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Madrid, 8. August.

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bewahren Sie bte alte herzliche und wohlwollende

Bis 9/2 Uhr

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Gesinnung.

A Gießen, 10. August.

Mitglieder der dynastischen Linken haben einen Protest gegen die Revolte in BadajoS veröffentlicht und der Regierung chre Dienste zur Verfügung gestellt. Der Oberbefehls­haber der Truppen in der in Belagerungszustand erklärten Provinz Estremadura, General Blanco, hat die Untersuchung wegen des Aufstandes bereits eröffnen lassen, der Präfekt will ermittelt haben, daß von Zorilla abgesandte Emissäre die aufständlsche Bewegung angezettelt haben.

Hochverehrter Herr Geheime Baurath!

Wcrihgeschatzter College!

Würdiger Jubilar!

fürftenU9mniX791 up cJen Königlichen Hoheit unseres Allergnädigstcn

ütflen Ludwig iv., unter Zustimmung Sr. Maguiftcenz des R-ctors der

Bei dem gestern Abend nach 6 Uhr über unsere Stadt gezogenen Gewitter schlug der Blitz in vier Telegraphenstangen auf der Rodheimerstraße ein. Die Stangen wurden theilweise zersplittert.

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Michl Ar 0 Antworte H Orale1 *ft§er Mm Abmaci

Universität und mit Genehmigung Sr. Magnificenz des Kanzlers hat drepH losophische Facultät Ihnen das unter dem 9. August 1833 ausgestellte Doctord plom erneuert.

Gesegnet und reich war Ihr Wirken, hochverehrter Juvrlar. m diesem halben Jahrhundert, während welchem öie unserer Facultät cmgehvtt. Nur wnige« Sterb­lichen ist es beschreden, auf eine so lange Ardeuszeit zurückzublicken und sich noch einer solchen geistigen und körperlichen Frische zu erfreuen, wre Ihnen Gott brs h ule ver­liehen hat. Hohe Anerkennung ist Ihnen, hochverehrter College, zu Theil geworden von Beherrschern europäischer Länder, insbesondere von unserem Allergnäd-gsten Landes­fürsten. Weit über den Kreis der Universität hinaus hat sich Ihr Wirken erstreckt in Schöpfung erhabener Werke der Baukunst, uns aber sind Sie der wohlwollende und treue College geblieben, der in stiller Arbeit das Werk der Wissenschaft und des Unter­richts der studirenden Jugend gemeinsam mit uns gepflegt hat

Die Fakultät hat geglaubt, diesem Ihrem Wirken und Wesen einen besonderen Ausdruck geben zu müssen und hat dem erneuerten Diplom sowohl die Auszeichnungen welche Ihnen zu Theil geworden sind, hmzufügt, als auch die besonderen Worte, welche lauten: viro cum de architectura et artis historia vel scriptis vel operibus meritissimo tum arcis illius celeberrimae quae Wartburg appelatur restitutori ingeniosissimo, qoi animi candore atque humanitate quamdiu in hac urbe munus suum administ-avit et civium et collegarmn benevolentiam consecutus est. (Dem Manne, der sich um bte Baukunst und um die Kunstgeschichte gleich sehr durch Schriften und Werke verdient gemacht hat, dem geistreichen Wiederhersteller jenes hochberühmten Schlosses, welches die Wartburg genannt wird, dcm Manne, der sich durch Reinheit des Geistes und der Bildung während sein s langen Wirkens in unserer Stadt das Wohlwollen sowohl aller Bürger als auch seiner Collegen erworben hat.)

Und hiermit, hochverehrter Jubilar, überreiche ich, als promotor rite conetitutus hoc anno decanus, Ihnen dieses erneuerte Diplom.

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Spanien.

Die Generäle Serrano, Lopez, Dominguez und andere

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Lokales

Gießen, 10. August. G-stern, am 9. August, feierte unser Mitbürger, Herr Geh. Baurath und Unwersitäts-Professor Dr. H. von Ritgen, den Tag, an welchem er vor jetzt 50 Jahren das Examen als doctor philosophiae in der Anwesenheit von Hundeshagen (als Dekan), I. v. Liebig, Umpfenbach, Gann und Schäfer bestanden hat und bann promovut worben war.

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Anklaqepunkte waren, daß sie in Cork Dynamit fabricirt und nach Liverpool geschafft hätten, um damit öffentliche Gebäude in die Lust zu sprengen.

Madrid, 9. August. Eingegangenen Nachrichten zufolge hätten die Auf­ständischen von St- Domingo den bisherigen Führer erschossen, weil sie sich von dem­selben verrathen glaubten.

200 Soldaten in Haro haben ebenfalls gemeutert und sind in die Gebirge entflohen, sie werden von nachgesendeten Truppen verfolgt. Der Aufstand in Vlagera ist unterdrückt, die Aufrüher sind gefangen ober geflohen

Beirut, 8. August. Gestern kam im Lazareth ein Cholera-Todesfall vor. Außerhalb des Lazareths ist bereits der dritte Cholera-Todesfall zu verzeichnen.

halbwüchsigen Jungen und vagirenden Arbeitern bestehend, plünderte und zertrümmerte unter Gejohle und dem Geschrei:Eljen Jstocy!" mehrere Läden aus der Kerepeser- straße. Der Gasthofzum weißen Schwan" und das Cafe Oestretcher wurden mit Steinen bombardirt und vollständig demoltrt. Sehr bedeutenden Schaden erlitten der Juwelier Hoffmann und der Wäschewaarenhändler Freund, deren Läden ganz aus­geleert wurden. Der Pöbel verlöschte die Gaslaternen und riß sie aus. E'ne Stunde lang wüthete die Revolte ungestört bis die Polizei kam. Später traf Militär ein, welches die Ruhe herstellte. Es gab nur wenige Verwundete. Dreißig Verhaftungen wurden vorgenommen Unter den Verhafteten befindet sich ein Gerichtsdiener. Um Mitternacht war dir Ruhe hergestellt.

Italien.

Neapel, 8. August. Die Errichtung von Baracken w.rd von dem Arbeits­minister Genala auf das Emsigste betrieben, die Delegirten des Centralcomite's sind mit einer möglichst genauen statistischen Zusammenstellung der Tobten, der Verwundeten und des verursachten Schadens beschäftigt. Der Gesundheitszustand ist ein guter, die Straßen der zerstörten Städte werden in Kurzem vollständig gesäubert fein, die Ordnung wird mit Strenge aufrecht erhalten. Der Minister Mancini hat alle hiesigen Hilss- spitäler besucht, die der König bei seiner Anwesenheit wegen der Kürze der Zett nicht persönlich besichtigen konnte.

Möge es Ihnen vergönnt sein, noch recht lange in ungeschwächter Körper- und Geisteskraft Ihrem Berufe zum Segen des Vaterlandes und der Universität odzuliegen. Möge der Allmächtige Ihr schönes häusliches Glück erhalten und mehren. Uns aber, den Collegen, das bitten wir, b*- " ~

Sämmtliche hier anwesende Mitglieder der Universität hatten sich am Morgen zu ihm begeben, um ihn zu beglückwünschen, und der zeitige Dekan der philosophischen Facultät, Herr Professor Dr. Thaer, überreichte dem Jubilar das erneute Diplom mit folgenden Worten:

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, . ________ . Gestern fand unter dem Vorsitze des Herrn Directors

Sold an, als Großherzoglichen Commiffars, eine Abiturientenprüfung an der Real- fchule statt- Sechs Oberprimaner hatten sich derselben unterzogen und bestanden sämmtlich.

Straßen, um die Wiederholung der Unruhen zu verhüten. Abends blieb die Ruhe ungestört.

Froh-dorf, 9. August. Das Befinden Chambords ist weniger günstig; die dispeptischen Erscheinungen sind gestern Nacht wiedergekehrt.

London, 9. August. Oberhaus. Der Ausschuß betreffs der Manchester- Kanalbill berichtete, es sei unzweckmäßig, mit der Bill weiter vorzugehen. Nach einer Meldung desReuter'schen Bureaus" aus Durban ist es fast gewiß, daß Cetewayo noch lebt; er wäre in den reservirten Gebieten angekommen.

Nach einer Meldung aus Sidney von heute sind die Irländer, welche in dem Processe gegen die Phönixpark-Mörder Zeugen gewesen und deren Lan­dung die australischen Behörden nicht zugelaffen hatten, von dem Dampfer Nathan" an Bord des PanzerschiffesNelson" geschafft worden.

Liverpool, 9. August. Die des Hochverrates angeklagten Irländer Dcasy, Fetherstone, Oherlihy, Flanagan und Dalton wurden von der Jury für schuldig erklärt und zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurtheilt. Specielle

\] Verrutschtes.

A Weilburg, 8. August. Nachdem der berühmte Aeronaut Herr Securius in kurzer Folge in Wiesbaden und Frankfurt feine Luftschifffahrten zur Ausführung gebracht Hot, können wir heute wiederum bte Mitthellung machen, daß gelegentlich der hiesigen Gewerbeansstellung, welche in jeder Hinsicht als gelungen bezeichnet werden muß, Herr Secur us am Sonntag den 12 August seine 230. Luftschifffahrt hier in Weilburg antreten wird. Nicht allem, daß dieses so selten sich barbietende Schau­spiel einen Anziehungspunkt für den Besuch Unserer Gewerbeausstellung bilden dürfte, so werden auch dem an diesem Tage unser Städtchen besuchenden Publikum in anderer Weise die Stunden angenehm verkürzt werden, indem der hiesige Musikoerein ein Concert mit schönem Programm im Felsenkeller veranstaltet und am Abend ein Feuer­werk mit bengalischer Beleuchtung des so romantisch gelegenen herzoglichen Schlosses durch den Kunsifeueiwerter Herrn Ebner aus Ems ausgeführt wird.

Worms, 7. August. Mit Ermächtigung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz ist auch für den Kreis Worms durch das Kreisamt die Hegezeit des Dachses für das Jahr 1883 aufgehoben worden.

Hamburg, 4. Augnst. Eme entsetzliche That hat gestern einer glücklichen Ehe ein vorzeitiges Ende bereitet und drei Menschenleben vernichtet. In einem Hofe der Spaldingstraße wohnte feit längerem ein Schneider, ein fleißiger ordentlicher Mann, der durch feiner Hände Arbeit sich und feine Familie, bestehend aus einer jungen, kaum 30 Jahre alten Frau und zwei Knaben im Alter von 5V2 und 63/< Jahren, auf das Anständigste ernährte und mit Erfolg bestrebt war, jede Unannehmlichkeit von der­selben fernzuhalten. Die Ehe war die glücklichste und nichts trübte den Frieden der­selben. Dennoch zeigte die Frau feit einiger Zeit eine tiefe Niedergeschlagenheit, wich aber allen Fragen ihres Mannes nach dem Grund ihrer Traurigkeit aus. In den letzten Wochm frelli-b schien es, als ob jene unerklärliche Melancholie gewichen s i; die Frau war heiterer und nur selten noch verfiel sie in ihr altes starres Hinbrüten. In Wirklichkeit aber hatte sie ihr Wesen offenbar nur deßhald geändert, weil sie zu einem furchtbaren Entschlüsse gekommen war. Vorgestern Abend zeigte fr sich heiterer als sonst und ermunterte ihren Mann, der regelmäßig den Abend in seiner Familie zu­zubringen vflegte, doch auch einmal eine Zerstreuung zu such-n und sich ein Stündchen n seinen Club zu begeben. Der Mann folgte dieser Aufforderung, froh, daß seine Frau, die beim Weggehen ihn herzlich umarmte und küßte, endlich von ihrem Tiefsinn geheilt sei. Eine irin re Unruhe, bte er sich nicht zu erklären vermochte, trieb ihn in­dessen nach einigen Stunden w eher nach Hause. Ec fand die Thür seiner Wohnung verschlossen und als auf wiederholtes Klopfen nicht geöffn t wurde, setzte er sich, in dcr Annahme, seine Frau sei fest eingeschlafen, vor die Thür, um bis gegen 5 Uhr, wo feine Frau aufzustehen pflegte, zu matten- Aber auch um 5 Uhr blieb in der Wohnung alles still, und Böses ahnend, rief der Mann jetzt Nachbarn herbei. Alles Klopfen war vergeblich und da die Thür von innen verschlossen und überdies noch eine Kette übergelegt war, so blieb nichts übiig, als einen Schlosser herbeizurufen, der endlich gegen 6 Uhr die Thür öffnete und den Eintritt in die Etage ermöglichte Ein ent­setzlicher Anblick bot sich den Eindringenden bar: Gleich neben dem Eingänge hing an bet Thür eines kleinen Zimmers das jüngere Kind, halb angttleidet, starr uns tobt, in dem Wohnzimmer aber war an der einen Thür der entkleidete ältere Knabe erhängt, an der Mitielthür hing die Mutter, alle, wie die sofort vorgenommene Unter­suchung ergab, seit Stunden todt. Unzweifelhaft haben sich Wahnvorstellungen der beklagenswerthen Frau bemächtigt und sie zu der entfitzl'chen That veranlaßt; das geht u. A. auch aus einem Zettel hervor, den man, von ihrer Hand beschrieben, auf dem Tische sand. Ihr Mann möge sich in den Willen Gottes ergeben, schreibt sie, sie habe eine gute That vollbracht und den Wunsch der Kinder, mit ihr zu sterben, er­füllt. Ihre alte Mutter werde gewiß ebenfalls glücklich sein, daß die That enblid) ge­schehen. Die drei Leichen sind in der Wohnung gelassen worden; der arme Mann aber ist von dem entsetzlichen Ereigniß derart ergriffen, daß er selbst fast dem Wahn­sinne nahe ist.

Mainz, 8. August Gegen Einsendung von 5 Mark wurde längst mver^ schiebenen Z Hungen von Breslau aus ein sicheres Mittel angeboten, durch welches st^ junge Männer bei ben Damen am leichtesten beliebt machen könnten Eine G seuschatl hiesiger junger Leute, welche neugierig genug waren, dieses Mistel kennen zu Urnen, sandten ben Betrag ein unb erhielten als bas angepriesene Mittel die Antwort :vran heirathet sie einfach!" Wie Viele mögen wohl auf diesen Leim gegangen seine

Frankfurt, 8. August. Die elektrische Beleuchtung d.s hiesigen Telegraphen­amts ist nunmehr fertiggefteQt Im Hinteren Hofe, an der Post-Steuerexpeottion.N eine Maschine von 17 Pferdekräften aufgestellt, mittelst deren circa 50 kleine Ekmon- Glühlampen gespeist werden. Diese Flammen liefern ein Licht von solcher Intensiv ta. daß ein Höherlegen der Flammen in ben Arbeitsräumen wohl nöthig ®cr.l)cn, ' Es fanb bis jetzt eine Probebeleuchtung statt unb soll spätestens am 1- September o befinitive Inbetriebnahme erfolgen. r ri c k

Der Preisträger in sämmtlichen Waffengängen des FechtcrfesteS und M e Sieger im Rappierfechten, Herr Brink von Offenbach, ist ber bortige neue Burg - meister, ein nicht nur strammer, schneibiger Mann im Dienste, sondern auch L in allen ritterlichen Künsten, sowie ein eifriges Mitglied fämmtlidjer Offenbarer ^5- eine, welche diese pflegen. Er ist Fechter, Turner, Reiter, Schlittschuhläufer, Velocp l. Schwimmer. Er wird als Verfasser eines Büchlttns über die Kunst des SchUMchuo- laufens genannt, dessen Publikation als bevorstehend gemeldet wird. Herr -örtn ein geborener Sachse. D ,Ü£H n1tf hfn

Die Zahl der Locomotiven, welche am Schluffe des Jahres 1881 auf gesummten deutschen Eisenbahnen vorhanden waren, betrug 108b9; oon tynen 10339 von deutschen und 530 von ausländischen Fabriken geliefert. Unter wonn wurden von Borsig bezogen 2345 Stück, von Maffei 966, von der Han Locomotivfabrik 939, von Henschel u. Sohn 871. von der sächsischen Maschinenfab 768, von Vulkan in Stettin 755, von ber Maschinmbaugesellschaft Karlsruhe v___

Wrkung iiines Seil Mfc. 4 harfanq 5 Decker

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Telegraphische Depeschen.

Wolff s telegr. Correspondenz-Bureau.

Ischl, 9. August. Der Kaiser Wilhelm empfing Bormittags den ein­stündigen Besuch des österreichischen Kaisers und besuchte hieraus die Fürstin Schönburg und die Gräfin Wimpffen. Daraus begab er sich um halb 2 Uhr zum Diner nach der Kaiser-Billa zu dem österreichischen Kaiserpaar und von dort um 3 Uhr direct zum Bahnhose, um nach Berlin zurückzureisen.

Attnang, 9. August. Se. Maj. der Kaiser Wilhelm ist Nachmittags kurz nach 4 Uhr von Ischl wohlbehalten hier eingetroffen und hat nach kurzem Aufenthalte die Reise nach Passau und Regensburg fortgesetzt.

Berlin, 9. August. DerDeutsche Rttchsanzetger" veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Consulargerichtsbarkeil in Tunis, ferner bte Vereinbarung mit Spanien, betreffend die Inkraftsetzung des spanischen Handelsvertrags und den Tarif für die spanische Waareneinfuhr in Deutschland.

Eisenach, 9. August. Die Studirenden der deutschen Universitäten, welche der Lutherseier in Erfurt beigewobnt hatten, hielten heute Vormittag 11 Uh r ihren festlichen Einzug durch die prächtig geschmückten Straßen der Stadt. Auf dem Karlsplatze wurden dieselben durch das hiesige Luther-Comit^ feier­lich begrüßt.

Der studentische Festzug bewegte sich, nach der Begrüßung durch das Luther-Comitö und die städtischen Behörden, nach der Wartburg, in welcher bereits gestern Abend der Erbgroßherzog von Sachsen-Weimar angekommen war. Auf der Wartburg hielt Superintendent Marbach die mit stürmischem Beifall ausgenommene Festrede. Das für den Nachmittag projectirte Volksfest ist des strömenden Regens wegen abbestellt, auch der für den Abend beabsichtigte Fackele, zug ist zweifelhaft geworden.

Die Feier auf der Wartburg schloß mit dem Absingen des Lutherliedes: Eine feste Burg ist unser Gott" und der Nationalhymne. Dem Erbgroßherzog von Weimar, der der Feier beigewohnt hatte, wurde von den Studenten ein Hoch gebracht. Der Fest-Commers begann kurz nach 4 Uhr in dem der Er­holungs-Gesellschaft gehörigen Saale, der die Zahl Der Teilnehmer kaum zu fassen vermochte. Eine bei Beginn des Commerses von Professor Lipsius ge­haltene Ansprache wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Das Wetter ist etwas günstiger geworden.

Pesth, 9. August. Militär-Patrouillen und Polizei durchziehen die

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