Ausgabe 
11.11.1883 Zweites Blatt
 
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werthe Uebermdfung des materiell nicht gerade werthvollen, aber für die Alterthums- kunde überhaupt und für die Topographie von Mainz sehr wichtigen Fundes an das hiesige Museum gebührt der Direktion und insbesondere den Herren Ingenieuren der Ludwigsbahn die größte Anerkennung. Nach Beendigung der Ausgrabungen wird der Alterthumsveretn Gelegenheit nehmen, die Funde einem größeren Publikum vor- zuführcn.^^^^ dem Bismarck-Attentäter mit Lied und Spritze, der heute selbst von den attentatslüsternsten Blättern nicht mehr ernsthaft genommen wird, gibt die Dirsch Ztg.", die ihn kurzweg einen Schwindler nennt, folgende Schilderung:Der Mensch ist nach ungefährer Schätzung ca. 28 Jahee alt, von hoher Statur, hat schwarzes Haar, schwarzen, kurzgeschorenen Vollbart, blöde Augen, slavischen Typus und das erste Auftreten des Gefangenen ist ein ungemein devotes; er spricht gut deutsch und scheint mit den Gesetzen schon vielfach in Conflict gekommen zu sein, da er die Bc- stimw'mzen über Gefangene genau kennt und nach denselben behandelt sein will. Als j. B. gestern der Jnhaflirte zum Photographen gebracht werden sollt-, um dort ab­konterfeit zu werden, und ihm Ketten angelegt werden sollten, verlangte er, gefahren zu werden, da er gefesselt durch die Straßen nicht zu gehen brauche; es half ihm diese Ausrede aber nichts. Nachdem Herr Rogorsch den Menschen photographtrt hatte, meinte er, wozu die Bilder dienen sollten und ob die russische Polizei solche erhielte. Als ihm dies bejaht wurde, sagte er, daß die Petersburger Polizei ihn nicht kenne und di- Personen, welche ihn auf dem Bilde recognoscirten, würden ihn nicht angeben. Er nennt sich jetzt auch Johann Piourkowski, will in Preußen (wo? weiß er nicht anzu­geben) geboren sein und verweigert über seine Angehörigen und seine Stellung jegliche Auskunft: er ist ein ganz verschlagener und auf seine Art nicht dummer Bursche, der irgend etwas vor der strafenden Gerechtigkeit zu ve> heimlichen hat, aber nach unserer Meinung (wir hatten gestern Gelegenheit, den Schwindler auf dem Wege zum Photo­graphen zu sehen) und der der untersuchenden Behörden kein russischer Osficier und Nihilist ist."

sZur Warnung.) Manchem Menschen erregt eS Gefallen, Andere, sei es auch nur ausSpaß", zu erschrecken. Derartige Leute mögen sich das Schicksal eines jungen Mädchens in Bautzen zur Warnung dienen lassen. Die Betroffene war vor einiger Zeit Abends ganz urplötzlich von einem Bekannten von hinten umarmt worden. Die unvermuthete Berührung ließ sie zusammenzucken und fuhr ihr, wie man zu sagen pflegt, der Schreckin alle Glieder". Es war dies nun auch thatsächlich eingetreten und legte sich der Schreck bei dem Mädchen auf die Beine. Es trat bet dem einen in der Wadegcgend eine hochgradige Entzündung ein und später kam Knochenfraß hinzu.

Im Laufe mehrerer Wochen schieden sich mehrere Knochensplitter aus fi'g a letzt di- ganze Wadenbemrohre in einer Länge von 10 6entimctet hernnL°Lfiuriem selb- war ganz porös. Es scheint, daß das Schienbein Ä a bliebenDie- a* ®tw"' mt»8 äää

Böhmen zählen 12,000, die Canadier 15,000, d,e Dänen 3100^ die Die

2000, die Irländer nahezu 50,000, die Holländer nahezu 3300

Norweger 5700, die Schweden 16,000, die Polen 5700 und die <56metier 2nnn4^°',bie nebst einer Handvoll Russen, Ungarn, Spamern, Portugiesen und Seelen,

anderen Rass- und National tat unter der Sonne ' Mannern fast jebet

Furchtbare Lynchjustiz wurde in Calcasien in Louisiana an einem m-

Derselbe war eines gegen die Sittlichkeit verübten schweren V-rbrech-ns 0et gesanglich erngezogen, brach s-dock aus und floh in's Land hinein. Am ersten s°'n°r Flucht begegnet- er in der Nähe einer Plantage einer jungen Dame CurnnÄH^ac Abstammung und that ihr Gewalt an. Man verfolgte ,hn und marb feiner nnrfl !ld|er beigen Jagd in Texas habhaft. Der Sherif brachte ihn per B°hn zu ück Zu» <n Evgerly, -wer kleinen Station in Louisiana, anhielt, warteten einige £Uf,nS d-Mho/ und bemächtigten sich trotz aller Proteste des Sh-rissÄ Person des Negers. Sie schleppten ihn auf ein Feld, fetteten ihn an einen ®faW mA bauften um ibn eine Pyramide von Kienholz und P-ch an aus der nur fein ffn»; berDorra0te. Der Scheiterhaufm wurde sodann in Brand gesteckt und der Neaer Ä mit schmerzverzerrt-m Gesicht entsetzliche Hülf-rufe ausstieß, verbrannte unter Ä'uh der Zuschauer bei lebend gern Leibe. m ^udel

braver Mann ist James Murray, ein Arbeiter aus Birmingham

Schlafzimmer eines Angestellten der Gasanstalt brach F-uer aus. Murrnk , d!- Nammen aus dem Fenster schlugen. Er erbrach die HEHÜre e' e^u » kn dichten Rauch die Treppe hinauf und fand den Mann, dessen Frau und hrH b°lb erstickt und betäubt im Zimmer. Er trug sie no»e"nanber ohne ßflfe Ls k

Z'wmer in die Straß- wo sie in der frischen Luft bald wieder ihre « nnun? langten. Mehrere Mal- wurde der brave Mann in seiner Rettungsarbei dur» sb Flammen zurückgetrieben. Aber er ließ sich nicht abschrecken. Das Feuer war dadm» entstanden, daß di- L-uie beim B-ttgeben ein L ckt brennen ließen.Ut$

Altgemeiner Anzeiger.

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Unterzeichnete läßt Freitag den 16. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, die ihr gehörige Kunstmühle bei Hochelheim nebst dem dazu gehörigen Grundbesitz von ca. 3 Hectar, bestehend in Aecker und Wiesen, öffentlich frei­willig versteigern. Die Mühle enthält zwei Mahlgänge und eine Schlagmühle. Wasserkraft während des ganzen Jahres vorhanden.

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Gießen, den 8. November 1883.

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