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Freitag den IS. Januar ießener Anzeiger -liilts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen.
Bureau t Schulstratze 7.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags
F"iS ->,erteljShrlich 2 Matt 20 <Pf. ,„(t Bringerlohn. wutä) oie Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
as Ergebnist der im Monat Oktober 1882 abaebaltenen Prütuna her 9Ifnirintt»n zum Gertchtsoollz.ederdienst war Zwar n der «egieftina0üK
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erlangten, während die übrigen den zu stellenden Anforderungen meist nur eben nnA nKnn8fie’fiAUf?r f?fp,I£nl,.n »um ^erichlsoollz'eherdienst weiden hiernach gut lhu^
Se hte r fflaiy/ 'U' Ptmung angeleflen fein lassen wollen. ° '
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DoU.i herbi^fi 0/*. ^ut,r;n^ ZU ben Prüfungen lebiglrch für ben @erid)t-3=
freuen ^in^em ,Sr?6h4 " mnli ba Duftig bie Hälft- ber G-richtSvolljicb-'-
nrnfcl1 m ^roßberzogthum mu Milltäranwartei n zu besetzen und zur 4<it eine sebr D,enf,zw-^'-0ar?e°."" DOt6a"b<n ,fl' welche "auf An,.'ellu^'mmefkm
LudwigSkafc». Ein grauenhafte« Bild bot sich de», Blicke bar. der vom -dosterthurm ber Anilinsabrik ober vorn Thurm der hiesigen protefmnti» scheu Zurche «ich auf unsere Umgebung richtete. Ein großes Wassenneer, wohix bas Auge fallt, utchtü wie Waffer und wieder Wasser. Und inmitten dieses grauenvollen Meeres sahen wir Dörfer um ihre Existenz ringen. Aber das Element ist starker und mächtiger als Menschenarm und Menschenhülfe. Schonungslos und ohne Erbarmen stürzt ein Haus nach dem andern ein. Die vescheidenen Hütten, welche fleißige Armut!) aus dem Ersparten sich geschaffen, verfallen dem wüthenden Element und ganze Ortschaften haben nichts weiter gerettet, als nur den Namen. Friesenheim? Der Ort ist fast verschwunden, ctn Haus um das andere bricht zusammen, und es ist eine erschütternde Auf- ßobe, sich aus den Ruinen ein Bild des Ortes zu schaffen, wie es vor wenigen ^ageu noch, bescheiden zwar, aber doch stattlich sich präfentirte. Oppau? Auch Vier hat das Waffer fürchterlich gehaust, und nun noch dieses furchbare Unglück.
lockere Leute von Sandhofen trotzen der Gefahr, um den pfälzischen ^lachbarn Hülse zu bringen. Muthig lenken sie ihr Fahrzeug durch die hochgehend n Wellen. Es glückt ihnen, Oppau zu erreichen und ihre Liebesgaben abzulieferu. Aus den bedrohtesten Häusern nehmen sie die Einwohner, meist Frauen und Kinder, mit, um ihnen jenseits des Rheins ein behagliches Obdach 3U bereiten. Mit aller Anstrengung lenken sie ihren Kahn in den Rheinstrom, die Segel werden geschwellt, um schneller am heimischen Strande zu landen. Da fährt ein Windstoß in das Segel, der Rachen wird gegen Bäume geschleudert, kentert und begräbt seine Insassen in der Flut!). Rur Einige vermögen sich zu retten, bie meisten ihre Zahl ist noch nicht sestgestellt, finden den Tod im Waffer. Das Lied vom braven Mann hat sich hier in einen schaurigen Grabgesang ver wandelt. Wir können sie auf Erden nicht mehr preisen, die Muthigen, welche, um Anderen zu helfen, selbst zu Grunde gingen, aber ein ehrendes Andenken wird ihnen gewahrt bleiben, den Wackeren, welche den wahren Heldentod im Dienste aufopfernder Menschenliebe fanden! Gegen 6 Uhr Abends kam das Dampfboot des Herrn Arnheiter mit 160 Personen aus Oppau hier an. Unter Schwierigkeiten und Mühseligkeiten aller Art haben Herr Arnheiter und seine Leute das schwere Werk vollbracht, und aufrichtigster Dank gebührt ihnen für das Unternehmen, das, Gott sei Dank, von Erfolg gekrönt war. Die Geretteten
Deutschland.
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<x r s chronische Desicit, an welchem die spanische Staatskasse seit
-Mhrt nltft,h^-at UAC R 9iai^ ,u einer Ministerkrisis im Lande der Kastanien
aÄtnnf«m ,bhie,e"1 Desicrt abzuhelfen, wollte der Finanzminister Camacho, ba§ , CtaatSroalbungen, welche einen Werth von 10 Mill. Pesetas revräfentiren verkauft würden; diesem Plane widersetzte sich der ber ^üenEn
•Arbeiten aus das Entschiedenste und da es nicht gelang, zwischen beiden Ministern laoafSer0S$ fo d-missionitte schließlich das gesammte Cabmet
d^eÄ^ Mmistcrpraiident oagafta thellte sofort das Demissionsgesuch bf„ ®,lTT ;.nlnl?enTr! bem Äon,9e ,n,t und erhielt von diesem den Anstraa UN neues Eabrnet zu bilden.
nj,. 91"6 ~1a »irb gerneIbet, daß die chilenische Regienmg durchaus nicht gesonnen sei, aus ihre Stellung in dem eroberten Peru zu verzichten vielmehr will Glnle die Oceupation Perus im bisherigen Umfange bis auf Wei- tem aufrecht erhalten. Der Gesundheitszustand der Pen, besetzt hütenden chilenischen gruppen, welcher bisher als ziemlich bedenklich geschildert wurde iE Clu befriedigender sein Auch soll der Hochstcommandirende alle Vorkehrungen getroffen haben, um dem Ausbruche des gelben Fiebers in der bevorsiehendei, heißen Jahreszeit nach iviöglichkeit vorzubeugen.
. f.^ü5,b*€ preußifcherseits ini Bundesrat he beantragte Erböbuna der Holzzolle werden, wie verlautet, auch die bayerische und würtlembergische mit ^nngen Modificatwnen stimmen. Die Aenderungen der säcbsi.
ichen .Negierung zu dem preußischen Anträge sollen dahin gehen 9 daß der ?nlk “ SS. "W. * « b-r P,.«K Sita9 fortm, ü
pudern nur etwa auf das Doppelte erhöht werden soll daß dagegen für den Zoll aus bearbeitete Hölzer — zu denei, nach den neuesten Stert Ordnungen auch Eisenbahn-Schwellen gehören — für welche Preußen eine Ber- 4« 6.6 .VrZ'w*’ ' ™‘ S*,un» b“ ohr
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Len.^° ^roM demnächst in'S Leben tritt, tann UJ X oft np„ T9n rei^ hallt noch die Leichenfeier für Gambetla in verschiede. Feier eche a2ere n"bonapartistifchen Blatter sprechen der Zn LÄ “ub ^gemeinere Bedeutung ab und die radikalen Organ theilnahmslos' ve?hatt°n Üab?^Df"^°" °.°" W) Der>elbe" gegenüber gegen conftatire« r en , Die gemäßigteren republikanischen Blatter da- gemacht habe und ^l'rdigeii Emdriick, den die Leichenfeier für Gambetta und besonders für bneou" f”e ^°t^lUn&.,0UrrS' b“^ I)ierauS fiir alle Republikaner U0d 6.6 SiffS --- 6-™or„d„„ Erdis
gekommen feien, langer baih-n? bm( ^^anernden zum Ausdrucke
betta's. - In Chalons.fi . ? die Blumen auf dem Grabe Gain-
des Generals Chane» de» tnnf" nni->8’ ^nn"ar da« Leichenbegängnis; stattgefunden. Alle VerkaufsiÄ^^"Degens Frankreichs, in großartiger Weise und die Hauser mit Trauerfabn«, '"'b die öffentliche» Schulen waren geschloffen Pittiö, als Vertreter föambetta'e ber^utnrf !uarC11 General
Lsficiere, der Kriegs»,inister her wi„m ff % Aotschafler Orloff, acht russische 10 Divisionäre, sowie zahlreiche des Inner», 18 Corpscommaiideiire, lements vertreten Ossicere^und Beamte der benachbarte» Depar-
■ rfranft, i» 9Folg^ deffen° de"Hausarzt°Glad» Gladstone, ist leicht dem Landsitze des Premiers, gerufen rour®
fl.olge angesircngtcr Arbeit leidend und bebürfe bfr % hK ? i (,1lIl,bflü,lc. el >«
«biolut ausgeschlossen ’ ’ b"PaI'°nten nicht jede Besorgnis,
Politiscbe Ueberficbt.
, ,r, „ Gießen, 11. Januar.
q D" parlamentarische Campagne hat mit dem am Dienstag, den ■in Olsten Wlederzusamnientritt des Reichstages, woran sich am bn Wiederaufnahmc der Arbeite» des preußischen Abgcordneten- MÄ 5ortle6un9 stunden. In beiden Hausern sieht man für cu Rest oer Sesswn noch interessanten Debatte» entgegen; im Reichstage sind es vor Allem die socialpolitifchen Vorlagen, welche die allgemeine Aufmcrksau,- keit bcaisipruchen, daneben flehen noch verschiedene Anträge in Aussicht wie derjenige aus Aushebung samnitlicher Ausnahmegesetze, so daß es an Stoff zu an- und aufregenden Debatten im Reichstage nicht fehlt. Was die Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses anbelangt, so werden sich dieselben m der nächsten Zeit der Hauptsache nach nur auf die Weiterberathung dcö Etats beziehen, doch stehen außerdem auch hier verschiedene Anträge in Aussicht die geeignet sind lebhafte Debatten hervorzurufeii; namenllich heißt es, baß die Centrumsparte, einen aus die weitere Revision der kirchenpolitischen Gesetze be- zuglichen Anttag stellen werde. 16
i q5?* ,Z.^orb?" 31,19- Zeitung" tritt in einem ihrer jüngsten Artikel 1,9 bCK p°?ti,c5cri aBirfu,,9 des Todes Gambetta's entgegen, welche die Aeußeruiig der deutfchen Preffe — wie oas genannte Blatt schreibt n ” ^°"kre,ch hervorgerufei, zu haben scheine. Das Journal „Pair", das Olga» Grävy s drucke bie Situation richtig aus, wenn es vom Kriege sage daß Frankreich den Krieg nicht wünsche, aber auch nicht fürchte. Damit sei Frankreich in derselben Situation wie Deutschland, wie jede ihrer Veranlwort- Me>t bewußte Macht. Weniger friedlich seien die Aeußerungen des „Sisicle" h * a des Kammerpräsidenten Brisson, der als Mann ber Revanche und w,r0f,r*C9C5o eil^relne- ®r.lfjon wolle zwar nicht die Revanche zum aus- w'i?!?'s fe"’er Politik machen, aber immerhin zum Zweck derselben
„Wir werden das abwarten. Und wenn Brisson dereinst in die Lage kommt überraschend" Ausdruck zu geben, wird er Deutschland damit nicht I


