1 7. Lebensjahre und must spätestens bis zum 1. Februar de« Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Ncchweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres »u
C.
d.
das Schulzeuflniß.
Sodann wird noch besonders bemerkt:
zu fein, den Freiwilligen
Gros.
Progymnasien und böberen oder ihre vorgesetzte Dienst»
3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Br-efpapier) zu ver- wenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 9
4. Dem Gesuche sind folgende Papiere betzusügen:
a. Geburtszeuflniß;
b. rin Etnwilligungs.Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während tmcr einjährigen activcn Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen;
Ui'bescho ltenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gvmnasien, Realschulen, Bürgerschulen) durch den Director der Lebranstalt, für alle übrigen jungen Leute diirch die Polizei - Obriakeit bebördc auszustellen ist; '
Zu Pos- b : daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf.
Zu pos. d.: daß die L cv ul zengn is se, mit Ausnahme der Reif^eugnifse für die Universität und die derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezcugnifle ur die Prima der Gvmnasien und Realschulen I. O.d., sämmtlicb nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung cv „ c The«l der Wehr Ordnung vom 28. Sepiember 1875 - Reg.-BI. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müffen.
Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen ver §§ 88 89, 90, 93 und 94 der angeführ-en Ersatz-Ordnung verwiesen.
Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige.
Der Vorsitzende:
niste als ausgeschlossen gelten, so dürste, nach einer Mittheilung der „Nordd. AUg. Ztg.", das Unwohlsein des Herrn v. Bötttcher ihn doch längere Zeit von den parlamentarischen Geschäften fern halten. Es ist dies um so bedauerlicher, als auf Herrn v. Bötticher fast ausschließlich die Last der parlamentarischen Vertretung der Reichsregierung liegt und seine Abwesenheit wird schwer oder gar nicht zu ersetzen sein.
Der wiirttem bergische Landtag ist am vergangenen Dienstag vom König in Person eröffnet worden. Die'Thronrede weist zunächst darauf hin, daß die im abgelaufenen Jahre gehegten Hoffnungen auf eine reiche Ernte nur in vermindertem Maße in Erfüllung gegangen seien. Dann zählt die Rede die Vorlagen auf, welche den Landtag beschäftigen würden; als eine der Vorlagen, welche den Landtag zunächst beschäftigen sollen, bezeichnet die Thronrede den Entwurf des Hauptfinanzetats für die' nächsten zwei Jahre. Schließlich spricht die Thronrede die Hoffnung aus, daß die Abgeordneten in einer den Bedürfnissen und Wünschen des Landes entsprechenden Weise ihre Aufgabe erfüllen würden.
Die Angelegenheit der czechischen Schule in Wien wirbelt noch immer Staub aus. Nachdem der Wiener Gemeinderath erst kürzlich erklärt hat, daß die Errichtung der genannten Anstalt gesetzlich unzulässig sei, ist vom Rechtübureau des Wiener Magistrats gerade ein entgegengesetztes Verdikt abge geben worden. Das Gutachten des Rechtübureaus in der Angelegenheit der Czechenschule lautet nämlich dahin, daß durch eine Concessionirung derselben kein Gesetz verletzt worden sei. Die österreichische Regierung wird nunmehr wohl, gestützt auf dieses Rechtsgutachten, auf dem Jnslebentreten des genannten Pro jekteü bestehen.
Es ist nach den neuesten Nachrichten nunmehr fest bestimmt, wo die Leiche Gambetta's ihre definitive Ruhestatt finden soll, nämlich in der Familiengruft Gambetta's in Nizza, wohin die Leiche heute verbracht worden ist. Bekanntlich wünschte der Vater Gambetta's das Letztere und hatte den Präsidenten Grövv telegraphisch ersucht, den Leichnam seines Sohnes nach Nizza zn senden, Nichtsdestoweniger hatten sich am Dienstag Abend einige Freunde Gambetta's nach.Nizza begeben, um dessen Vater zu bewegen, den Leichnam seines Sohnes in Paris zu lassen, welchen Wunsch man nur gerechtfertigt finden kann. Im Uebrigen vernimmt man noch immer von ehrenden Anerkennungen, die dem Wirken Gambetta's in seinem Vaterlande gezollt werden. Sowohl im französischen Senat wie in der Deputirtenkammer, welche Körperschaften am Dienstag wieder ihre erste Sitzung nach Weihnachten hielten, gedachten die betr. Alterspräsidenten Gam- betta's, dessen Verlust sie als ein großes Unglück für die Republik bezeichneten. Ferner ist von der Zkammergruppe der „republikanischen Vereinigung" beschlossen worden, eine National-Subscripttou zu eröffnen, um Gambetta ein Denkmal in Paris zu errichten. Von der Deputirtenkammer ist Brisson mit 280 von 319 abgegebenen Stimmen wieder zum Präsidenten gewählt worden. - In
Politische Ueberficbt.
- . Gießen, 12. Januar.
.- \lc l""gere Pause, welche die Weihnachtüfeiertage in unser politi- iches Leben gebracht hatten, ist nunmehr vorüber, da der Reichstag am Dienstag, den 9. d. Mts., und das preußische Abgeordnetenhaus am Mittwoch, den 10. x V;x l^re Verhandlungen wieder ausgenommen haben. Die erste Sitzung des Reichstages im neuen Jahre markirte sich besonders dadurch, daß in ihr and) der Reichskanzler Fürst Bismarck zum ersten Male seit dem Wiederzusam- mentritte des Reichstages am 30. November v. Js. anwesend war. Die Ver-
.^9fn Trben rbur$ bie von den Abgg. Richter (Hagen) und Rickert ge- -T-rl '3nterpellQ*ton bezüglich des Verbotes der Einfuhr amerikanischen Schweine- sleffches eröffnet. Der Mitinterpellant, Abg. Richter (Hagen), begründete die ^nterpellatwn durä) den Hinweis darauf, daß die arbeiteuden Bevölkerungü- klasien auf den Genuß des amerikanischen Schweinefleisches angewiesen seien und führte dann aus, daß die Gefahr der Verbreitung der Trichinenkrankheit
Schweinefleisch nicht so groß fei, als sie dargestellt TO£ « schließlich bezweifelte der Redner die Berechtigung de« Bnndesrathe« zum Erlaß eines derartigen Verbotes. Der Regierungsvertreter, llnterstaats- lecretar Marcard im preußischen Ministerium für Laudwirthschasl, lehnte e« ad auz die Interpellation näher einzugehcu, da ein Beschluß des Bundesrathes N^ch^anzler gestellten Antrag auf Ausschluß des amerikanischen ^ch^dflerscher vom Import noch nicht vorliege. In der nun solgenden Be- üJn Interpellation sprad, sich der secessioni,tische Abg. Kapp zu Gun- bnni Qu6; abcr seine Ausführungen seffelten die Aufmerksamkeit des 'n.vmnrrf Ll ^«„"'cht' denn noch vor Beendigung der "Rede Kapp'« ergriff Fürst D v°s llon«^°^ "geilte den. Reichstage mit, daß de/Kaiser au« dem mnRbe^»Reichshanptlaffe einen Beitrag für die Ueberschwemniten Xt X Vrft (i0()-000^ bewilligt habe. Der Kaiser bezwecke
mcyl, wie Fürst Bismarck ferner ausführte, mit der verhältnißmäßig oerinaen ^ durchgreifende Linderung herbeizuführen, sondern m^bieT tanung der Nation dahm zu bethätigen, daß dieselbe mit eben solcher Theil-
TI ? c J^^chbarn, den llnglücklicheii beispringe. Schließlich L sifLn0Ck ^ßr ^e!^ötan3lcr die den überschwemmten Landestheilen angehören- ani ^^"woch Abend besuchen zu wollen, um über die lebhnfh-n vertraulich mit ihm zu diücutireu. Rach dieser mit
S !aU ousgenommenen 9tede war die Theiluahme au der „Schweine- ReüUtnt - T<Vi C nC dieselbe endete, ohne irgend ein praktisches L herbelzusuhren. In der ilächsten Sitzitug des Reichstags am Don- jihnonthu H1 l TT aI* nichtigster Okgenfiaub der Antrag des
TanpAnrhmm ^.echt auf Aufhebung fämmtlicher Ausnahmegesetze aus der lagesordnung. (S.ehe Reichrtagsbericht in heutiger Nummer).
i|x,_ jf, '*a0*®£ecretär im Reichsamk des Innern, v. Bbliche r, ist nicht unerheblich erkrankt. Obschon ernstere Gefahren und Besorg-


