Ausgabe 
11.3.1883 Zweites Blatt
 
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wiffen und wenden uns ausschließlich an den privaten Unterne&mungegdft das einzige Mittel, Geschäfte schnell und gut zu erledigen."

So Lesseps, der bisher noch immer, was er wollte, durchgesührt bat

Zu haben bei den grösseren Colonial- und Esswaarenhändlern, Droguislen, Apothekern elc.

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Verzeichnest

der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen

vom Monat Februar 1883.

Hari Möser, Flaschknbierhandlung,

Mcenstraße in Gießen.

Wer auf billige und solide

Schuhwaaren

reflectirt, wende sich an die

Filiale der mechan. Schuhfabrik

von

H. Grünebaum

Vermischte-.

Darmstadt, 8. März. fPersonal-Veränderungen tm M'litär-Sanitäls Corps^ Der Assistenzarzt zweiter Klaffe der Landwehr Dr. Hoffmann vom 1. Bataillon (Darm­stadt L) 1. Großh. Landwehr Regiments Nr. 115 wurde zum Assistenzarzt eister Klasse der Landwehr, der Unterarzt Dr. Putb vom 2. Großh. Ins. Reg m^nt (Gropherzog) Nr. 116, unter Versetzung zum 2. Nass. Jnf.-Regimeut Nr. 88, zum Assistenzarzt zweiter Klasse b« fördert.

Ein schrecklicher Vorgang ereignete sich am 28. Februar auf dem Bahnhofe zu Kalscheuren. Ein Bonner Student, evangelischer Theologe aus Herfo-d, welcher sich in gemüthlicher Weise mit dem Bahnhofs-Jnspector daselbst e'ne Zeit lang unterhalten hatte, sprang beim Herannahen dctz um halb 1 Ubr von Bonn nach Köln abgehenden Schnellzuges plötzlich an die Schienen, warf sich auf d eselben. um

Die Liefen strg soll im Le Die Dnertt lifjion aus Liese »rritufl ki der imteryi ächen.

Die Bedinc Sichen eingesehe Berben.

Frankfurt o

Täglich gebrannte

Mocca>Melange> Kaffee^ vorzüglich im Geschmack, zu 90 H, «X 1, Jt 1,20, .X 1,40 und «X 1,60 per Pfund, sowie mein reichhaltiges Lager in rohen Kaffee's zu 65, 70, 80 und 92 H, <X 1, «X. 1,10, eX 1,20, «X 1,30, <X 1,40 und .X 1,50 per Pfund, empfiehlt

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nichts anzufangen ist. Ick stelle Ihnen 200.000 Francs k fonds perdu zur Verfügung, ich gebe Ihnen zugleich einige meiner besten Ingenieure mit; nun reisen Sie mit Gott und so schnell als möglich und berichten Sie mir, was Sie nun mit diesen Mitteln finden werden."

Roudaire, dessen Erstaunen i ur seiner Freude gleichkam, zögerte nicht, Lesseps' Anerbieten anzunehmen, und damit war die Frage desSahara Meeres" in ein ganz neues Fahrwasser gebracht. Die immer verlangsamende und beschwerliche Mitwirkung der Regierung war ausgeschlossen, der Roudaire'sche Plan war ein reines Prtvat- unternehmen geworden und nunmehr gingen die Sachen rüstig vorwärts. Es ist mir nicht unbekannt, daß damals, als die Commission den Roudatre'schm Plan verwarf, nahezu sämmtliche europäische Fachgelehrte auf ihre Seite traten und die Möglichkeit desSahara-Meeres" nicht gelten lassen wollten, und ich vermuthe, daß sie auch An­gesichts der neuen Sachlage es nicht sehr eilig haben werden, ihre damalige Ansicht zu ändern. Trotzdem aber wird man nicht umhin können, ihr Urtheil wenigstens als ein nicht endgültiges aufzufassen, wenn man sieht, daß ein so hervorragend praktischer Mann wie Lesseps, der Erbauer des Suez- und des Panama-Canals, sich nicht nur zu einer gegentheiligen Ansicht bekennt, sondern auch seine Zeit und sein Geld an ihre Verwirklichung setzt. Lesseps aber macht jetzt Ernst. Die Nachrichten, welche von Roudaire eingetroffen sind, lauten so günstig, daß Lesseps am 12. ds. Mts. sich von Marseille nach Afrika einschiffen wird. Vor seiner Abreise hatte Lesseps eine Unter­redung mit einem Redacteur desVoltaire", in der er seine feste Überzeugung von dem Gelingen des Planes auSdrückte. Mag man über die Durchführung des Planes denken wie man will, jedenfalls ist Lesseps eine Autorität, die wohl auf Gehör und Beachtung Anspruch machen kann.

Less-ps aber sagte:

Ich nehme einen Ingenieur der Suezgesellschaft und ein halbes Dutzend Unter­nehmer auf meine Reise mit. Letzere werde ich nicht eher loslassen, als bis die Sache abgeschlossen und unterschrieben ist. Wir gehen zuerst nach GabeS, dann werden wir die Gegend des Schotts bereisen, die canalisirt werden soll, und dann werden wir die Meffungen des Obersten Roudaire prüfen. Wenn unsere Prüfungen die Feststellung des Obersten bestätigen, so sind wir gerettet. Man hat gesagt, daß die Schotts höher lägen als die Oberfläche des MeereS, wir behaupten aber, daß sie 12 diS 15 Meter tiefer liegen. Man hat behauptet, daß die Canalisationsarbeiten wegen des felsigen Bodens unmöglich seien, bei unfern Bohrungen und wir haben bis auf 50 Meter gebohrt hat man aber nichts anderes gefunden als Sand. Freilich ist wahr, daß die durch unsere praktischen Untersuchungen zerstörten Hypothesen von einer amtlichen aus 82 Gelehrten zusammengesetzten Commission ausgestellt worden sind. Zweiundachtz-g Gelehrte, die disputiren! Gibt es wohl etwas, was babct nicht herauskommen könnte? Früher hatte ich gesagt, daß das Terrain sehr günstig sei, und ich hatte hinzugefüzt, daß früher, vielleicht 1000 Jahre vor Christi Geburt, der See, den wir schaffen wollen, schon bestanden hat und daß sich dort, wo jetzt die Schotts liegen, eine mzwisch n ver­sandete Verbindung mit dem Meere befunden haben müsse; ich halte daS jetzt noch aufrecht. Ich reife jetzt also ab und meine Reise wird vier Wochen dauern. Ich habe von Abdel Kader einen prächtigen Brief erhalten, wie er für einen wahren Propheten paßt- In diesem Briefe fordert der Emir die MarabutS und Scheiks auf, mich nach Kräften zu unterstützen und beruhigt die eingeborene Bevölkerung über die Folgen, welche die Schaffung eines Binnenmeeres für sie Haden werde; er sagt ihnen, daß ihre Eigenthumsrechte geachtet und daß ihre Besitzungen an Werth steig n'den. Um mich kurz zu fassen: wir wollen die Vorbereitungen abschließen und mit der eigentlichen Arbeit anfangen. Die Lösung ist nahe, Sie können es glauben, und ich habe für diese Behauptung eine vortreffliche Begründung: wir wollen von osfic eller Hülfe gar nichts

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im nächsten Augenblicke vom Zuge erfaßt und gräßlich zermalmt zu werden. Der Totz trat augenblicklich em

Das Stahlweik rc. von Friedrich Krupp in Essen besitzt 439 Dampfkessel 450 Dampfmaschinen von zusammen 18 500 Pie, drk ast, 82 Dampfhämmer von 100 b's 50000 Kilo G w cht, 21 Wrlzenstratz n, 1622 Weikz ug nafchmen, 1556 v rschudenc Oefen, darunter 14 Hochöfen, 25 Locomok ven 5 Schraubendampfer von zusammen 7800 Tonnen Tragkraft. D>e Iah esp>oduct on b tiägt ungefähr 130000 Tonnen Stahl und 26 000 Tonnen Eisen Die bekannte Kiupp'sche Arbetterstadt ist bevölkert von 15 700 Arbeitern.

(Varus, gieb mir meine Legionen wieder.^ In einem Provinzial-Theater wird ein pompöses Drama aufgeführt, in welchem der Hauptdarsteller zu sagen hat: Varus, gieb mir meine Legionen wieder!" Varus, der sich nicht an die Antwort erinnern kann, die er zu geben hat, bleibt sprachlos.Varus", wiederholt der Erste, gieb mir meine Legionen wieder". Varus immer verwirrter, sieht ein, daß er seinen Partner unmöglich ohne Erwiderung lassen kann. Schon aber ruft dieser zum dritten Mal:Varus, so gieb mir doch meine Legionen wieder!" Hierauf Varus rasch ent­schlossen:Wenn Du so schreist, dann bekommst Du sie erst recht nicht"

Ein amerikanischer Geistlicher, der ein Negerpaar von außergewöhnlicher Häßlichkeit getraut hatte, richtete an dasselbe nach Vollziehung des kirchlichen Aktes die nachstehende Ansprache:Die Sstte will es, daß der Diener des H rrn nach Abschluß der heiligen Handlung der N uve. mahlten einen Kuß gtebt als Zeichen seiner besten Wünsche für ihr Wohlergehen im Ehestand. Gestattet mir, in Christo Geliebte, daß ich ausnahmsweise von dies m Gebrauch d esmal Abstand nehme." Der junge Gatte faßte sich rasch und erwiderte mit dem liebenswürdigsten G'Msen:De Gebrauch schreibt vor. daß der G 'stliche für die Vv'nahme einer T auung eine Svende von 10 Dollais empfängt; gestattet mir, hochwürdiger He r, d ß ch ausnahmsweise von diesem Gebrauch diesmal Abstand nehme." Sprach's und verschw md, ohne den Beutel zu öffnen, mit Frau und Zeugen.

(Das arme Deutschland!] In einer Nummer des LyonerR publ ca»n" ist folgende Depesche au§ F-ankiurt, 2. März, zu les n:Ganz Deutschi md wird von Bettlern du chzog«-n. An einzelnen Orten mufetn T> Uppen aufgebot n werden, u n sie zu zerstreuen. Das Elend ist io groß, daß für viele dieser Unglücklichen das G^an^ eine beneidensweithe Zuflucht b'ldet- In Bad n und tiemberg, d e frühe, so blühend waren, sind die B ttler so d> ödend geworden, daß nie friedlichen ger sich gezwungen sehen, Feuerwaffen zu tragen, um >bre Häuser zu fchühm." Diese Phantasie hat offenbar nur in einer Lyoner Redoctionsstube wachsen können

Von vorzüglichstem Erfolge Kegen alle cnUrrhalkeben

Leiden «le* Kehlkopfe«, Hoc Henn, Klagen« u. s. w ist die

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Zur kommenden Frühjahrssaison empfehle mein Tapeten Geschäft, indem ich verehrtem Publikum eine sehr reichhaltige Auswahl bieten kann. Gleichzeitig mache besonders auf eine größere Parthie guter Tapeten von Dorier Saison aufmerksam, und offerire dieselben zu wesentlich billigerem Preise. 4432

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Meine gebrannten Kaffee's sind nicht nach besonderer Methode geröstet, auch nicht caramelirt, weil meinen Abnehmern keinen Zucker für Kaffee ver­kaufen mag; besteht doch das wohlklingende Carameliren und Candiren nur darin, dem Kaffee beim Rösten Zucker zuzusetzen, wodurch der Kaffee bedeutend an Gewicht, aber nicht an Qualität gewinnt; daher kommt es auch, daß die Hausfrauen von meinem auf natürlichem Wege gerösteten Mocca-Melange- Kaffee mit ein Pfund ca. 12 Tage länger ausreichen, als mit jenem.

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